Thema: Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes
Pete Am: 13.02.2019 21:50:45 Gelesen: 33642# 571@  
@ Pepe [#570]

danke erst mal für die umfangreiche Recherche. Stell Dir vor, man würde von solch Belegen eine Ausstellung machen. Der Erklärungstext würde mehr Platz einnehmen, wie das Exponat.

Moderne Vorphilatelie halt - wer mit wem, wann und wo. ;-)

Und wie ist die Leistung für jeden einzelnen vergütet worden?

Dies dürfte kaum festzustellen sein. Entweder zahlt der Absender einen Standardpreis für Infopost gegenüber PIN in Frankfurt/Oder oder es existiert bereits ein individuell vereinbarter Preis pro Sendung zwischen PIN und dem Absender (als Vertragskunden). Weiterhin muss PIN Frankfurt/Oder mit Sicherheit einen bestimmten Geldbetrag an den Zustellpartner RPV aus Cottbus für die (geplante) Sendungszustellung bezahlen. Der unbekannte Briefdienstleister erhält vermutlich auch einen Betrag.

Der Konsolidierer Postcon zahlt sehr wahrscheinlich anteilsmäßig einen gewissen Prozentsatz am Porto zu 70 Cent bedingt durch die vorgenommene Konsolidierung zurück an den Einlieferer = Vertragspartner (hier nicht der Absender der Sendung), abhängig davon, ob BZA (Briefzentrumsausgang) oder BZE (Briefzentrumseingang) als Leistung erbracht wurde. Bei Letzterem fährt Postcon die Sendung (zusammen mit weiteren Sendungen) in das Briefzentrum der Deutschen Post AG, welches für den Postleitbereich 15 zuständig ist und Postcon erhält etwas mehr Rabatt auf das Porto (die DPAG spart sich u.a. die Fahrtkosten von A nach B und etwas Sortieraufwand im Briefzentrum). Bei BZA kann quasi jedes beliebige Briefzentrum der DPAG (nach Terminvereinbarung) zur Sendungsauflieferung angesteuert werden.

Gruß
Pete
 
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