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Thema: Aptierte Freistempel
Das Thema hat 42 Beiträge:
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volkimal Am: 10.09.2018 21:47:26 Gelesen: 14692# 18 @  
@ Manne [#17]

Hallo Manne,

sehr saubere Abschläge von aptierten Absenderfreistempeln. Vor allem finde ich gut, dass du auch jeweils den Ausgangsstempel zeigst.

Ist der Stempel aus Schwenningen wohl so hergestellt worden oder ist die Postleitzahl nachträglich eingesetzt worden?

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 10.09.2018 22:31:24 Gelesen: 14683# 19 @  
@ volkimal [#18]

Hallo Volkmar,

schwierige Frage. Ich denke dieser Stempel wurde mit der Postleitzahl angefertigt.

Gruß
Manne

Nachfolgend weitere aptierte Freistempel von Schwenninger Firmen, leider ohne Vergleichsstempel.

Fa. Bürk, 26.02.1946



Fa. Faller, 15.01.1947



Fa. Isgus, 21.03.1946



Fa. Ismet, 16.05.1946


 
Manne Am: 11.09.2018 09:32:31 Gelesen: 14653# 20 @  
Hallo,

ein weiterer aptierter Freistempel der Fa. Benzing aus Schwenningen vom 22.11.1945. Hier wurde das ominöse Kreuz entfernt.

Gruß
Manne


 
volkimal Am: 11.09.2018 09:49:27 Gelesen: 14646# 21 @  
@ Manne [#20]

Hallo Manne,

ein weiteres schönes Beispiel. Bei dem Stempel dürfte auch das Werbeklischee aptiert worden sein.
In der unteren Zeile fehlt rechts etwas.

Weißt Du, was ursprünglich dort gestanden haben kann?

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 11.09.2018 10:59:32 Gelesen: 14637# 22 @  
@ volkimal [#21]

Hallo Volkmar,

wie kommst Du darauf, dass in der unteren Zeile des Werbeklischees etwas fehlt? Vielleicht, weil der Name links steht. Habe leider keinen früheren Stempel, um das zu überprüfen. Kann aber andere Stempel zeigen, die nicht aptiert sind, da steht der Name auch links.

Gruß
Manne


 
volkimal Am: 11.09.2018 11:58:07 Gelesen: 14627# 23 @  
@ Manne [#22]

Hallo Manne,

wenn der komplette Text des Werbeklischees zentriert ist, nur eine Zeile nicht, so ist das ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Stempel aptierte würde. 1929 war das Werk z.B. eine GmbH. Wenn du Informationen zur Firmengeschichte hast, so kann man manchmal erkennen, was ursprünglich dort stand. Weißt du, ob die Firma 1945 noch eine GmbH war?

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 11.09.2018 20:34:41 Gelesen: 14596# 24 @  
@ volkimal [#23]

Hallo Volkmar,

habe in diversen Stadtbüchern von 1913, 1939 und 1949 nachgeschaut, leider nichts gefunden. Auch im Adressbuch für Industrie, Gewerbe, Handel und Landwirtschaft des Deutschen Reiches von 1927 unter Württemberg-Schwenningen findet sich keine Zusatzinformation.

Gruß
Manne
 
bernhard Am: 12.09.2018 20:02:06 Gelesen: 14547# 25 @  
Ich tippe ebenfalls auf eine Aptierung des Zusatzes "G.m.b.H.". Da der Werbeeinsatz des Freistemplers sicherlich vor 1942 angefertigt wurde, sollte sich der Ursprungsstempel früher oder später auffinden lassen.


Eine kriegsbedingte Aptierung zeigt das nachfolgende Beispiel:

Gemäß einer Verfügung des Reichspostministers vom 3. Juni 1944 mussten Hinweise auf industrielle Fertigung oder Abbildungen von Werksanlagen in Werbeeinsätzen von Absenderfreistemplern zurückgezogen und durch solche mit einwandfreiem Inhalts ersetzt werden (siehe Bericht 40/1998 der Forschungsgemeinschaft Post- u. Absenderfreistempel e.V.).

