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Thema: Betrug zum Schaden der Post
Das Thema hat 140 Beiträge:
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LK Am: 07.08.2017 12:16:55 Gelesen: 30264# 116 @  
@ 10Parale [#115]

Ein Witzbold (mit Know-How) hat all diese Marken auf das Kuvert kopiert und den Brief dann wohl so zum Postamt gebracht.

Hallo,

das ist eine komplette Kopie eines echten Propagandabriefes von Berlin - Hasselhorst (Westsektor) in die DDR.

1953 war eine Farbkopie noch gar nicht möglich. der erste Farbkopierer wurde erst 1973 von Canon auf dem Markt eingeführt.

Schön anzusehen, aber eher etwas für die Rundablage.

Beste Grüße
 
hopfen Am: 07.08.2017 12:17:52 Gelesen: 30264# 117 @  
@ 10Parale [#115]

"Als ich den hier eingescannten Beleg kaufen musste"

Könnte es sein, dass Sie eine Farb-Kopie gekauft haben ? Sicherlich an der Handschrift feststellbar!
 
Sachsendreier53 Am: 08.08.2017 13:41:40 Gelesen: 30116# 118 @  
@ hopfen [#108]

Danke Horst !

Stimmt, die MiNr.822-Berlin-West, 10(Pf) 150 Jahre Eisenbahn Berlin /Potsdam war auch wie die MiNr. 326-879 nur bis 31.12.1991 frankaturgültig.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 18.08.2017 11:53:13 Gelesen: 29323# 119 @  


Ungültige Frankatur DDR- MiNr.3359 50+15 (Pf), Ausg. vom 18.9.1990, Wiederaufbau der Neuen Synagoge Berlin auf Brief nach Bayreuth. Gestempelt wurde im BZ 04 am 4.3.2001. Die Frankaturgültigkeit der Marke endete am 31.12.1991.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Mondorff Am: 01.09.2017 15:50:49 Gelesen: 28713# 120 @  
Betrug zum Schaden der Post - hier in Luxemburg.

Zur "Frankatur" wurde die Sparmarke eines großen Einkaufszentrums verwendet.



Ob sich der Werbeeinsatz des Maschinenstempels deshalb (voller Grausen) auf den Kopf gedreht hat, wie mir jemand einreden wollte, glaube ich, weil kein Nachporto verlangt wurde, nicht.

Schönen Gruß
DiDi
 
Journalist Am: 04.09.2017 10:10:38 Gelesen: 28536# 121 @  
Hallo an alle,

den folgenden Brief könnte ich zwar auch bei der Rubrik "Nigeria" einstellen, aber inhaltlich passt er hier doch besser hin:



Mancher wird nun fragen, was hat der obige Brief den mit Nigeria zu tun ?

Das geht aus dem Inhalt des Briefes hervor, den ich hier zensiert abbilde, nicht das jemand tatsächlich auf die dumme Idee kommt den Inhalt zu glauben und dort anzurufen:




Dieser Brief und viele andere wurden nicht nur zum Betteln benutzt, um Leute zu betrügen, sondern gleichzeitig wurden verschiedene Länder (Postanstalten) betrogen bezüglich der Freimachung. Bekannter sind diese Briefe oft mit komplett gefälschten oder fingierten Briefmarken aus Nigeria.

Aber auch die Deutsche Post war eines der Opfer, wie der obige Brief zeigt - hier wurde ein fingierter Absenderfreistempel als Freimachung genutzt, um diesen Brief in die USA zu schicken. Dort wurde er glücklicherweise nicht geöffnet und ging zurück zum Absender. Da hier kein Absender erkennbar war, geht er laut Weltpostvertrag in der Regel immer an das Land zurück, aus dem die Freimachung stammt - hier Deutschland.

Also eine nicht alltäglich Fälschung zum Schaden der Post. Die obigen gezeigten Fälle sind aus Postsicht aber oft Bagatellfälle, die oft unerkannt durchrutschen. Wesentlich schlimmeren Schaden richten aber komplett gefälschte Briefmarken an. Hier gibt es auch seit der Euroeinführung etliche Briefmarken, die komplett gefälscht wurden, die aber noch nicht im Katalog stehen bzw. veröffentlicht wurden, es gibt hier also noch viel Forschungsbedarf. Gehen Sie hier doch einfach mal mit der UV-Lampe auf Spurensuche, oft ist auch die Zähnung nicht so gut, so dass man daran die gefälschten Marken erkennen kann. Wenn alles klappt, wird es dazu in naher Zukunft auch einen Artikel in der philatelie geben.

Viele Grüße Jürgen
 
Nachtreter Am: 04.09.2017 12:16:55 Gelesen: 28508# 122 @  
@ Journalist [#121]

Interessante Portostufe. :-)

Viele Grüße aus dem wilden Süden,

Nachtreter
 
bignell Am: 04.09.2017 19:00:08 Gelesen: 28432# 123 @  
@ Journalist [#121]

"DEUTSHE POST" - wie süß.

