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Thema: (?) (21) Griechenland Ganzsachen: Postkarten
Das Thema hat 28 Beiträge:
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10Parale Am: 01.10.2017 18:10:27 Gelesen: 8603# 4 @  
@ mljpk [#1]

Wie Heinz7 in der Beitragsreihe über die Royal Philatelic Society bereits schrieb, fand am gestrigen Samstag die GABRA 2017 in Burgdorf statt.

Diese Ausstellung mit Ganzsachen aus der ganzen Welt hat mich natürlich äußerst fasziniert. Für mich hat sich teilweise eine neue Welt erschlossen. Speziell ging es ja um die "Tüblibriefe" der Schweiz, wobei man auch eine offizielle Ersttags-Ganzsache vom 20. Juni 1867 zu Gesicht bekam.

Diese Ganzsache zu 15 Lepta konnte ich in einer Wühlkiste eines Händlers ausfindig machen. Sie wurde am 3.9.82 in Athen verfasst und zur Post gebracht. Sie lief nach Berlin, rechts unten vermerkt via Triest und mit einem schönen Ankunftsstempel eines Berliner Postamtes.

Aus den guten Ausführungen von Cantus kann ich abschätzen, dass es ich um eine frühe Ganzsachen-Postkarte handelt. Das Violettblaue des Kopfbildes gefällt mir sehr.

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 01.10.2017 21:12:15 Gelesen: 8573# 5 @  
@ 10Parale [#4]

Hallo,

da hast du eine sehr schöne Karte gefunden. Es ist die erste in Griechenland im Jahr 1876 erschienene Ganzsachenpostkarte. Eine Fehlinterpretation oder eine Verwechslung mit der zweiten Ausgabe ist nicht möglich, da ich im Stempel eine 77 lese und die zweite Ausgabe erst 1878 erschien. Die Karte wurde im Pariser Druck hergestellt, durch den die Darstellung des gesamten Kartenvordruckes einschließlich des Wertstempels erheblich feiner ausfällt als im späteren Athener Druck.

Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 02.10.2017 18:37:45 Gelesen: 8540# 6 @  
Hallo zusammen,

von mir eine Postkarte aus meiner Kalendersammlung:



In diesem Fall ist leicht zu erkennen, dass es sich um die 1883 erschienene Postkarte P 5 handeln muss. Die nächste Karte mit der Wertstufe 10 Lepta in Karmin erschien erst 1891 (P 11). Dennoch war ich zunächst sehr irritiert. Die Auslands-Postkarte zu 10 Lepta in Karmin gibt es nur auf einem graublauen Karton. Die Karte mit dem Wertstempel in mattultramarin wurde dagegen auf einem hellsämischen Karton gedruckt. Bei mir am Bildschirm sieht die Karte bei der Windows-Fotoanzeige aber eher sämisch als hellblau aus (das kann bei euch aber anders sein). Hier wird wieder einmal das Problem mit unterschiedlichen Farben am PC deutlich. Ich habe die Karte also noch einmal herausgesucht und bei Tageslicht abfotografiert. Ihr seht, wie unterschiedlich die Farben ausfallen können. Die tatsächliche Farbe liegt irgendwo zwischen Scan und Foto.



Ingo schreibt zur Karte von Jens im Beitrag [#1] Der wesentliche Unterschied besteht zur vorhergehenden Ausgabe aber in der Höhe der griechischen Buchstaben; bei der Auflage von 1891 sind sie 36 mm hoch. Diese Angabe stammt vermutlich aus dem Ganzsachen-Katalog Europa West von Michel. Sie ist aber eindeutig falsch. Entweder soll der ganze Text 36 mm hoch sein oder die Buchstaben haben z.B. eine Höhe von 3,6 mm. Bei meiner Karte ist der fünfzeilige Text (Griechisch und Französisch) insgesamt 24 mm hoch. Insofern denke ich eher, dass ein Komma fehlt. Bei den Postkarten bei Delcampe konnte ich aber am Bildschirm keinen eindeutigen Unterschied zu meiner Karte erkennen. Wer kann eine Postkarte P11 zeigen?



