Thema: Zurück und nachgeschickt
Postgeschichte Am: 18.03.2012 10:06:19 Gelesen: 650693# 21@  
@ volkimal [#20]

Hallo Volkmar,

ein schöner Rückbrief, bei dem sich die Ermittlung des Laufweges lohnt. Dieser lässt sich, wenn man das Verfahren kennt, auch anhand der handschriftlichen Vermerke und Datumsangaben oft nachvollziehen. Den Laufweg hast Du anhand der Vermerke schon beschrieben.

Falls ein Absender nicht ermittelt werden kann, wird dieser der Rückbriefstelle zur Ermittlung übersandt. Rückbriefstellen waren bei jeder Oberpostdirektion (OPD) eingerichtet. Innerhalb der OPD´en waren vertrauenswürdige Beamte dazu ermächtigt worden, unter Wahrung des Postgeheimnisses die Briefe zu öffnen und Absender anhand des Inhaltes festzustellen. Bei Deinem Brief war die Rückbriefstelle Magdeburg zuständig, die den Brief öffnete und darin offensichtlich einen Hinweis auf den Absender in Berlin W10 fand. Da auch diese Adresse offensichtlich nicht stimmte, wurde der Brief ein zweites Mal Zuständigkeitshalber der Rückbriefstelle Magdeburg zugeleitet und erneut geöffnet. Nun wurde Berlin W15 ermittelt. Ein schöner Brief mit langen Laufwegen, dem man eine schöne lange Beschreibung mit auf den Weg geben kann.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
Quelle: www.philaseiten.de
https://www.philaseiten.de/thema/4087
https://www.philaseiten.de/beitrag/47475