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Thema: Meine angehende Heimatsammlung Hunsrück
Das Thema hat 91 Beiträge:
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Cantus Am: 27.12.2017 06:02:52 Gelesen: 16071# 67 @  
@ GSFreak [#66]

Hallo Ulrich,

herzlichen Dank für die historischen Hintergründe. An den Stempel bin ich durch Zufall geraten, er war Teil einer bunten Mischung von Ansichtskarten, die mir zum Kauf angeboten worden war. Es ist mir nun auch endlich gelungen, die Abbildung der Vorderseite dieser Karte auf meinem PC wiederzufinden, sie versteckte sich an ganz anderem Ort. Die Ansicht zeigt einen Blick auf Schloss Dhaun und die umliegenden Wohnhäuser.



Viele Grüße
Ingo
 
GSFreak Am: 27.02.2018 20:45:14 Gelesen: 12250# 68 @  
Hallo,

hier ein R-Brief von Halsenbach (Hunsrück) nach Kassel aus 1933:

Portogerecht: 42 Rpf. (12 Rpf. Fernbrief + 30 Rpf. Einschreibgebühr),
Mi-Nr. 435, 436 und 466, leider alle Marken in der Zähnung bestoßen, entwertet mit Zweikreisstegstempel "BOPPARD LAND" ohne UB vom 18.03.1933, 22 Uhr, daneben der Poststellen II-Stempel von "Halsenbach Bahnhof" (liegt an der Bahnstrecke Simmern - Boppard),
R-Zettel "Boppard Land",
zwei Ankunftstempel:
Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten, "KASSEL 1" UB e vom 19.03.1933, 3-4 Uhr
Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten, "KASSEL-KIRCHDITMOLD" UB a vom 19.03.1933, 6-7 Uhr.



Gruß Ulrich
 
Seku Am: 01.04.2018 19:47:35 Gelesen: 11796# 69 @  
Feldpostkarte von Boppard nach Strassburg "geprüft und zu befördern"



Absender schreibt "Hunsrückbahn, den 26/9.15"
 
GSFreak Am: 02.04.2018 13:54:50 Gelesen: 11741# 70 @  
@ Seku [#69]

Klarer Stempelabschlag. Dieser Ortstagesstempel mit dem UB "b" war eigentlich 1915 nicht der übliche Postabgangsstempel, sondern einer mit dem UB "C" (siehe auch #25, #26 und #61). Abgesehen von zwei weiteren Verwendungsdaten aus 1916, ist mir dieser Stempel (UB "b") hauptsächlich aus dem Zeitraum 1933 bis 1938 bekannt.



Zwischen dem 06.02. und dem 03.04.1935 trat ein Bruch der oberen Steglinie (unter dem "B" von Boppard) auf, soweit konnte ich das bisher zeitlich eingrenzen.



Im Sommer 1938 wurden dann die beiden Sterne aptiert.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 07.04.2018 08:54:58 Gelesen: 11640# 71 @  
Hallo,

hier ein Einschreiben/Nachnahme-Brief vom 23.04.1948 aus Boppard nach Ettlingen, freigemacht mit franz. Zone Rheinland-Pfalz Mi,-Nr. 7, 8, 9 und 11.



Absender ist der Bopparder Briefmarkenhändler Oskar Anhut, der in der Nachkriegszeit sehr viele R-Briefe auf den Weg gebracht hat.

R-Stempel mit Formularstempel "Boppard" ,21 mm, in Antiqua
Ankunftstempel Ettlingen: 25.04.1948
Dreieckiger Lagerfriststempel

Das Besondere an diesem Beleg ist die Entwertung der Freimarken: mit einem Handrollstempel (UB "d"). Das ist der erste Handrollstempel von Boppard, der mir in jahrelanger Sammeltätigkeit unter die Augen gekommen ist und dürfte auf normalformatigen Briefen dementsprechend recht selten sein (ersteigert bei Ebay für 2,50 € + Porto).

