Thema: Bogenrandsignaturen
muemmel Am: 10.03.2010 22:06:33 Gelesen: 180635# 143@  
@ sam0077 [#142]

Guten Abend Christian,

das ist ja gleich an ganzes Bündel an Fragen, mit denen Du mich löcherst. Aber alles der Reihe nach.

Frage 1: "Weist Du, bei welchen Marken (Rosettenmuster) die Formbezeichnungen existieren?"

Ja. Das liegende A (wie von Dir gezeigt) bei den Bogen 318 A+B und 324, Platte -/1/1, das aufrecht stehende (normale) A bei den Bogen 317, 318A, 324 Platte -/x/11, bei Bogen 324 und 327A Platte 4/x/- und schließlich bei 328 Platte -/1/1. Die Plattennummuer des Wertdrucks ist durch "x" ersetzt, da diese bei den Wertstufen unterschiedlich ist.

Frage 2: "Und warum kommen sie ausgerechnet bei Platte C vor, oder ist dies Zufall?"

Darauf habe ich leider keine befriedigende Antwort. Allenfalls ist denkbar, dass die ja eigentlich unnützen Formzeichen zufällig an den Maschinen vorhanden waren, auf denen Bogen mit der Oberrandfigur C gedruckt worden sind.

Frage 3: "Normalerweise gibt es beim Rosettenmuster doch auch die Plattennummern - meistens - im Unterrand. Meinst Du deshalb, die Formbezeichnungen hätten bei dieser Ausgabe keine Funktion?"

Beim Rosettenmuster befinden sich die Plattennummern (PN) immer am Unterrand. Die PN des Markenbilddrucks rechts oder links außen, die des Wertdrucks meist mittig aber stets rechts von der HAN. Es gibt aber auch Bogen, bei denen die eine oder andere PN nicht vorhanden ist. Die Formbezeichnungen A und B hatten bei der Rosettenausgabe in der Tat keine Bedeutung oder Funktion. Weshalb sie zum Einsatz kamen, wird eins der ungelösten Rätsel bleiben.

Gut´s Nächtle
Harald
 
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