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Thema: Stempel bestimmen: Wer kennt diesen Stempel ?
Das Thema hat 2147 Beiträge:
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dr31157 Am: 25.11.2021 17:01:12 Gelesen: 27860# 2123 @  
Hallo,

ich zeige hier einen schwachen Maschinenstempel von New York, den ich nicht identifizieren kann. Kennt jemand diesen Maschinenstempel auf der Kartenrückseite. Fehlt evtl. der Kreisstempel ganz?



Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Gruß

Detlef
 
jmh67 Am: 25.11.2021 20:27:20 Gelesen: 27767# 2124 @  
@ dr31157 [#2123]

Solche Maschinenstempel waren um 1900 in den USA recht verbreitet. Scheint einer von der Barry Post Supply Company zu sein.

Dieses konkrete Beispiel fehlt wohl auch noch in unserer Datenbank, wofür ein Scan mit mindestens 300 dpi nützlich wäre. Auch die Abschläge auf der Adress-Seite beiden könnte man einstellen.

-jmh
 
wheilmann Am: 25.11.2021 21:43:49 Gelesen: 27714# 2125 @  
@ juni-1848 [#2120]

Hallo Werner,

in der INFLA-Zeit war ich nur kurz unterwegs, als ich aus den Auktionskatalogen einige Stempel in die Stempeldatenbank einstellen konnte, wurde inzwischen ja wieder bedauerlicherweise zu den Akten gelegt - wäre mehr Klasse, statt Masse gewesen.

Da kommen halt solche Fragen auf; ich freue mich, dass du sie so umfassend beantwortest hast.

Auch deine Beispiel-Galerie, für mich sehr erklärend, habe sehr viel dazu gelernt.

Den Ankunfts-/Zustellstempel auf der Briefmarke von Marcel, den hatte man wohl gerade zur Hand:

ein Stempelabdruck wäre ausreichend gewesen, deshalb wohl deiner Auflistung unter "5." zuzuordnen.

Herzlichen Dank
Wolfgang
 
Stefan Am: 25.11.2021 21:53:09 Gelesen: 27709# 2126 @  
@ wheilmann [#2125]

Den Ankunfts-/Zustellstempel auf der Briefmarke von Marcel, den hatte man wohl gerade zur Hand:
ein Stempelabdruck wäre ausreichend gewesen, ...


Bei der in Beitrag [#2112] gezeigten Briefmarke handelt es sich um eine höherwertige Marke zu 2 Mark Nominale (hier Mi-Nr. 64). Seinerzeit war es bei den Markwerten der Germania-Ausgabe üblich (und m.W. per Dienstanweisung auch verpflichtend), diese mit zwei Stempelentwertungen zu stempeln. Dadurch sollte vermieden werden, dass aus teilgestempelten Briefmarken, welche nicht vollständig entwertet wurden, neue Marken ungestempelt "zusammengebastelt" und zur erneuten Frankatur verwendet würden.

Gruß
Stefan
 
wheilmann Am: 26.11.2021 10:24:12 Gelesen: 27493# 2127 @  
@ Stefan [#2126]

Hallo Stefan,

Klasse, dass du aufgepasst hast, weil mein Gedanke zu der Doppelstempelung in die falsche Richtung ging. Perfekte Zusatzinformationen für mich.

Danke u. Gruß Wolfgang
 
zonen-andy Am: 28.11.2021 10:01:05 Gelesen: 26660# 2128 @  
Hallo,

diesen Stempel von Jesberg finde ich in keiner Datenbank oder habe ich Ihn übersehen? Für eine Antwort wäre ich dankbar.



Grüße Andreas
 
Christoph 1 Am: 28.11.2021 10:30:35 Gelesen: 26642# 2129 @  
@ zonen-andy [#2128]

Hallo Andy,

bei FIEGE [1] ist ein ähnlicher Stempel von Jesberg auf Seite 203 abgebildet:



Dieser Stempel ist laut Fiege bis 1869 belegt, hat allerdings eine vierstellige Jahreszahl. Für die Zeit danach habe ich keine passende Literatur vorliegen.

Der von Fiege gezeigte Stempel mit vierstelliger Jahreszahl ist auch bei stampsX in der Datenbank, siehe [2].

Bitte stelle den Abschlag für unsere Datenbank zur Verfügung, danke.

Gruß
Christoph

[1] Fiege Eduard: Die Post in Kurhessen, hrsg. vom Verein Für Briefmarkenkunde 1881 Kassel e.V., o.J.
[2] https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=218365
 
epem7081 Am: 28.11.2021 10:36:12 Gelesen: 26635# 2130 @  
Hallo Andreas,

Dein Stempel scheint sich stark an die Stempelära der Vorphilatelie anzulehnen. Aus dem Stationskatalog von FEUSER/MÜNZBERG zur DEUTSCHEN VORPHILATELIE kann ich Dir hier zu Jesberg den entsprechenden Ausschnitt zukommen lassen. Vielleicht sind die zursätzlichen postamtlichen Hinweise hilfreich.



