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Thema: (?) (96) Altdeutschland Württemberg: Schöne Belege
Das Thema hat 109 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 29.09.2018 21:09:51 Gelesen: 4101# 85 @  
@ 10Parale [#84]

Hallo 10Parale,

Eßlingen ist richtig, aber warum ist der Schein selten?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 29.09.2018 22:37:17 Gelesen: 4092# 86 @  
@ bayern klassisch [#85]

Den Papierfraß-Flecken rechts unten hat nicht jeder Schein. :o))

hajo22
 
bayern klassisch Am: 30.09.2018 09:12:48 Gelesen: 4083# 87 @  
@ hajo22 [#86]

Jetzt verstehe ich. :-)
 
hajo22 Am: 30.09.2018 09:49:28 Gelesen: 4072# 88 @  
@ bayern klassisch [#87]

Aber außer lästern, kann ich auch noch einen originellen Brief zeigen. Bestimmt keine Seltenheit, aber sonst ganz niedlich und stammt nicht vom Flohmark.

Portorichtiger 10 Pf. Ortsbrief Heidenheim a.d.Brenz vom 6.9.1919 mit 5x2 Pf. frankiert. Man findet die Marke im Michel-Deutschland-Katalog unter Nr. 257, Württemberg-Dienstmarken-Republik/Volksstaat.



hajo22
 
10Parale Am: 30.09.2018 18:27:33 Gelesen: 4037# 89 @  
@ hajo22 [#86]

Schön, dass Sie lästern, ist doch tatsächlich Papierfrass. Das ist ja wissenschaftlich belegbar. Der Schein wird nicht selten sein, da hat bayern klassisch wohl auch recht.

Na der Winter kommt, und hoffentlich trotz Klimawandel ein paar kalte Tage, also ab damit in den Ofen.

Liebe Grüße

10Parale
 
hajo22 Am: 01.10.2018 12:28:49 Gelesen: 3999# 90 @  
@ 10Parale [#89]

also ab damit in den Ofen.

Soweit würde ich nicht gehen. Ich habe auch so manchen Brief mit Papierfraß, den ich trotzdem aufgehoben habe.

Litho-Karte mit Ansicht Schloß aus Stuttgart vom 28.2.1901 nach Basel. Da der Absender nur 5 Pf. statt 10 Pf. für eine Karte ins Ausland bezahlte, durfte der Empfänger in Basel 15 Rappen Nachgebühr bezahlen.

Naja, die schöne Karte hat ja sicher entschädigt.



hajo22
 
wuerttemberger Am: 01.10.2018 21:58:52 Gelesen: 3967# 91 @  
@ hajo22 [#88]

Bei dem Beleg gehen alle Alarmglocken an!

1. Die ausgeblockte Uhrzeit ist bei einem Abgangsstempel immer verdächtig
2. Das ist nicht der übliche Aufgabestempel von Heidenheim, der zu der Zeit in Verwendung war
3. Es fehlt das zwingend vorgeschriebene Dienstsiegel
4. Getippte oder gestempelte Adressen wurden oft nachträglich angebracht

Fazit: Einer Prüfung wird der Beleg nicht standhalten.

Ich zeige mal einen Beleg, der nach den 4 oben genannten Kriterien unverdächtig erscheint:



Es handelt sich um einen Brief von Leonberg nach Ditzingen. Zeitgerechter Stempel ohne Auffälligkeiten, Dienstsiegel vorhanden und mit handgeschriebener Adresse. Kurioserweise sind aber 3 der 4 Marken ungezähnt. Nun könnte man sich vorstellen, dass mal ein Bogen oder mehrere Bögen einer Wertstufe ungezähnt ausgeliefert wurden, aber doch nicht 3 verschiedene Wertstufen zur gleichen Zeit.