Die Postkarte wurde laut Poststempel am 11.10.1889 in ΠΕΙΡΑΙΕΥΣ = Πειραιευς = Piräus aufgegeben und kam am 28.10.1889 in Worms an. Allerdings war die Karte nicht 17 Tage sondern nur 5 Tage unterwegs. In Griechenland galt laut Wikipedia [1] bis 1923 der julianische Kalender. 1889 betrug der Unterschied zum unserem gregorianischen Kalender 12 Tage. Also 11.10.1889 (jul.) = 23.10.1889 (greg.). Auf der Rückseite hat der deutsche Absender das Datum 21.10.89 nach dem gregorianischen Kalender vermerkt.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender
 
Cantus Am: 03.10.2017 07:39:25 Gelesen: 8515# 7 @  
p5 und P11@ volkimal [#6]

Hallo Volkmar,

mit der Buchstabenhöhe hast du sicher recht, das war ein typisch Freud'scher Fehler von mir. Was deine aktuelle Abbildung betrifft, da habe ich mal den Michel-Pfad verlassen und mich dem Weltganzsachenkatalog von Higgins & Gage zugewandt. Dort wird die Kartonfarbe deiner Postkarte mit graublau beschrieben. Der Unterschied zwischen P5 und P11 wird neben allgemein verändertem Postkartenvordruck vor allem mit unterschiedlicher Darstellung des Wertstempels begründet. Da die Abbildungen aber leider recht klein sind, kann ich zwischen Fig. 2 und Fig. 3 eigentlich keinen Unterschied erkennen.

Damit du dir selber ein Bild machen kannst, habe ich Bildschirmauszüge vom Katalog gefertigt; schau selbst.








Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 03.10.2017 11:01:06 Gelesen: 8496# 8 @  
Hallo Ingo,

ich habe im Netz eine Karte gefunden, die die Nr.11 sein müsste. Dort habe ich einmal den Wertstempel und einen Textausschnitt herauskopiert.



Bei den Schraffuren auf der Backe scheinen sich die Wertstempel deutlich zu untersheiden.

Den Text habe ich zusätzlich noch gespiegelt nebeneinandergesetzt damit an die Größe besser vergleichen kann. Es gibt wohl keinen Unterschied. Das passt zum Katalog von Higgins & Gage. Dort wird nur bei dem Text der Karten 4 und 10 von einem Unterschied geschrieben.

Viele Grüße
Volkmar
 
10Parale Am: 29.10.2017 14:03:14 Gelesen: 8336# 9 @  
@ Cantus [#7]

Hier eine weitere Ganzsache von Griechenland, 5 Lepta mit Zusatzfrankatur 5 Lepta, gelaufen am 20 Mai 1898 von Athen nach Constantinople.

Während in Griechenland noch der julianische Kalender gültig war (Stempel: 7. Mai 1898), zeugt der wunderschön abgeschlagene Ankunftsstempel von Constantinople von dem Wirken des gregorianischen Kalenders, 21. Mai 1898.

Es muss sich um eine Spätverwendung einer sehr frühen Ganzsache handeln (evtl. P4).

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 02.11.2017 22:31:02 Gelesen: 8251# 10 @  
@ 10Parale [#9]

Hier noch 2 weitere Ganzsachen aus Griechenland.

Eine uns schon bekannte P4, 10 Lepta, aus dem Jahr 1894 - gelaufen von Chalkis nach Marseille.

Eine uns noch unbekannte Karte, gelaufen im Jahr 1906 mit sichtbarem Ankunftsstempel von Leipzig, abgesandt in Athen.

Liebe Grüße

10Parale


 
mausbach1 Am: 03.11.2017 08:29:03 Gelesen: 8227# 11 @  
@ 10Parale [#10]

Es wird sich um die P 13 von 1900 handeln.
 
Cantus Am: 04.12.2017 03:25:16 Gelesen: 8041# 12 @  
Im Jahr 1941 erschien eine Postkarte zu 2 Drachmen, deren Wertstempel ein Bild aus der Schlacht bei Salamis zeigt. Es gibt diese Postkarte auf sämischem, auf graubraunem oder auf grauem Postkartenkarton. Das besondere Merkmal dieser Ausgabe ist eine winzige Inschrift unterhalb des Wertstempels, die so aussieht:



Am 1.März 1943 machte eine Portoerhöhung es erforderlich, diese Karten mit einem blauen Wertaufdruck von 75 Drachmen zu überdrucken, auch das links nur halb zu erkennende Wappen wurde so behandelt. Auch wenn bei der hier gezeigten Karte der Stempel leider nicht lesbar ist, so kann doch aus dem rückseitigen Text das Verwendungsdatum 3.10.1943 hergeleitet werden.



Mi. P 52a

Viele Grüße
Ingo
 
Parachana Am: 25.01.2018 17:28:24 Gelesen: 7623# 13 @  
Hallo zusammen,

bin hier neu und freue mich über die Kommentare zu den Postkarten. Habe vor kurzem diese Karte gekauft und hoffe es kann mir jemand dazu etwas sagen.