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 17.04.2018 13:14:24 Gelesen: 11472# 72 @  
Hier eine Deutsches Reich-Ganzsache Mi.-Nr. P10 vom 19.06.1880 aus Bonn nach Boppard, äußerst sauber abgeschlagener zweizeiliger Rechteckstempel BOPPARD vom 20.06.1880 als Ankunftstempel:



Zur "optimalen" Ausnutzung der Kartenrückseite hat der Absender seinen umfangreichen Text in zwei Richtungen geschrieben.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 24.04.2018 20:57:54 Gelesen: 11242# 73 @  
Im Gegensatz zu anderen Oberpostdirektionen (OPD) in der französischen Zone brachte die OPD Koblenz keine Aufbrauchsganzsachen heraus. Als Aufbrauchsganzsachen bezeichnet werden ehemalige Hindenburg- und Hitler-Ganzsachen mit entsprechender Schwärzung (im Buchdruck) des Hindenburg-/Hitlerkopf-Wertstempels und evtl. vorhandener Propagandasprüche sowie neuem Wertaufdruck mit oder ohne "Gebühr bezahlt", ebenfalls im Buchdruck.

Die OPD Koblenz ließ jedoch Behelfsganzsachen drucken (siehe 1. Abbildung). Diese wurden allerdings später vom Kauf zurückgezogen. Bei den vorhandenen Restbeständen wurde der Wertstempel sowie ein manchmal vorhandener Dienststempelabschlag schachbrettartig überdruckt und als Postkarten-Formblätter verkauft (für 1 Rpf.).



Schachbrettartig überdruckt wurden in der OPD Koblenz aber auch "normale" Hitler-Ganzsachen und ebenfalls als Postkarten-Formblätter verkauft (für 1 Rpf.). Hier eine Urkarte P314IIa.



Alle drei Karten sind entwertet mit dem seinerzeit hauptsächlich verwendeten Ortstagesstempel BOPPARD, UB "c".

Eine weitere Karte siehe [#44] (Urkarte P299).

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 05.05.2018 23:59:52 Gelesen: 11033# 74 @  
Hier ein R-Brief vom 22.07.1923 von Boppard nach Tuttlingen in Württemberg, portogerecht: 100 Mark für den Fernbrief und 80 Mark (2x40 Mark) für das Einschreiben. Entwertet sind die Marken mit zwei verschiedenen Stempeln:

2 x der seinerzeit gebräuchliche Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten, UB "C"

1 x der mir sonst weitgehend nur aus dem Innendienst bekannte Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten, UB *a*, vermutlich Datum falsch eingestellt: müsste eigentlich der 23.07.1923 sein (die linke einzeln geklebte Marke wurde offenbar zunächst vergessen zu entwerten, was später nachgeholt worden ist).

Es fehlt ein Ankunftstempel von Tuttlingen.

Auf der Rückseite finden sich aber zwei Stempel der Bahnpost aus Köln. Da fragt man sich, weshalb wurde der Brief über Köln geleitet. Hatte man ursprünglich einen anderen Ortsnamen gelesen und in Köln dann festgestellt, daß der Brief eigentlich nach Württemberg gehen sollte: Handschriftliche Eintragung in blau "Württemberg"?



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 10.05.2018 18:33:42 Gelesen: 10866# 75 @  
Hier ein R-Brief vom 26.11.1946 von Boppard nach Iserlohn, Barfrankatur 84 Rpf., Freivermerk (Dreizeiler im rechteckigen Rahmen) in rot mit leicht violettem Touch. Da hat der Postler das Stempelkissen verwechselt, zu dieser Zeit wurde in Boppard üblichweise violett gestempelt. Ich kenne drei Briefe vom selben Tag mit violetter Stempelfarbe.