Und es ist tatsächlich so, dass ein Beamter aus Leonberg einem Beamten in Ditzingen regelmäßig Briefe mit ungezähnten Marken des gesamten Satzes Mi 227-236 zukommen ließ. Der Herr Beamte aus Leonberg hatte sie sich durch persönliche Beziehungen aus der Staatssammlung verschafft. Die Marken wurden also nie regulär so ausgegeben. Sie sind natürlich selten, aber man bekommt für solche Belege nur einen kleinen dreistelligen Betrag.

Wie kommt man an so einen Beleg? Natürlich über die Bucht. Es gibt einen Händler, der früher seine Abbildungen äußerst klein gehalten hatte, um Datenvolumen zu sparen. Die Abbildung war nun so klein, dass man nicht einmal die Zähnung der Marken erkennen konnte. Aber die Schrift auf dem Beleg kam mir sehr bekannt vor, der Aufgabeort Leonberg und die Adresse in Ditzingen waren dann der Beweis, dass dort ungezähnte Marken verwendet wurden. Dass es nun gleich 3 waren hat mich nach Erhalt des Beleges umso mehr gefreut.

Gruß

wuerttemberger

[Redaktionelle Ergänzung: Mi. 227-229, siehe Spezial 2018, Seite 303, dort als Probedrucke bezeichnet und als Briefnotierung nicht ausgewiesen]
 
hajo22 Am: 02.10.2018 15:25:31 Gelesen: 3936# 92 @  
@ wuerttemberger [#91]

Naja, gut beobachtet. Ich bin immer davon ausgegangen, daß diese Dienstmarke hier unerlaubterweise für Privatzwecke verwendet worden ist. Ein Absender ist nicht vorhanden. Eine nachträgliche Beschriftung möglich. Zum Stempel kann ich nichts sagen. Die Marken sind ja - auch auf Brief - nahezu wertlos.

Vor Jahrzehnten habe ich auf Auktionen gelegentlich gemischte Brieflots gekauft, wenn auch nur 1 Brief für mich von Interesse dabei war. Der "Rest" landete dann in einem Karton. Briefsammler verstehen mich sicher. Der gezeigte Brief stammt aus so einem Lot.

Hier ein weiterer nahezu wertloser Brief mit 2x5 Pf. (Nr.185). Diesmal mit Amtsstempel und m.M. nach völlig überflüssiger Infla-Prüfung. Lohnt auch eigentlich nicht mal den scan.



hajo22
 
hajo22 Am: 02.10.2018 18:02:25 Gelesen: 3923# 93 @  
@ wuerttemberger [#91]

Auf Brief eine mittlere Rarität. Chapeau.

Hier ein kleines Faltbrieflein (9 x 5,5 cm) aus dem Jahr 1861. Erstaunlich, daß auf der Rückseite 3 Stempel paßten.



hajo22
 
Manne Am: 03.10.2018 13:52:10 Gelesen: 3921# 94 @  
Hallo,

ein eingeschriebener Brief aus Schwenningen nach Zürich vom 05.05.1894, Ankunftstempel Zürich vom 05.05.1894.

Gruß
Manne



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz: Eingehende Briefe"]
 
hajo22 Am: 04.10.2018 13:13:58 Gelesen: 3878# 95 @  
Firmen-Einschreibbrief von 1901 aus Wangen nach Stuttgart (Rückseite Ankunftsstempel) frankiert mit 40 Pf. (Nr.62).

Unscheinbar, aber gut.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 21.12.2018 10:45:16 Gelesen: 2003# 96 @  
Liebe Freunde,

aus dem Jahr 1810 stammt wohl dieser Brief aus Esslingen (Württemberg) nach Ulm (Bayern) "An die Registratur des Königlichen Gerichtshofs für den Donau - Kreise Ulm", der mit dem 2. Rayonstempel Esslingens bedruckt wurde.



Siegelseitig finden sich 12 Kreuzer Franko, die allein der württembergischen Postkasse gehörten, weil Bayern hier nichts kassiert hatte (die Kutsche fuhr bis Ulm hinein, das ja erst später wieder wüttembergisch wurde).

