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Thema: PPA Philaseiten Auktion: Dokumentation von Fälschungen und unzulässigen Angeboten
Das Thema hat 43 Beiträge:
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Cantus Am: 08.05.2017 03:03:49 Gelesen: 9600# 19 @  
@ Markus Pichl [#15]

Hallo Markus,

mir fallen noch zwei andere Besonderheiten auf. Bei dem Falschstempel von Glauchau fällt mir das "U" auf, dss im Gegensatz zu den beiden rechten (echten) Stempeln unverhältnismäßig breit ausgeführt ist.

Beim falschen Berlin-Stempel darunter fällt mir der UB "h" auf, der beim Falschstempel eine ungewöhnliche Form hat und fast schon wie ein schmales hohes "n" aussieht.

Viele Grüße
Ingo
 
Max78 Am: 08.05.2017 05:19:35 Gelesen: 9590# 20 @  
Hallo zusammen,

wer sagt eigentlich, dass es, wenn es ein Falschstempel ist, einer aus Glauchau ist? Nur weil diese Stadt bekannt dafür ist ??? Wie wär's mit einer "Wiederbelebung" von diesem hier (übliche Verwendungszeit 1915-17). Das oben leicht abgeschrägte "A" würde dafür sprechen:



Da nicht meine Scans (oder noch besser eigenen Belege/Marken), kann ich das leider nicht genau sagen. Mit der "Würstchenbildung" halte ich für ein wenig übertrieben, das sieht man aus dem Zeitraum bei Handstempeln schon hin und wieder. Hinzu kommt bei losen Marken, dass man nicht weiß, auf welche Art und Weise sie vom Papier getrennt wurden. Dass kann sich auch "negativ" auf das Stempelbild auswirken. Nimmt man aber ein paar Deiner Aspekte in einen Topf, gebe ich Dir völlig recht, Markus. Dankeschön für diese Weiterbildung.

Andererseits würde ich als Fälscher dat Ding in die Mitte platzieren (ausser ich müsste was verbergen). Zudem hält sich bei dieser Marke der postfrische und gestempelte Wert die Waage. Aufdruckfälschungen könnten bei diesen Marken das viel grössere Übel sein.

mit Grüßen Max
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 07:02:12 Gelesen: 9564# 21 @  
@ Max78 [#20]

Hallo Max,

jetzt weiß ich, warum ich um 5:19 Uhr aus dem Bett geplumpst bin (smile).

Der Falschstempel zeigt Merkmale, wie sie in der Kombination bei echten Stempelgeräten nicht vorkommen. Auch die "Würstchenbildung" (dabei denke ich an diese kleinen Würstchen, die beim Metzger in einer Kette zusammenhängen), wird mir keiner bei einem echten Abschlag zeigen können.

Hier eine falsch gestempelte Baden Landpost 3 Kr., ganz viel Würstchenbildung.



Es folgen einige Beispiele von falsch gestempelten Marken, aus der Inflationszeit. Es gibt auch Stempelimitationen (Falschstempel), die keine Würstchenbildung zeigen. Stempelimitationen können u.a. aus Kunststoff, Zink, Holz oder Kork hergestellt werden. Je nach Material, zeigen sich andere Merkmale. Eine bestimmte Platzierung eines Stempels, kann nicht für echt oder falsch sprechen. Bei den nachstehenden Beispielen, handelt es sich jeweils um Stempelimitationen.









Insgesamt habe ich aus den verschiedenen deutschen Sammelgebieten eine wahrscheinlich stattliche vierstellige Anzahl von Marken, die als Stempelfälschungen signiert sind. Wie viele genau, habe ich nie nachgezählt. Manche habe ich bereits schon als solche signiert innerhalb von Sammlungen oder Beständen gekauft, andere durch selbst abgesendete Prüfsendungen erhalten.



MfG
Markus
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 10:32:30 Gelesen: 9463# 22 @  
@ Markus Pichl [#21]

Hallo Markus,

für die von Dir gegebenen Beispiele hinsichtlich Merkmalen von Falschstempeln kämen meines Erachtens auch die auf diesen Abbildungen gezeigten Stempel in Frage:



Die Marken auf den Belegen halte ich für echt gestempelt. Oder kommen Deine gezeigten Falschstempel nur für Inflamarken oder Marken von Altdeutschland in Frage?

