Thema: DDR: Bogenränder mit unterschiedlicher Breite
Lumpus2000 Am: 29.11.2010 12:48:52 Gelesen: 7966# 12@  
Halli Hallo,

ich "misch mich mal ein". :-)

Die Tatsache das es hierzu Fragen gibt und auch die Tatsache das einige Benutzer nicht die richtige Antwort kennen, zeigt doch das es hier "Aufklärungsbedarf" gibt. Was das Thema DDR angeht bin ich inzwischen "ein alter Hase", aber jeder ist in der Lage von mir alte Beiträge z.B. im BDPh-Forum auszugraben und ich darf das sagen: Da sind dämliche Fragen von mir aus heutiger Sicht. :-)

Es wurde ja bereits richtig gestellt: Nein es ist keine Verzähnung. Eine schöne Verzähnung hat Klaus (Germaniafreund) bereits gezeigt.

Was bei solchen Kleinbögen vorkommen kann, ist ein VERSCHNITT, wobei es eigentlich erst dann spannend wird wenn dieser Verschnitt "extrem" ist. Ich kann hier nur ein anderes Beispiel zeigen:



Hier ist das spannende, das am rechten Rand Passerkreuz, Schnittmarkierung und Farbdruckanweisung zu lesen sind. Das ist sehr selten und gehört ins Abartenalbum. Ist aber keine Verzähnung!

Was den Kleinbogen auch noch wertvoller machen kann, ist eine andere Zähnung. Hier gibt es die Variante des unten nicht gezähnten Kleinbogens:



Hier liegt auch keine Verzähnung vor! Diese nicht überall durchgezähnten Kleinbögen kommen öfters vor. Es betrifft die "Randstücke" aus den Kleinbogenbögen, es kommt nur darauf an wie die kompletten Bögen gezähnt wurden. Bei einigen Ausgaben kommen diese Ränder oft vor, da immer am Rand nicht durchgezähnt wurde und bei anderen Ausgaben ist das seltener, z.B. bei der gezeigt 3078. Hier wurde offensichtlich die Zähnung der Bögen mit unterschiedlichen Maschinen vorgenommen und nur bei einer Teilauflage wurde so gezähnt dass unten die Stücke ungezähnt blieben.

Gerne nachfragen, wenn das "zu wild" beschrieben ist. :-)

Viele Grüße
Swen
 
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