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Thema: (?) (39/54) Postkrieg: Schwärzungen und Gegenstempel
Das Thema hat 57 Beiträge:
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Marcel Am: 29.08.2013 23:09:41 Gelesen: 23992# 33 @  
Hallo,

ich habe hier eine Karte aus Stötten am Auerberg vom 19.10.1953 die eine geschwärzte Mi-Nr.165 Bund zeigt, so wie es Harald Zierock [#1] schon als Ausschnitt zeigt.

@ Pete [#2]

Du schreibst das Sendungen mit diesem Markenmotiv von der DDR nicht anerkannt und zurückgesendet wurden. Diese scheint jedenfalls das Ziel erreicht zu haben trotz Schwärzung - lediglich das mit Rot geschriebene könnte noch Licht ins Dunkle bringen (.....30.10.)! Ich kann dieses Kürzel leider nicht lesen.





schöne Grüße
Marcel
 
Mondorff Am: 29.08.2013 23:37:36 Gelesen: 23977# 34 @  
@ Marcel [#33]

Brief 30.X.

Gruß
DiDi
 
Marcel Am: 29.08.2013 23:42:32 Gelesen: 23973# 35 @  
@ Mondorff [#34]

Danke DiDi - ich hatte sonstwas gelesen nur nicht Brief !

schöne Grüße
Marcel
 
Marcel Am: 10.09.2013 20:41:51 Gelesen: 23804# 36 @  
Postkrieg 1965-67

Die am 28. Juli 1965 vom Bund ausgegebene Marke "20 Jahre Vertreibung" (Mi-Nr.479) war Anlass eines Postkrieges zwischen der Bundesrepublik und den Ostblockstaaten.

Hier ein kurzer Beitrag über diese Marke und dessen Behandlungen. Alle gezeigten Briefe haben den selben Empfänger und Absender.

Aufgegeben am 03.03.1967 in Stade über Dresden nach Langebrück in Sachsen - Schwärzung



aufgegeben am 11.06.1967 - übermalt



Und hier noch 2 Beispiele das auch die DDR-Postler durchaus ein Einsehen hatten.

aufgegeben am 27.04.1967 - unbehandelt



aufgegeben am 16.06.1967 in Stade über Bebra, Dresden nach Langebrück in Sachsen - unbehandelt



schöne Grüße
Marcel
 
hajo22 Am: 01.02.2014 00:41:26 Gelesen: 22605# 37 @  
Zu später (früher) Stunde noch ein Westberliner Gegenpropaganda-Stempel der als Zusatzstempel beim PA 11 im Jahre 1961 verwendet wurde:

Hier der Einzeiler in rot (es gibt ihn auch in schwarz): "BERLIN HAUPTSTADT DEUTSCHLANDS" gerichtet gegen den Ostberliner Werbestempel-Text: "Berlin Hauptstadt der DDR" des Maschinen-Stempels vom Ost-PA Berlin N 4, vom 31.8.61.



Der Stempel/das Sammelstück zählt zum Bereich "Postkrieg".

Bis demnächst.
Jochen
 
hajo22 Am: 18.01.2017 11:29:58 Gelesen: 15195# 38 @  
"Not macht erfinderisch" so lautet ein Sprichwort.

Um Nachgebühren und oder Versandbeschränkungen/Rückgaben zu vermeiden, frankierten findige Westberliner 1948/49 ihre Post nach Ostberlin/in die SBZ mit Marken beider Postverwaltungen.

Hier ein Ortsbrief vom 11.8.1949 gestempelt Berlin-Charlottenburg 2 in den Ostsektor Berlins O 34. Frankiert mit 10 Pf. für das Ortsporto Westberlin und 16 Pfg. für den Ortsbrief in Ostberlin.

Die Marken wurden getrennt voneinander verklebt und getrennt entwertet. Im Ostsektor mit Berlin N 4 "nachträglich entwertet".

Man stellt sich die Frage: Warum hat der Westberliner Absender nicht gleich den Brief in einen Briefkasten in Ostberlin eingeworfen? Nun, das kann vielerlei Gründe haben, manchmal war es auch so, daß der Absender den Ostsektor nicht betreten wollte oder konnte. Ich kann mir zumindest ein mulmiges Gefühl vorstellen.