Beste Grüße
Stephan
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 10:39:38 Gelesen: 9450# 23 @  
@ Stephan Sanetra [#22]

Hallo Stephan,

für die von Dir gegebenen Beispiele hinsichtlich Merkmalen von Falschstempeln kämen meines Erachtens auch die auf diesen Abbildungen gezeigten Stempel in Frage:

Sie kommen nicht auf die von Dir gezeigten Stempel in Frage. Vergleiche einmal die Einfärbung und die "Ausbeulungen".

Die "Ausbeulungen" (Würstchen) ergeben sich bei den Imitaten, weil der Stempelkreis unrund ist. Bei Deinen echten Stempelabschlägen ist es Stempelfarbe, die über den Qutschrand drückt.

MfG
Markus
 
LK Am: 08.05.2017 11:11:25 Gelesen: 9424# 24 @  
@ Max78 [#20]

Andererseits würde ich als Fälscher dat Ding in die Mitte platzieren (ausser ich müsste was verbergen). Zudem hält sich bei dieser Marke der postfrische und gestempelte Wert die Waage. Aufdruckfälschungen könnten bei diesen Marken das viel grössere Übel sein.

mit Grüßen Max


Hallo Max,

postfrisch ** 240 Euro, gestempelt 250 Euro

ungebraucht * mit Falz 65 Euro

ohne Gummi (*) Platzhalter mit geringem Wert, deshalb wird ja soviel nachgummiert bzw. falsch gestempelt.

Mit * oder (*) lässt sich kein Geld verdienen.

Beste Grüße

LK
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 11:15:03 Gelesen: 9421# 25 @  
@ Markus Pichl [#23]

Hallo Markus,

vielen Dank für Deine prompte Antwort. Das muss ich mir noch genauer anschauen.

Beste Grüße
Stephan
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 11:53:46 Gelesen: 9393# 26 @  
@ Stephan Sanetra [#25]

Hallo Stephan,

die oben beschriebenen Merkmale in ihrer Gesamtheit, gelten für die beiden Falschstempel "BERLIN * 58 h" und den auf der 25 Pfg-Marke aus besagtem Angebot.

Das Auktionshaus Felzmann hat eine sehr interessante Seite eingerichtet, auf der Abdrucke von verschiedenen Falschstempeln inkl. der Imitate selbst zu sehen sind. Dabei solche aus Aluminium, Zink und Vollplastik. Da kann man einen guten Eindruck gewinnen.

https://www.felzmann.de/sammlerschutz.aspx

Ist im Imitat ein Fehler vorhanden, z.B. ist eine Type (sprich Buchstabe, Ziffer oder Symbol) im Imitat nicht vollständig, dann wird dieser Fehler in einem jeden Abdruck von diesem Imitat zu ersehen sein.

Optimal ist es natürlich, wenn man echten und falschen Stempel nebeneinander zeigen kann. Dies gelingt mir aber nicht bei allen deutschen Stempeln A wie Altdeutschland bis Z wie Zeppelinpost (das Sammelgebiet ist bei mir dafür zu groß, smile)

Hier ein falscher Stempelabdruck Kreibrückenstempel "SULZBACH * (SAAR) b"



Und hier im Vergleich ein Abschlag von einem echten Stempelgerät Kreisgitterstempel "SULZBACH * (SAAR) b"



Aber selbst wenn der Falschstempel in schwarzer Stempelfarbe aufgedruckt wäre, würden die beiden nachstehenden Teile im Vergleich ausreichen, um zwischen einem echten und einen falschen Stempelgerät zu unterscheiden.



Werde hierzu später noch weiter ausführen. Aber es kann sich ja jeder einmal zwischenzeitlich einen Gedanken machen, warum dies schon im Vergleich ausreichend wäre.

