Thema: (?) (587) Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes
Pete Am: 12.02.2019 19:54:26 Gelesen: 39219# 569@  
@ Pepe [#568]

Wie viele Arbeitsschritte ist der Brief durchlaufen und wer hat daran etwas verdient?

Die Sendung durchlief mehrere Etappen, wobei ich bisher nicht alle Standorte identifiziere kann.

1. Donnerstag, 31.01.2019, eingeliefert als Infopostsendung im Briefzentrum Frankfurt/Oder des Briefdienstleisters PIN Mail GmbH Woltersdorf [1] mit Hauptsitz in Woltersdorf. Dort erfolgte eine maschinelle Sortierung mit dem Hinweis "RPV" (vermutlich das Unternehmen RPV Briefservice aus Cottbus als geplanter Briefzustellpartner).

2. Freitag, 01.02.2019, maschinelle Frankierung (hellgrau) durch ein bisher nicht identifizierten Briefdienstleister, dort ebenfalls als Infopostsendung erfasst.

3. Freitag, 01.02.2019, Frankit 3D13000900 eines bisher nicht identifizierten Briefdienstleisters, frankiert als Standardbrief bis 20 g = Porto zu 70 Cent.

4. Bearbeitung durch das Unternehmen Postcon [3], Sparte Konsolidierung (unbekannte Niederlassung) mit der Konsolidierungsnummer "K4031", der Brief war maschinell lesbar und wurde als 530. Sendung auf den Postleitbereich 15 sortiert.

5. Zustellung durch die Deutsche Post AG am Dienstag, den 05.02.2019 (?) in 15913 Märkische Heide. Für diese Postleitzahl ist laut [3] der Briefdienstleister RPV Briefservice aus Cottbis zuständig.

Wer bringt den orangenen Strichcode vorderseitig auf? Wer bringt einen weiteren anderen orangenen Strichcode rückseitig auf?

Die orangefarbene Codierung auf der Briefumschlagvorderseite dürfte im Regelfall von der Deutschen Post AG stammen. Für die orangefarbene Codierung auf der Briefumschlagrückseite kommen die anderen Unternehmen in Betracht. Die maschinelle Sortierung durch Postmitbewerber stützt sich oftmals auf Sortiervermerke auf der Briefumschlagvorderseite (Strichcode schwarz oder grau) und zusätzlich auf der Briefumschlagrückseite (Codierung orangefarben).

Und wer wundert sich, wenn der Beleg nach 6 Tagen ankommt?

Den Daten nach lag ein Wochenende zwischen Briefauflieferung und Zustellung. Wenn man dieses "herausrechnet", passt die Laufzeit noch halbwegs. Grundsätzlich ist bei Infopost keine Laufzeit von E+1 sondern bis hin zu E+4 zu erwarten. Aus Sicht der Deutschen Post handelt es sich natürlich um eine Sendung mit der geplanten Laufzeit E+1.

Mir stellt sich eher die Frage, ob bzw. wo die Sendung zwischen dem Frankit-Frankierdatum vom 01.02.2019 und dem Tag der Zustellung "liegengeblieben" ist. Erfolgte am Montag, den 04.02.2019 ein Zustellgang in 15913 Märkische Heide durch die Deutsche Post AG oder fiel diese aus und die gezeigte Sendung hätte nicht vor dem 05.02.2019 beim Empfänger zugestellt werden können?

Wenn sich der für die zweite und dritte Etappe zuständige Briefdienstleister identifizieren lässt, sollte sich klären, ob ggf. eine maschinelle Fehlsortierung vorliegt (und die Sendung zur Vermeidung weiterer Laufzeitverzögerungen aufgrund hauseigener Vorschriften der Deutschen Post AG übergeben wurde) oder die Sendung als außerhalb des eigenen Zustellbereiches gelegen klassifizieren lässt. Der Vermerk "1591399", welcher zufällig (?) die Postleitzahl des Empfängers 15913 enthält, könnte auf Letzteres hindeuten.

Gruß
Pete

[1] https://www.pin-woltersdorf.de/cms/content/pages/index.php?id=1&lang=de
[2] https://www.postcon.de/
[3] https://www.mailalliance.net/briefe-guenstiger-verschicken/index.html
 
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