Thema: Die unterschiedlichen Kalender
volkimal Am: 28.07.2019 14:58:15 Gelesen: 11169# 183@  
Hallo zusammen!

Julianischer und gregorianischer Kalender

bei den ersten Beiträgen zu diesem Thema [#1] bis Beitrag 12 ging es um den Unterschied zwischen dem julianischen und gregorianischen Kalender. Damals habe ich nur sehr wenige Beispiele gezeigt. Daher möchte ich noch einmal auf diese Kalender eingehen.

Der julianische Kalender wurde in Ägypten entwickelt und von Julius Caesar im Jahre 45 v. Chr. im Römischen Reich eingeführt. Der julianische Kalender an sich war im gesamten Römischen Reich anerkannt, die Jahresanfänge jedoch wurden von Region zu Region verschieden gehandhabt. Auch die Jahreszählung war in den verschiedenen Teilen des Römischen Reiches verschieden. Details dazu siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Julianischer_Kalender . Es gab mehrere Reformen des julianischen Kalenders. Eine davon kann ich philatelistisch belegen.



Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Edikt_von_Roussillon :
Das Edikt von Roussillon aus dem Jahr 1564 legte den Jahresbeginn in Frankreich auf den 1. Januar fest.
Auf einer seiner Reisen durch das Land stellte König Karl IX. fest, dass der Jahresbeginn in Frankreich je nach Diözese unterschiedlich festgelegt war: im Erzbistum Lyon war es Weihnachten, im Erzbistum Vienne – wenige Kilometer weiter – der 25. März. Andere Daten waren der bereits im Römischen Reich übliche 1. März und Ostern. Die abweichenden Regelungen erzeugten nicht nur in der damaligen Zeit Verwirrung; sie wirken als Unsicherheit zu historischen Jahreszahlen bis heute fort.
Nachdem er den Jahresbeginn für das gesamte Land vereinheitlicht hatte, fügte er einem Edikt, das er Anfang Januar 1563 in Paris erlassen hatte, vier Artikel (Nr. 39 bis 42) hinzu, die er am 9. August 1564 in Roussillon verkündete: der Jahresbeginn wurde im Artikel 39 nun auf den 1. Januar festgesetzt


Die Abbildung im Stempel zeigt das alte Schloss, in dem Karl IX. 1564 das Edikt unterzeichnete, das den 1. Januar Anfang des Jahres festlegte.

Viele Grüße
Volkmar
 
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