MfG
Markus

P.S. Einen Kreisbrückenstempel "SULZBACH * (SAAR) b" gab es wohl auch gar nicht, wenn ich das im Stempelhandbuch der ARGE Saar richtig sehe. (smile)
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 14:31:25 Gelesen: 9315# 27 @  
Hallo Markus,

vielen Dank für Deine Ausführungen zu den Falschstempeln. Mein Eindruck ist, dass ein "interessierter Laie", sprich Hobbyphilatelist, diese Falschstempelproblematik nicht ausreichend überblicken kann. Neben eigener Erfahrung, Internetrecherche (z.B. Philaseiten) und persönlichem Austausch mit anderen Sammlern wird ein größerer Teil wohl eine Begutachtung eines Verbandsprüfers erfordern.

Beste Grüße
Stephan
 
LK Am: 08.01.2018 23:17:19 Gelesen: 7954# 28 @  
Hallo zusammen,

mir fallen bei diesem Los http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=291&lo=200953 keine Beweggründe für ein Bietergefecht ein.

1 Mark Stempel falsch

2 Mark Stempel falsch

3 Mark fraglich ( bei Echtheit hätte Herr Schlegel " im Block geprüft hinzugesetzt " )

5 Mark Stempel falsch

Einfach mal einen Katalog und etwas gesunden Verstand bei solchen Losen an den Tag legen.

Die Schwarzaufdrucke wurden im September 1948 ausgegeben und am 31.3.1949 außer Kurs gesetzt.

1. Mark Stempeldatum 6.7.49 ( außer Kurs )

2 Mark Stempeldatum 10.7.4? ist aber egal 48 passt nicht ( noch nicht verausgabt) 49 passt nicht ( außer Kurs )

3 Mark wie erwähnt fraglich

5 Mark Stempeldatum 6.7.49 (außer Kurs )

Herr Schlegel hätte diese Stempel niemals als echt signiert.

Fazit 3 x Stempel und Prüfzeichen falsch, 1 x fraglich.

Mit den Aufdrucken habe ich mich nicht mehr beschäftigt.

Zu dem Bietergefecht fällt mir doch ein Grund ein , kaufen und auf Erfüllung klagen.



Beste Grüße

PS: Das Los ist gemeldet
 
LK Am: 09.01.2018 01:01:18 Gelesen: 7891# 29 @  
Hallo,

und nach dem Frühstück gleich noch ein tolles Los.

Zum Glück noch nicht beboten, aber kommt bestimmt noch.

http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=291&lo=201171

Aufdrucke falsch.

Zur frühen Stunde noch ein Würger.

Der Aufdruck ist alles, nur kein Buchdruck.

Entsprechend sind auch die Prüfzeichen einzuordnen.

Der Hohn ist die Beschreibung:

dennoch ein absoluter Luxus-Satz. Jede Marke ist von Herrn Schlegel signiert bis in die Zähnung





Und so sehen echte Aufdrucke aus.



Beste Grüße
 
wuerttemberger Am: 09.01.2018 08:27:08 Gelesen: 7807# 30 @  
@ LK

Bei vielen Sammlern setzt leider der gesunde Menschenverstand sofort aus, sobald sie auf der Rückseite ein Prüfzeichen sehen. Sie wissen nicht, dass das an einer Marke am einfachsten zu fälschen ist.

Wer bei einer Marke zuerst nach einem Prüfzeichen schaut, hat schon verloren, denn er hat aufgehört, das Stück kritisch zu hinterfragen.

Gruß

wuerttemberger
 
Richard Am: 09.01.2018 08:29:28 Gelesen: 7805# 31 @  
@ LK [#29]

Hallo LK,

bitte sie so freundlich das zweite Los ebenfalls zu melden.

Vielen Dank für Deine Mitarbeit.

Schöne Grüsse, Richard
 
drmoeller_neuss Am: 11.01.2018 20:36:38 Gelesen: 7554# 32 @  
@ wuerttemberger [#30]

Herr Schlegel ist sehr pingelig, und die Werte zu 8 Pfg., 15 Pfg. und 16 Pfg. wären wegen Zahlfehlern erhöht geprüft worden. Oder die Zähne sind erst nach der Prüfung abgefallen. :(

Wer Zweifel am Prüfzeichen hat, sollte erst einmal versuchen, den Prüfer zu kontaktieren.

