Thema: Fälschungen zum Schaden der Post in Deutschland seit der Euroeinführung
Journalist Am: 24.05.2020 08:33:35 Gelesen: 16505# 111@  
@ Journalist [#110]

Hallo an alle,

wie oben schon angekündigt wurde gerade eben auch der zweite Artikel über Fälschungen mit dem Titel "Erste Fälschung einer Zuschlagsmarke" als Vorabveröffentlichung aus der philatelie (Juni-Ausgabe 2020) im Internet freigeschaltet [1].

Daraus auch noch hier einige ergänzende erste Bilder, zuerst von der Mopsfledermaus:



Es handelt sich hier um einen Vergleich der echten Marken oben und der Fälschung unten unter UV-Licht mit 256 Nanometer (Phosphorlampe). Oben sieht man deutlich, das die Seltenen Erden (das zusätzliche zweite Sicherheitselement für Briefmarken) als Sicherheitsaufdruck nur im inneren Bereich der Marke mit Ausnahme eines circa 2 mm breiten Randes im Bereich der Zähnung als erster Druckgang in einer farblosen Schicht gedruckt wurde.

Zusätzlich noch abschließend zur Mopsfledermaus ein Ausschnitt der Gesichtszüge der Fledermaus:



Links das Original und rechts die Fälschung mit wesentlich ausführlicher Detailierung der Gesichtszüge ohne die typischen Rosetten. Diese Fälschung hat die beste Qualität, die der Autor bisher gesehen hat. Die Druckraster und Abstände der Druckpunkte und die Druckwinkel sind bei der Fälschung identisch !!!

Auch bei der zweiten Marke aus der selben Quelle findet man im Druck selbst nur minimale Unterschiede:



Diese Abbildung zeigt einen Bildausschnitt der Krawatte im unteren Teil - links die echte Marke - rechts die Fälschung. Der Hauptunterschied bei dieser zweiten Fälschung ist aber auch wieder nur der fehlende Sicherheitsdruck mit den Seltenen Erden.

Gedruckt wurden diese Fälschungen im Offsetdruck, solche Maschinen haben einen Durchsatz von 4 Meter pro Sekunde, hier wurden also nicht gerade wenige Marken als Fälschung hergestellt.

Erkennbar sind diese Fälschungen für einen Sammler in der Regel nur mit einer Phosphorlampe, da unter UV mit 365 Nanometer keine Unterschiede zwischen der Fälschung und dem Original existieren. Mal sehen, was aus dieser Quelle noch alles an Fälschungen auftauchen könnte ?

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/erste-faelschung-einer-zuschlagsmarke.html
 
Quelle: www.philaseiten.de
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