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Thema: Frankreich Vorausentwertungen (Affranchts Postes)
Cantus Am: 11.03.2017 00:59:53 Gelesen: 2887# 1 @  
Die Beschäftigung mit den französischen Marken mit Vorausentwertung habe ich stets als außerordentlich reizvoll empfunden. Dem steht auch nicht entgegen, dass meine Bestände der frühen Ausgaben recht lückenhaft sind. Während man jedoch die Marken - ausgenommen die allerersten Ausgaben - recht problemlos finden und erwerben kann, so sieht das bei den damit frankierten Belegen ganz anders aus. Nach meiner Erfahrung sind Belege, die mit bereits vorausentwerteten Briefmarken frankiert sind, im Verhältnis zu normal frankierten Belegen nur sehr selten aufzufinden.

Derartige Briefmarken durften nicht gestempelt werden. Gebrauchte Exemplare erkennt man deshalb daran, dass die rückseitige Gummierung fehlt, bei postfrischen Exemplaren ist sie dagegen noch vorhanden. Vorderseitig zeigen diese Briefmarken in beiden Erhaltungszuständen keinen Unterschied.

Wie bei anderen Briefmarken auch gibt es in geringer Auflage geschnittene Ausgaben dieser Marken, auch wenn ich im Moment nicht sagen kann, seit welchem Jahr das so war. Heute nun vier Marken der Ausgabe von 1984.





Ceres 185-188

Andere Ausgaben, vor allem solche der regulären gezähnten Ausgaben zeige ich zu einem späteren Zeitpunkt.

Viele Grüße
Ingo
 
Pete Am: 11.03.2017 16:24:20 Gelesen: 2845# 2 @  
@ Cantus [#1]

Wie bei anderen Briefmarken auch gibt es in geringer Auflage geschnittene Ausgaben dieser Marken, auch wenn ich im Moment nicht sagen kann, seit welchem Jahr das so war.

Im Band 1 des Kataloges "Timbres de France" von Yvert & Tellier (Ausgabe 2016, Seite 1073) werden Vorausentwertungen seit der Ausgabe von 1953 (Mi-Nr. 991 u.a.) zusätzlich in der ungezähnten Variante verausgabt. Die letzte, als ungezähnt katalogisierte Ausgabe von Vorausentwertungen datiert von 1994 (Mi-Nr. 3039-3042).

Gruß
Pete
 
10Parale Am: 09.10.2017 19:37:28 Gelesen: 2559# 3 @  
@ Cantus [#1]

habe hier zufällig 2 Briefe erhalten, mit vorausentwerteten Marken aus Frankreich.

Der erste Brief aus Versailles ist meiner Vermutung nach eine Drucksache oder zur Beförderung eines Musters, denn im Maury wird der Tarif zu den Marken gehörend erklärt.

Portoperiode vom 16. Juli 1925 bis zum 30. April 1926: 10 centimes für eine Drucksache / Muster

Maury Nr. 53 (Dallay 51) - Maury-Bewertung 2009 auf Brief: 20 Euro

Der zweite Brief lässt sich auch sehr gut an Hand der vorausentwerteten Briefmarke Maury Nr. 88 (Dallay Nr. 87) sehr gut einordnen:

Portoperiode vom 1. März 1945 - 31. Dezember 1945

Auch hier handelt es sich um eine Drucksache oder einen Brief zur Beförderung eines Musters.

Liebe Grüße

1oParale


 
Cantus Am: 10.10.2017 01:45:21 Gelesen: 2529# 4 @  
@ 10Parale [#3]

Hallo,

sehr schön, solche Marken und Briefe liebe ich. Während man aber Briefe mit der 10 Centimes-Marke der Semeuse auf glattem Grund noch ab und zu zu sehen bekommt, war mur bisher noch kein Brief mit der zweiten von dir gezeigten vorausentwerteten Marke bekannt geworden.

Danke für's Zeigen und eine gute Woche
Ingo
 
Cantus Am: 27.12.2017 08:19:03 Gelesen: 2302# 5 @  
Am 11.2.1985 erschien ein weiterer vierteiliger Satz mit vorausentwerteten Marken. Hier die Marken in der parallel erschienenen geschnittenen Form, gezähnt bei Michel unter Nr. 2479-2482 gelistet, geschnitten bei Michel nicht erwähnt.





Viele Grüße
Ingo
 
Silesia-Archiv Am: 06.01.2021 09:12:22 Gelesen: 151# 6 @  
Hallo Sammlerfreunde,

die letzten Tage habe ich u.a. dazu genutzt meine Frankreich-Ansammlung oder besser die Vorausentwertungen von Frankreich zu sortieren und ordnen. Soweit so gut.

Dabei kam mir allerdings die Frage auf, wie muss oder kann ich diese Vorausentwertung verstehen, wie wird sie gehandhabt? Ist es so ähnlich wie der Testlauf unserer (selbstklebenden) Automatenmarken die nicht gestempelt werden?

@ Cantus [#1]

Auch kann ich Ingo zustimmen, dass echt gelaufene Belege schwer oder selten zu finden sind.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
jmh67 Am: 06.01.2021 20:25:43 Gelesen: 121# 7 @  
@ Silesia-Archiv [#6]

Wie in [#3] oben illustriert, werden diese Marken von "Großkunden" verwendet, die das auch dürfen (ausdrückliche Genehmigung von der Post). Pierre Normalverbraucher darf damit keine Post frankieren. Deswegen müssen sie auch nicht gestempelt werden.

-jmh
 
Heinz 1 Am: 07.01.2021 18:02:02 Gelesen: 74# 8 @  
Hallo Ingo,

die Vorausentwertungen von Frankreich sind neben den normalen Ausgaben gezähnt auch ab 1953 bis 1994 ungezähnt im Yvert Katalog komplett aufgeführt. Deine gezeigten Marken von 1985 kosten postfisch gezähnt im Yvert (von 2015) 6,50 €. In ungezähnter Form 30,50 €.

Belege der gängigen Werte ab 1922 sind relativ häufig zu finden bei Ebay oder Delcampe. Man muss nur den französischen Begriff der Vorausentwertung beim suchen verwenden (Preo, Preos, Preo's, Preoblitere, Preobliteres) und bei Ebay noch zusätzlich Artikelstandort "Weltweit". Wichtig sind auch die Klammern vor und nach der Begriffen. Ich habe dies eben versucht und hatte, wenn ich bei der Kategorie Europa, dann Frankreich angebe und Beschreibung einschließen fast 9.000 Treffer. Allerdings sind da auch Angebote dabei die keine Vorausentwertungen sind bei. Selten sind nur Belege mit Vorausentwertungen von 1893 bis 1922. Natürlich wenn die lose Marke schon teuer ist, sind ganze Belege ebenfalls rar.

Wer an den Vorausentwertungen mit Handrollstempel interessiert ist sollte diese grundsätzlich ignorieren bei Ebay und Delcampe. Denn fast alle sind gefälscht. Zu erkennen an dem zusätzlichen Tagesstempel. Solche Marken sollte man nur geprüft kaufen.



Bleibt alle Gesund
Gruß Heinz
 
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