Warum der Brief eine Manualnummer "1" erhielt, entzieht sich aber meiner Kenntnis. Als K.D.S. hätte er m. W. portofrei sein sollen und ich erhoffe mir von einem Württembergkenner hier etwas Hilfe.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 21.12.2018 10:49:51 Gelesen: 2002# 97 @  
Liebe Freunde,

nur Beifang - aber lt. Feuser immerhin mit 500 DM bewertet damals:



Brief aus ALDORF R. 3., richtig: Altdorf in Württemberg im Donaukreis, für 2 Kreuzer nach Aulendorf, mit Boten auf 3 Kreuzer erhöht. Ein perfekter Blindabschlag - eigentlich sollte der Stempel wohl rot werden. Lt. Präsentationsvermerk am 2.11.1808 dort angekommen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 21.12.2018 10:53:05 Gelesen: 1999# 98 @  
Liebe Freunde,

nur Beifang: Aufgabe bei mir nicht lesbarer Postexpedition in Württemberg nach Göppingen. Dort angekommen am 2.4.1822 und umadressiert nach Geißlingen, so dass aus 2 Kreuzern nunmehr 3 Kreuzer wurden.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 21.12.2018 10:55:25 Gelesen: 1998# 99 @  
Liebe Freunde,

Königliche Dienst Sache aus Künzelsau mit dem 1. Rayonstempel von dort nach Oehringen für 2 Kreuzer vom 6.4.1818.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 22.12.2018 15:23:35 Gelesen: 1961# 100 @  
Liebe Sammelfreunde,

aus dem Jahre 1865



ging es von Ludwigshafen nach Magdeburg.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 22.12.2018 15:35:12 Gelesen: 1960# 101 @  
@ Magdeburger [#100]

Lieber Magdeburger,

sehr schön!

Stiller Transit durch Bayern (ostwärts) und dann nach Norden Richtung Magdeburg.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 24.12.2018 17:21:20 Gelesen: 1926# 102 @  
Liebe Sammelfreunde,

nochmals geht's nach Magdeburg



Fast ein Silvesterbrief aus dem Jahre 1852.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 24.12.2018 19:06:23 Gelesen: 1918# 103 @  
@ Magdeburger [#102]

Ein wirklich hochattraktiver Brief, mein lieber Magdeburger, da ich diese Erstausgabe von Württemberg liebe und viele Briefe dieser Art nach Magdeburg wird es sicher nicht geben. Ein Traumstück!

Leitung über Bayern im geschlossenen Transit - schade, dass man keine bayerischen Bahnpoststempel entdecken kann, dann wäre er noch attraktiver.

Frohes Fest und liebe Grüsse,
Ralph
 
olli0816 Am: 26.12.2018 17:12:55 Gelesen: 1875# 104 @  
Hallo zusammen,

auch hier möchte ich einen Brief zeigen. Es ist ein Brief von Ulm nach Aach mit einer 8a verschickt am 23. Oktober 1857. Auf der Rückseite sieht man, das der Brief am 24.8. angekommen ist.



Grüße
Oliver
 
wuerttemberger Am: 27.12.2018 12:48:51 Gelesen: 1837# 105 @  
@ Oliver [#104]

Sehr schönes und breitrandiges Stück mit attraktiver Entwertung. Der Oktober 1857 ist der Ausgabemonat der 2. Ausgabe.

Gruß

wuerttemberger
 
olli0816 Am: 01.01.2019 11:45:15 Gelesen: 1679# 106 @  
Hallo,

heute möchte ich zwei Briefe mit der Ausgabe von 1869/73 zeigen. Auf Briefen mag ich diese Ausgabe inzwischen sehr gerne und besitze einige Briefe davon. Beide Briefe sind keine Highlights, aber man bekommt sie auch nicht an jeder Ecke.