Nachverwendeter Feldpostzettel, wie er fast das gesamte Jahr 1946 über in Boppard auf R-Briefen zu finden ist. Der Ortsname Boppard ist aufgestempelt (Einzeiler 21 mm in Antiqua)

Abgangsstempel BOPPARD : Zweikreisstegstempel UB c
Ankunfstempel (rückseitig) ISERLOHN 1 vom 28.11.1946



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 01.06.2018 10:15:19 Gelesen: 9214# 76 @  
Hallo zusammen,

hier ist ein weiterer R-Brief aus Boppard. Das Postamt Boppard hat diesen am 26.03.1946 als portopflichtige Dienstsache nach Delmenhorst verschickt. Zusätzlich zur Absenderangabe findet man ein aptiertes Dienstsiegel vom Postamt Boppard (UB b).

Der nachverwendete Feldpost-R-Zettel trägt einen gestempelten Einzeiler (Formularstempel) Boppard in Fraktur, Länge 25 mm.

Der Empfänger in Delmenhorst musste letztlich das Briefporto 84 Pf. bezahlen (portopflichtige Dienstsache), was in Delmenhorst mit dem "Nachgebühr"-Stempel bestätigt wurde. Dennoch findet sich unterhalb des Ortstagesstempels BOPPARD (UB c) ganz schwach ein Abdruck des seinerzeit verwendeten Bopparder "Gebühr bezahlt"-Stempels.

Gemäß Ankunftstempel auf der Rückseite hat der Brief am 29.03. Delmenhorst erreicht.



Vom 28.03.1946 ist mir ein weiterer R-Brief mit gleichem R-Zettel bekannt. Er trägt den Nummerator 475. Abzuleiten ist daraus in erster Näherung, dass innerhalb von drei Tagen mindestens 133 R-Briefe in Boppard abgefertigt worden sind.

Ich bin immer an Originalen, Scans oder Kopien von Boppard Belegen interessiert, insbesondere aus dem Nachkriegszeitraum 1945/1949. Schauen Sie doch bitte einmal diesbezüglich Ihre Belegbestände durch.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 09.06.2018 11:30:29 Gelesen: 8799# 77 @  
Hallo zusammen,

meine Heimatsammlung betrifft ja in erster Linie meinen derzeitigen Wohnort Boppard einschliesslich der dem Postamt Boppard zeitweise unterstellten Poststellen bzw. Zweigpostämtern Bad Salzig, Buchholz (Hunsrück), Emmelshausen, Halsenbach, Hirzenach, Niedergondershausen, Pfalzfeld.

Darüberhinaus gilt mein Interesse auch weiteren linksheinischen Orten im oberen Mittelrheintal: Bacharach, Oberwesel, St. Goar, Spay, Rhens) und hier insbesondere der Nachkriegszeit 1945/49 mit den Freivermerken (Barfrankaturen).

Ich möchte hier einmal mit Bacharach beginnen. Bei Wiederaufnahme des Postverkehrs am 01.09.1945 stand offenbar ein bereits älterer "Gebühr bezahlt."-Stempel (im Rechteck) zur Verfügung. Dieser Gummistempel ist im Laufe des Einsatzes aufgequollen, leicht bogenförmig verzogen und ist dann letztlich auseinandergefallen und es ist nur noch der rechte Teil mit "hr bezahlt." verwendet worden.





Hier der Rest des Stempels, links noch mit Rest des Rahmens, der dann später ebenfalls fehlt.



Im Zeitraum Mai/Juni 1946 ist dann der "Ersatz" gekommen: ein Setzkastenstempel "Geb. BEZAHLT", der zumindest bis März 1947 verwendet wurde.



Mein Ziel ist die tagesscharfe Erfassung des Auftretens der Brüche im ersten Freivermerk und des Wechsels zum zweiten Freivermerk (Setzkastenstempel). Dazu brauche ich Ihre Mitarbeit. Schauen Sie bitte einmal ihre Belegbestände durch und schicken Sie mir Scans von allen Barfrankatur-Belegen aus Bacharach. Besten Dank im Voraus.

