Thema: Delcampe und der Umgang mit Fälschungen
marc123 Am: 23.05.2020 16:58:43 Gelesen: 3119# 116@  
Dieser Artikel bei Delcampe regt mich etwas auf.

https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/luxemburg/1859-1880-wappen-heraldik/luxembourg-yvert-33-2-scans-neuf-avec-gomme-ungebraucht-mit-gummi-1001675560.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=user_favorite_list%3Auser_favorite_list



Die Beschreibung: "Luxembourg . Yvert . 33 (2 scans) . * . neuf avec gomme . / . Ungebraucht mit Gummi Artikel n° #1001675560"

Der Startpreis beträgt 150 Euro. Eine weitere Beschreibung folgt nicht.

Es handelt sich aber nicht um eine Yvert Nr. 33 (Michel 34) der Lokalausgabe (Katalogwert ca. 600 Euro), sondern um eine Yvert Nr. 46, Haarlemer Ausgabe (Katalogwert ca. 10 Euro).

Natürlich kann man behaupten, der Händler kennt sich nicht aus und kann Haarlem und Lokalausgabe nicht unterscheiden, nicht jeder ist Luxemburg-Spezialist. Aber wieso bei Unkenntnis sofort von der teuren Marke ausgehen? Die Lokalausgabe ist 13. gezähnt, die 30 Centimes Haarlem kommt in der Zähnung 11,5 x 12 (erste senkrechte Reihe) und 12,5 x 12, die übrigen 90 Marken vor. Und diese Information steht in den Katalogen. Hinzu kommt, dass auf der Rückseite noch die Michel Nr. 44 mit Bleistift geschrieben steht.

Die Marke ist zwar keine Fälschung, fair ist das Angebot aber absolut nicht. Außer diesem Angebot hat der Händler noch einige Fälschungen (Manipulationen) von Luxemburger Wappenmarken angeboten.



Hier zum Vergleich,30 Centimes Lokalausgabe links, und als Paar in den beiden Zähnungen der Haarlemer Ausgabe rechts. Nebeneinanderliegend stechen die unterschiedlichen Farben und Größen, sowie der charakteristische breitere obere Zahn der Lokalausgabe sofort ins Auge.

Liebe Grüße
Marc
 
Quelle: www.philaseiten.de
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