Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (11) Altdeutschland Sachsen: Mi. 1 -- 3 Pfennige rot
Benjamin Voigt Am: 10.04.2017 21:27:59 Gelesen: 6249# 1 @  
Hallo zusammen,

den sog. Sachsen-Dreier kennt nicht nur jeder Briefmarkensammler, sondern auch vielen Nichtsammerln ist er ein Begriff, vor Jahren war er einmal die richtige Antwort in der Erfolgssendung "Wer wird Millionär."

Ich möchte nur kurz die neue Bewertung des Michel-Deutschland Spezialkataloges 2017 zu dieser Marke vorstellen.

Bis letztes Jahr wurde dieser ungebraucht ohne Gummierung (*), ungebraucht *, gestempelt und auf Brief bewertet, 2017 kam die Kategorie "auf Briefstück" hinzu.

Anbei mal die Zahlen gegenübergestellt, übrigens ist die Farbgruppe "a" in diesem Jahr als gestempeltes Stück von 8.000.- auf 8.500.- Euro erhöht worden.

Mi.-Nr. 1a 8.500 für lose gestempelt 12.000 für Briefstück
Mi.-Nr. 1b 16.000 für lose gestempelt 19.000 für Briefstück
Mi.-Nr. 1c 13.000 für lose gestempelt 16.000 für Briefstück

Anbei ein Ergebnis der 155. Dr. Reinhard Fischer Auktion, Los 2542:

3 Pfennige dunkelrot, Platte VI, Type 9 - so genannter Sachsen-Dreier, vollrandiges und farbfrisches Luxusstück mit Entwertung durch Zweikreisstempel "Leipzig 17 ... 1 1/2 - 2", signiert Georg Bühler und Fotoattest Rismondo BPP (2016): "Im Schnitt allseits vollrandige Marke. Farbfrisches Stück in einwandfreier Erhaltung." - in dieser optisch ansprechenden und einwandfreien Erhaltung ein begehrenswertes Stück dieser Altdeutschland-Seltenheit!

Attest
1a gestempelt

Ausruf € 3.500

Zuschlag € 4.400



Beste Grüße
Benjamin
 
Markus Pichl Am: 14.04.2017 23:32:24 Gelesen: 6139# 2 @  
Hallo Benjamin,

ja, dies ist wirklich ein sehr schöner Dreier! Attestiert auf Platte VI, Type 9.

Insgesamt wurden 500.000 Dreier in acht Lieferungen herausgegeben, davon 463.118 verkauft und der Rest verbrannt (siehe Fußnote im Michel-Spezial). Nach den bisherigen Erkenntnissen, sind diese von sechs verschiedenen "Platten" gedruckt worden. Man nimmt an, dass der große Teil der zur Verbrennung zugeführten Dreier, auf solche entfällt, die mit der "VI. Platte" gedruckt wurden. Somit sind solche Exemplare, die Merkmale aufweisen, welche gemäß Bühler-Handbuch in die VI. Platte fallen, viel seltener als solche der Platten I. bis V.

Dankenswerterweise hat mir das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer aussagekräftige Scans von dem versteigerten Dreier, mit Merkmalen von Platte VI Type 9, erstellt. Nachstehnd ein solcher Scan, auch wenn er wahrscheinlich in der Darstellung größer ist als die meisten Monitore. In diesen Scan habe ich Pfeile gesetzt, welche auf die im Bühler-Handbuch erklärten Merkmale für diese Type 9 von Platte VI zeigen.



1) das "N" in "SACHSEN" ist rechts unten markant verkürzt
2) die rechte obere Ecke des rechten oberen Ornaments ist abgerundet
3) Farbbrücke zwischen den Linien unter dem letzten "E" von "PFENNIGE"
4) Farbpunkte (einer davon hier vom Stempel überdeckt)
5) Farbpunkte
6) Farbpunkt

Alles prima und nachvollziehbar, wenn man über ein Bühler-Handbuch verfügt (Auflage 500 nummerierte Exemplare).

Wenn jemand Fragen zu seinem oder einem am Markt angebotenen Sachsendreier hat, dann kann er diese hier gerne stellen. Je besser der Scan, umso beurteilbarer.

MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 26.08.2017 21:08:10 Gelesen: 5746# 3 @  
Hallo,

insgesamt wurden 500.000 Stück des Sachsendreiers gedruckt. Zugrunde hierfür lagen insgesamt acht Bestellungen, seitens der Haupt-Postkasse. Die Daten zu diesen Bestellungen und den bestellten Mengen, wurden das erste Mal im Jahre 1882 von Herrn Dr. Kloss veröffentlicht. Diese Daten übernahm Georg Bühler für seine Forschungsarbeit. Herr Bühler konnte ermitteln, dass der Druck der insgesamt 500.000 bestellten Marken mit sechs verschiedenen Druckplattenzusammenstellungen erfolgte und unterteilte somit die gedruckten Marken in Platte I bis VI.

Der Nachweis, über die Verwendung von sechs verschiedenen sogen. Druckplatten, erfolgte hauptsächlich über die damals bekannten Einheiten der Sachsendreier, einigen Einzelstücken mit Bogenrand und solchen Stücken, die Trennlinien aufwiesen. Damit verbundenen war das Erfassen von individuellen Druckmerkmalen der einzelnen Druckstöckel (Klischees), aber auch der Stempeldaten. Im Abgleich mit den bekannten Daten, über die erfolgten Bestellungen und den von ihm ermittelten Stempeldaten, konnte er die Platten mit den von ihm rekonstruierten Bogen in eine Reihenfolge bringen.

Bei der Rekonstruktion, der von den verschiedenen Druckplatten stammenden Bogen, half natürlich auch weiter, dass noch ein Bogen der Sachsendreier erhalten geblieben, wenn auch durch Restaurierungen ausgebessert, ist. Die Bogen enthielten jeweils 20 Marken (vier waagerechte Reihen zu je fünf Marken). Für die ersten beiden Druckplattenzusammenstellungen wurden Klischees verwendet, bei denen das Druckbild der Marken ein Stück breiter war als bei den nachfolgenden vier Platten. Ferner unterscheidet sich die III. Platte von allen anderen in einem weiteren Detail und zwar in der Anordnung der Schnittlinien (Trennlinien) zwischen den Marken.

Die unterschiedlichen Schnittlinienanordnungen werden einerseits als das "sächsische" Liniensystem (Platten I, II, IV, V und VI) und andererseits als das "bayrische" Liniensystem (Platte III) bezeichnet.

Das "sächsische" Liniensytem

Drei durchgehende, waagerechte Schnittlinien (von Herrn Bühler als Durchschüsse bezeichnet) und sechzehn kurze, senkrechte Schnittlinien (von Herrn Bühler als Spatien bezeichnet)



Das "bayrische" Liniensytem

Vier durchgehende, senkrechte Schnittlinien (Durchschüsse) und sechzehn kurze, waagerechte Schnittlinien (Spatien)



Marken von Platte I und II

Im Juni 1850 erfolgte die erste Bestellung über 120.000 Marken, sie wurden von den Platten I und II gedruckt (sächsisches Liniensystem). Das früheste im Bühler-Handbuch angegebene Verwendungsdatum für Marken von Platte I ist der 1.Juli.1850 (= Ersttag) und von Platte II der 10.Juli.1850

Platte I, ungebrauchter Viererblock vom rechten Bogenrand, Bogenfelder 9, 10, 14 und 15 (Bildquelle: Auktionshaus Heinrich Köhler)



Platte II, gebrauchter Viererblock, Stempel "CHEMNITZ 10 AUG. 50", Bogenfelder 4, 5, 9 und 10 (Bildquelle: Auktionshaus Heinrich Köhler)



Im nächsten Beitrag geht es dann weiter mit Marken von Platte III.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 27.08.2017 21:11:06 Gelesen: 5670# 4 @  
Marken von Platte III

Gemäß den im Jahre 1882 veröffentlichten Daten erfolgte
am 22.August.1850 eine zweite Bestellung über 60.000 Marken,
am 8.Oktober.1850 eine dritte über 40.000 Marken
und am 4.November.1850 eine vierte über 60.000 Marken.

