Thema: Moderne Postgeschichte: Paketaufkleber auf DHL-Inlandspaketen
Araneus Am: 29.01.2020 20:23:48 Gelesen: 1398# 1@  
Während im Bereich der Briefpostautomation Neuigkeiten und Veränderungen in philatelistischen Kreisen, zum Beispiel auch in diesem Forum, ausführlich beschrieben und dokumentiert werden, wird die Entwicklung im Paketbereich philatelistisch eher vernachlässigt. Dabei hat es seit der Privatisierung der Post auch hier enorme Veränderungen gegeben, die man häufig erst erkennt, wenn man ältere Paketaufkleber mit heutigen vergleicht.

Die Paketnummern zu Zeiten der Deutschen Bundespost und die Adressangaben wurden durch Strichcodes ersetzt und dadurch in den Paketzentren (die früher Frachtzentren hießen) maschinenlesbar. Sendungsarten, bestimmte Services oder Vorausverfügungen kamen im Lauf der Zeit neu hinzu oder wurden umbenannt oder verschwanden wieder.

Ich denke und wünsche mir, dass ein Forum wie die Philaseiten hier Möglichkeiten bietet, Entwicklungen nachzuzeichnen, zu diskutieren und zu dokumentieren. Dabei fände ich es sinnvoll, dass man sich in diesem Thread auf inländische Sendungen konzentriert. In Zeiten eines florierenden Internethandels gibt es eigentlich genügend Material.

Interessant sind hier wohl in erster Linie die Aufschriftzettel (das sind die Aufkleber, die Absender, Empfänger und die Strichcodes enthalten), sonstige Label (zum Beispiel von Postfilialen und Paketzentren und deren Zustellbasen), Vorausverfügungen und sonstige Vermerke.

Ich möchte gleich mit einem Beispiel beginnen, das aus heutiger Zustellung stammt:



Dieses Paket, das oberflächlich als „normales“ Paket erscheint, wirft bei mir einige Fragen auf:

1.Die Versendungsform „ EUROPACK National“ hielt ich für eine Versendungsform, die es seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Googelt man danach, findet man keine brauchbare Erläuterung dieses Begriffs, auch nicht auf den Seiten von DHL. Was unterscheidet „EUROPACK National“ von einem Paket? Gibt es diese Versendungsform heute noch? Oder hat der Versender hier eine alte Software verwendet? Oder gibt es noch alte Verträge, die diese Versendungsform heute noch ermöglicht?

2. Beide Strichcodes wurden im Eingangs-Paketzentrum 72 (Eutingen im Gäu) dupliziert. Welchen Zweck hat diese Duplizierung? Wann hat DHL die alte Bezeichnung „ Leitcode“ in „ Routingcode“ (abgekürzt „RC“) umgetauft?

Ich hoffe auf eine rege Beteiligung bei diesem Thema.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Quelle: www.philaseiten.de
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