Thema: Portobestimmung von Belegen: Altdeutschland Bayern - Schweiz
bayern klassisch Am: 24.02.2018 11:08:03 Gelesen: 5920# 19@  
Liebe Freunde,

2 Briefe kann ich zeigen, die von Sachsen über Bayern nach Wohlen liefen:



1. Brief

Leipzig 17.1.1833 mit unleserlichem Rötelkrüppel über den "n" von Wohlen für die sächsische Strecke taxiert. Nürnberg nahm 14 Kr. in Auslage und addierte 12 Kr. für Bayern bis Lindau hinzu, so dass der Brief mit einer Eingangsbelastung von total 26 Kr. der Zürcher Postverwaltung angedient wurde.

Zürich erhöhte für sich um 6 Kr. auf 32 Kr. und addierte schon für den Aargau 2 Kr. auf 34 Kr. Endporto.



2. Brief

Dresden 28.1.1837 mit 3 1/2 Groschen sächsischer Inlandstaxe nach Nürnberg, die dort mit 16 Kr. verauslagt wurden. Dazu nun 18 Kr. für Bayern bis Lindau (2. Gewicht festgestellt, daher Faktor 1,5 von 12 Kr.) ergaben eine Grenzforderung von 34 Kr. für Zürich. Zürich sah ihn auch als schwer an und rechnete 1,5 mal 6 Kr. = 9 Kr. für sich, womit wir 43 Kr. dort hatten, wollte jetzt aber auch 6 Kr. pro einfachen Brief nach Wohlen und setzte dafür im 2. Gewicht 1,5 mal 6 = 9 Kr. total nun 52 Kr. an.

Zuerst kosteten Briefe aus Sachsen und Bayern via Zürich in den Aargau also nur 2 Kr., dann aber deren 6 je halbes Loth. Hier hatten sich die Briefe also, entgegen des Zeitentrends, verteuert und nicht vergünstigt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
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