Danke


 
volkimal Am: 25.01.2018 18:29:41 Gelesen: 7604# 14 @  
@ Parachana [#13]

Hallo Parachana,

das ist laut Michel Ganzsachen-Katalog Europa West die Bildpostkarte Michel P 21.

Links ist ein farblos eingeprägter Wertstempel zu 10 Lepta als Sondergebühr des Staates für die Ansichtskarte. Rechts der karminrote Wertstempel zu 10 Lepta als Porto der Karte. Auf der Rückseite gibt es verschiedenfarbige Ansichten (schwarz, hellgrün, dunkelgrün oder braun), laufend nummeriert. Bisher sind die Nummern bis Nr. 384 bekannt. Preis im Katalog von 1992 15,- Michel-Mark.

Viele Grüße
Volkmar
 
Parachana Am: 25.01.2018 20:03:41 Gelesen: 7589# 15 @  
Danke für die schnelle Bestimmung. Aus welchem Katalog nimmst du die Info?

Hier noch eine zweite Karte, von der ich leider nur ein Stück habe. Die Karte ist schon von Cantus gezeigt worden. Doch bei mir gibt es einen Aufdruck Drachmen 7 und dann drei Balken dadurch.



Auf dem Stempel meine ich als Datum VI.44 lesen zu können, doch auf der Rückseite steht 7-7-44.
 
volkimal Am: 25.01.2018 20:31:30 Gelesen: 7582# 16 @  
@ Parachana [#15]

Hallo Parachana,

die Informationen kommen aus dem "Michel Ganzsachen-Katalog Europa West". Mein Exemplar stammt aus dem Jahr 1992.

Bei dem Abschnitt, den du zeigst, fehlt ein wesentliches Detail. Das neue Porto der Karte ist nicht zu sehen, denn es steht unterhalb des Wertstempels. Es handelt sich um die Postkarte Michel P 53 zu "3000 Drachmen (blau) auf 7 Drachmen (rot) auf 2 Drachmen". Das Porto wurde also zweimal erhöht. Außerdem ist erkennbar, dass es 1944 eine Inflation in Griechenland gab. Hier ein komplettes Exemplar der Karte:



Griechenland ist 1941 von der Deutschen Wehrmacht besetzt worden. Daher war ein Postverkehr mit Deutschland möglich. Die Postkarte lief über die Auslandsbriefprüfstelle in Wien nach Leipzig.

Viele Grüße
Volkmar
 
Cantus Am: 25.01.2018 22:30:03 Gelesen: 7573# 17 @  
@ Parachana [#15]

Hallo,

ich ergänze mal die Bewertung von Volkmar, die er in Beitrag [#14] vorgenommen hat. Die Karte P 21 wird im Michel-Ganzsachenkatalog von Europa (Ausgabe bis zum Jahr 1960), erschienen im Jahr 2008, als gelaufene Karte mit 16 Euro bewertet.

Der Ganzsachenausschnitt, den du in Beitrag [#15] gezeigt hast, taugt noch nicht einmal als Lückenfüller, er ist einfach nur Müll, denn eine Ganzsasche ist alles zwischen den vier äußeren Ecken und nicht nur ein beliebiger Ausschnitt davon. Oder was würdest du von einer Briefmarke halten, bei der ich den aufgedruckten Frankaturwert ausschneide und dann hier nach dem Wert dieses Ausschnittes frage? Halte lieber Ausschau nach irgendwelchen kompletten Ganzsachen, da macht das Sammeln doch viel mehr Freude.

Ich zeige dir mal eine neuere Ganzsache von Griechenland, die leider nur 2. Wahl ist, und zwar deshalb, weil sie nicht so verwendet worden ist, wie der aufgedruckte Frankaturwert eigentlich erfordert hätte. Diese Karte, Mi. P 39, war für den Postverkehr innerhalb von Griechenland vorgesehen. Da der Absender sie zweckfremd verwendet hat, war für den Postverkehr ins Ausland Zusatzfrankatur erforderlich geworden, wodurch der Wert der Ganzsache gesunken ist.



Natürlich gibt es Sammler, für die die Ganzsache völlig egal ist, denn sie orientieren sich ausschließlich am Wert der aufgeklebten Briefmarken und der Frankaturwert der Ganzsache dient nur zur Feststellung der Portostufe, aber das sind eben auch keine Sammler, die sich tatsächlich für Ganzsachen und deren Tausch- oder Handelswert interessieren. Es gibt auch eine ganze Reihe Sammler, die Belege ausschließlich nach Portostufen zusammentragen, aber auch das sind in aller Regel keine Ganzsachensammler.

