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Thema: USA Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 345 Beiträge:
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Briefuhu Am: 26.09.2025 14:19:35 Gelesen: 25992# 321 @  
USA Michel Nr. 1963, Scott Nr. 2370 als Viererblock vom linken Oberrand, auf einem Luftpostbrief von Orrington nach Flörsheim, leider ist der Stempel Postal Service ME 044 nicht lesbar. Die Marke erschien zum 200 Jubiläum von Australien 1988.





Schönen Gruß
Sepp
 
DL8AAM Am: 13.10.2025 18:45:31 Gelesen: 25140# 322 @  
Und hier eine echte gelaufene Kartonphilatelie aus den USA bzw. aus Deutschland nach Deutschland ;-)



Ganzsachenpostkarte "Bold Eagle" (Scott #UX219A, ehemals #UXC26 von 1995) zu 50 Cent versendet nach Seiboldsdorf bei Traunstein in Deutschland, entwertet mit dem Kreisstempel KANSAS CITY, MO 64141 vom 30.05.1997.

Warum ich hier sowas zeige? Ich hatte die Karte gerade eingescannt und dass muss sich ja dann auch lohnen ;-) Nein, nicht ganz.

Die Karte wurde in Stuttgart auf der NAPOSTA'97 ("Nationale Postwertzeichen-Ausstellung" vom 7.-11.05.1997) vor Ort am Stand der US Post gekauft, beschrieben und dort bei der US Post "eingeliefert". Nach der Ausstellung wurden die Stuttgarter Sendungen gesammelt mit in die USA genommen, dort in Kansas City, Missouri gestempelt und in den regulären Postverkehr eingeschleust.

Auf Grund des Druckbilds des Stempels vermute ich sehr stark, dass dieser maschiniell und nicht manuell per Hand abgeschlagen wurde. Oder?

Interessant ist der Stempelort, es handelt sich hier um die "Stamp Fulfillment Services Facility" (SFS) der US Post USPS, die auch für philatelistische Dienstleistungen zuständig ist. Bei dem ZIP-Code 64141 handelt es sich um eine interne Postleitzahl der US Post (für Postfächer) für diese Anlage (Postanschift: P.O. Box 41936, Kansas City, MO 64141-6636). Der echte Standort ist 8300 NE Underground Drive, Kansas City, MO mit der geographischen Postleitzahl 64161. Hier fällt uns sofort das Wort "Underground" ins Auge, es steht dafür, dass diese riesige Anlage, die auch den Beinamen Subtropolis trägt, komplett unterirdisch angelegt wurde [1]. Ein klimatisierter Bunker für Briefmarken. ;-)

Die gesamte unterirdische Komplex umfasst 5,1 Quadratkilometer mit einem etwa 17 Kilometer großen beleuchteten, befestigten Straßennetz und zusätzlich ein paar Meilen Schienen. [1] Das SFS ist aber nur eines der Nutzer. Auch die NASA, das Nationalarchiv u.a. sitzt da unten. ;-)

Zitat, ... from its cavernous office, Stamp Fulfillment Services (SFS) ships hundreds of millions of stamps, stationery and other products daily to customers—postal patrons, businesses and collectors—that order them online, from catalogues, or by phone and fax and mail. It also ships to post offices for retail sales [2] (2023).

Beste Grüße
Thomas

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/SubTropolis
[2] https://www.21cpw.com/subtropolis-the-site-of-the-postal-services-underground-fulfillment-center

Auf die Schnelle sinngemäß übersetzt:
Von dieser riesigen Höhlenanlage aus versendet der Stamp Fulfillment Service (SFS) der US Post täglich hunderte Millionen Briefmarken, Ganzsachen und andere postalische Produkte an Postkunden, Unternehmen und Sammler, die diese online, aus Katalogen, per Telefon, Fax oder Post direkt bestellen. Für den Verkauf werden die Briefmarken auch an Postämter geliefert.
 
fogerty Am: 16.10.2025 15:34:38 Gelesen: 24988# 323 @  
Von Dayton nach Meran am 16.2.1948. Lasse mir die Frankatur gerne erklären!



Grüße
Ivo
 
drkohler Am: 16.10.2025 16:48:33 Gelesen: 24972# 324 @  
@ fogerty [#323]

Die Luftpostrate war 15c pro halbe Unze nach Europa. Eigentlich sollte ein "By Air Mail" irgendwo platziert sein aber der blau-rote Rand des Umschlags war auch ein Kennzeichen für Luftpost.
 
lueckel2010 Am: 16.10.2025 17:47:50 Gelesen: 24957# 325 @  
@ fogerty [#323]

Es handelt sich um ein sogenanntes Meter-Stamp eines mir nicht bekannten Herstellers. Meter-Stamps sind ein Art Freistempel, die auf gezähnte oder geschnittene Selbstklebeetiketten/ -streifen im jeweils erforderlichen Nennwert gedruckt und dann als "Briefmarkenersatz" als Frankatur verklebt wurden.