Beim nachfolgendem Pärchen der Württ. Spindelfabrik störte offenbar die Aufzählung der kriegswichtigen SKF-Produkte.



Süssen (Württ.), 13.6.44, ursprünglicher Zustand



Süssen (Württ.), 8.2.45, Produktspektrum aptiert

Gruß, Bernhard
 
Manne Am: 12.09.2018 20:38:09 Gelesen: 14535# 26 @  
@ volkimal [#23]

Hallo Volkmar,

in einem Buch über Schwenninger Firmen von 1964 habe ich doch etwas über die Fa. Fried. Ernst Benzing gefunden. Hier heißt es, nach seinem Tode 1942, schlossen sich die Erben zu einer Familien-Kommanditgesellschaft zusammen. Also müsste K.G. im Klischee gestanden haben. Nun muss ich nur noch einen solchen Freistempel finden.

Einen schönen Abend wünscht
Manne
 
volkimal Am: 12.09.2018 21:26:04 Gelesen: 14525# 27 @  
@ Manne [#26]

Hallo Manne,

die Aussage "nach seinem Tode 1942, schlossen sich die Erben zu einer Familien-Kommanditgesellschaft zusammen." verstehe ich anders. Ich denke, dass die Kommanditgesellschaft 1942 entstanden ist. Jetzt müsste man nur noch wissen, welche Gesellschaftsform bis 1942 bestanden hat. Bei der Google-Bildersuche nach "Ernst Benzing" findest Du ein Ziffernblatt (russische Seite) und eine Anzeige (Ebay) mit dem Zusatz GmbH. Die Anzeige soll von 1929 sein.

Wenn die Firma bis 1942 eine GmbH war, dann stand ursprünglich "GmbH" im Stempel. Man hat sich aber nicht die Mühe gemacht, "K.G." in den Stempel einzuarbeiten sondern man hat nur die "GmbH" entfernt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 12.09.2018 22:31:33 Gelesen: 14521# 28 @  
@ volkimal [#27]

Hallo Volkmar,

danke für Deine Antwort. Werde weiter in meinen Schwenninger Büchern suchen, vielleicht findet sich eine Antwort.

Gruß
Manne

Aus dem Stadtbuch Schwenningen von 1939 folgender Bericht und Anzeige, leider nicht hilfreich.


 
volkimal Am: 07.06.2019 08:05:08 Gelesen: 12637# 29 @  
Hallo zusammen,

diese Stempel fielen mir gerade wieder in die Hände. Ich habe sie schon einmal als Sonntagsrätsel gezeigt, da wird sie aber kein Sammler von Absenderfreistempeln finden.





Das Kurgelände ist von 600 auf 1000 Morgen vergrößert worden. Obwohl schon der Maschinenstempel von 1939 mit 1000 Morgen Kuranlagen wirbt, stehen die veralteten 600 Morgen bis zum Jahr 1953 (also mindestens 14 Jahre lang) im Absenderfreistempel. Dieses Exemplar habe ich bei Delcampe gesehen. Irgendwann wurde das Werbeklischee dann doch aptiert. 1962 steht "1000 Morgen" im Stempel. Die vierstellige Zahl "1000" ist etwas breiter als die dreistellige Zahl "600". Daher steht die Zeile "1000 Morgen herrliche" nicht mehr symmetrisch in der Mitte.

Viele Grüße
Volkmar
 
epem7081 Am: 01.08.2019 23:13:23 Gelesen: 12227# 30 @  
Freistempler mit aptiertem Stempel: Sachsen 1954



Bei einem heute erhaltenen größeren Posten Freistempel der DDR ist unter anderem dieser offenkundig aptierte Absenderfreistempel aufgetaucht. Am 17.8.1954 vom Sprengstoffwerk I VEB Schönebeck (Elbe) im Fensterbriefumschlag gestartet, fällt im Stempelkopf die unsymmetrische Ortsangabe SCHÖNEBECK (ELBE) auf. Vermutlich wurde hier die PGLZ 19 entfernt.