Viele Grüße aus Boppard
 
GSFreak Am: 02.07.2018 10:24:31 Gelesen: 7675# 78 @  
Hier ein Beleg aus Bad Salzig.

Es ist eine Deutsches Reich Sonderpostkarte (Ganzsache) für das Winterhilfswerk 1939: P 285/05 (v. Bismarck).

Zweikreisstegstempel BAD SALZIG (RHEIN), UB b, vom 08.12.1939, Karte im Bedarf mit viel Text gelaufen nach Bonn.



Gruß Ulrich
 
simon124 Am: 08.07.2018 16:25:41 Gelesen: 7375# 79 @  
Nach längerer Abstinenz meinerseits möchte ich ein paar kleiner Dörfer vorstellen, ich starte mit Wiebelsheim.

- heute ca. 500 Einwohner
- gelegen im Osten des Rhein-Hunsrück-Kreises, Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel, unweit des Rhein
- Kreisgitterstempel ohne UB, 2 Sterne, Ortszusatz "(HUNSRÜCK)" vom 31.8.1918 auf Ansichtskarte, die per Feldpost verschickt wurde



Gruß
Simon
 
simon124 Am: 12.07.2018 21:10:09 Gelesen: 7135# 80 @  
Weiter geht es mit etwas modernerem. Der Leitbereich des Postamtes Simmern dehnte sich nach der Einführung von vierstelligen Postleitzahlen aus. Über das Leitpostamt Simmern lief die Post von Sohrschied (6541) als Poststelle II. Der Simmern Stempel hat einen Verwendungszeitraum vom 18.11.1961-12.02.1982. Die 0 an letzter Stelle der Postleitzahl wurde weggelassen.



Als Quelle diente mir die Lektüre "Das Postamt Simmern und seine Geschichte in Briefen, Stempeln und Dokumenten" von Marco Müller. Hier wird auch ein ähnlicher Beleg aus Niedersohren abgebildet (Abb. 177), die beiden Orte hatten 6541 als PLZ.

Viele Grüße
Simon
 
GSFreak Am: 14.07.2018 18:59:11 Gelesen: 6989# 81 @  
Im Gegensatz zu Bacharach (#77) hat St. Goar offenbar nur einen "Gebühr bezahlt"-Stempel in der Nachkriegszeit verwendet (auf Inlandspost). Hier ein Brief aus meiner Sammlung vom 27.10.1945 (die Wiederaufnahme des zivilen Postverkehrs im Nordteil der Französischen Zone war bereits am 01.09.1945). Dieser 27.10. ist das mir bekannte früheste Datum. Aus dem Zeitraum bis Mai 1947 habe ich dann etwa 15 Belege mit diesem Stempel erfasst.



Für Auslandspost wurde in St. Goar ein "Taxe percue"-Stempel (Einzeiler im Rahmen) eingesetzt. Hier ist mir ein Beleg vom 03.06.1946 bekannt. Allerdings befindet der sich leider nicht in meiner Sammlung.

Gruß Ulrich
 
Magdeburger Am: 25.08.2018 15:41:24 Gelesen: 5258# 82 @  
Liebe Sammelfreunde,

da der Brief hier hervorragend herein paßt und zwischenzeitlich der "Rest" geklärt ist:



Aufgegeben wurde er am 09.05.1850 in Simmern und wurde "An den Königlichen Leutnant der Landwehr Artillerie Herrn Adriani hochwohlgeboren in Iserlohn" adressiert. Er war auch komplett portofrei gewesen, da als Francise "Militaria" No 1116 (als fld. Nummer) gesendet wurde.

Vorderseitig ist die rote Schrift nicht zu entziffern, jedoch korrespondiert diese mit der siegelseitigen Notierung "zu Schloss Holte bei Oerlinghausen".