Soweit mir bekannt, wurden Meter-Stamp-Geräte in den USA an den Postschaltern eingesetzt.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
drkohler Am: 16.10.2025 18:31:53 Gelesen: 24944# 326 @  
Achso es geht um den Meter-Stamp selbst.

Class 1900 Register, Design VIII, Maschine 1100 der Firma NCR (National Cash Register Corporation).

Die stand tatsächlich auch bei NCR in Dayton, OH im Büro.

Einfach nach ncrmeters.pdf googeln und man kanm die Datei auf der Website der meterstampsociety.com herunterladen. Da sind alle Stamps abgebildet.
 
DL8AAM Am: 16.10.2025 18:53:19 Gelesen: 24934# 327 @  
@ lueckel2010 [#325]

Dem kann abgeholfen werden. Alle diese Formen stammen von Geräten des Herstellers National Cash Register Company (NCR), sämtlichst vom Modell "P-1924(3-3)P-P", was auch immer uns dieses Kürzel sagen möchte ;-) Hier sogar vom Hersteller selbst betrieben...

Solche Geräte waren im Einsatz beim Kunden, d.h. es sind Absenderfreistempel, keine Postfreistempel. Es gab zwar auch einige wenige, die am Postschalter standen, diese druckten aber bei der Gerätenummer als Präfix die Kennzeichung P.O. ein. Das gilt übrigens für alle klassische Freistempel aus den USA. Kein "PO"-Zusatz, kein Postfreistempel ;-)

Für eine genaue Einordnung um welche genaue Katalognummer es sich in diesem Fall handelt, hier das entsprechende Kapitel aus dem entsprechenden Katalog, der inzwischen nicht mehr gedruckt wird, sondern für alle frei ins Netz gestellt wurde (und auch fortlaufend gepflegt wird):

https://en.wikibooks.org/wiki/United_States_Postage_Meter_Stamp_Catalog/GROUP_E_%E2%80%93_Frameless_design_with_arcs_in_the_corners

Beste Grüße
Thomas
 
lueckel2010 Am: 16.10.2025 20:46:00 Gelesen: 24917# 328 @  
@ DL8AAM [#327]

Vielen Dank für die konkreten weiterführenden Auskünfte!

Trotz fast fünfzig Jahren Beschäftigung mit der USA-Philatelie (mit zunehmender Spezialisierung im Marken- und Ganzsachen-Segment, zu dem ja gerade dieses Sammelgebiert quasi "einlädt"), haben mich die so genannten Nebengebiete nie sonderlich interessiert.

Mit meinem Post wollte ich lediglich die Anfrage in [#323], die meiner Meinung klar verständlich formuliert wurde, so gut, wie es mir möglich war, beantworten.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
DL8AAM Am: 17.10.2025 00:11:37 Gelesen: 24898# 329 @  
@ lueckel2010 [#328]

Nein, nein, keine Kritik. Alles gut.

Ich wollte nur mit dem "Wissen" des (inzwischen) Wenigerbriefmarkensammlers (auch wenn ich mich seit Jugendzeiten [im wesentlichen] nur noch mit Briefmarken der USA [und der Raubrittergolfemirate der 70er] beschäftige) einen kleinen Ansatz zum weiteren Einstieg in die US-Philatelie der markenlosen, langweiligen "Alltagsbedarfsseite" des dortigen (moderneren) Postwesens [die mich eigentlich interessiert] geben. ;-)

Für mich ist so eine aktuelle ECRWSS-Postwurfsendung mit Postage Paid-Eindruck des örtlichen Gebrauchtwagenhändlers genau so interesssant, wie eine kapitänsweitergeleitete Schiffspostsendung des frühen 19. Jahrhunderts. ;-)

LG
Thomas
 
Michael Mallien Am: 17.10.2025 10:23:41 Gelesen: 24851# 330 @  
Aus aktuellem Posteingang ein bunt frankierter Brief zu insgesamt 5,95$.

Datums-Spray-on vom 3.10.2025.



