Thema: Moderne Postgeschichte: Internationales Remailing
DL8AAM Am: 24.06.2009 20:37:31 Gelesen: 369554# 16@  
Hier ein Beispiel eines weiteren interessanten Remailings:

Wenn ich das richtig verstehe handelt es sich um ein eigentlich verbotenes "(non physical) ABA-Remailing". Wenn ich mich recht entsinne wurden seinerzeit durch die UPU-Prokolle beide Formen "physical" und "non-pysical" ABA-Remailing verboten. Unter Non-Physical versteht man, dass der ursprüngliche Versender (Land A) seine Post im Ausland (Land B) ausdrucken, verpacken und wieder ins Heimatland (Land A) versenden lässt. Oder wurde da was geändert? Bitte um Infos/Kommentare.



Der eigentliche Absender ist "ESSO Card Deutschland" (Land A), die über einen schwedischen (Land B) Logistiker (Strålfors Svendska AB) seine Tankkarten nach Deutschand (Land A) verschicken lässt. Der "Inhalt" des Mailings wurde dabei per Internet nach Schweden übermittelt, dort ausgedruckt, hergestellt und anschließend nach Deutschland auf den Weg per UPU-Postwege zurück nach Deutschland gesandt.

Siehe:
We have solutions for your mailouts:
Our eBREV solutions provide major possibilities for customers who want to send both simpler letters as well as personally adapted mailouts to different target groups; always fast and efficiently. We take care of everything, from handling incoming files and mailouts to distribution; both physical, normal letters that are delvered by Posten and electronic messages in different channels.

http://www.stralfors.com/en/Informationlogistics/Administrativ-komm/eLETTER--mailouts-with-distribution/

Es wurden nicht nur die Karten, sondern auch Vertragsunterlagen und die passenden PINs (wie es sich gehört) getrennt, sogar aus unterschiedlichen Ländern per "non physical" ABA-Remailing verschickt. Neben den Versand aus Schweden selbst, nutzt Strålfors dabei auch die Dienste der Swiss Post International (SPI). Auf Grund des optisch recht identischen Labels auf den Sendungen aus Schweden und der Schweiz, sollte wohl hinreichend genug dokumentiert sein sein, dass sich unter dem Absenderkürzel "SE 19405" der CC International/SPI-Kunde "Strålfors" versteckt. Oftmals ist es erst über solche Vergleiche möglich, die verschlungenen Laufwege des modernen Remailings zu erhellen. Die philatelistische Forschung und Literatur steckt ja leider auch noch in den Kinderschuhen.

Ich bin immer noch am rätseln wer/was die "CC International" ist. Zumindest etwas der SPI, denn "CC International" wird bei den Beispiel-PPIs der SPI auf deren Webseite auch gezeigt [#6].



Gruß und "immer ein Blick ins Altpapier"
Thomas
 
Quelle: www.philaseiten.de
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