Delacroix hat die Kreidefelsen von Étretat mit ihren markanten Bögen gemalt.
Sonderausgabe Étretat Mi Nr. 2611 von 1987 zu FRF 2,20 (EUR 0,34) zu Ehren der Küste bei Éntretat in NordfrankreichIch bin überhaupt erst durch die Briefmarke auf den Ort und das Motiv aufmerksam geworden.
Und kurz nach der Veröffentlichung unten gezeigten Karte unter dem Thema „Abenteuer auf der Reise“ schlage ich die FAZ auf und die kündigten eine Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ an und bildeten drei Bilder ab (ich hatte da wieder mal ein Aha-Erlebnis, denn das Motiv kenne ich doch, da war doch was…).
Sage und schreibe 170 Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Dokumente wurden zum Thema gezeigt. Da wurde mir erst klar, wie bedeutend das Motiv für die Künstler ihrer Epoche gewesen sein muss, die seinerzeit bewusst dorthin reisten und arbeiteten. Erstaunlich!
Die Ausstellung endete am 04.07.26.
Damit nicht genug: Tage später gab es eine französische Dokumentation im TV (arte – Étretat forever – bis 14.09.26 in der Mediathek verfügbar), in die ich zufällig hineinzappte. Zum Schmunzeln: ich fragte mich: ist das Zufall, ist das Gehirnwäsche, lebe ich vielleicht doch in der „Matrix“ (denn seit fast 40 Jahren habe ich das Motiv auf meiner Bio-Festplatte gespeichert, ohne dass das jenseits meiner Frankreich-Sammlung irgendwann mal in meine Leben aufgetaucht wäre und jetzt diese Intensität an Beiträgen)?
Jedenfalls wir Briefmarkensammler können dieses Werk mit Leichtigkeit (Auflage 15.214.784) in unsere Sammlung aufnehmen und immer dann betrachten, wenn uns danach ist.
Benutzen kann man den Kultur- und Gebrauchsgegenstand Briefmarke natürlich auch – hier ein Vorschlag:

Ich finde, wir Sammler sind schon reiche Menschen, ohne Millionen horten zu müssen, denn Kultur und Grafik sind für uns Alltag.
Übrigens: Stand 2024 notiert Michel für Frankreich über 8.600 Nummern, ich behaupte, da sind noch viele Kulturstichwörter zu finden.