Thema: Gefälligkeitsstempel gleich abwertend ?
Henry Am: 05.02.2012 17:36:10 Gelesen: 23170# 5@  
@ Tabaluga [#1]
@ Dieter [#3]

Die folgende Ausführung ist meine persönliche Meinung. Sie wird sicher nicht von allen geteilt, aber eine logische Folgerung darf ich für mich vielleicht doch in Anspruch nehmen.

Generell einig sind wir uns, dass eine Stempelung zeitgerecht sein sollte (siehe Ausführung MICHEL-Kataloge) und mit den Stempelgeräten zu erfolgen hat, die am Postschalter oder bei den Sonderstempelstellen echtlaufend geführt werden.

Bei diesen Stempeln ist es völlig egal, ob der Gummi noch auf der Marke ist oder nicht. Das sind auch keine Gefälligkeitsstempel in dem Sinn, dass die Markenbewertung darunter leidet. Der Gummi kann ja jederzeit entfernt werden und dann gibt es keine Unterscheidungsmöglichkeit zu einer Bedarfsstempelun gmehr. Wenn es auf diese Art zu viel gestempelte Marken gibt, wird sich das automatisch in der Katalogbewertung niederschlagen (früher oder später) und damit ist auch die Verfügbarkeit geregelt.

Anders sieht es allerdings bei Marken aus, die auf Belegen aufgeklebt sind, die nie den Postweg gesehen haben. Diese Belege tragen dann Gefälligkeitsstempel, weil sie eben nachweislich nicht postalisch verwendet werden. Sobald diese Marken aber ausgeschnitten werden fallen sie unter den vorigen Abschnitt. Das gilt aber, wie am Anfang erwähnt, nur für echtlaufend verwendete Stempel.

Nun gibt es aber auch Stempel, die nicht echtlaufend abgegeben werden. Das sind nun eben vor allem die Stempel, die maschinell aufgebracht werden. Betroffen sind davon die Marken, die bei der Versandstelle bei Bestellung in der Form gestempelt bestellt werden. Es mag auch noch für die FDC gelten, die vor Ausgabe der echtlaufenden FDC verkauft wurden. Ich glaube aber, nicht falsch zu liegen, wenn ich das auch für die echtlaufenden FDC unterstelle, auch wenn die nachträglich mit der Anschrift versehen werden. Ich lasse mich aber gerne belehren.

Die Definition der "Gefälligkeitsentwertung" gibt sicher Spielraum für eine lebhafte (und hoffentlich auch bei konträrer Meinung faire) Diskussion.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
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