Schönen Abend
Edwin
 
epem7081 Am: 02.12.2019 12:32:31 Gelesen: 11355# 31 @  
Hallo zusammen,

in einem kürzlich erworbenen größeren Posten AFS ist unter anderem dieser offenkundig aptierte Absenderfreistempel aufgetaucht. Am 20.12.1961 vom VEB Waggonbau Dessau [1] gestartet, fällt im Stempelkopf die unsymmetrische Ortsangabe DESSAU 1 auf. Vermutlich wurde hier die PGLZ 19 bzw. 19b entfernt. Ob sich hier wohl noch bei einem Sammler das vollständige Gegenstück findet?



Der Waggonbau Dessau war einer der größten Hersteller von Eisenbahnwagen in der DDR und einer der größten Hersteller von Kühlwagen der Welt.(wikipedia)

Allen erfolgreiches entdecken und finden wünscht
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Waggonbau_Dessau
 
Manne Am: 02.12.2019 16:50:10 Gelesen: 11328# 32 @  
Hallo,

aus Oberachern zwei Freistempel vom 17.06.1946, leider habe ich den Vorgängerstempel nicht, und vom 29.10.1946, beim Zweiten sieht man die Veränderung.

Gruß
Manne


 
Manne Am: 03.12.2019 18:03:46 Gelesen: 11298# 33 @  
Hallo,

hier mal drei verschiedene Aptierungen.

Gruß
Manne

Aus Bremen vom 04.09.1945



Aus Hamburg-Altona vom 06.04.1946



Aus Hückeswagen vom 15.03.1946


 
Manne Am: 19.12.2019 18:57:37 Gelesen: 11145# 34 @  
Hallo,

aus Schwenningen noch ein Beispiel von der Fa. Konrad Nutz.

Gruß
Manne



 
Nordluchs Am: 23.01.2021 17:50:32 Gelesen: 7796# 35 @  
Hallo zusammen,

mir ist klar, dass die vier nachfolgenden Stempel keine Aptierungen enthalten, sondern aufgrund der Umstellung auf eine neue Postleitzahl der Ortsstempel entfernt wurde. Da es sich um eine ältere Maschine (Francotyp C) handelt wurde der Stempelträger ausgebaut, um den Ort und die neue PLZ aufzubringen. Die folgende alte Ansicht wurde zum Vergleich auch entdeckt, aber schon im VGO benutzt. gleichzeitig ist der Wandel des alten VEB ersichtlich.

Auf der linken Seite des Briefes (nicht sichtbar) ist schon das Symbol ADDINOL eingedruckt.



KRUMPA / 4206 / VEB PCK SCHWEDT - KOMB.- BETR. ZEITZ - OT. LÜTZKENDORF



Noch mit altem Ortsstempel, aber schon neuem Wertrahmen. Stempel entfernt, aber mit Handstempel versehen.



Mit einem weiteren Handstempel wird deutlich, weshalb die ganze Aktion stattfand.

Ergänzend der folgende Hinweis zum Wertrahmen: Die alte Francotyp Maschine, immer noch mit alten Wertziffern, wurde vorübergehend mit Wertrahmen DBP und nur stilisiertem Posthorn ausgestattet.

In der Hoffnung, dass dieser Vorgang in diese Rubrik gehört. Aber sicherlich immer zeigenswert.

Viele Grüße
Hajo
 
T1000er Am: 24.01.2021 18:56:21 Gelesen: 7758# 36 @  
Hallo,

anbei mal ein Absenderfreistempel bei dem das Werbeklischee aptiert wurde. In diesem Fall hier die alte vierstellige Postleitzahl 5520.



Vermutlich wollte man die Kosten für ein neues Werbeklischee einfach sparen und hat sich daher für das Entfernen der alten PLZ entschlossen.

Schöne Grüße,
Thomas
 
Manne Am: 25.01.2021 09:48:40 Gelesen: 7720# 37 @  
Hallo,

weitere aptierte Freistempel.

Aus Erkrath vom 30.10.1945,



aus Göppingen vom 27.03.1946



und aus Grünstadt vom 09.05.1946.



