Thema: Auktionen: Falsche Beschreibungen in Auktions Katalogen
Martin de Matin Am: 08.08.2021 17:43:03 Gelesen: 2012# 122@  
@ Martin de Matin [#107]

In meinem früheren Beitrag habe ich folgenden Satz über USA-Zeitungsmarken geschrieben:

"Zur Entschuldigung für diesen Fehler von Veuskens muss ich sagen, das in meinem alten Michelkatalog nichts von Fälschungen bei dieser Ausgabe steht (diese Aussage habe ich bewusst bezüglich eines anderen Loses bei Veuskens gewählt)".

Und nun zu dem oben aufgeführten Los der 114. Veuskensauktion vom 12/13.8.2021.

http://www.philasearch.com/de/i_9120_127753/6605_USA_Dienstmarken/43-A114-693.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-31610%2CFI-1&set_anbieter=0&set_auktionnr=-1&postype=PH&page=4&row_nr=75&breadcrumbId=1628434427.17

Beschreibung:

Los 693 USA Michel67/70a

2 D., 5 D., 10 D. und 20 D. Dienstmarken für das Auswärtige Amt (State), sauber ungebraucht ohne Gummi, vs. jew. eine zarte, rote Abstempelung (?), farbfrisch und gut gezähnt. Uns liegen keine Vergleichsstücke vor, es ist möglich, dass es sich um Restbestände handelt, die 1881 zum Nennwert verkauft wurden. Als Ganzfälschung sind diese Marken im Michel nicht verzeichnet, um nachgezähnte Probedrucke handelt es sich auch nicht. M€ ca. 7.200,--

Ausruf 400,00 EUR
Ende der Gebotsabgabe: Donnerstag 12.08.2021, 08:30



-"um nachgezähnte Probedrucke handelt es sich auch nicht" Bei diesem Satz stimme ich dem Auktionshaus vollkommen zu.

-"es ist möglich, dass es sich um Restbestände handelt" Dies ist möglich, aber es sind nicht Restbestände, die von der US-Post stammen, sondern vielleicht von einer Druckerei aus Frankfurt.

-"vs. jew. eine zarte, rote Abstempelung (?)" Vielleicht sollte man einmal lesen was auf dem"Stempel" steht. Lichtdruck (oben im Stempel) Frankfurt (unten im Stempel). Den mittleren Teil des Stempels habe ich noch nicht aufgelöst.

Ich glaube wenn man dies liest, dann ist einem klar, um was für Stücke es sich hierbei handelt.

Als Beispiel für eine echte 2 Dollar-Dienstmarke zeige ich Los 1533 der 758 Kellerherauktion.



Wenn man die Stücke bei Veuskens sieht fällt einem direkt die gelbgrüne Farbe (Originale sind in einem dunkleren Grün gedruckt) und auch der verschwommene Bildeindruck auf.

-"Uns liegen keine Vergleichsstücke vor" Einen kleinen Tip von mir; man kann bei Robert Siegel Auction Galleries, für USA-Seltenheiten, unter power search die ScottNr. eingeben, und man kann genügend Stücke als Vergleich sehen. Diese kann man dort nach dem anklicken eines einzelnen Stücks auch stark vergrössert im Ausschnitt sehen.

Im unteren Link als Beispiel die 5 Dollar mit der ScottNr. O69

https://siegelauctions.com/lot_grd.php?btnSubmit=Search&sale_no=&lot_no=&fastsale=on&sdate1=01%2F01%2F1930&sdate2=07%2F20%2F2021&lotclass=All&majgroup=United+States&cat_supgroup=U.S.+Stamps&subgroup=All&lot_catfk=All&catselect=eq&srtorder=O69&keyword=&pfoper=gt&pfgrade=&gandor=or&pseoper=gt&psegrade=&symbol%5B%5D=All&realized1=&realized2=&recsperpage=10&sea_name=&pscolumn=default&sortord=DESC&calledfrom=lkp&win=qxizx8&sea_emailflag=on

Als kleine Information zu den drei Höchstwerten. Die gestempelten Marken sind meiner Meinung nach zehnmal seltener als die ungebrauchten Marken, obwohl dies nicht im Katalogpreis zum Ausdruck kommt. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man mal eines dieser drei Stücke echt gestempelt auf einer Auktion sieht.

Gruss
Martin
 
Quelle: www.philaseiten.de
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