Thema: (?)(95/105/107) Ein schöner Rücken kann auch entzücken - die Rückseite der Briefmarke
GSFreak Am: 28.04.2018 12:16:49 Gelesen: 33295# 50@  
Ende der 1950er Jahre experimentierte die britische Postverwaltung im Hinblick auf die Automatisierung der Postsortierung mit den sog. "Graphite Lines" auf der Rückseite von Briefmarken (nur auf Marken der Dauerserie QIIR "Wildings"). Im Michel wird von "Naphthadag-Aufdruck" gesprochen.

Bei den "Graphite Lines" handelt es sich um vertikale Linien aus elektrisch leitfähigem Graphit. Auf einigen Marken finden sich auch zusätzlich vorderseitig Phosphorstreifen. Letzere haben sich dann in der Praxis durchgesetzt. Insgesamt dienten die Aufdrucke dazu, zum einen Briefe/Karten in die richtige Position für die Stempelmaschinen zu bringen und zum anderen zum maschinellen Sortieren der Briefe/Karten in 1.-Klasse-Post (zwei Linien/Streifen) und in 2.-Klasse-Post (eine Linie/Streifen).

Hier die erste Ausgabe der "Graphite Lines" mit Wz. 21 (St.-Edwards-Krone mit E 2 R) aus dem November 1957, Mi.-Nrn. 282z bis 287z:



Mit geübtem Auge kann man diese "Graphite Lines" auch auf Belegen erkennen. Hier eine AK aus Ventnor (Isle of Wight) vom 12.10.1958 mit 282z und zweimal 283z (jeweils etwas dunklerer 2. und vorletzeter Zahn oben und unten).



Natürlich gibt es in der Anordnung der "Graphite Lines" gegenüber der normalen Stellung/Anordnung (die zwei linken Marken in der oberen Reihe) auch Abarten, wie z.B. zwei Linien links oder rechts oder gar "drei" Linien :



Gruß Ulrich
 
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