Wenn du dich tatsächlich dauerhaft mit älteren europäischen Ganzsachen beschäftigen möchtest, empfehle ich dir den Kauf einer gebrauchten Ausgabe des von mir zitierten Ganzsachenkataloges. Dazu gibt es eine Ergänzungsausgabe für die westeuropäischen Ganzsachen ab 1960 und eine zweite Ausgabe für die entsprechenden Ganzsachen aus Osteuropa, außerdem natürlich einen aktuellen Ganzsachenkatalog von Deutschland (die neue Ausgabe für 2018 kostet bei Michel 98 Euro), gebrauchte Exemplare vergangener Jahre sind billiger. In diesem Ganzsachenkatalog sind allerdings nur die amtlichen Ausgaben verzeichnet, bei Bildpostkarten nur die Hauptnummern, für alles weitere braucht man Spezialkataloge. Aber das ist schließlich bei den Briefmarken auch nicht anders, da passen auch nicht alle Ausgaben in einen einzigen Katalog.

Viele Grüße
Ingo
 
Parachana Am: 26.01.2018 13:13:24 Gelesen: 7552# 18 @  
Hallo,

und Danke für den Kommentar. Hatte mir schon gedacht, daß der Abschnitt nichts taugt. Doch bin ich etwas vorsichtig geworden mit dem wegschmeissen. Habe den Abschnitt auch nicht einzeln gekauft, er war bei einem ganzen Konvolut dabei. Da ich bis heute noch nicht richtig angefangen habe Ganzsachen zu sammeln, bin ich noch sehr unerfahren. Mir ist klar, das man sich am Besten einen Katalog besorgt. Da ich bis jetzt noch genug mit den Briefmarken zu tun habe, kommen die Ganzsachen erst später. Habe mir aber schon einmal Kataloge bei Ebay angeschaut.

Doch hier nochmal eine neue Ganzsache, ungelaufen.



Freue mich schon auf die Kommentare.

Viele Grüße
Uwe
 
Cantus Am: 26.01.2018 18:29:20 Gelesen: 7525# 19 @  
@ Parachana [#18]

Hallo Uwe,

das wichtigste Merkmal, um diese Postkarte von den nachfolgenden Ausgaben zu unterscheiden, ist die kleine Inschrift unterhalb des Wertstempels. Ich habe für dich eine Ausschnittsvergrößerung vorgenommen, das sieht dann so aus:



Danach handelt es sich bei deiner Postkarte um die Ausgabe des Jahres 1939, Michel P 47, roter Wertstempel auf grauem Postkartenkarton, Mi.-Wert 10 Euro.

Falls du dich näher mit den Ganzsachen von Griechenland beschäftigen möchtest, kannst du gerne alle meine griechischen Ganzsachen haben, es sind sowieso nur wenige, weil ich Griechenland noch nie gesammelt habe. Und ich denke, dass du vielleicht auch passendes Tauschmaterial für mich hast; meine Mailadresse ist hinterlegt.

Viele Grüße
Ingo
 
Parachana Am: 27.01.2018 12:30:48 Gelesen: 7491# 20 @  
@ Cantus [#19]

Hi Ingo,

nehme dein Angebot gerne an. Hatte dir gestern mittag schon eine Mail zukommen lassen. Hier über die Philaseiten schaffe ich es nicht. Komme nicht klar.

Sonst wäre meine Mailadresse auch hinterlegt.
 
Parachana Am: 13.05.2018 19:31:31 Gelesen: 6675# 21 @  
Guten Abend,

habe eine Karte aus Griechenland bei mir gefunden, die ich nicht einsortieren kann. Dachte es wäre eine Postkarte. Doch wie ich dann feststelle, ist die Briefmarke aufgedruckt. Kann mir vielleicht Jemand weiterhelfen?

Da ich seid Kurzem im Besitz der neuesten Karamitsos Kataloge bin, habe ich dort alles durchschaut und nichts gefunden.



Schönen Abend wünscht Uwe
 
Cantus Am: 25.09.2018 05:56:35 Gelesen: 5063# 22 @  
Heute eine Postkarte, die am 12.12.1949 geschrieben und von Athen nach Thüringen geschickt worden war. Im Text der Karte fällt besonders der letzte Satz auf: "Dir so weit es geht gesunde Feiertage und vor allen Dingen einen Weltfrieden".





Viele Grüße
Ingo
 
London-Dieter Am: 11.08.2019 04:14:15 Gelesen: 3387# 23 @  
Mysteriös sind die Wege des Herrn.



