Thema: Zwangsarbeiterpost aus Deutschland 1939 bis 1945
Bessie Am: 31.08.2026 17:13:15 Gelesen: 573# 12@  
Nachfolgenden Beitrag habe ich schon einmal in anderem Zusammenhang bei "Weihnachten" gezeigt. Aber eigentlich gehört er hierher.

Die Weihnachtskarte für französischitere Fremdarbeiter/Zwangsarbe in Deutschland 1941

Die Karte, abgeschickt am 30.12,1941 und in dem Lager nahe Stargard angekommen am 23.1.1942, trägt die falsche Überschrift „Salon de Prisonnier“. Falsch deshalb, weil nach Kriegsvölkerrecht die Gefangenenpost portofrei zu befördern war. Marschall Pétain, das Staatsoberhaupt des unbesetzten hitlernahen Vichy-Frankreich, spendierte sie den teils freiwilligen, teils zwangsrekrutierten französischen Fremdarbeitern. Sie galten nicht als Kriegsgefangene, obwohl sie teils in Lagern untergebracht waren, wie der deutsche Stempel „Stalag“ (Stammlager) ausweist, und sie wurden auch nicht viel anders behandelt. Als Kriegsgefangenen hätte ihnen Portofreiheit zugestanden, als Zwangsarbeitern nicht. Angeblich übernahm Vichy-Frankreich die Kosten.

Die Karten wurden auf gekreidetem Karton gedruckt, nicht des klareren Drucks wegen sondern zum Schutz vor Geheimtinten.


 
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