Schönen Sonntag
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Martin de Matin Am: 28.11.2021 10:47:23 Gelesen: 26623# 2131 @  
@ zonen-andy [#2128]

Der K1 von Jesberg wird im Spezialkatalog Altdeutsche Staaten von Thomas Henke als nachverwendeter Stempel von Thurn und Taxis auf Norddeutschen Postbezirks- und auch auf Deutsches Reich-Marken aufgeführt und jeweils mit 20 DM bewertet; also nicht besonderst selten.

Gruss
Martin
 
Lars Boettger Am: 28.11.2021 10:49:44 Gelesen: 26620# 2132 @  
@ zonen-andy [#2128]

Hallo Andreas,

Christoph [#2129] hat mit seinem Hinweis recht. Es ist dieser Stempel. Die Datumseinsätze mussten gesteckt werden, von daher kann es gut sein, dass man bei den Jahreszahlen improvisieren musste - vor allem, weil die TuT-Postverwaltung 1867 von Preussen "übernommen" wurde und von daher für die von ihr verausgabten Stempel keine Jahreszahleneinsätze mehr lieferte.

Beste Grüße!

Lars
 
zonen-andy Am: 28.11.2021 13:53:30 Gelesen: 26531# 2133 @  
@ an alle Antwortgeber,

vielen, vielen Dank für die schnellen Antworten. Mit so einer Resonanz habe ich nicht gerechnet. Selbstverständlich werde ich den Stempel in die Datenbank so gut wie möglich hochladen.

Sonntagsgrüße

Andreas
 
epem7081 Am: 01.12.2021 23:51:58 Gelesen: 24610# 2134 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Fundstück steh ich vor einem Rätsel. Offenkundig ein Beleg aus Israel. Wer kann mir den Stempel der Vorderseite- ja den ganzen Beleg deuten? Kann der Bleistifteintrag eines Vorbesitzers die Entschlüsselung der Anschrift darstellen? Vom rückseitigen Ankunftsstempel entnehme ich: TEL-AVIV / A / 13.NOV. (19)39 (?)







Hier bin ich echt gespannt, was aus der kenntnisreichen Runde der Forumsteilnehmer an Aufklärung kommen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Lars Boettger Am: 02.12.2021 00:09:48 Gelesen: 24592# 2135 @  
@ epem7081 [#2134]

Hallo Edwin,

der Brief wurde in "Petah Tikva" [1] abgestempelt. Israel als Staat gab es 1939 noch nicht, Palestina war als Völkerbundmandat unter britischer Verwaltung.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_post_offices_in_Mandatory_Palestine
 
volkimal Am: 02.12.2021 00:20:49 Gelesen: 24581# 2136 @  
@ epem7081 [#2134]

Hallo Edwin,

der Stempel kommt aus Petach Tikwa = פֶּתַח תִּקְוָה , einer Stadt in Israel. Sie liegt im Gebiet des Gusch Dan, nur wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, im Zentralbezirk.

Ich kann zwar kein Hebräisch, aber beim Absender auf der Rückseite steht der Ort in der zweiten Zeile ganz rechts (also vorn), da das Hebräische von rechts nach links gelesen wird. Solche Texte entziffere ich übrigens indem ich in Word ein hebräisches Zeichen nach dem anderen einfüge und den Text anschließend übersetzen lasse.

Der Bleistifteintrag bezieht sich auf den Absender. Das folgende ist mein Versuch, den hebräischen Text der ersten Zeile zu schreiben und die Übersetzung von Google:

ר״ר ׳צחק בן צב׳ בזדזבסק׳ = Rabbi Yitzhak Ben Zvi in Zadzewsk

Viele Grüße
Volkmar
 
epem7081 Am: 02.12.2021 10:33:58 Gelesen: 24271# 2137 @  
@ Lars Boettger [#2135]
@ volkimal [#2136]

Hallo Lars und Volkmar,

vielen Dank für die nahezu postwendende Reaktion auf meine Fragestellungen. Damit kann ich die Stempel in unsere Datenbank aufnehmen. Die Briefmarke habe ich inzwischen auch als Palästina MiNr 56 (Zitadelle von Jerusalem mit Davidstern) ausmachen können. Leider irgendwann zur Ablage gelocht.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
volkimal Am: 02.12.2021 11:15:37 Gelesen: 24246# 2138 @  
@ epem7081 [#2137]

Hallo Edwin,

der Stempeltext lautet übrigens PETHAH TIQVA.



Bei diesem Exemplar von Delcampe.net [1] ist er klar zu erkennen.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/palaestina/lithuania-30c-grand-duke-vytautas-2-1931-klaipeda-kybartai-pasto-vag-n-4-to-petah-tiqva-palestine-forwarded-t-312453979.html
 
Cantus Am: 05.12.2021 02:33:10 Gelesen: 22827# 2139 @  
Ich habe hier zwei Stempel, aber leider nur Stempelausschnitte. Beide Orte gibt es laut Wikipedia mehrfach, deshalb frage ich an, ob einer von euch mir sagen kann, zu welchem Ort genau jeder einzelne Stempel gehört.



