Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Kongo (Kinshasa): Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 33 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
StefanM Am: 23.05.2017 10:03:44 Gelesen: 7290# 9 @  
@ Baber [#8]

Guter Vorschlag! Auch ich bin manchmal verwirrt. Am besten man stellt im Titel auch den Bezug zu den ehemaligen Kolonien her, also zum Beispiel:

Republik Kongo, Brazzaville (ehemals Französisch Kongo): echt gelaufene Belege
Demokratische Republik Kongo, Kinshasa (ehemals Belgisch Kongo): echt gelaufene Belege

Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege:

Zu Kongo-Brazzaville gehören die Beiträge 1,2,5,10,12,13
Zu Kongo-Kinshasa gehören die Beiträge 3,4,6,8,9,11

Hält sich momentan ja genau die Waage. :)

Gruß
Stefan
 
Baber Am: 23.05.2017 14:33:23 Gelesen: 7273# 10 @  
@ StefanM [#9]

Genau so ist es, wenn man es aufteilen würde.

Gruß
Bernd
 
Richard Am: 03.06.2017 15:47:41 Gelesen: 7162# 11 @  
Wie gewünscht wurde das Thema unterteilt.

Schöne Grüsse, Richard
 
Michael Mallien Am: 05.06.2017 08:37:40 Gelesen: 7108# 12 @  
Von mir heute ein Brief aus Albertville, dem heutigen Kalemie, der Hauptstadt der Provinz Tanganjika. Die Stadt liegt ganz im Osten des Landes am Westufer des Taganjikasees.

Leider sind die Stempel auf dem Brief nicht lesbar. Die verwendeten Marken (MiNrn. 396 und 423) stammen aus dem Jahren 1970/71 und im November des selben Jahres wurde das Land in République du Zaire umbenannt. Es kann daher vermutet werden, dass der Brief 1971 versendet wurde.

Das Mondlandung-Motiv auf der Marke links (MiNr. 396) gehört zu der 5-wertigen Ausgabe Raumschiffbesatzung "Apollo 11" mit ihren Ehefrauen in Kinshasa, ein Ereignis, das es gleich zu Markenehren gebracht hat.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.07.2017 22:36:12 Gelesen: 6885# 13 @  
Heute kann ich zwei weitere Briefe aus Kongo-Kinshasa zeigen.

1. Brief aus dem April 1970, frei gemacht mit der MiNr. 350 zu 10 Makuta. Der Stempel ist leider sehr unsauber.



2. Noch ein Brief aus Kalemie vom selben Versender wie in [#12]. Die Freimachung zu 11 Makuta erfolgte mit 2x MiNr. 316 und der MiNr. 446, die am 24.10.1971 erschien.

Der Stempel datiert auf den 9.12.1971, einem Zeitpunkt, an dem das Land schon in République du Zaire umbenannt worden war (27.10.1971). Allerdings erschienen die ersten Marken mit der neuen Landesbezeichnung erst am 18.12.1971.



Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 12.07.2017 08:03:57 Gelesen: 6872# 14 @  
@ Michael Mallien [#13]

Der Stempel datiert auf den 9.12.1971, einem Zeitpunkt, an dem das Land schon in République du Zaire umbenannt worden war (27.10.1971). Allerdings erschienen die ersten Marken mit der neuen Landesbezeichnung erst am 18.12.1971.

Ein sehr interessanter Beleg zur Dokumentation der Postgeschichte.

Mit Fug und Recht könnte der Beleg also auch beim Thema "Zaire: Echt gelaufene Belege" gepostet werden, denn bis zum 18.12. war eine Frankatur mit Zaire-Marken nicht möglich.
 
Journalist Am: 24.09.2017 09:52:40 Gelesen: 6484# 15 @  
Hallo an alle,

ergänzen möchte ich heute hier eine Einschreibpostsache aus Kinshasa:



Diese Einschreibpostsache wurde mit einem vermutlich erst seit kurzen angeschafften Stempel versehen. Die Vermutung basiert auf der Erfahrung, das Stempel von dort in der Regel nicht so schön, sondern meist schlecht lesbar und ungeputzt eingesetzt werden.



RDC senkrecht dürfte für Republic Democratic Congo stehen, "Kin" für "Kinshasa" und CPX für Centre postal excange.

Viele Grüße Jürgen
 
Pete Am: 26.09.2017 18:04:37 Gelesen: 6449# 16 @  
@ Journalist [#15]

RDC senkrecht dürfte für Republic Democratic Congo stehen, ...

