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Thema: (?) (8/11) Luxemburg: Belege echt gelaufen (ab 1945)
Cantus Am: 04.06.2017 04:04:18 Gelesen: 3119# 1 @  
Der folgende Brief wurde am 14.4.1987 von Luxembourg nach Brüssel befördert. Frankiert mit Mi. 1161 wurde der Brief mit einem Maschinenwerbestempel versehen, der zur Woche des Luxemburgischen Roten Kreuzes in Betrieb genommen worden war.



Viele Grüße
Ingo
 
Michael Mallien Am: 04.06.2017 07:48:46 Gelesen: 3106# 2 @  
Hallo Ingo,

aus Luxemburg kann ich ein Einschreiben mit Freistempel beisteuern. Der Beleg ging am 9.10.1995 aus Diekirch nach Hamburg. Das Porto betrug 95 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 04.06.2017 13:09:38 Gelesen: 3082# 3 @  
Hallo Micheal

bitte entschuldige die Richtigstellung, aber:

Aufgeklebt ist ein sog. Schalterwertzeichen - kein Absenderfreistempel.

Das FRAMA-Geräte in DIEKIRCH, mit dem dieser Aufkleber gedruckt wurde, war vom November 1986 bis 1994 eingesetzt.

Die Portostufe 96 Fr. beinhaltet das damalige Briefporto
für einen Standardbrief (bis 20g) = 16 Fr.
und den Zuschlag für's Einschreiben = 80 Fr.

Fröhliche Pfingstgrüße
DiDi
 
Michael Mallien Am: 04.06.2017 20:19:55 Gelesen: 3065# 4 @  
@ Mondorff [#3]

Hallo DiDi,

ich danke Dir für die Richtigstellung. Da ich mich in der Philatelie Luxemburgs nicht auskenne war ich schon ganz froh, dass ich das Label nicht als ATM gemeint erkannt zu haben. ;)

Danke auch für die Detaillierung der Portostufe. Mit diesem Wissen versuche ich mich gleich an zwei weiteren Belegen, die ich auch noch gefunden habe:

1. Brief aus Luxemburg nach Hamburg vom 13.12.1991, frei gemacht mit einem Schalterwertzeichen zu 14 Franc.



Demnach kam es zwischen Dezember 1991 und Oktober 1995 zu einer Portoerhöhung für den Standardbrief, richtig?

2. Einschreiben, erneut aus Diekirch nach Hamburg vom 17.11.1995. Dieses Mal erfolgte die Freimachung mit Marken und betrug in der Summe 102 Franc. Der Brief ist im A5-Format, weshalb ich konstatiere:

Großbrief (?) = 22 Franc
Einschreiben = 80 Franc



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 04.06.2017 21:05:50 Gelesen: 3051# 5 @  
Salue Michael,

der Kandidat hat 99 Punkte.

Briefsendungen (Briefe und Postkarten) bis 20 Gramm vom 1.1.1991 bis 31.1.1995: 14 Fr.

Standardbrief, über 20 bis 50 Gramm, vom 1.2.1995 bis 31.3.2000: 22 Fr.
Die Zusatzleistung EINSCHREIBEN lag in der gleichen Periode bei 80 Fr.

Die Tarifordnung der PostLuxembourg kennt keine Großbriefe.

Mit besten Grüßen
DiDi
 
10Parale Am: 01.07.2017 16:14:38 Gelesen: 2940# 6 @  
@ Cantus [#1]

Ein waagrechtes Paar der Großherzogin Charlotte Michel Nr. 362 zu je 1 3/4 Fr. ziert dieser Brief vom 23.04.1946 an die Spedition Danzas in Basel.

Die Farbe blau fasziniert mich immer wieder.

Liebe Grüße

10Parale


 
Mondorff Am: 01.07.2017 18:27:10 Gelesen: 2922# 7 @  
Ja - blau ist auch 'ne schöne Farbe.



Paar der Marke zu 1 Fr. (Mi.-Nr. 449) in weinrot auf portogerecht frankiertem Inlandsbrief vom 25.9.1951 ab Esch-sur-Alzette nach Luxemburg-Stadt.

Schönen Gruß
DiDi
 
GSFreak Am: 10.12.2020 10:28:01 Gelesen: 922# 8 @  
Hier ein Einschreibbrief mit Rückschein vom 17.03.2011.

Der große Stempel " AR" (vermutlich Abkürzung für " accusé de réception") wurde der vom Absender oder vom Postamt angebracht?



Beste Grüße
Ulrich
 
volkimal Am: 01.04.2021 15:03:32 Gelesen: 440# 9 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Luxemburg vom 23.7.1976 in die Schweiz:



Kann mir einer von Euch bestätigen, dass der Brief mit 5 Franc portogerecht ist?
Die Schweizer Marken zu 60 Rappen dürften die Gebühr für eine postlagernde Sendung darstellen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Lars Boettger Am: 01.04.2021 19:59:49 Gelesen: 424# 10 @  
@ volkimal [#9]

Hallo Volkmar,

der Brief war m.E. um 1 Franc unterfrankiert. Ab dem 1.1.1976 galt ein Porto von 6 Francs (siehe Taxstempel 1/12).

