Thema: Belege im Grenzverkehr Deutschland - Niederlande - Belgien - Schweiz
bayern klassisch Am: 02.08.2010 06:30:30 Gelesen: 25976# 16@  
Lieber Jörgen,

man hat auch größere Städte bei kleineren Zielorten angeschrieben, um die richtige Leitung zu veranlassen. Dass es ein größerer Ort im Ausland war, tat der Sache keinen Abbruch. Aber eine Zustellung von Baden in die CH gab es nicht.

Der Absender meines Briefes mit der Bayern 9c wähnte Berlingen im 5 Meilen Nahbezirk und frankierte in Folge dessen auch nur mit 3 Kr..

Tatsächlich lag Berlingen aber gut eine Meile weiter entfernt, so dass aus dem Lokalbrief für 3 Kr. ein Brief aus Bayerns 1. Rayon in den 1. CH Rayon wurde.

Hierfür reichten die 3 Kr. aber nicht mehr aus. Bayern machte auf der linken Seite des Grenzstrichs ein Strichlein, womit man dokumentierte, dass für Bayern das Franko ausreichte, aber auf der anderen Seite (= CH) 3 Kr. fehlten.

Die CH sag dies genau so und rechnete diese 3 Kr. in 10 Rappen um, die der Empfänger bezahlen durfte.

Dein Brief ist aber auch nicht ohne mit dem Aufgabestempel. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Quelle: www.philaseiten.de
https://www.philaseiten.de/thema/2598
https://www.philaseiten.de/beitrag/29255