Thema: Zurück und nachgeschickt
volkimal Am: 18.03.2012 09:23:00 Gelesen: 650703# 20@  
Zu Ermittlung des Absenders zweimal geöffnet.



Die Anschrift dieses Briefes vom 29.05.19114 lautet: „Herrn Studieninspektor Lic Werdermann, Predigerseminar, Soest“. Der Brief geht also an meinen Großvater Hermann Werdermann.
Wie man an Vorder- und Rückseite sieht, ist der Brief mehrfach hin- und hergeschickt worden, bis er meinen Großvater endlich erreicht hat. Zusätzlich wurde er in zur Ermittlung des Absenders in Magdeburg amtlich geöffnet. Nach dem Öffnen, wurde er mit einem Papiersiegel wieder geschlossen. Wenn man die drei Papiersiegel anschaut, sieht man, dass der Brief zweimal nacheinander in Magdeburg geöffnet wurde. Es ist der einzige Brief den ich kenne, der zweimal geöffnet wurde.
Auf der Vorderseite muss zwischendurch ein Zettel aufgeklebt und wieder abgerissen worden sein. Kann mir jemand sagen, ob dort ein Zettel aufgeklebt wird, wenn der Brief zum Öffnen nach Magdeburg geschickt wird:

Den Weg des Briefes kann ich nicht ganz exakt bestimmen, denn einige Vermerke sind durch die Siegel verdeckt bzw. unleserlich. Eine Möglichkeit den Weg zu verfolgen sind die verschiedenen Farben, mit denen die Adressen aufgeschrieben bzw. durchgestrichen wurden. Insgesamt ergibt sich vermutlich folgender Weg:
Von Soest nach Remlingrade bei Dahlhausen Wupper (beides gehört heute zu Radevormwald) und weiter nach Erndtebrück. Rechts auf der Rückseite steht „Adr. In Erndtebrück unbekannt“.
Es war keine weitere Adresse bekannt und der Absender außen auf dem Brief keine Adresse notiert. Der Brief ging also nach Stendal zurück, denn entsprechend dem Stempel war er dort aufgegeben worden. Auf der Rückseite steht links „Absender in Stendal nach Handschrift unbekannt Lange 4./6.“.
Ich nehme an, dass der Brief von Stendal aus nach Magdeburg ging, damit der Brief zur Ermittlung des Absenders geöffnet wurde. Von dort kam er schließlich nach Berlin. Wann und warum der Brief ein zweitesmal geöffnet wurde ist nicht zu erkennen.
 
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