Westliche Spielfilme aus der frühen Nachkriegszeit, wie z.B. "Weg ohne Umkehr" zeigen solche Situationen in Berlin.



Solche "Doppelfrankaturen" sind beliebt und sehr gesucht. Sie erinnern an die Situation 1871/73 in Elsaß-Lothringen als es noch keinen neuen Postvertrag zwischen dem neu entstandenen Deutschen Reich und Frankreich gab, so daß Porto für beide Postverwaltungen separat bezahlt werden mußte.

Ich zeige ein Beispiel (Erläuterungen siehe Attest; Den Begriff "Mischfrankatur" halte ich in diesem Zusammenhang für unglücklich):



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 09.04.2017 13:58:18 Gelesen: 14520# 39 @  
Brief aus Schwerin vom 22.5.1950 frankiert mit 24 Pf. aus der Köpfeserie, adressiert nach Westberlin (Berlin-Steglitz). Der Maschinenwerbestempel-Einsatz wurde in Westberlin erfolgreich geschwärzt.

Ich kann nur vermuten, welchen Stempeleinsatz es getroffen hat: Vielleicht den MaWSt mit Einsatz zum 1. Mai (Großkampftag der Nationalen Front)?

Wer hat eine andere (bessere) Idee oder gar diesen Stempel vom gleichen Tag?



VG, hajo22
 
Totalo-Flauti Am: 31.05.2018 19:18:41 Gelesen: 8787# 40 @  
Liebe Sammlerfreunde,

zum Thema Gegenstempel habe ich einen Beleg vom 12.07.1951 aus Leipzig. Leider handelt es sich um einen Fensterbrief. Das Werbeklischee zu den III. Weltfestspielen 1951 wurde mit einem roten Zweizeiler "... aber nicht / unter kommunistischer Diktatur!" überstempelt. Sind denn Orte bekannt, wo dieser Gegenstempel verwendet wurde?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
dietbeck Am: 31.05.2018 21:28:39 Gelesen: 8718# 41 @  
@ Totalo-Flauti [#40]

Der Gegenstempel wurde nur in Westberlin angebracht.

dietbeck
 
HWS-NRW Am: 31.05.2018 21:43:57 Gelesen: 8706# 42 @  
@ Totalo-Flauti [#40]

Hallo,

es gab den Gegenstempel in verschiedenen Typen, mit 3, 5, 7 und 9 Punkten vor dem Text.





Beim unteren linken Beleg (Rohrpost) war es wohl ein "Durchrutscher", der untere rechte Gegenstempel wird als "gemacht" angesehen, es gab nie einen echt gelaufenen Beleg. Die Gegenstempel wurden seinerzeit bei verschiedenen Stempeltexten bzw. Ganzsachen mit DDR-Parolen aufgestempelt.

mit Sammlergruß
Werner
 
Totalo-Flauti Am: 31.05.2018 21:47:56 Gelesen: 8706# 43 @  
@ dietbeck [#41]
@ HWS-NRW [#42]

Vielen Dank Ihr Zwei für Eure Hilfe.

Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind bei mir 10 Punkte vor dem Text.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
HWS-NRW Am: 31.05.2018 22:34:02 Gelesen: 8686# 44 @  
@ Totalo-Flauti [#43]

Sorry, ich werde "langsam alt", ja es gibt auch 10 Punkte, aber durch die oft undeutlichen Abschläge fehlt ab und zu mal einer.



Hier kann man es aber gut sehen !

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 31.05.2018 23:53:36 Gelesen: 8665# 45 @  
@ HWS-NRW [#42]

Wo ist bei der unteren linken Karte (Ganzsache) denn der Gegenstempel?

hajo22
 
HWS-NRW Am: 01.06.2018 00:46:11 Gelesen: 8650# 46 @  
@ hajo22 [#45]

Hallo hajo22,

genau lesen hilft, habe doch geschrieben, daß es auch "Durchrutscher" (wie bei der Rohrpostkarte) gab.

mit Sammlergruß
Werner
 
dietbeck Am: 01.06.2018 07:32:57 Gelesen: 8608# 47 @  
@ HWS-NRW [#42]

Es gibt 3,5 und 10-Punkte-Stempel, 7 gab es nicht, auf Deiner Karte wurde einfach der Stempel nicht "voll" aufgedruckt, es ist ein 10-Punkte-Stempel.

