Thema: DDR Spezial: Unterscheidung von DDR Dienstmarken
Stefan Am: 31.01.2012 18:22:56 Gelesen: 68384# 16@  
@ Pete [#15]

In der aktuellen Ausgabe der "Philatelie" (Februar 2012, Heft 416) wird auf den Seiten 32-34 ein interessanter Artikel zur Dienstmarke Mi-Nr. 40yA gebracht und auf das demnächst erscheinende Buch "Die Dienstmarken der DDR - Handbuch und Spezialkatalog" von Henry Biebaß und Jörg Schönherr verwiesen. Der Autor des Artikels, Herr Biebaß, erläutert zusammenfassend die bisher bekannten gestempelten und als echt geprüften Stücke. Bisher sind 44 gestempelte Briefmarken der Mi-Nr. 40yA registriert, teils lose bzw. Briefstück oder Brief. Die Verwendung dieser Ausgabe ist bisher bei fünf Postämtern, verteilt auf zwei große Städte der ehemaligen DDR nachgewiesen.

Die angebotenen Belege weisen jeweils eine Mischfrankatur der Mi-Nr. 40 yA und eines 20 Pf-Wertes auf und sind an "Deutscher Buch-Export und Import GmbH Kontaktstelle" in der Mauerstr. 77, Berlin W8 adressiert. Absender ebenfalls "Deutscher Buch-Export und Import GmbH" aus Leipzig.

Hierbei handelt es sich tatsächlich um Belege, welche für den Sammlermarkt im westlichen Ausland produziert wurden. Der Autor des Artikels bildet ein Exemplar mit der Einschreibenummer "0008" ab und kommt aufgrund vorliegender Nummern zu dem Ergebnis, dass die Auflage dieser Produktion bei 500-600 Stück gelegen haben dürfte. Die Katalogwerte im Michel für bedarfsgestempelte Marken bzw. Belege gelten nicht für diese Sammlerbelege.

Interessant ist auch, dass dem Artikel nach der im Michel katalogisierte Neudruck zu 50Pf nicht exisitiert. Als die Neudrucke der heutigen Mi-Nr. 34A-41A im Jahr 1958 im staatlichen Auftrag produziert wurden, existierte die hier relevante Nr. 40yA (50Pf) noch nicht.

Die für den Sammlermarkt hergestellten Gefälligkeitsentwertungen auf Originalmarken sind ebenfalls nicht häufig zu finden und im Artikel wird auf die Seltenheit von gefälligkeitsentwerteten Vierblocks hingewiesen. Meines Erachtens nach könnte man den Katalogwert für den angeblich existenten Neudruck durchaus für gefälligkeitsentwertete Stücke ansetzen.

Gruß
Pete
 
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