Da vor Ort sicherlich eher französisch als englisch gesprochen wird, nehme ich an, dass sich das Kürzel auf die Bezeichnung "République démocratique du Congo" bezieht. ;-)

Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 06.11.2017 18:52:00 Gelesen: 6182# 17 @  
Brief aus Mompono, einem Ort im nördlichen Teil des Landes, nach Hilversum, Niederlande vom 24.9.1962.

Die Freimachung beträgt 11 Franc mit Marken aus Kongo (Kinshasa): MiNrn. 44, 62 und 39 ganz rechts. Letztere ist eine Überdruckmarke der Belgisch-Kongo-Marke 353. Die zweite Marke von rechts ist die MiNr. 346 aus Belgisch-Kongo.



Es stellt sich die Frage, inwieweit die Marke aus Belgisch-Kongo (ohne Überdruck) noch gültig war. Weiß jemand mehr?

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 21.11.2017 21:57:44 Gelesen: 6062# 18 @  
Brief aus Bukavu, an der Grenze zu Ruanda vom 22.3.1971 nach Frankreich. Die Freimachung mit der MiNr. 315 beträgt 9,60 Makuta.



In Beitrag [#13] ist ein Beleg mit einer Marke des gleichen Motivs zu sehen, der MiNr. 314 zu 2 Makuta.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 29.11.2017 21:43:16 Gelesen: 5967# 19 @  
Heute mal wieder ein Beleg aus der Kolonialzeit. Der Brief vom 20.7.1956 aus Bukavu ging nach Luzern in die Schweiz. Die Freimachung beträgt 10,50 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.12.2017 12:40:31 Gelesen: 5907# 20 @  
Inlandsbriefe aus afrikanischen Ländern sind bei uns selten zu finden. Wie sieht es da erst aus mit Ortsbriefen? Ich würde vermuten, dass sie noch seltener sind.

Ich kann einen innerorts gelaufenen Brief zeigen aus Mbandaka, einer Stadt im Westen des Landes. Leider ist der Stempelabschlag so schlecht, dass ich das Datum nicht identifizieren kann.

Betrachtet man die Angaben des Absenders und des Adressaten, so handelt es sich um den Brief eines Studierenden (étudient) an den Direktor des Lehrinstituts, das mit ENM abgekürzt ist.



Die Freimachung zu 6,60 Makuta erfolgte mit der MiNr. 293, einer Überdruckmarke der MiNr. 192 aus Anlass zur A.U.O.-Konferenz in Kinshasa.



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 04.12.2017 09:39:49 Gelesen: 5886# 21 @  
Ein Brief aus der chaotischen Zeit nach der Unabhängigkeit, als die UNO die Einheit das Landes sichern half, gelaufen 14.4.1961:



Und ein Brief aus der Zeit, als sich der Congo in ZAIRE umbenannt hatte (27.10.1971- April 1997). Präsident Mubutu einmal auf Congo und dann auf Zaire-Dienstmarken. Brief gelaufen 1975 nach Wetzlar:



Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 04.12.2017 22:19:33 Gelesen: 5861# 22 @  
Dieser Brief vom 26.6.1953 ging nach Brüssel, Belgien. Die Freimachung zu insgesamt 2,75 Franc erfolgte mit, zum Zeitpunkt des Versandes schon recht alten Marken, nämlich den MiNrn. 42 und 43 aus dem Jahr 1921 und der MiNr. 139 aus dem Jahr 1931.



Mit Rotstift ist vorderseitig das Datum 18.7.53 vermerkt. Dabei könnte es sich um das Ankunftsdatum in Brüssel handeln.

Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 05.12.2017 08:12:51 Gelesen: 5846# 23 @  
@ Michael Mallien [#22]

Hallo Michael,

kann das Datum nicht auch 18.7.33 heißen?

Gruß
Bernd
 
Markdo Am: 05.12.2017 10:21:41 Gelesen: 5834# 24 @  
@ Baber

Ich denke, 1953 ist korrekt. Die letzten 2 Ziffern mit dem Rötelstift sehen ja jeweils anders aus.
 
Michael Mallien Am: 05.12.2017 22:31:42 Gelesen: 5808# 25 @  
@ Baber [#23]
@ Markdo [#24]

Ich danke euch beiden für das genaue Schauen. Hier habe ich die Stempel zurecht gedreht und vergrößert. Damit würde ich nun auch sagen, dass es wohl eher eine 3 als eine 5 ist.



1933 ist bei den verwendeten Marken viel naheliegender. Da hätte ich auch selbst stutzen können.