Viele Grüße
Michael
 
lueckel2010 Am: 17.10.2025 11:57:34 Gelesen: 24816# 331 @  
@ DL8AAM [#329]

Guten Tag, Thomas,

ich habe Deine Rückmeldung auch nicht als Kritik verstanden! Vielmehr bin ich auch heute immer noch froh, wenn mein vorhandenes "Grundwissen" durch Expertenkenntnisse "aufgepeppt" werden kann.

Zwar sammle ich USA schon seit gut zehn Jahren nicht mehr, und ich habe den Großteil meiner Bestände mittlerweile auch verkauft. Nichtsdestotrotz bin ich theoretisch nach wie vor immer noch am "Drumherum" dieses hochinteressanten (aber auch "herausfordernden") Sammelgebietes interessiert.

In diesem Sinne: Wünsche ein schönes Wochenende und auch weiterhin viel Spaß am gemeinsamen Hobby!

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
Manne Am: 17.10.2025 16:37:51 Gelesen: 24789# 332 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Frankiert mit einem Viererstreifen, "Washington".



Gruß
Manne
 
Rastapopoulos Am: 05.11.2025 08:48:44 Gelesen: 23606# 333 @  
@ drkohler [#304]

ich finde nicht, dass die ABN schwierig zu erkennen sind, man braucht sie bloß gegen’s Licht halten, dann sieht man sofort den Unterschied. Die ABN’s haben alle durchgehend Punkte, hell/dunkel sieht fast wie ein Wasserzeichen aus und auch die Geheimzeichen sind relativ leicht zu erkennen.

Am interessantesten sind allerdings die Grill Ausgaben, weil die Auflagen nicht so hoch sind und der Wert deshalb höher ist. Habe einige, mal sehen wann ich Zeit habe sie einzustellen.

Erwähnenswert sind die Stempel auf dem Brief, alle Briefe die aus den USA nach Europa weggingen, haben NYC Foreign Mail Cancelation’s, die gesucht sind. Die Stempel sehen aus wie aus dem Kaleidoskop.

Bill Weiss' book "The Foreign Mail Cancellations of New York City 1870-1878.
 
10Parale Am: 09.01.2026 19:23:10 Gelesen: 20316# 334 @  
Aus dem Zehnerblock "Stummfilmstars" wurde auf diesem Beleg aus 2025 der untere Fünferstreifen, u.a. mit BUSTER KEATON (Komiker) auf einem Beleg von Los Angeles nach Lörrach geklebt (Michel Nr. 2445-2449, Auflage 18.600.000 im Jahr 1994).

Die Einzelmarken mit Bogenrandinschriften sind lt. meinem älteren USA Spezial Katalog mit 4,-- Euro/Stck. bewertet, der waagrechte Zehnerblock wurde 2008/09 mit 10,-- Euro bewertet.

Buster Keaton (1895 - 1966) liebe ich als Komiker und Regisseur. Theda Bara (1885 - 1955) war eine Schauspielerin, die Louis Vuitton so begeisterte, dass er eine seiner Handtaschenkreationen nach ihr benannte. Sie galt als eine der ersten Sexsymbole der Filmgeschichte und der Ausspruch "Kiss me - my fool" aus einem ihrer Filme blieb im Kollektivgedächtnis der Amerikaner hängen.

Keystone Kops sind mehrere männlicher Darsteller, die in ihrer Rolle als lustige, eher inkompetente Polizisten voll aufgingen. Harold Lloyd (1893 - 1971) und Zasu Pitts (1894 - 1963) waren ebenfalls Komiker der Stummfilmzeit.

Ich liebe diesen Beleg, nicht zuletzt, weil der Absender auch noch zufällig am Hollywood Boulevard in Los Angeles lebt. Vielleicht gehört es da zum guten Ton, Briefmarken mit Schauspierlern zur Frankatur zu verwenden.

Liebe Grüße

10Parale


 
drkohler Am: 09.01.2026 23:43:32 Gelesen: 20277# 335 @  
@ 10Parale [#334]

Die Zeichnungen stammen von Al Hirschfeld, einem berühmten Illustratoren. Die ersten Comedians erschienen als Markenheftchen mit 5 Comedians (Laurel & Hardy, Edgar Bergen, Jack Benny, Fanny Brice, Abbot & Costello).

Hirschfeld hat seine Tochter Nina in allen seinen Bildern verewigt, auch in den obigen Marken ist jeweils ein "NINA" versteckt.

Auf den MH-Marken sieht das dann so aus:



Die USPost hat mehrere Regeln gebrochen mit den Hirschfeld-Marken. Sein Name ist prominent auf den Markenheftchendeckel gedruckt (der Designer wurde nie genannt auf US-Marken) und eben die Mikroschrift "NINA".