Lg, harald
 
Sachsendreier53 Am: 10.09.2018 08:30:29 Gelesen: 11257# 124 @  


Ausgeschnittenes "Postwertzeichen" aus der Postwerbung vom Juni 2003 auf Standardbrief, anstandslos gestempelt im BZ 04 am 30.06.2003. Die echte Briefmarke daneben: MiNr.2311, 40 Jahre Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ausgabe vom 16.1.2003.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Erdinger Am: 10.09.2018 12:37:07 Gelesen: 11196# 125 @  
@ Sachsendreier53 [#124]

Liebe Freunde,

es geht auch anders herum - hier war jemand übereifrig. Der Versender hat mir diesen Scan gemailt, um eine Versandverzögerung anschaulich zu begründen.

Bei der Post in Dresden hat man einen Ganzsachenumschlag nicht als solchen erkannt. Der Versender beschwerte sich, mittlerweile ist die Sendung ganz regulär und mit zusätzlicher Gültigkeitskennzeichnung bei mir eingetroffen.



Moderne Postgeschichte!

Viele Grüße aus Erding!
 
StefanM Am: 10.09.2018 13:06:56 Gelesen: 11178# 126 @  
@ Erdinger [#125]

Sehr schön, so wurde aus der einfachen Sonderganzsache ein interessanter Beleg. :)
 
Sachsendreier53 Am: 27.09.2018 08:20:57 Gelesen: 10191# 127 @  
Ungültige Marke Bund MiNr. 279 10 (Pf), Ausg. vom 16.11.1957, 500 Jahre Landtag Württemberg, auf Brief nach Bayreuth, gestempelt im BZ 04 am 14.2.2002. Die 10 (Pf) Marke besaß eine Frankaturgültigkeit bis zum 31.12.1959.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 08.02.2019 09:13:43 Gelesen: 4990# 128 @  
Eilsendung nach 40882 Ratingen mit Konkurrenz - Entwurf, ausgeschnitten 100+50 (Pf), Für die Jugend, 100. Todestag von Heinrich Hoffmann (1809-1894), Motiv: Der böse Friederich", gestempelt in 04668 GRIMMA 1 / k / 15.8.1995.





Die echte, angenommene Sondermarke zum 100. Todestag von H.Hoffmann erschien am 14.4.1994

mit Sammlergruß,
Claus
 
Henry Am: 08.02.2019 10:26:49 Gelesen: 4952# 129 @  
@ Sachsendreier53 [#128]

Hier liegt kein Betrug zum Schaden der Post vor, da das erforderliche Porto mit gültigen Marken abgedeckt wurde. Der Ausschnitt des Konkurrenzentwurfs ist zusätzlich und für die DPAG nicht relevant. Es könnte sich also höchstens noch um eine Verletzung des Urheberrechts handeln, aber selbst das bezweifle ich in diesem Fall. Das wäre aber auch eine ganz andere Schiene.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
alemannia Am: 08.02.2019 12:57:25 Gelesen: 4920# 130 @  
Hallo zusammen,

die Postgebühr betrug 9,00 DM für Eilzustellung zzg. 1,00 DM für Standartbrief bis 20 Gramm.

Als Kompaktbrief der 2. Gewichtsstufe (20-50 Gramm) wären allerdings zzgl. 2,00 DM Porto zu zahlen gewesen.

Gruß

Guntram
 
Henry Am: 08.02.2019 18:44:56 Gelesen: 4837# 131 @  
@ alemannia [#130]

Hallo Guntram,

du beziehst dich auch auf den Beitrag [#128] ? Dann liegst du mit deiner Antwort nicht richtig. Die Entwurfsmarke zeigt das Stempeldatum 15.8.95. Lt. MICHEL Gebührenübersicht betrug die Gebühr für Eilzustellung 6-22 Uhr 7,00 €. Für den Brief in der 3. Gewichtsstufe fallen 3,00 € Porto an. Macht die frankierten 10 €. Wäre der Brief einer niedrigeren Gewichtsklasse zuzuordnen, wäre er sogar überfrankiert gewesen.

Wenn der Brief allerdings in der Zeit von 22-06 Uhr zugestellt hätte werden sollen (Porto 10 €) und der 1. Gewichtsklasse entsprochen hätte (Gebühr 1), dann läge tatsächlich ein Betrugsfall vor. Ich sehe dafür allerdings keinen Anhaltspunkt. Falls du nicht [#128] gemeint haben solltest, hätte ein Hinweis auf den angedachten Beitrag mich von diesem Post abgehalten.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
alemannia Am: 08.02.2019 19:13:13 Gelesen: 4818# 132 @  
Hallo Henry,

laut meinem Michel-Postgebühren-Handbuch betrug ab 1.9.1994 die Gebühr für Eilzustelung zwischen 6-22 Uhr = 9,00 DM (Nicht €).

Der Euro wurde erst zum 1.1.2002 als Zahlungsmittel eingeführt.