Auch dort schien der Empfänger derzeit nicht zu sein, den am 15.05. wurde er nun in Oerlinghausen, wo möglicherweise nun auch Poste Restante" notiert wurde (neu) aufgegeben und nach Magdeburg gesendet. Siegelseitig ist noch der Transitstempel von Bielefeld zu sehen und der große Ausgabestempel vom 16.05. der 3. Tour wird von Magdeburg sein.

Ob der Empfänger noch rechtzeitig den Brief erhielt um dies zu schaffen, wie der Inhalt zeigt?



Die diejährige Uebung der Landwehr-
Artillerie findet vom 23. ds. Mts bis incl. 6.
Juni e. statt und sollen Eure Hochwohlgeborenen
derselben in Folge Brigade Erlass vom 7.
v. Mts in Coblenz beiwohnen.
Demgemäß ersuche ich Sie ergebst,
sich gefälligst am 23. ds. Mts. Morgens 6 Uhr
in Coblenz auf dem Clemensplatze zur
Uebung zu gestellen.


Eventuell gibt es hier noch weitere Informationen zu diesen historischen Dokument, was mich sehr freuen würde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
GSFreak Am: 26.08.2018 09:40:30 Gelesen: 5203# 83 @  
Hier ein großformatiger Wertbrief, gelaufen am 04.07.1973 (20:00 Uhr?) als Postsache vom Postamt Boppard an das Postamt Koblenz (Ankunftstempel 05.07.1973 6:00 Uhr). Rückseitig zwei Siegel vom Postamt Boppard, UB a.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 08.09.2018 09:24:03 Gelesen: 4504# 84 @  
Hier eine AK vom Grundelbachtal bei St. Goar:

Ortswerbestempel (22b) ST. GOAR - Mit der größten Burgterrasse am Mittelrhein - vom 10.09.1959.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 29.09.2018 12:47:21 Gelesen: 3541# 85 @  
Hier eine Ansichtskarte aus Boppard nach Neuwied am Rhein vom 14.09.1923 (Inflationszeit):

Im Zeitraum 01.09. bis 19.09.1923 betrug das Fernpostkartenporto 30 Tausend Mark. Da offenbar keine passende Marke zur Hand war bzw. der Platz für mehrere Marken beschränkt war, hat man einen "bezahlt"-Stempel abgeschlagen. Eine Eintragung des Betrages findet sich nicht, nur ein Unterschriftkürzel.



Aus derselben Portoperiode ist mir (bei einem anderen Heimatsammler) ein weiterer Beleg bekannt, vom 06.09.1923. Dieses mal ist ein "Gebühr bezahlt"-Stempel abgeschlagen, ebenfalls nur mit Unterschriftkürzel, und das Ganze ist rot eingerahmt.



An Scans, Kopien oder Originalen solcher Notmaßnahmen aus Boppard während der Inflationszeit bin ich sehr interessiert. Schaut doch bitte einmal Eure Bestände durch.

Dank im voraus und Gruß
Ulrich
 
GSFreak Am: 03.10.2018 08:21:17 Gelesen: 3417# 86 @  
Hier wieder ein Beleg aus Boppard:

Es ist eine Deutsches Reich Ganzsache Mi.-Nr. P 10, gelaufen am 16.03.1882 von Boppard nach Cöln, entwertet mit einem zweizeiligen Rechteckstempel. Das zweites "P" in BOPPARD ist kurz. Ich kenne das auch von einem Stempelabschlag vom 07.11.1981. Ob der untere Teil des "P" tatsächlich weggebrochen ist, kann noch nicht bestätigt werden. Bei einem späteren Datum (09.05.1882) ist das "P" wieder in seiner vollen Größe zu sehen. Möglicherweise waren auch zwei dieser Stempelart im Einsatz.