Das Publikum war eher irritiert. Man wusste nicht, wer eigentlich gefeiert wurde: Al Hirschfeld oder die Comedians? Auch die Darstellung der Comedians fanden viele Leute als "zu dünn" (weniger schöne Ausdrücke wurden auch oft genannt).
 
Michael Mallien Am: 30.03.2026 14:40:00 Gelesen: 14860# 336 @  
Brief vom 11.3.2026 aus Appleton, Wisconsin nach Bargteheide, bunt frei gemacht mit insgesamt 1,70 Dollar.

Die Laufzeit betrug ca. 2 Wochen.



Viele Grüße
Michael
 
drkohler Am: 30.03.2026 18:43:19 Gelesen: 14823# 337 @  
bunt frei gemacht mit insgesamt 1,70 Dollar.

Eigentlich sind's $1.61.

Man sieht hier auch das alte Problem, dass die meisten Marken nicht gestempelt sind. Wenn der Pöstler Zeit und Lust hat, "verschönert" er jeweils solche Briefe mit Filzstift oder Kugelschreiber.
 
Michael Mallien Am: 30.03.2026 21:11:42 Gelesen: 14791# 338 @  
@ drkohler [#337]

Eigentlich sind's $1.61

Hmm, ich zähle 15 + 29 + 5 + 5 + 29 + 29 + 29 + 29 = 170

Hank Williams ist auch eine 29-Cent-Marke.
 
drkohler Am: 30.03.2026 22:48:11 Gelesen: 14777# 339 @  
Jo, hast Recht, habe ich glatt übersehen.
 
Regis Am: 07.06.2026 10:14:18 Gelesen: 9520# 340 @  
Ein Brief im I. Weltkrieg 1915 aus Detroit nach Chemnitz Siegmar an eine Handschuhfabrik



rätselhaft ist Folgendes: der Brief geriet nach Dänemark, . Dort wurde die Frankatur mit Maschinenstempel von Kopenhagen am 26. 8. 1915 so überstempelt, dass der Detroit-Stempel nicht mehr lesbar ist. Dazu, wundersam wer es bezahlte, eine 20 ÖRE Frankatur mit gleichem Datum entwertet aufgebracht und so zum Adressaten versandt.

Wer kennt so etwas und kann es näher erklären ?
 
Manne Am: 07.06.2026 11:42:57 Gelesen: 9499# 341 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief aus Los Angeles vom 02.05.1967 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.



Gruß
Manne
 
Cantus Am: 01.07.2026 00:36:49 Gelesen: 6675# 342 @  
An einem 13.5, (so um 1900 herum) schickte die "Christian Publishing Association", vertreten durch den Agenten Winchester, einen Brief mit Abbildung Ihres Firmensitzes vonDayton in Ohio nach Havanna auf Kuba, damals noch als Havana geschrieben.






Viele Grüße
Ingo
 
jmh67 Am: 01.07.2026 20:15:44 Gelesen: 6358# 343 @  
@ Cantus [#342]

Ich vermute, dass es sich um einen der Orte namens "Havana" in den USA handelt, denn 2 Cent dürfte eine Inlandsgebühr sein, und Kuba könnte damals noch spanisch gewesen sein, also eindeutig Ausland und vermutlich teurer. Dann noch der englische Name des Empfängers und der Krakel unter dem Ortsnamen, aus dem ich als ersten Buchstaben ein "M" zu lesen glaube ... also vielleicht ging der Brief nach Havana in Minnesota?

-jmh
 
Bessie Am: 19.07.2026 18:06:48 Gelesen: 4934# 344 @  
@ Bessie [#66]

Chile: Luftpostbriefe vor 1942. Teil 2


Als Nächstes zeige ich drei Briefe, die mit nordamerikanischen Fluggesellschaften befördert wurden:

1934 oder später aus Santiago. Die chilenischen Stempel unleserlich, keine Ankunftsstempel von Hamburg. Durch die violetten Balkenstempel des einen Briefes wurde (in New York?) die Weiterbeförderung mit Luftpost annulliert.

Aus den USA (Crstobal C.Z.) im März 1932 engeschrieben nach Santiago. Laufzeit: 14 Tage.





[Redaktionell im Zusammenhang kopiert aus dem Thema "Chile: Echt gelaufene Belege" / NUR der dritte Beleg wurde in den USA versandt]
 
Fips002 Am: 30.08.2026 16:41:03 Gelesen: 1509# 345 @  
Brief vom Konsulat der Schweiz in San Francisco, 23.Juni 1905, nach Neuhausen, Schweiz.



Dieter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege"]
 

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