Gruß

Guntram
 
Henry Am: 09.02.2019 14:38:32 Gelesen: 4683# 133 @  
@ alemannia [#132]

Hallo Guntram,

ich bitte um Entschuldigung, du hast völlig recht. Ich muss mir doch wieder angewöhnen, auch die kleinen Ziffern im MICHEL zu beachten. Und natürlich waren es zu dem Zeitpunkt noch DM-Beträge. Das ändert allerdings nichts an der Aussage in [#129].

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
GR Am: 27.02.2019 13:05:55 Gelesen: 3995# 134 @  
Die Gültigkeit der Posthorn-Marken endete zum Ablauf des 31.12.1954. Um die 20 Pfennige für diese Karte am 15.08.1958 (!) darzustellen, bediente sich der Absender einer 2-Pfennig-Marke der Posthornausgabe.

Somit die Deutsche Bundespost um 2 Pfennige geschädigt.



Gruss
Gerhard
 
bovi11 Am: 27.02.2019 14:38:14 Gelesen: 3968# 135 @  
@ GR [#134]

Das ist aber keine wirkliche Schädigung der damaligen Deutschen Bundespost und erst recht kein Betrug zum Schaden der Post.

Die Post hat schließlich Anfang der 50er Jahre 2 Pfennig für die Posthornmarke erhalten und die (Teil-) Leistung hat sie dafür erst 1958 erbracht. Letztlich ist die Begrenzung der Frankaturgültigkeit von Postwertzeichen eine mehr oder weniger willkürliche Maßnahme, um bezahlte Leistungen nicht mehr erbringen zu müssen.
 
Martin de Matin Am: 27.02.2019 19:47:08 Gelesen: 3902# 136 @  
Ich zeige einen Umschlag für 19 Postzustellungsaufträge der Stadt Aachen vom 13.7.2004. Das Porto ist nur ca. zur Hälfte mit Marken verrechnet worden. Das Interessante ist, das rechts aussen ein Achterblock der Österreich MiNr. 2472 aufgeklebt worden ist. Hat hier die Stadt Aachen die Deutsche Post betrogen, oder hat die Stadt Aachen eine Sondervereinbarung mit Österreichischen- und Deutschen Post?

Auf Grund der Grösse des Umschlages, musste ich diesen in zwei Hälften einscannen und diese dann wieder zusammenfügen. Es könnte dadurch eine leichte Verschiebung Bereich der rechten 5 cent Marke ergeben haben.



Gruss
Martin
 
Christoph 1 Am: 27.02.2019 20:21:51 Gelesen: 3881# 137 @  
@ Martin de Matin [#136]

Hallo Martin,

die Stadt Aachen hatte ganz sicher keinen Sondervertrag mit der Post. Hier wurden ungültige Briefmarken verklebt, aber vermutlich ohne Absicht. Wahrscheinlich hat sich auch die Stadtverwaltung in Aachen zur Kostenersparnis bei einem Frankaturware-Anbieter bedient. Und da war eben der Zehnerbogen aus Österreich zwischen den deutschen Briefmarken. Niemand hat bemerkt, dass es sich nicht um deutsche Briefmarken handelt. Auch die Post hat es nicht bemerkt.

Das Gesamtporto von 106,40 € finde ich hier übrigens schon bemerkenswert!

Viele Grüße
Christoph
 
Martin de Matin Am: 27.02.2019 21:35:49 Gelesen: 3860# 138 @  
@ Christoph 1 [#137]

Hallo Christoph,

das mit der Sondervereinbarung war von mir ein bischen sarkastisch gemeint. Ich wollte nur zeigen das auch Behörden Postbetrug machen, ob mit Absicht oder nicht.

Übrigens werde ich in den nächsten Wochen/Monaten noch höher frankierte Postzustellungsaufträge zeigen, auch mit einem höheren Markenanteil.

Gruss
Martin
 
bovi11 Am: 27.02.2019 21:49:26 Gelesen: 3849# 139 @  
@ Martin de Matin [#138]

Ich wollte nur zeigen das auch Behörden Postbetrug machen, ob mit Absicht oder nicht.

Betrug setzt immer Vorsatz voraus. Also ohne Absicht kein Betrug.
 
Lutwinus Am: 28.02.2019 20:33:09 Gelesen: 3706# 140 @  
@ 10Parale [#115]

Hallo! Ich habe erst jetzt den Beitrag gesehen und denke, ich kann zur Aufkläung beitragen. Die Kopie des Briefes stammt von der Deutschen Post selbst. Sie (und einige andere kopierte Belege) ist zu Dokumentationszwecken in der Motivsammlung der Deutschen Post "10 Jahre Deutsche Einheit" zu finden.

Als Beschreibung ist dort zu lesen:

"Postkriegs-Beleg" mit den Berliner Sondermarken zum 17. Juni 1953; die Gedenkmarken erschienen lediglich acht Wochen nach dem Aufstand in der DDR. Der Beleg datiert vom 18. August 1953 (aus Sammlung Reiner Wyszomirski).

Liebe Grüße Jörg
 

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