Adressiert von Athen nach Ulm - aber über London?
Es ist kein Stempel von Athen abgeschlagen!

Dabei bleibt es aber nicht, denn der Transportweg ist ebenfalls etwas holprig:
Laut Rückseite ist die Karte handschriftlich datiert mit 24.11.1913, gestempelt wurde sie in London am 20. Jan. 1914, fast 8 Wochen später; und noch einmal auf der Rückseite ein Eingangsstempel vom 1. Feb.1914 (dieser kann wohl nicht das handschriftliche Datum korrigieren, denn der vorderseitigen Stempel ist früher).
 
volkimal Am: 11.08.2019 08:15:49 Gelesen: 3376# 24 @  
@ London-Dieter [#23]

Hallo Dieter,

das handschriftliche Datum hast du falsch gelesen. Janvier (franz.) = Januar. Die Karte wurde demnach am 11.01.1913 (jul.) = 24.01.1913 (greg.) geschrieben wurde. Das Datum wurde häufiger nach beiden Kalendern angegeben. Ich werde demnächst beim Thema "Die unterschiedlichen Kalender" weitere solche Datumsangaben zeigen.

In London kam die Karte am 30.01.1914 (greg.) an. Es ist für mich eine etwas seltsame "3", aber rechts unten ist eindeutig ein Strich - den gibt es bei einer "2" nicht. Der Empfänger hat schließlich das Eingangsdatum 01.02.1914 aufgestempelt. Damit wäre die Karte ca. ein Jahr unterwegs gewesen. Vielleicht war sie kriegsbedingt irgendwo hängen geblieben.

Eine zweite Möglichkeit ist es, dass sich der Absender am Anfang des Jahres mit der Jahreszahl vertan hat und die Karte am 24.01.1914 geschrieben hat. Dann wäre die Karte nur eine Woche unterwegs gewesen. Ob das im Ersten Weltkrieg möglich war weiß ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
wuerttemberger Am: 11.08.2019 08:27:16 Gelesen: 3375# 25 @  
@ volkimal [#24]

Der erste Weltkrieg begann erst im August 1914.
 
volkimal Am: 11.08.2019 08:31:08 Gelesen: 3374# 26 @  
@ wuerttemberger [#25]

Hallo,

natürlich, du hast Recht - ich bin wohl noch nicht richtig wach. Damit gehe ich davon aus, dass die Karte am 24.01.1914 geschrieben wurde und eine Woche unterwegs war.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.11.2019 14:52:48 Gelesen: 2614# 27 @  
Hallo zusammen,

aus meiner Kalender-Sammlung eine weitere Ganzsache aus Griechenland:



Bei der Karte finde ich den Text sehr interessant. Es ist eine Korrespondenz zwischen den Briefmarkensammlerinnen Berta Foerg(?) aus Syros in Griechenland und Luise Sannemann in Weißenfels (Sachsen).

Berta schreibt:

Syra 7.6.11
Liebes Fräulein!
Von Ihren Marken konnte ich leider sehr wenig behalten. Im ganzen macht es 36 Pf. Deutschland fehlen mir nur noch die selteneren und die Groschenmarken. Ich schicke Ihnen diesmal auch nur für 46 Pf. Wenn Sie mir nächstesmal vielleicht Deutsche Kolonien oder überhaupt bessere Marken schicken wollen, so sende ich Ihnen auch wertvolleres. Für die Adressen besten Dank. Welche von den jungen Mädchen sind am weitesten fortgeschritten?
Mit besten Grüßen
Berta Foerg(?)




Als Deutsche benutzt die Absenderin unseren Kalender. Die Karte ist datiert vom 7.6.1911. Sie hat die Karte am selben Tag aufgegeben, denn der Stempel ist vom 25.05.1911 (jul.) + 13 Tage = 07.06.1911 (greg.). Syros (griechisch Σύρος, auch Syra oder Siros) ist eine griechische Insel der Kykladen, fast mitten im Archipel gelegen, 84 km² groß. Die Hafenstadt Ermoupoli (griechisch Ερμούπολη) ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Insel. Im Stempel ist also der Name der Insel und nicht der Name des Ortes angegeben.

Unten im Stempel steht Αποστολη = ΑΠΟΣΤΟΛΗ = Aufgabe/Versand.

Viele Grüße
Volkmar
 
Cantus Am: 30.11.2019 19:50:01 Gelesen: 2604# 28 @  
Von mir eine Inlandspostkarte, die für den Gebrauch als Auslandspost auffrankiert werden musste. Die Karte lief am 1.November 1911 von Athen nach Leipzig.



Mi. P 24

Viele Grüße
Ingo
 

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