Thema: Saint Pierre & Miquelon: Auf der Post in.....St. Pierre
Bendix Gruenlich Am: 03.07.2021 20:01:38 Gelesen: 441# 5@  
Es gab auch einmal eine Periode (1976-1985), wo die Inseln als französisches Departement geführt wurden und Marken des Mutterlandes ohne Aufdruck benutzt wurden.

Bis heute sind für SPM über 1200 Michel-Nrn. verzeichnet. Unfassbar, es sind also auch noch die Marken in den Kolonialzeichnungen gültig, deren Kleinstwerte sich in unterschiedlichster Erhaltung in vielen Anfängersammlungen finden.

Beim Katalogpreisniveau fällt auf. Dass die Marken bis 1976 zum Teil sehr hohe Katalogwerte aufweisen, z.B. Nominale FRF 4,00 – Katalogwert EUR 24,00 postfrisch. Das Niveau ändert sich, nach der Wiederaufnahme der Emission eigener Marken in 1986, z.B. FRF 5,00 - Katalogwert EUR 3,40 postfrisch.

Auflagen nennt der Michel für die Marken bis ca. 2015 keine, erst danach werden sie vereinzelt verzeichnet, z.B. 50.000 für eine Sondermarke mit gängiger Nominale, 40.000 für einen Block.

Die Einwohnerzahl des Archipels beträgt ca. 6.000 (90% auf der kleineren Insel St. Pierre mit 26 km², nur 10% auf der 10mal größeren Insel Miquelon/Langlade). Gehen wir also davon aus, dass das Interesse von nicht auf SPM ansässigen Sammler hoch ist.



Über den Sinn eigener Briefmarken für ein Gebiet mit 6.000 Menschen kann man streiten. Gehen wir aber davon aus, dass es nicht nur Lokalpatriotismus ist, sondern konkrete wirtschaftliche Vorteile Motive gibt.

Die Nennwerte erscheinen im Vergleich mit denen des Mutterlandes hoch, dafür weisen die Marken die gleiche hervorragende Qualität wie die des Mutterlandes aus.

Und sie sind dauerhaft gültig.......das ist einfach stark! Also man hält sein Versprechen, ohne dass es der Post weh tut, denn selbstverständlich hat die Inflation, die Nominalwerte devaluieren lassen.

Günstig war, dass ich kurz vor meinem Aufenthalt, eine Partie Marken aus den Jahren 1990 bis 2002 für einen Bruchteil (ca. 35%) ihrer Nominale erstehen konnte, ca. 300 Stück, so dass ich aus ich aus dem Vollen schöpfen konnte.

Zeit für einen Beleg



Und für zwei Impressionen. A) Blick auf St. Pierre B) Blick auf das menschenleere Langlade von der Westseite der Insel St. Pierre aus



(wird fortgesetzt)
 
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