Der Stempel auf der Karte rechts unten ist höchstwahrscheinlich gemacht, leider nicht mehr eroierbar, wird aber von allen als echt verkauft (auch Auktionshäuser).

Es gibt aber eben Musterbildganzsachen, auf denen die Stempel aufgebracht wurden um zu sehen wie diese wirken. Diese sind natürlich nicht gelaufen. Dazu gibt es auch einen echten "sowjethörig"-Stempel auf Musterbildganzsachen.
 
hajo22 Am: 01.06.2018 08:13:55 Gelesen: 8597# 48 @  
@ HWS-NRW [#46]

"Durchrutscher"? Ich habe noch keinen Rohrpostbeleg mit Gegenstempel gesehen. Bitte zeigen.

hajo22
 
Totalo-Flauti Am: 24.02.2019 22:51:44 Gelesen: 5382# 49 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine Postkarte vom 29.07.1949 aus Leipzig nach Berlin W 30. Die Westberliner Post akzeptierte nur noch die eigenen Ausgaben. Somit musste die Adressatin 8 Pfennig von der Berliner Zonengrenze bis zur Zieladresse nachzahlen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Quincy Am: 26.02.2019 23:24:27 Gelesen: 5318# 50 @  
Brief von Türkisch Zypern nach Dresden, frankiert mit MiNr. TRCY 97 + Zierfeld "Nationale Briefmarkenausstellung zum 100. Todestag von Atatürk" (nicht im Michel verzeichnet), Erstausgabetag (wohl ohne Zierfeld): 19.05.1981

Leider ist der türkisch-zypriotische Stempel nur teilweise lesbar. Datum wahrscheinlich 12.11.1981.

Geschwärzt wurden die Marken wahrscheinlich in der DDR, ebenso wurde dort der Stempel "Illegale Wertzeichen" aufgebracht.

Die postfrischen Marken incl. Zierfeld habe ich zum Vergleich unten links eingeblendet.

Die Adresse habe ich aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht - natürlich nicht auf dem echten Beleg.


 
Quincy Am: 27.02.2019 20:53:37 Gelesen: 5281# 51 @  
Noch eine Besonderheit von der Insel Zypern

Kurz vor dem offenen Ausbruch des Zypernkonflikts 1974 durch den Putsch der Griechen und die Invasion der Türken stiegen bereits die Spannungen zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen. So wurden Frankaturen mit türkischen Sozialmarken von griechisch dominierten Postämtern sukzessive zwar noch akzeptiert, da sie lokal gültig waren, aber nicht mehr postalisch abgestempelt.

Der Michel schreibt zu den unten gezeigten türkisch-zypriotischen Sozialmarken von 1970:

MiNr. I-II hatten nur im lokalen Postverkehr Gültigkeit. Die Wertangabe wurde durch Blütenblätter symbolisiert. Belege mit späterer Verwendung im internationalen Verkehr sind bekannt, es handelt sich dabei um versehentlich durchgeschlüpfte Stücke.

Hier ein Brief innerhalb Nikosia (türkisch: Lefkoşa), laut Stempel vom 08.10.1973. Das griechisch dominierte Postamt stempelte anscheinend nicht die Marken, sondern am Unterrand des Briefes. Die Marken selbst wurden mit einem schwarzen Balken entwertet. Es ist auch möglich, dass er Brief anderswo in Zypern aufgegeben und entwertet wurde, und der Abschlag am Unterrand des Briefes ein Ankunftstempel ist. Außerdem sind noch weitere Varianten denkbar, wer wo den Brief entwertete.



Persönliche Adresse wieder aus Datenschutzgründen digital abgedeckt.