Ein Grund mehr Belege auf den Philaseiten zu posten, denn man bekommt die Meinung von Experten zu lesen. Nochmals herzlichen Dank.

Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 30.07.2018 18:30:55 Gelesen: 2239# 26 @  
Neckermann macht's möglich - hieß damals der Werbespruch.

Und so war Neckermann sogar im Kongo bekannt, wie dieser Luftpost-Brief aus 1965 zeigt, frankiert mit 24 Fr:



Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 29.09.2018 20:12:48 Gelesen: 1783# 27 @  
In den Beiträgen [#2] und [#19] sehen wir Belege aus der Kolonialzeit des Landes mit Marken der Dauerserie Blumen. Nach der Unabhängigkeit des Landes am 30.6.1960 wurden Marken dieser Ausgabe mit dem Aufdruck CONGO versehen und verwendet (MiNrn. 11-28). Bernd hat uns in Beitrag [#26] einen Beleg mit Marken der Aufdruckserie gezeigt.

Dieser Brief aus Albertville, dem heutigen Kalemi, ging kurz nach Erreichen der Unabhängigkeit, nämlich am 10.8.1960 auf die Reise nach Bern, Schweiz. Die Frankatur erfolgte mit der Aufdruckmarke zu 8 Franc (MiNr. 24).



Hier noch einmal der Stempel ALBERTVILLE-1 / H / 10-8-60 10 / ALBERTSTAD-1 und die Marke vergrößert:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 21.11.2018 20:28:27 Gelesen: 1100# 28 @  
@ Baber [#21]

Einen vergleichbar bunt frankierten Brief aus Leopoldville kann ich zeigen. Er ging allerdings erst knapp 3 Jahre später auf die Reise nach Malmö, Schweden, nämlich am 21.3.1963. Die Frankatur summiert sich auf 30 Franc.



Die Stempel tragen nunmehr die niederländische Bezeichnung LEOPOLDSTAD, anstelle von LEOPOLDVILLE.

Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 22.11.2018 09:41:58 Gelesen: 1088# 29 @  
@ Michael Mallien [#17]

Nach dem Michelkatalog (2014) war die Marke von Belgisch-Kongo nicht mehr gültig. Für die Markenserie steht dort Gültig bis 31.7.1960.

Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 27.11.2018 20:33:32 Gelesen: 1015# 30 @  
@ StefanM [#29]

Hallo Stefan,

herzlichen Dank fürs Nachschlagen!

Ich kann heute einen Beleg vom Ende der 1940er Jahre, also aus Belgisch-Kongo zeigen. Der Absender schrieb aus Elisabethville, dem heutigen Lubumbashi. Auf dem Poststempel lese ich LULU(A)B..., finde aber keinen passenden Ort dazu.

Der Brief ging nach Lincoln, Delaware, USA. Die Frankatur der Drucksache beträgt 70 Centimes.



Viele Grüße
Michael
 
Pete Am: 27.11.2018 21:27:06 Gelesen: 1008# 31 @  
@ Michael Mallien [#30]

Auf dem Poststempel lese ich LULU(A)B..., finde aber keinen passenden Ort dazu.

Luluabourg? Siehe auch [1].

Gruß
Pete

[1] http://www.congobelge.com/Towns.html
 
Michael Mallien Am: 27.11.2018 22:08:02 Gelesen: 1001# 32 @  
@ Pete [#31]

Hallo Pete,

ja genau, das ist der Ort! Es passen auch alle anderen Fragmente auf dem Stempel.

Herzlichen Dank und Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 25.12.2018 12:58:45 Gelesen: 598# 33 @  
Die Drucksache in Beitrag [#30] ist mit Marken der Serie Eingeborenenkunst aus den Jahren 1947-1950 frei gemacht. Heute kann ich eine weitere Drucksache zeigen aus Mulungwishi, Elisabethville vom 15.2.1949 nach Jamestown, New York, USA. Die Freimachung erfolgte mit der 70-Centimes-Marke des gleichen Satzes.



Über den Versender lässt sich einiges im Internet finden [1][2]. Bishop John McKendree Springer starb 90-jährig in Mulungwishi am 2.12.1963 nach einem bewegten Leben als Missionar und Geistlicher.

Schön finde ich auch die Afrikakarte auf dem Umschlag. Ob es sich bei den Orten auf der Karte um die Missionen der Methodistenkirche handelt, habe ich nicht nachgeprüft.



Viele Grüße
Michael

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/John_McKendree_Springer
[2] http://methodistmission200.org/springer-bishop-john-mckendree-1873-1963/
 

Das Thema hat 33 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.