Gruß
Manne
 
epem7081 Am: 04.02.2022 22:46:04 Gelesen: 3356# 38 @  
Hallo zusammen,

aus jüngstem Zufluß sind mir zwei AFS aus SALZGITTER-BAD 1 / 3327 aus dem Jahre 1972 aufgefallen. Während der AFS von 31.7.1972 die umfangreichere Kassenbenennung mit: "Land- u. Allgemeine / Ortskrankenkasse / für den Landkreis Goslar / 3327 Salzgitter-Bad / Postfach 1120" enthält, kommt am 10.10.1972 eine verkürzte Variante ohne den Vorsatz "Land- u." zum Einsatz.



Ob dahinter eine organisatorische Neuordnung der Zuständigkeitsbereiche steckt, konnte ich über das Internet noch nicht feststellen.

Ein schönes Wochenende wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
robe Am: 10.05.2022 13:53:35 Gelesen: 1714# 39 @  
@ volkimal [#3]

Hallo Volkmar,

hier der Versuch, ein paar Antworten zu finden.

(1) Vermutlich "19b". Ich habe z.B. Magdeburger Stempel mit "19"und "19b".
(2) Es gibt den aptierten Stempel. Damit entfällt (3)



(4) Für die Farbe schwarz habe ich auch keine Erklärung. In der Sammlung habe ich nur noch einen gefunden.



Auffällig ist auch, dass bei allen Stempeln der DDR mit PLZ der obere, innere Kreisbogen fehlt.

Hier ist er aber vorhanden. Es ist möglicherweise eine "individuelle" Anpassung.

Gruß
Bernd
 
volkimal Am: 10.05.2022 14:07:18 Gelesen: 1706# 40 @  
@ robe [#39]

Hallo Bernd,

nach über 10 Jahren eine Antwort - vielen Dank! Schön, dass Du den Stempel von 1959 zeigen kannst.

Viele Grüße
Volkmar
 
epem7081 Am: 18.06.2022 23:53:24 Gelesen: 934# 41 @  
Hallo zusammen,

bei der Bearbeitung Kasseler AFS sind mir diese zwei Varianten unter gekommen, bei denen offensichtlich das Werbeklischee wohl anläßlich der Anpassung der neuen PLZ und neuer Postamtsziffer "bereinigt" (aptiert) wurde.



Einheitliche Maschinenkennung H014374, der Stempel vom 25.1.1991 führt im Stempelkopf KASSEL 42 / 3500, der Stempel vom 30.6.1994 nunmehr KASSEL 43 / 34134 (eventuell auch im vorhandenen Stempel angepasst?). Im Werbeklischee der AFS findet sich neben dem Firmenlogo IKEA® als Folgetext "IKEA Deutschland Verkaufs-GmbH & Co. / Niederlassung Kassel / Glöcknerpfad 31, 3500 KASSEL" unter dem Datum 30.6.1994 die um die entfernte PLZ 3500 verkürzte Variante.

Ein schönes Wochenende wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
epem7081 Am: 21.07.2022 14:38:16 Gelesen: 334# 42 @  
Hallo zusammen,
Hallo Angelika,

Stempelschaden oder missglückter Aptierungsversuch - diese Frage stellt sich mir angesichts dieses AFS vom 26.4.1962 aus OSTERODE (HARZ).



Zur Erinnerung an die "Umbruchszeit":

Das neue Postleitzahlensystem in der Bundesrepublik wurde 1961 von dem damaligen Bundespostminister Richard Stücklen vorangetrieben und am 23. März 1962 eingeführt. Am 3. November 1961 wurden die Postleitzahlen im Amtsblatt des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen Nr. 126 bekanntgegeben. ...
Bereits 1961 wurde Postkunden, die mit mechanischen oder automatischen Adressmaschinen arbeiten, empfohlen, die Postleitzahl stets vierstellig anzugeben. Hierzu sollten alle gemäß dem Postleitzahlenbuch ein- bis dreistelligen Postleitzahlen am Ende mit Nullen auf vier Stellen ergänzt werden.
[1]

Mit herzlichen Grüßen an Angelika bringe ich hier aus der Stempeldatenbank als unbeschädigtes Vergleichsstück ihren AFS vom 23.9.1958.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl_(Deutschland)
 

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