Beste Grüße!

Lars
 
volkimal Am: 01.04.2021 20:55:56 Gelesen: 417# 11 @  
@ Lars Boettger [#10]

Hallo Lars,

vielen Dank! Das ist schon einmal die erste Information die ich brauche. Allerdings habe ich ein Problem mit dem Taxstempel 1/12:

Nach meinen Informationen galt mit dem Inkrafttreten des Weltpostvertrages von Lausanne 1974, am 01.01.1976 bei den Brüchen folgendes:

Im Zähler steht der einfache Portofehlbetrag (hier 6 Franc – 5 Franc = 1 Franc).
Im Nenner steht das Porto für einen Auslandsbrief (hier 6 Franc).

Wieso lautet der Stempel auf 1/12 und nicht auf 1/6? Es kann eigentlich nicht sein, dass in Luxemburg eine andere Regelung galt. Oder war die Gebühr eines Standardauslandsbriefes 12 Franc und für Post in die Schweiz galt eine ermäßigte Gebühr?

Im Empfängerland (hier also der Schweiz) wurde der Bruch mit der Gebühr eines Auslandsbriefes (nach Schweizer Tarif) multipliziert. Das Ergebnis wurde evtl. noch gerundet und es konnte noch eine fixe Erhebungsgebühr hinzugefügt werden. Diese Regelung galt bis 30.06.1981

In der Schweiz kostete ein Auslandsbrief 90 oder 80 Rappen (für bestimmte CEPT-Länder). Unter Berücksichtigung des Stempels 1/12 müsste man also 1/12*90 = 7,5 Rappen oder 1/12*80 = 6,67 Rappen Nachgebühr zahlen. Die Rundungsregelung der Schweiz und eine evtl. vorhandene fixe Gebühr kenne ich leider nicht. Ob man so auf eine Gebühr von 60 Rappen kommt, weiß ich nicht.

Es ist gut möglich, dass der Brief noch spannender ist. Vermutlich ist es sogar eine Kombination aus Nachgebühr und Postlagergebühr. Herr Topp, der Empfänger des Briefes hatte sich auf die Postlagergebühren spezialisiert und zahlreiche Belege dazu verschickt.

Ich bin gespannt, ob es mit vereinten Kräften gelingt, die Gebühr von 60 Rappen zu entschlüsseln.

Viele Grüße
Volkmar
 
zockerpeppi Am: 01.04.2021 21:37:50 Gelesen: 401# 12 @  
@ Lars Boettger [#10]

Wie kommst du auf 6 Franc? Galt für die Schweiz nicht der UPU Tarif vom 1.1.1976 zu 12 Fr ?

Lulu
 
Lars Boettger Am: 01.04.2021 22:29:18 Gelesen: 388# 13 @  
@ zockerpeppi [#12]

Salut Lulu,

den Tarif von 12 Fr. habe ich auch gefunden. Aber, und da gehe ich davon aus, dass Luxemburg keine Ausnahme war, es gab einen CEPT-Tarif, der für die (west-)europäischen Länder niedriger war, als der UPU-Tarif.

Beste Grüße!

Lars

P.S. Ich habe nachgesehen, es gab wirklich einen Sondertarif mit der Schweiz (Abb. Ausschnitt aus dem Text zu den Postgebühren vom 1.1.1976).


 
volkimal Am: 02.04.2021 09:48:26 Gelesen: 367# 14 @  
@ Lars Boettger [#13]

Hallo Lars,

vielen Dank! Damit ist der erste Teil der Fragen geklärt. Der Taxstempel 1/12 ergibt sich folgendermaßen:

Im Zähler steht der einfache Portofehlbetrag (hier Auslandsbrief Schweiz: 6 Franc – 5 Franc = 1 Franc).
Im Nenner steht das Porto für einen internationalen Auslandsbrief (UPU-Tarif = 12 Franc).

Jetzt muss ich bei den Sammlern der Schweiz nachfragen, ob jemand die Nachgebühr erklären kann, bzw. wie hoch 1976 die Postlagergebühr in der Schweiz war.

Viele Grüße
Volkmar
 
Lars Boettger Am: 04.05.2021 10:57:05 Gelesen: 44# 15 @  
Leider nur ein unvollständiges Streifband, aber einem "geschenkten Gaul kuckt man nichts ins Maul".

Der "LCGB" [1] (Abkürzung für "Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschaftsbond") wurde 1921 gegründet und feierte dieses Jahr den 100. Geburtstag. 1948 versandte der LCGB eine Zeitschrift in die USA, an die "American Federation of Labor" [2]. Der Tarif bis 50 Gramm betrug 0,35 Franken. Dies entsprach 50% des Drucksachentarifs. Der Tarif bestand seit dem 1.10.1945, ab dem 1.1.1949 wurde er auf 0,40 Franken angehoben.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://lcgb.lu/de/accueil/
[2] https://aflcio.org/about-us


 
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