In meiner Datenbank habe ich die Verwendung dieser Stempelart in Boppard bisher vom 02.03.1880 bis 09.05.1882 dokumentiert (insgesamt 11 Stempelabschläge/Belege). In [#72] ist der Stempel auch in Verwendung als Ankunftstempel gezeigt.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 13.11.2018 22:31:01 Gelesen: 1890# 87 @  
Gestern habe ich folgenden Beleg auf dem Vereins-Tauschabend erwerben können. Man muss nur öfter bei den Sammlerkollegen in Erinnerung bringen, was man speziell sammelt, und ob sie nicht doch noch irgendwelche Belege von den entsprechenden Sammelgebieten in ihren Beständen haben. Dann klappt das auch.



Pfingstfest-Grußkarte mit dem sehr seltenen Landpoststempel "Emmelshausen=Liesenfeld / über Boppard", nach Koblenz. Frankiert ist die Karte mit einer 4 Pf-Posthornmarke (= Drucksachenporto), entwertet am 30.05.1952 mit dem häufigsten Nachkriegs-Ortstagesstempel von BOPPARD, UB c, dessen Verwendung in meiner privaten Stempeldatenbank bislang bis September 1954 nachgewiesen ist.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 26.11.2018 07:47:39 Gelesen: 1444# 88 @  
Hier eine Chamberlain-Spottkarte (2. Auflage) mit Ortswerbestempel BOPPARD 26.10.1940 per Feldpost zum Fliegerhorst Fritzlar. Ein älterer Bopparder hat mir gestern bestätigt, dass der Empfänger in der Tat auf diesem Fliegerhorst stationiert war.

Meine private Stempeldatenbank Boppard belegt diesen Ortswerbestempel im Zeitraum vom 24.03.1938 bis 12.08.1941 auf insgesamt bisher 36 Belegen.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 17.12.2018 23:36:26 Gelesen: 701# 89 @  
Nach dem ich bislang in meiner Ausstellungssammlung "Die Post in Boppard 1945 bis 1949 (Verwendete Poststempel, Freivermerke und R-Zettel/R-Stempel)" den nachfolgenden Beleg nur als Farbkopie zeigen konnte, habe ich heute bei Philatelie Christoph Gärtner mehr oder weniger zufällig das Original gefunden und erwerben können.



Der Brief ist zwar am 04.06.1946 in Emmelshausen abgestempelt (Emmelshausen war seinerzeit eine Pst. I von Boppard), die Freivermerke stammen aber vom Postamt Boppard selbst. Zielort des Briefes war Valkenburg in Holland. Interessanterweise finden sich zwei Freivermerke: ein Ra2 "Gebühr bezahlt" sowie ein "Taxe percue"-Stempel mit zusätzlicher Währungsangabe RM und Rpf. Vorgeschrieben für Auslandspost war eigentlich nur der rote "Taxe percue"-Stempel. Handschriftlich eingetragen sind 75 Rpf. (= entsprechendes Auslandsporto). Der Brief durchlief die französische Zensurstelle Worms (Verschlussstrefen mit spitzovalem Zensurstempel G.C.D.). Ein wirklich eindrucksvoller Beleg.

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 24.12.2018 11:28:53 Gelesen: 585# 90 @  
Hier ein Brief vom 12.08.1869 (Jahr gemäß Ankunftstempel auf der Rückseite) aus Boppard nach Hamburg, freigemacht mit 1 Groschen Norddeutscher Bund (Norddeutscher Postbezirk), Mi.-Nr. 16:



Gruß Ulrich
 
simon124 Am: 04.01.2019 21:21:30 Gelesen: 302# 91 @  
Hallo zusammen,

nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Heute geht es um das Dorf Alterkülz, welches im Rhein-Hunsrück-Kreis liegt und der Verbandsgemeinde Kastellaun angehört. 2005 hatte Alterkülz 460 Einwohner. Bisher kann ich drei Belege mit verschiedenen Stempeln zeigen.

Beleg Nummer 1 zeigt eine Ansicht aus dem benachbarten Spesenroth.



Später folgte der Stempel ALTERKÜLZ / Castellaun Land.



Und zum Abschluss folgt ein Stempel zum 700 jährigen Jubiläum am 29.5.1983.



Viele Grüße
Simon
 

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