Thema: (?) (816) (819) (820) (822) Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes
Araneus Am: 13.01.2022 20:53:47 Gelesen: 257317# 739@  
@ DL8AAM [#738]

Findet sich rückseitig etwa so eine blaue INTERMED-Briefmarke?

Hallo Thomas,

auf der Rückseite des Briefumschlags findet sich weder eine „Intermed-Briefmarke“ noch irgendein Vermerk oder Code. Die „Intermed-Briefmarke“ ist ja nur für Kunden gedacht, die eine relativ geringe Anzahl an Briefen, zum Beispiel weniger als 20 pro Tag versenden [1]. Gemeint sind damit vermutlich im Wesentlichen Arztpraxen.

Für Kunden, die eine größere Anzahl an Briefen versenden (dazu dürften Kliniken gehören), bietet Intermed einen Frankierservice an:

Ihre maschinenlesbaren (nicht handschriftlich adressierten) Briefe an medizinische Einrichtungen oder auch Ihre Privat-Post müssen Sie nicht frankieren oder einliefern. Wir holen Ihre Sendungen ab und kümmern uns um die Zustellung - zu besonders attraktiven Preisen [1].

Zum „Kümmern“ dürfte auch die Kooperation mit Konsolidierungspartnern gehören.

Im vorliegenden Fall dürfte der Brief bei der Deutsche Post Inhaus Services GmbH (DPIHS) gelandet sein. Das steht zwar nicht ausdrücklich auf dem Umschlag, doch ist mir ein 4SCC Barcode in dieser Form nur von diesem Konsolidierer (K4000) bekannt. Im vorliegenden Fall dürfte der Umschlag mit der handschriftlichen Adresse bei Intermed „durchgerutscht“ und erst bei der DPIHS als nicht konsolidierbar aussortiert worden sein. Denn für „Rabatte im Rahmen von Teilleistungen Brief“ bei der Deutschen Post ist Maschinenlesbarkeit eine Voraussetzung [2], die auch für Einlieferungen der DPIHS gilt.

Privatpost-Kennzeichen kann ich - abgesehen von dem FRANKIT-Absenderklischee - an dem Beleg nicht erkennen.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.intermed.de/brief
[2] https://www.deutschepost.de/de/b/brief_postkarte/teilleistungen_brief.html
 
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