Thema: PPA Spezial: Angebot von geringwertigen Marken mit BPP Prüfvorschrift
drmoeller_neuss Am: 11.11.2019 17:55:52 Gelesen: 509# 25@  
@ Richard [#3]

Kein Händler würde sich wegen solcher Marken umfangreich mit Fachliteratur eindecken, die tausende von Euro kosten können, und erst recht kein Sammler, der 80 Jahre alt ist und seine Allerweltsware "auflösen" möchte.

@ umdhlebe [#21]

Die Frage, wie man Falschstempel in den Auktionen ohne eine kostspielige BPP-Prüfung vermeiden könnte, war der Ausgangspunkt dieser Diskussion. Sie kann mit dem Argument, dass Prüfungen relativ teuer sind nicht wirklich gut beantwortet werden.

Bleibt doch einmal auf dem Boden. Fachliteratur kostet kein Vermögen. Oft tut es ein alter Katalog. Die letzte Kiste Literatur hat mich 50 EUR gekostet und war durch den enthaltenen "Feuser" schon bezahlt. Kataloge kosten bei ebay oft nur den symbolischen Euro, am meisten haut noch der Versand herein.

Viele gefälschte Marken sind ausserhalb der Gültigkeitsdauer gestempelt. Oder neulich auf dem Tauschtag, Liechtenstein Europa 1960 mit Linienzähnung anstatt Kammzähnung. Diese Fälschungen kann ich schon mit einem alten Katalog entlarven.

Ansonsten hilft oft vergleichen mit billigen Marken. Die Post hat für die teuren Marken am Schalter keine besonderen Stempel verwendet. Eine Stempelvergleichsammlung kann man mit Groschenmarken für wenige Euros aufbauen. Nachzähnungen lassen sich schon oft daran erkennen, indem man eine billige Marke aus dem Satz unter die teure legt, wenn beide nicht genau deckungsgleich sind, ist etwas faul. Die Deutsche Bundespost hat für den Posthornsatz immer die gleiche Gummierung verwendet. Auch hier kann man mit den billigen Werten aus dem Satz durch einfachen Vergleich die Nachgummierten entlarven

Als kommerzieller Anbieter muss man sich überlegen, ob man das Risiko eingeht, fälschungsgefährdete Marken ungeprüft zu verkaufen. Es ist eine einfache kaufmännische Frage und manche Sachen gehen halt nicht. Postgeschichtlich interessante Belege aus dem Dritten Reich kann man nicht auf ebay wegen der Hakenkreuzproblematik verkaufen, Inflamarken eben nicht wegen der Stempelproblematik. Das ist halt so.

Wenn man nichts besseres weiss, gehen solche Sachen als Posten "mit allen Eventualitäten" weg.

Den im ersten Beitrag von Lars gezeigte Stempel ist so grottig und ich muss mich gar nicht mit den Luxemburger Stempeltypen auskennen, um den als falsch zu bezeichnen.
 
Quelle: www.philaseiten.de
https://www.philaseiten.de/thema/13410
https://www.philaseiten.de/beitrag/214978