Thema: Briefmarkenhaus Hermann E. Sieger wird nach 101 Jahren liquidiert !
Danilasewa Am: 01.04.2024 20:46:46 Gelesen: 3820# 53@  
Uli: Wenn aber "Neudruck" draufsteht, kann man das wohl kaum als Fälschung bezeichnen.

Sogar unser oberster Briefmarkenkünstler Jean de Sperati hatte sich deshalb seinerzeit jahrelang vor Prozessen retten können, bevor ihn ein bekannter Philatelist - Name entfallen - in Paris erfolgreich vor den Kadi brachte.

Zur Frage, weshalb zu viel Porto verklebt wurde: Viele Briefmarkenfirmen lassen ihre Briefe von Dritten fremdfrankieren. Und da sie ohnehin für eingekaufte Nominale nie 100 % bezahlen - es soll Fälle geben, wo weniger als 50 % gezahlt wird - ist das der Firma ziemlich egal, wie viel Porto draufklebt. Der Unterschied für einen mit 2,75 € und einen mit 1,60 € frankierten Brief beträgt also für das betr. Unternehmen gerade mal 60 €Cent, und das zu kontrollieren kostet personalmäßig mehr als die Briefe gleich überfrankiert zu versenden, zumal bei einer bestimmten Hüllengröße (hier wohl C4) von einem Gewicht >500 g ausgegangen wird.

Auch Banken verschicken teils zwei-drei Briefe an denselben Adressaten täglich und sparen dabei bestimmt kein Porto. Aber als "Hintergrund-Info" im wahrsten Sinne des Wortes findest Du hinter dem Couvertfenster oft den Spruch, dass das Aussortieren zwecks Portoersparnis teurer wäre als lieber gleich für jede Message einzeln einen Brief zu 85 € Cent zu verschicken - und noch dazu verschicken nicht die Banken diese Briefe, sondern die Post - sorry: Jetzt muss man ja korrekt sagen, die "DHL Group" - kuvertiert die Brief i.A. der Banken selbst und knöpft den Banken sicherlich auch keine 85 € Cent dafür ab.
 
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