Durchmesser 25,5 mm



Durchmesser 24,5 mm

Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 05.12.2021 08:47:07 Gelesen: 22708# 2140 @  
@ Cantus [#2139]

Hallo Ingo,

der erste Fall dürfte klar sein. Hier der Eintrag aus dem Ritter, geographisch-statistisches Lexikon von 1905:



Es gibt 4 Orte namens Wiederau. Nur der Ort "Wiederau bei Mittweida" hatte eine eigenes Postamt. (P.T. = Post und Telegraphenstation).

Bei den anderen drei Wiederau steht hinter der Abkürzung "P." das Postamt zu dem dieses Wiederau gehört. Das erste Wiederau wurde z.B. vom Postamt Uebigau aus bedient.

Schwieriger ist es bei Wilkau. Für mich kommen aber nur zwei der 13 Orte mit diesem Namen in Frage:



Von den 13 Orten Namens Wilkau hatten 1905 zwei Orte ein Postamt:

6) Wilkau (Kreis Namslau), Kirchdorf ebenda, Kreis und Amtsgericht Namslau, 704 Einwohner, Post und Telegraphenstation

12) Wilkau (Sachsen), Pfarrdorf in Sachsen, Kreishauptmannschaft, Amtshauptmannscbaft u. Amtsgericht Zwickau, 8258 Einwohner, Post und Telegraphenstation

Laut StampsX stammt dein Stempel aus Wilkau (Sachsen). Das kann ich aber nicht überprüfen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Cantus Am: 05.12.2021 15:13:25 Gelesen: 22534# 2141 @  
@ volkimal [#2140]

Hallo Volkmar,

ich muss mich erst einmal daran gewöhnen, bei solchen Fragen zuerst in den Ritter hineinzuschauen. Ich habe vor etwa 10 Tagen die Ausgaben von 1838, 1874 und 1898 als PDF-Dateien bekommen, aber noch nicht installiert. Deshalb danke ich dir für's Nachschauen und werde den oberen Stempel als Wiederau bei Mittweida in die Datenbank hochladen. Bei dem Stempel von Wilkau werde ich sehen, ob ich noch andere Informationen auftreiben kann.

Viele Grüße
Ingo
 
Ameise Am: 05.12.2021 18:19:18 Gelesen: 22452# 2142 @  
Hallo, beim sortieren ist mir der folgende Stempel auf der Vorderseite aufgefallen:



Kann mir bitte jemand diesen Stempel näher erklären?

Rückseite:


Danke schon einmal und viele Grüße
Enrico
 
filunski Am: 05.12.2021 18:49:18 Gelesen: 22430# 2143 @  
@ Ameise [#2142]

Hallo Enrico,

dieser Doppelellipsenstempel ist ein reiner Killer. Diente zur Markenentwertung, insbesondere bei Mehrfachfrankaturen. Dazu musste ein Datumsstempel mit abgeschlagen sein (bei dir rückseitig). Die Datumsstempel (egal ob Hand oder Maschine) wurden aber in den USA früher nicht auf den Marken, sondern auf einem freien Feld des Poststücks abgeschlagen um Ort und Datum deutlich lesen zu können.

Viele Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 06.12.2021 09:15:47 Gelesen: 22206# 2144 @  
@ filunski [#2143]

So ist es, und außerdem handelt es sich um ein Einschreiben. Da waren solche Entwertungen wohl sogar vorgeschrieben, während normale Briefe den Duplex-Stempel abbekamen. Wie man sieht, hatte man zumindest in großen Orten sogar eigene Datumsstempel für Einschreiben.

-jmh
 
dr31157 Am: 24.12.2021 16:40:29 Gelesen: 14128# 2145 @  
Hallo,

ich zeige hier eine Ansichtskarte mit einem belgischen Ankunftsstempel von Antwerpen:



Mir ist unklar, ob es sich bei diesem Stempel um einen MAS Maschinenstempel oder um einen Handstempel handelt. Kann mir bitte jemand auf diesem Fachgebiet weiterhelfen.

Frohe Weihnachten!

Gruß Detlef
 
Jürgen Witkowski Am: 24.12.2021 19:54:44 Gelesen: 14104# 2146 @  
@ dr31157 [#2145]

Hallo Detlef,

es handelt sich um einen Maschinenstempel des Fabrikates International Postal Supply Co. (Flier), der ohne Entwerter als Ankunftsstempel eingesetzt wurde. Einen vergleichbaren Stempel, in diesem Fall mit Wellenentwerter, findest Du hier:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/120213

Mit weihnachtlichen Sammlergüßen
Jürgen
 
dr31157 Am: 24.12.2021 20:50:40 Gelesen: 14085# 2147 @  
@ Jürgen Witkowski [#2146]

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Hinweise.

Frohe Weihnachten!

Gruß Detlef
 

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