Bei einem Rotaufdrucksatz oder Schwarzaufdrucksatz in guter Qualität lohnt sich immer ein Attest, selbst wenn die Ware schon einmal geprüft wurde, da der Käufer für attestierte Ware einen höheren Preis bewilligt, der die Attestkosten wieder wett macht.

Bei Durchschnittsqualität kann es leider passieren, dass man die Prüfkosten nicht hereinholt.
 
LK Am: 26.01.2018 00:56:50 Gelesen: 7117# 33 @  
@ Redaktion
@ alle

und besonders an Silbergoldfisch aus Rheinfelden, bei Philaseiten besser als Philatelist bekannt.

Der Herr, der sich Philatelist nennt, verkauft bei ricardo.ch Briefmarken, die bei der PPA wegen Aufdruck- und Prüfzeichenfälschungen gelöscht wurden.

Bitte [#29] beachten !

Ihr Pech, dass ich Nachts nicht schlafen kann.

http://www.ricardo.ch/kaufen/briefmarken/deutschland/brd/berlin-west-1948-mi-nr-1-20/v/an966570944/ bei Philaseiten gelöscht aufgrund Meldung und in [#29] schon gezeigt.



http://www.ricardo.ch/kaufen/briefmarken/deutschland/brd/berlin-west-1948-mi-nr-19/v/an966572522/ bei Philaseiten gelöscht aufgrund Meldung Aufdruck und Prüfzeichen falsch.



http://www.ricardo.ch/online-shop/silbergoldfisch/?SellerNickName=Silbergoldfisch&SeeComments=True

Und damit nichts verloren geht, habe ich alles abgespeichert und gesichert.

Weil es so schön ist nochmals die Bilder, und den blumigen Text für diesen Schrott.

Postfrische Gesamt-Ausgabe, jeder einzelne wert bestens signiert (siehe Scan). TOPP-SATZ mit einem Michel Katalogwert von z.Zt. 340,00 EURO, Start ab 34,00 CHF



Postfrischer Einzelwert, bestens signiert (siehe Scan). TOPP-Marke mit einem Michel Katalogwert von z.Zt. 70,00 EURO, Start ab 10,00 CHF



Sorgen Sie sich nicht, die gestempelten Marken Berlin 17 - 20 finde ich auch noch bei ebay. Delcampe oder ricardo.ch

Man sollte halt nicht seine anderen Verkaufsplattformen preisgeben. "Pech gehabt, oder besser erwischt".

So etwas anzubieten, obwohl feststeht, dass es Fälschungen sind, betrachte ich als bodenlose Dreistigkeit.

Von der Redaktion erwarte ich Maßnahmen.

Beste Grüße

LK

Redaktioneller Hinweis: Die Bilder der Ausktionsbeschreibungen aus Ricardo haben wir redaktionell eingefügt
 
filunski Am: 26.01.2018 10:40:33 Gelesen: 6987# 34 @  
@ LK [#33]

Hallo LK,

meine ehrlich gemeinte Hochachtung für deine Aufmerksamkeit, die vielen Philatelisten leider fehlt, wenn sie vermeintliche "Schnäppchen" entdecken. :-(

"So etwas anzubieten, obwohl feststeht, dass es Fälschungen sind, betrachte ich als bodenlose Dreistigkeit."

Ich würde es sogar als vorsätzlichen Betrug einstufen, der Anbieter weiß ja, dass es sich um Fälschungen handelt. Aber dem beugt er ja hinterhältig vor indem er seinen Schund nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz anbietet und seine Ware unter der Rubrik "Briefmarken - Replica" einstellt. Dazu aber in seiner "vieldeutig-blumigen" Beschreibung kein Wort verliert.

Auf den Philaseiten und der PPA würde ich als Forenbetreiber diesem Zeitgenossen "Hausverbot" erteilen.

Viele Grüße,
Peter
 
Richard Am: 26.01.2018 10:42:46 Gelesen: 6981# 35 @  
@ LK [#33]

So etwas anzubieten, obwohl feststeht, dass es Fälschungen sind, betrachte ich als bodenlose Dreistigkeit.