Diese insgesamt 160.000 Marken, aus den drei zuvor genannten Bestellungen, werden, aufgrund der von Herrn Bühler recherchierten Stempeldaten, der Platte III angerechnet. Das ermittelte Frühdatum für solche ist gemäß Bühler-Handbuch der 13.September.1850 und dies klingt plausibel, da zwischen Bestellung bei der Druckerei und den erstmaligen Schalterverkauf einer Druckauflage immer eine gewisse Zeit vergeht, schließlich liegen Herstellung und Auslieferung dazwischen. Es ist auch so, dass ab dieser Zeit, bis Ende Januar 1851, vorrangig Marken vorkommen, die der Platte III zuzuordnen sind.

Die alten Klischees von Platte I und II, gemäß Bühler-Handbuch waren es auf galvanoplatischem Wege hergestellte kupferne Druckstöckel, waren wahrscheinlich vollkommen verschlissen, sodass man ab der zweiten Bestellung zum Druck der Marken eine neue Druckplatte, diese nun mit in Pappmattern gegossenen Bleiklischees besetzt, erstellt wurde. Das Markenformat wird, aufgrund des neuen Herstellungsprozeß für die Klischees, ab Platte III in der Breite etwas geringer und solche Marken, die mit der III. bis VI. Platte hergestellt wurden, werden als "kleinformatige Marken einer späteren Auflage" bezeichnet. Bei der Platte III wurde, wie im ersten Beitrag schon erklärt, dass bayrische Liniensystem gesetzt.

Von dieser Platte III gedruckt stammt der einzig erhalten gebliebene Bogen der Sachsendreier. Die Geschichten über diesen Bogen und seine stetig wechselnden Eigentümer sind lang und möchte ich mir ersparen, da es schwierig ist über etwas zu berichten, wo man selbst nicht dabei war (smile). Es sind sich aber alle darüber einig, dass der Bogen mindestens einmal im Laufe der Zeit der repariert wurde, wie unschwer an den nachstehenden Bildern zu erkennen ist.

So sah der Bogen vermutlich aus, bevor er in die Sammlung von Philippe La Renotière de Ferrari gelangte. Bühler untertitelte dieses Bild mit: "Der Ferrari-Bogen in natürlicher Größe, vor seiner ersten (?) Reparatur", die Betonung lag wohl seinerseits auf dem eingeklammerten Fragezeichen.



Das war die Abbildung im Auktionskatalog zur 6. Ferrari-Auktion, welche am 27.April.1923 stattfand.



Und so sieht er wohl heute aus (Abbildung aus Auktionskatalog 302. Heinrich Köhler Auktion vom 30.Januar.1999)



Im nächsten Beitrag folgen dann Marken, die mit den Platten IV bis VI gedruckt wurden.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 28.08.2017 21:02:38 Gelesen: 5610# 5 @  
Marken von Platte IV

Am 19. Dezember 1850 erfolgte die fünfte Bestellung, sie belief sich auf 60.000 Marken.

Als frühestes bekanntes Verwendungsdatum wird der 30. Januar 1851 angegeben.

Bei dieser Druckplatte setzte man wieder das sächsische Liniensystem.

Nachstehend ein Exemplar von Bogenfeld 2 (Bildquelle Auktionshaus Felzmann), welches an den für diese Bogenposition möglichen drei Seiten eindrucksvoll alle Trennlinien zeigt. Die Bogenposition ergibt sich aus bestimmten Feldmerkmalen, auf die ich später in einem entsprechenden Thema "Rekonstruktion eines Bogen der Platte IV" eingehen werde.



Wie in den beiden vorhergehenden Beiträgen am Bogen der Platte III und den schematisch dargestellten Liniensystemen erkennbar ist, gab es an den Seiten zum Bogenrand keine Trennlinien. Somit geben bei breitrandigen Marken sichtbare Trennlinien oftmals schon den ersten Hinweis auf eine bestimmte Bogenreihe oder es kann eine bestimmte dann ausgeschlossen werden. Ein besonderer Reiz liegt bei den Sachsendreiern darin, die exakte Bogenposition bestimmen zu können.

