Thema: Altdeutschland: Mecklenburg-Schwerin Postgeschichte
briefmarkenwirbler24 Am: 30.11.2014 11:08:05 Gelesen: 38476# 39@  
@ stampmix [#38]

Guten Morgen,

die Marke wurde in 10x12 Bögen gedruckt, also pro Bogen insgesamt 120 Marken, sodass man auf 60.000 Stück kommt. Du hast schon die Fälschungen angesprochen, diese Marke wurde relativ oft gefälscht, aber es gibt vier Anhaltspunkte, an denen man sich richten kann:

1.Kennzeichen des Urstempels der Nr.1
2.Durchstichweite 12
3.Durchstichseitenlänge 23/1/3 mm
4. feine Rippung des Papiers --> Hauptkennzeichen

Noch etwas zur Anbringung des Durchstichs:

Die Anbringung des Durchstichs erfolgte nach dem Markendruck in zwei Operationen, in denen er erst waagerecht und dann senkrecht eingedrückt wurde (oder umgekehrt) --> stets 13 bzw. 11 parallele Durchstichlinien mit 24/1/3 mm Abstand, sodass Durchstichquadrate mit gleichmäßigen Abständen von 24/1/3 mm entstanden.

Die Farbe der Michelnummer 4 schwankt zwischen blassbräunlichrot und blaßrosenrot. Die Marke zeigt eine feine waagrechte oder senkrechte Rippung, wobei erstere die seltenere ist.

Diese Marke ist mit vierseitigem Durchstich besonders selten und auch gesucht, da die Marke innerhalb des Bogens beliebig getrennt wurde durch des Postmeister.

Zu deiner Frage, wie viele heute noch erhalten sind:

Bei dieser Marke wird ein völliger Aufbrauch angenommen, sodass alle in den Umlauf gekommen sind, wie viele es noch tatsächlich sind, kann ich dir aber momentan noch nicht beantworten, wird aber nachgeholt. ;)

Bildrechte: Ja, ich habe die Bildrechte!

MfG

Kevin
 
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