Der erste wurde von Friedrich Vetter aus Ludwigsburg am 17.1.1873 nach Neapel gesendet. Bemerkenswert finde ich, dass nur der Name, aber keine Adresse aufgeführt ist. Der Brief wurde mit 10 Kreuzer frankiert (Michel 38, 39a). Angekommen ist er am 20.1.1873.



Der zweite Brief von der gleichen Ausgabe ging auch nach Italien an einen Herrn Emilio Müller. Ungewöhnliche Kombination, vielleicht hat sich der Emil umbenannt, wer weiß? Losgeschickt würde der Brief von Stuttgart am 18.7.1874 und in Turin war er am 20.7. Emilio hatte den Brief an dem Tag in Händen gehabt, er hat es auf der Rückseite signiert.



Grüße Oliver
 
bayern klassisch Am: 01.01.2019 12:06:58 Gelesen: 1672# 107 @  
@ olli0816 [#106]

Hallo Oliver,

2 nette Briefe und die Destination Italien ist ja immer schön zu sehen.

Die Postler damals hatten auch in großen Städten wie Neapel, oder Turin, wie bei deinen Briefen, i. d. R. keine Probleme mit der Zustellung der Briefe, weil man wusste, wer wem schrieb. Die Masse der Menschen bekam eh kaum Post und in Neapel Post aus Deutschland nur wenige Menschen bzw. Firmen. Wenn dann noch Vor- und Nachname passten, hatte man den richtigen Empfänger schon zugeordnet.

Sollte es wider Erwarten mehrere Personen (oder Firmen, wie in Köln "Farina") gegeben haben, kannte man oft sogar anhand der Absendeorte oder der Absender selbst den richtigen Empfänger und selbst im "worst case scenario" ließ man den Briefträger einfach vor Ort erfragen, ob das ein Brief für den richtigen XY sein könnte und man Post daher erwartete, oder nicht und wenn der 1. potentielle Empfänger verneinte, brachte man den Brief dem 2. potentiellen Empfänger und wenn es der nicht war, dann war es halt der 3.

Die Mühewaltung damals ist eine Tatsache, die heute bei unserer Servicewüste kaum zu begreifen ist - aber die Bediensteten wurde damals, hier und in Italien, wohl auch nicht zugeworfen mit Aufgaben, mit denen die Post historisch gar nichts zu tun hatte, wie dem Verteilen von Werbung usw.. Und wenn man ein schlecht beschriftetes Briefchen dem richtigen Adressaten zutragen konnte, weil man gelehrig und fleißig war, dürfte auch ein bischen was hängen geblieben sein - entweder auf die Hand, oder in die Kehle und so schlecht finde ich das gar nicht.

Liebe Grüsse,
Ralph (der sich freuen würde, noch mehr Briefe von dir zu diesem, oder anderen klassischen Themenbereichen sehen zu dürfen)
 
Manne Am: 21.01.2019 18:19:36 Gelesen: 1181# 108 @  
Hallo,

ein Faltbrief mit Inhalt, Größe 8x9 cm, von Schwenningen vom 15.11.1868 der nach Villingen lief, Ankunftstempel 15.Nov. Aufgefaltet hat er die Größe von DIN A3. Was für eine Papierverschwendung für die damalige Zeit und das wenig Geschriebene. Frankiert wurde der Brief mit einer 3 Kreuzer Marke, Michel 31a.

Gruß
Manne






 
Magdeburger Am: 02.02.2019 14:20:58 Gelesen: 851# 109 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein weiterer, jedoch nicht so traumhaft schön:



Am 03.06.1861 in Stuttgart aufgegeben ging es innerhalb eines Tages nach Magdeburg. Die 9-Kreuzer reichten selbstverständlich für den einfachen Brief - jedoch wurde eine Schere genutzt, diese aus dem Bogen zu trennen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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