Marken von Platte V

Der Absatz der Marken war groß und so wurden am 22. Februar 1851 weitere 40.000 und am 3. April 1851 sogar 80.000 Stück mit der 6. bzw. 7. Bestellung in Auftrag gegeben. Diese insgesamt 120.000 Stück rechnet Georg Bühler der Platte V zu. Als frühestes Verwendungsdatum wird der 17. März 1851 für solche angegeben. Die Druckplatte selbst setzte sich wohl aus neuen und schon in Platte IV eingesetzten Bleiklischees zusammen.

Die nachstehende Marke stammt von Bogenfeld 7 und zeigt uns an allen vier möglichen Seiten Teile der Trennlinen im sächsischen Liniensystem. Die Marke befindet sich auf der Vorderseite einer von Oschatz nach Borna beförderten Streifband-Drucksache. Die Entwertung der Marke erfolgte mittels dem Einkreisstempel in blauer Stempelfarbe, welcher auf dieser leuchtend farbfrischen Marke besonders kontrastreich wirkt. (Bildquelle Auktionshaus Felzmann)





Marken von Platte VI

Am 17. Juni1850 erfolgte eine 8. Bestellung, diese belief sich auf eine Menge von 40.000 Stück. Zum Druck der Marken wurde abermals eine neue Druckplatte zusammengestellt, wie sich durch die Forschungsarbeit von Georg Bühler erwies. Als frühestes Verwendungsdatum wird der 23. Juni 1851 benannt.

Das nachstehende riesenrandige Exemplar aus linker unterer Bogenecke wurde mit dieser letzten Druckplatte gedruckt und zeigt Feldmerkmale, welche keine der Marken aufzeigt, die in den vorhergehenden Druckplatten als linkes unteres Eckrandstück, sprich Bogenfeld 16, bestimmt werden konnten. Bühler nannte diese Bogenecke ein "aufschlußreiches Beweisstück". Auch das Verwendungsdatum vom 14.Juli.1851 dient hier als ein wichtiger Hinweis.



Die Marke befindet sich auf dieser Drucksachensendung (Adresschleife nicht mehr vorhanden) und wurde im Dezember 1985 beim Auktionshaus Heinrich Köhler für DM 100.000.- zugeschlagen (ex Sammlung Boker). Ein außerordentliches Liebhaberstück und wichtiges Beweismittel, für die Rekonstruktion der Sachsendreier-Bogen.



Insgesamt wurden somit 500.000 Sachsendreier bestellt und gedruckt und am 31. Juli 1851 wurde der Verkauf selbiger eingestellt. Von den einzelnen Postanstalten wurden 20.282 Stück an die Post-Hauptkasse zurückgereicht, welche zusammen mit den dort noch lagernden 16.600 Stück am 10. Dezember 1851 verbrannt wurden. Noch beim Publikum befindliche Marken, konnten weiterhin verwendet werden. Vermutlich ist ein Großteil der Marken, die verbrannt wurden, denen zuzuordnen die mit der VI. Platte gedruckt wurden. Dies zeigt sich auch im Aufkommen am Markt, Marken der Platte VI. werden nur selten angeboten und stellen auch in meinem Bildarchiv, im Verhältnis zu Marken der anderen Platten, die geringste Stückzahl dar.

Von den einst 463.118 verkauften Exemplaren, sind heute nicht mehr viele vorhanden. Das größte Bildarchiv soll 2.500 verschiedene Exemplare umfassen. Geben wird es schon noch ein paar mehr, aber wie viele genau, weiß keiner. Die Marken klebten meist auf Drucksachensendungen und zwar übergehend von der Adressschleife auf das gedruckte Papier selbst. Beim Öffnen einer solchen Sendung, wurde die frankierte Marke oftmals in zwei Teile gerissen. Das sieht dann z.B. so aus, wenn sich auf einem Stück Papier einer Drucksache nur noch ein Teil einer Marke befindet:



Die Adressschleife wurde oftmals weggeworfen, hingegen der Drucksacheninhalt eher aufgehoben wurde (aus nichtphilatelistischen Gründen). Unter den heute noch vorhandenen Marken befinden sich auch solche, die aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt wurden. Solche restaurierten (alternative Wortwahl: reparierten oder verfälschten) Stücke sind aber mit den bekannten Prüfungsmethoden erkennbar. Auch bei dieser Markenausgabe richtet sich der Handelswert letztendlich nach der Qualität, Nachfrage ist in jedem Fall am Markt vorhanden. Zugegeben, die vorstehend gezeigten Stücke sind selbstverständlich begehrenswerte Ausnahmestücke oder gar seltenste Einheiten.