Hallo LK,

dem kann ich nur zustimmen. Zunächst gehe ich erst einmal von der Unschuldsvermutung aus, doch wenn Lose in der PPA durch einen Prüfer entfernt werden, um dann auf anderen Handelsplattformen angeboten zu werden, dann sieht das schon nach Vorsatz aus.

Dem Anbieter hatte ich vor einigen Tagen per Mail angeboten, die drei betreffenden Lose an Hans-Dieter oder Andreas Schlegel zu senden und ihm die Zusage gemacht, die kompletten Prüfkosten zu übernehmen, falls die Marken als echt und einwandfrei für Aufdruck, Stempel und Prüfzeichen geprüft werden. Eine Antwort habe ich nicht erhalten.

Wir haben den Anbieter heute in der PPA für neu einzustellende Lose gesperrt. Hier im Forum darf er sich gerne zu den Gründen seines erneuten Angebots der Fälschungen auf Ricardo äussern.

Vielen Dank an LK und die anderen Fälschungsmelder, die gemeinsam versuchen, die Angebote der PPA von Fälschungen aller Art, aber auch von Irreführungen wie falsch genannten Katalogpreisen frei zu halten, sowie an Lars, der für die gründliche Prüfung der Meldungen und deren Entfernung sorgt.

Schöne Grüsse, Richard
 
Heinz 7 Am: 26.01.2018 17:39:07 Gelesen: 6852# 36 @  
@ Markus Pichl [#1]

Dieses Thema ist brisant, aber sehr nützlich!

Ich weise darauf hin, dass auch im Thema: "Rumänien: Marken echt oder falsch?" mit zur Zeit 142 Beiträgen einige Fälschungen dokumentiert sind.

@ Heinz 7 - 11.03.2017 17:45:47

Ich werde Fälschungen (oder Fragen dazu) zum Gebiet Rumänien weiterhin im spezifischen Thema "Rumänien: Marken echt oder falsch?" besprechen, damit es übersichtlich bleibt. Oder wünscht Richard, dass es (auch?) unter DIESEM Thema aufgelistet wird?

Schöne Grüsse
Heinz
 
Richard Am: 26.01.2018 17:54:56 Gelesen: 6830# 37 @  
@ Heinz 7 [#36]

Hallo Heinz,

dieses Thema ist, wie aus der Überschrift ersichtlich, ausschliesslich für Fälschungen in der PPA Philaseiten Auktion bestimmt (insbesondere Marken, Aufdrucke, Stempel, Prüfzeichen) und soll nicht verwässert werden.

Schöne Grüsse, Richard
 
LK Am: 07.11.2019 21:05:46 Gelesen: 1315# 38 @  
Aus gegebenem Anlaß:

Los https://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=347&lo=274093

Deutsches Reich Dienstmarken Mi 166 - 177

In diesem Zustand hat der Satz einen Mi Wert von 0 Euro und nicht 672.- , und kann in jedem Groschenbuch gefunden werden.

Wer Lesen kann ist klar im Vorteil.

Der Mi Preis für gebrauchte Marken über 20 Euro gilt nur für BPP geprüfte Stücke.

Der Fragesteller zu diesem Satz hat natürlich Recht.

Am 07.11.19 13:40:51 von evoVI

Guten Tag,

ist der angebotene Satz geprüft? Ich halte die meisten Stempel als nicht prüfbar und die ungebrauchte 169 ist sicher keine "c".
Übrigens gilt der Katalogwert für gebrauchte Marken über 20 Euro nur für geprüfte Stücke!


Die Antwort des Verkäufers ist lächerlich.

Am 07.11.19 18:32:37 von Lohengrin

Hallo Ralf,

die Marken sind ungeprüft, ansonsten würde sich auch ein anderer Preis ergeben. Die Aussage mit der 20.- E-Grenze pro Marke kenne ich auch; das würde bei 12 Marken insgesamt 240.- E ergeben.
Gruß L


Eine Mi 177 ist in echt gebrauchtem Zustand, wenn Ort und Datum lesbar ist eine Rarität und erzielt attestiert meist über Katalogwert.

Wenn sie mal angeboten wird.

