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Thema: Belege bestimmen: Japan - Schweiz
ligneN Am: 26.02.2017 00:12:43 Gelesen: 2221# 1 @  
Ausland 1993 in die Schweiz - Zuschlag? 2. Zustellung?



Brief Japan 1993 nach Zürich:
Abgang SHINMEI 28.VI.93
(Das Japanporto entspricht 120y für Luftpostzone Europa + 300y Express)

ZÜRICH EILZUSTELLUNG 1.7.93 (rückseitig)
BERN BRIEFVERSAND 2.7.93 mit 80 Rp. ATM.

Links von der ATM handschriftlich Großbuchstabe "A".
Rückseitig überprüft: unter der ATM befindet sich kein Text oder Hinweis.
Keine Spuren von möglicherweise abgefallenem japanischen Expressaufkleber oder schweizer Aufkleber für Umadressierung o.ä.

Die in der Beschriftung angegebene Empfängeradresse Rebhaldenstraße liegt ganz zentral Nähe Museum Rietberg.
A kann dann wohl nicht für "Alm" stehen ;-)

Erneute Zustellung als "A" Post?

Worum handelt es sich hier?
 
SH-Sammler Am: 01.03.2017 14:40:30 Gelesen: 2131# 2 @  
@ ligneN [#1]

Hallo,

dieser Brief ist wirklich rätselhaft. Er wurde korrekt an die Adresse in Zürich spediert, siehe Ankunftstempel 1.7.93.

Was dann weiter geschah, wird wahrscheinlich ein Rätsel bleiben.

Was könnte mit dem Brief weiter geschehen sein? Mal schön der Reihe nach:

- Ich gehe davon aus, dass die japanische Frankatur so stimmt (ich kann das nicht verifizieren). Der Brief ist jedenfalls nicht taxiert worden, es ist weder ein T - Stempel noch sonst ein handschriftlicher Vermerk drauf.

- Jemand hat den Brief mit 80 Rappen frankiert. Das war der Tarif für A-Post (mit Briefzustellung am Folgetag).

- Diese(r) jemand hat den Brief in Bern am 2.7.93 erneut aufgegeben.

- Eine Gefälligkeitsstempelung für einen Sammler schliesse ich aus. Da wäre sonst ein schönerer "Sonderstempel" drauf.

Meine Vermutung geht dahin, dass die Briefempfängerin, Frau Lafranchi, den Brief nach Bern getragen hat. Dort hat sie den Brief erneut aufgegeben, um einen Beleg mit einer 2 - Länder - Frankatur zu machen. Ein Ausflug nach Bern ist ja alleweil etwas spezielles und mit der Eisenbahn in 1 Stunde erreichbar, somit nicht wirklich weit entfernt.

Da bei der normalen A-Post (sowie auch bei der B-Post) keine Ankunftstempel abgeschlagen werden, kann meine beschriebene Vermutung nicht belegt werden. Wäre der Brief erneut mit Eilzustellung aufgegeben worden, müsste ein 2. AK-Stempel abgeschlagen sein.

Ich lade nun weitere Schreiber ein, andere mögliche Szenarien aufzuzeigen.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
ligneN Am: 02.03.2017 11:41:04 Gelesen: 2101# 3 @  
@ SH-Sammler [#2]

Danke für Beitrag.

Die zentralen Fragen sind natürlich:

Wie kam der Brief nach Bern?
Und vor allem: Warum wurde er wieder an die gleiche Adresse gesandt?

Spuren eines Klebezettels (ehemals über der Zürcher Adresse haftend) nicht zu finden.

Die Eilbeförderung ist immer nur für die erste Zustellung bezahlt. Danach wurden entsprechende Vermerke getilgt/Hinweisstempel und Aufkleber ungültig gemacht. Hier gibt es aber keine Vermerke wie "Empf. nicht angetroffen" oder über weitere Zustellversuche.

Also ordnungsgemäß zugestellt.

Die japanischen Expressaufkleber hatten schlechten Gummi. Evtl. wurde er also entfernt und der Platz mit der ATM überklebt. Das kann man mit der rückseitigen Durchsicht nicht erkennen.

Einen philatelistischen Aspekt vermag ich auch nicht zu erkennen.

Rätselhaft.
 
SH-Sammler Am: 02.03.2017 12:43:00 Gelesen: 2092# 4 @  
@ ligneN [#3]

Hallo ligneN,

für mich sieht die "vermutete" zweite Zustellung von Bern nach Zürich nach einer philatelistischen Mache aus.

Auch wenn japanische Aufkleber abgefallen wären, müsste doch mindestens ein Vermerk oder Sticker der Schweizer Post auf dem Brief sein.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
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