Damit sich jeder Leser eine bessere Vorstellung von der Größe der Sachsendreier machen kann, was ohne Vergleich an den recht großen Bildern schwierig ist und durchaus habe ich schon den einen oder anderen diesbezüglich überraschten bzw. erstaunten Sammler erlebt, der erstmalig einen Sachsendreier in Natura gesehen hatte, habe ich das nachstehende Bild erstellt. Alle drei Marken sind jeweils 3200 dpi Bildauflösung eingescannt und die Proportionen stimmen. Links oben im Bild eine sogen. "großformatige Marke" von Platte II (Bogenfeld 20, die Marke ist oben und rechts oben etwas ausgebessert) und links unten die zuvor schon gezeigte sogen. "kleinformatige Marke" von Platte VI (Bogenfeld 9), rechts daneben habe ich eine für viele Sammler bekannte Sondermarke der Deutschen Bundespost zum Tag der Briefmarke aus dem Jahre 1978 gesetzt.



Bei der Rekonstruktion eines Bogen der VI. Platte konnte Herr Bühler mangels Quantität von geeigneten Vorlagen, die aus dieser Druckauflage stammen, die Bogenfelder 1 bis 4 und 15 nicht mit Marken besetzen. Auch musste Herr Bühler in der Platte I zwei Felder offen lassen, was selbstverständlich keinerlei Kritik meinerseits an seinem Werk darstellt. Zwischenzeitlich konnte aber das eine oder andere Feld in den besagten Platten mit passenden Marken besetzt werden - hierzu dann später mehr, in den entsprechenden Themen.

Beste Grüße
Markus
 
10Parale Am: 18.09.2017 13:54:32 Gelesen: 5479# 6 @  
@ Benjamin Voigt [#1]

vor Jahren war er einmal die richtige Antwort in der Erfolgssendung "Wer wird Millionär"

Die Sendung habe ich selbst mit meiner Frau mit Begeisterung verfolgt. War das eine einfache Frage für einen Briefmarkenfreund!

Der von mir vorgestellte Beleg dreht sich um diese berühmte Marke.

Drucksachen-Postkarte vom 12.XII.1923 - abgeschlagen mit Ambulant-Stempel ? und frankiert mit 10 Rappen Zumstein Nr. J26 Kantons- und Schweizer-Wappen GLARUS (Michel Nr. 186), lt. Schweizer Briefmarkenkatalog 2007 immerhin auch auf Beleg mit 10,-- SFr. bewertet.

Absender ist ein J.LIGGENSTORFER aus Visp im Kanton Wallis. Dem Empfänger wird eine Sachsen Michel Nr. 1 angeboten.

"Ich habe abzugeben: 1 Sachsen, 3 Pfg. rot, gebraucht, hervorragend schoenes farbenfrisches Stück, mit Prüfungsattest von THIER, und offerier solches freibleibend für Francs 700,-- ff...."

War es nun der Absender oder der Empfänger, eine handschriftliche Fußnote links unten zeigt, dass jemand die Katalognotierungen zur damaligen Zeit verglich und in französische Francs umrechnete:

Scott = 350 Dollar = 6.400 Francs
Yvert & Tellier = 4.250 Francs
Zumstein 1000 ? Franken = 3.250 Francs
 

Scott bewertet also den Sachsendreier 1923 mit stolzen 6.400 Francs. Ein Vergleich mit Michel oder Senf aus jener Zeit würde mich soeben stark interessieren. War die deutsche Bewertung höher als die 3 Bewertungen ausländischer Kataloge?

Je nach Betrachtungsweise lag der Angebotspreis also zwischen ca. 11 - 22 % des Katalogwertes. Was zahlt man heute für einen Sachsendreier mit Attest?

Liebe Grüße

10Parale

  
 
 

bignell Am: 18.09.2017 18:35:09 Gelesen: 5437# 7 @  
@ 10Parale [#6]

Hallo 10Parale,

hier der Michel von 1926:



Lg, harald
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.