Und nur für diese zeitgerecht gestempelten Marken bei denen Ort und Datum lesbar sind gilt der Katalogwert.

Selbst eine BPP Prüfung mit Zettel Stempel nicht prüfbar macht die Marke nicht Werthaltiger als 0 Euro.

Hier noch das Bild, bevor das Los verschwindet:



Beste Grüße
 
Graf Zack Am: 27.12.2019 23:29:21 Gelesen: 703# 39 @  
In der aktuellen Auktion wird eine gestempelte Dienstmarke Deutsches Reich Mi.Nr. 65 als geprüft angeboten.

Leider wurde wohl nie eine Dienstmarke Mi.Nr. 65 von Peschl mit diesem Stempel (Halle 1 v) und Datum geprüft und registriert.

Daher wohl eine Stempel- und Prüfzeichenfälschung.

Dafür bietet der Anbieter (mir) bei Erwerb eine Nachprüfung an.

https://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=350&lo=277067
 
erron Am: 28.12.2019 15:18:47 Gelesen: 620# 40 @  
@ Graf Zack [#39]

Wo ist das Problem?

Diese Abstempelung mit dem Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten von HALLE / * (SAALE) 1 v, 9.11.22 11-12 V auf der Dienstmarke Nr D 65 ist echt und zeitgerecht.



Ebenso ist das Infla-Kreiszeichen von Eduard Peschl echt (beachte seine Geheimzeichen: im "E" von BERLIN, der untere waagerechte Strich des "E" ist etwas länger, der linke und rechte "H" Strich von ECHT laufen oben etwas schräg auseinander). Seine Signatur ist auch echt.

mfg

erron
 
Graf Zack Am: 28.12.2019 16:48:57 Gelesen: 571# 41 @  
@ erron [#40]

Das Problem sah ich darin, dass die Marke nach Infla-Literatur nicht registiert scheint.

Kann natürlich auch sein, dass das Infla Handbuch zur Dienstmarke Mi Nr. 65 lückenhaft ist, hatte ich aber eher nicht erwartet.

MfG
 
erron Am: 28.12.2019 20:43:49 Gelesen: 501# 42 @  
@ Graf Zack [#41]

Das Buch aus der Infla-Bücherei vom Autor Günher Wirth (Band 50) erschien im Jahre 2001. Günther Wirth hatte in seinem Buch damals 65 Belege beschrieben und viele lose Marken aufgeführt.

Mittlerweile sind von Günher Wirth in den Infla-Berlin Berichten weitere Belege mit dieser Dienst Nr 65 bekannt.

Nach dem Stand von 2008 (Infla Berichte Folge 229) sind es jetzt 84 Belege und ein loses Fragment. Weitere Belege werden wohl noch folgen.

In meinen Notizen z. Bsp. gibt es von Halle eine MeF mit einem sehr frühen Stempelabschlag vom 18.11.1921. Leider hatte ich davon keinen Scann gemacht.

Auch lose geprüfte Marken aus den verschiedensten OPD-Bezirken die er zum damaligen Zeitpunkt nicht aufgeführt hat, gibt es mittlerweile zuhauf.

mfg

erron
 
Lars Boettger Am: 29.12.2019 19:36:50 Gelesen: 413# 43 @  
@ Graf Zack [#39]

Erst einmal herzlichen Dank für Deine Meldung!

Ich habe mir die Marke angesehen und besitze ebenfalls den Infla-Band Nr. 13 und den Infla-Band Nr. 50. Diesen sollte übrigens JEDER besitzen, der sich auch nur entfernt für das Sammelgebiet Infla interessiert. Mir ging es ähnlich wie erron [#42], ich konnte mit Sicherheit weder einen falschen Stempel noch ein falsches Prüfzeichen feststellen.

Einen BPP-Prüfer für die Inflationszeit habe ich kontaktiert, auch er sagt, dass auf den ersten Blick nichts verdächtiges erkennbar ist. Aber - und das kann ich nur unterstreichen - er hat die Marke nicht im Original vorliegen und von daher würde er zu einer erneuten Prüfung raten.

Beste Grüße!

Lars
 

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