Thema: Thomas Heinrich: Die 70-Kreuzer-Marke zwischen Mythos und Realität
Altsax Am: 05.05.2026 16:40:12 Gelesen: 1741# 2@  
@ Richard [#1]

"Bemerkenswert ist der Anhang, in dem er sich eingehend mit dem Thema Fälschungen dieser Ausgabe beschäftigt. Dieses Thema ist in letzter Zeit durch eine teils recht provokant vorgetragene Ausarbeitung von Peter Feuser („Nachstempelungen der Württemberg 70 Kreuzer in Zusammenhang mit den Restbestandsverkäufen“) in die Diskussion gekommen."

Die Ausarbeitung von Peter Feuser erhebt den Anspruch, beweiskräftig im Sinne von erwiesenen Stempelfälschungen zu sein. Das trifft aber m.E. nur auf Teile der Argumentation zu. Nicht absprechen kann man den Ausführungen die Plausibilität, was zumindest im wissenschaftlichen Sinne zur Beweislastumkehr führt. Somit hätten die betroffenen Prüfer den Nachweis zu erbringen, daß es objektiv nachvollziehbare Kriterien gibt, nach denen sich außerhalb der Kurszeit vorgenommene Nachstempelungen mit originalen Stempelgeräten von zeitgerechten aus dem regulären Postlauf unterscheiden lassen.

Nach meiner Kenntnis hat sich keiner der betroffenen Prüfer bisher zu diesem Punkt geäußert. Stattdessen beantworteten sie die "provokante Ausarbeitung" von Peter Feuser mit persönlichen Angriffen, denen sich die Führung der Arbeitsgemeinschaft Württemberg mit einer Austrittsempfehlung gegenüber Peter Feuser anschloß.

Enthält denn der genannte Anhang exakte Erläuterungen zur Frage der Unterscheidbarkeit zwischen zeitgerechten Abstempelungen aus dem regulären Postbetrieb und Nachstempelungen mit Originalgeräten?

Wenn der Autor in seinem Werk keine nennt, darf man wohl davon ausgehen, daß er keine kennt. Daraus kann und sollte jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Beste Grüße
Jürgen
 
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