Thema: Altdeutschland: Mecklenburg-Schwerin Postgeschichte
briefmarkenwirbler24 Am: 21.11.2014 10:16:21 Gelesen: 38656# 35@  
Guten Morgen,

ich möchte euch heute Morgen die Einführung des Durchstichs näherbringen, damit schließe ich also die geschnittenen Marken ab, bin aber trotzdem froh, wenn jemand noch weitere Marken zeigen könnte.

Unter dem 31.05.1864 bestellte die mecklenburg-schwerinische Post bei der preußischen Staatsdruckerei eine neue Auflage der 4/4 Schilling Marke, insbesondere weil der punktierte Untergrund die Erkennbarkeit des Entwertungsstempel beeinträchtigte, also wurde der Wunsch geäußert die neue Auflage ohne diese Untergründe zu drucken.

Die neue Auflage wurde als sehr dringlich geäußert, da nach einer achtjährigen Verwendung der Michelnummer 1 der Bestand langsam aber sicher zu Neige ging und es für die Post äußerst peinlich gewesen wäre den Kunden zu sagen, die wichtigste Wertstufe ist nicht mehr vorhanden. ;)

Da die mecklenburgische Post Angst gehabt hatte die Marken werden nicht rechtzeitig ausgeliefert und der oben genannte Fall eintritt, entschloss man sich eine kleine Auflage im Design der Mnr.1 drucken zu lassen, jedoch mit einer Neuerung, des Durchstichs, damit hatte die preußische Post zu dieser Zeit auch schon Erfolg gehabt.

Da Mnr. 4 nur eine kleine Auflage hatte, zählt die zu den Seltenheiten bei Mecklenburg-Schwerin, ich werde auch demnächst eine zeigen können. :)

Mit dieser Veränderung war man in Schwerin so zufrieden, dass die Kunden zukünftig immer die Verwendung des Durchstichs verlangten, da man natürlich so das "lästige" Schneiden vermeiden konnte.

Jedoch erforderte die Anbringung des Durchstichs eine Änderung der Klischees.

Weiß jemand warum?

Mehr dazu gibt es in Kürze!

LG

Kevin
 
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