Thema: Schwaneberger Verlag über Michel Preisnotierungen
sudetenphilatelie Am: 01.04.2008 14:15:47 Gelesen: 10293# 6@  
@ italiker [#5]

Die Dauermarken der USA sind ein tolles Beispiel für dieses Problem. Eigentlich müssten die mit 0,00 oder mit 0,01 Euro als Erinnerungswert/Inventurwert im Katalog werten.

Nun ein persönlich erlebtes Beispiel von mir:

Vor einiger Zeit brauchte ich eine Mutter für eine Schraube mit amerikanischem Gewinde. Herstellungskosten als Massenartikel vermutlich 1 Cent. In üblichen Baumärkten war diese Mutter nicht zu bekommen, jedoch in einem Fachgeschäft zum Einzelpreis von 1,20 Euro. Ich war froh, dass ich die passende Mutter überhaupt bekommen habe und zahlte gerne diesen Preis. Wenn der Händler die Lagerkosten, seine Arbeitszeit und den Einzelverkauf kalkuliert, zahlt er bei diesem Preis - so vermute ich - sogar drauf.

Ähnlich ist es beim Briefmarken-Fachhandel. Obwohl diese USA-Dauermarken so gut wie keinen Wert haben, kann der Fachhandel diese nicht verschenken. 0,80 Euro Katalogwert sind aus dieser Sicht für mich durchaus in Ordnung.

Es kommt wohl immer auf die Sichtweise an und wie du richtig schreibst: allen rechtgemacht, ist eine Kunst die niemand kann.
 
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