Zackige Grüße
Quincy
 
dietbeck Am: 11.05.2019 14:01:19 Gelesen: 4568# 52 @  
@ Quincy [#51]

Nur mal als Frage. Die Marken werden nicht billig verkauft, ich nehme mal an ein solcher Bedarfsbeleg hat einen dreistelligen Wert ?

Dieter
 
Quincy Am: 11.05.2019 17:53:17 Gelesen: 4547# 53 @  
@ dietbeck [#52]

Hallo Dieter,

das ist eine gute Frage. Ich habe diesen Beleg vor ca. 30 Jahren erstanden. An die Umstände und an den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern. Der Beleg sollte meine Türkisch-Zypern-Sammlung mit sehr viel Specimens (mit Aufdruck "ÖRNEK") aufwerten, die ich einmal als Auktionsbeifang erhielt.

Im Michel 2017/18 stehen die beiden Marken postfrisch mit je 120 € und gestempelt mit je 50 €. Einen Belegpreis gibt es im Michel nicht. Was ein Beleg derzeit wert sein könnte, wäre nur über eine Auktion zu ermitteln. Aber mit dreistellig würdest du mit deiner Schätzung wahrscheinlich nicht schlecht liegen.

Interessant ist noch die Notation im Erdin's Catalogue vom 1981, wovon ich kürzlich eine (sehr schlechte) Fotokopie erhielt. Ich habe einmal die entsprechenden Seiten gescannt und das völlig unkenntliche Bild von Kat.-Nr. 1 und 2 (Mi-Nr. I und II) durch einen Scan aus meiner Sammlung ersetzt. Die Katalogpreise waren damals übrigens in Pfund Sterling notiert - so steht es im Vorwort des Katalogs.





Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Fridolino Am: 29.08.2020 17:25:35 Gelesen: 834# 54 @  
Habe hier eine Postkarte von Halberstadt nach Berlin Lichterfelde (im Westen) vom 14.6.54.

Darauf ist ein blauer Losungsstempel, der teilweise geschwärzt wurde.

Ein Entzifferungsversuch des Stempels ergibt die Fragmente

Deine Entscheidung
zur Volksbefragung
Gib ... gegen EVG

Eine Recherche in der Wikipedia ergab, dass es in der DDR 3 Volksbefragungen gab, die 2. lief vom 27. bis 29.6.54 unter dem Titel "Friedensvertrag oder Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG)?"

Mir ist jetzt weder klar, warum der Stempel dann auf einer Sendung nach Westberlin aufgebracht wurde, noch warum er geschwärzt wurde.

Die EVG sollte ja in Westeuropa gegründet werden, wieso da in der DDR abgestimmt wurde, erschließt sich mir auch nicht ganz.

Vielleicht hat jemand eine Erklärung?



Viele Grüße
Fridolino
 
eifelsammler Am: 05.10.2020 13:19:32 Gelesen: 335# 55 @  
Hallo!

Ich nähere mich einem Thema, von dem ich keine Ahnung habe. Vor kurzem habe ich einen Beleg erhalten, der von Leverkusen nach Leipzig lief. Auf dem schlechten Stempel der linken Marke ist allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Münchner Handstempel. Wenn ich das Fragment richtig erkenne könnte er 1965 oder 1968 gelaufen sein, wobei 1965 ja wahrscheinlicher sein dürfte.



Der Vorbesitzer hat auf der Rückseite vermerkt, dass es sich um die Michelnummer 479 "20 Jahre Vertreibung" handeln soll. Der erkennbare minimale Farbstreifen oben könnte dies bestätigen.



Viele Grüße

Carsten
 
Fridolino Am: 06.10.2020 07:25:24 Gelesen: 301# 56 @  
@ eifelsammler [#55]

Wo ist jetzt das Problem?

Es handelt sich um einen Postkriegsbeleg, die DDR störte sich am Wort "Vertreibung" und benutzte stattdessen "Umsiedlung".
 
eifelsammler Am: 06.10.2020 08:59:42 Gelesen: 286# 57 @  
@ Fridolino [#56]

Guten Morgen!

Du hast vollkommen Recht - es gibt kein Problem.

Der Umstand, dass man ein Problem oder eine Frage haben muss, um etwas zu schreiben war mir nicht bekannt.

Gruß

Carsten
 

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