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Thema: Betrug zum Schaden der Post
Das Thema hat 133 Beiträge:
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Gerhard Am: 04.08.2017 14:53:23 Gelesen: 26587# 109 @  
@ Sachsendreier53 [#101]

Da spricht man doch schon bei vielen Ausgaben von Frühverwendung; wenn das keine ist weiß ich's auch nicht.

MphG
Gerhard
 
Torsten Grunwald Am: 05.08.2017 12:15:06 Gelesen: 26455# 110 @  
Hier mal 3 Belege die auch locker durchgelaufen sind.





Gruß
Torsten
 
Baber Am: 06.08.2017 18:02:16 Gelesen: 26305# 111 @  
@ Torsten Grunwald [#110]

Hallo Torsten,

was ist an den drei von Dir gezeigten Belegen falsch bzw. Betrug zum Schaden der Post?

Gruß
Baber
 
Uwe Seif Am: 06.08.2017 18:09:05 Gelesen: 26299# 112 @  
@ Baber [#111]

Hallo,

fast alle "Briefmarken" wurden wohl irgendwo ausgeschnitten und dann aufgeklebt - wohl ein Straftatbestand.

Gruß
Uwe Seif
 
Torsten Grunwald Am: 06.08.2017 18:27:07 Gelesen: 26287# 113 @  
@ Baber [#111]

Die meisten Marken sind aus Zeitungen ausgeschnitten.
 
Altmerker Am: 06.08.2017 18:46:06 Gelesen: 26274# 114 @  
Also die Belege wären ohne die Dummheit oder Mitwisserschaft des Schalterpersonals nicht entstanden. Schließlich haben die das Einschreiben abgefertigt und per Hand gestempelt. Ist schon sehr kurios und vorsätzlich verbrochen.

Gruß
Uwe
 
10Parale Am: 07.08.2017 10:50:37 Gelesen: 26154# 115 @  
@ Altmerker [#114]

Ich habe mich bis gestern abend nicht mit dieser Beitragsreihe beschäftigt. Als ich den hier eingescannten Beleg kaufen musste, weil er sonderbar ist, habe ich gedacht, beschäftige dich mal mit diesem Thread.

Allerdings habe ich diese Art von "Fälschung" oder "Betrug" hier noch nicht gesehen und bin nicht sicher ob es überhaupt unter die Kategorie Betrug fällt oder unter einen neuen Thread "Jux und Dollerei".

Es handelt sich um ein "Einschreiben" von Berlin Haselhorst nach Halle an der Saale. Freigemacht wurde der Brief mit den beiden Berliner Marken zum Volksaufstand am 17. Juni und einer Marke der Bundesrepublik vom September 1952 zum Thema Bundesjugendplan.

Das Ganze ergibt also ein Porto von 60 Pfennig, ich weiß allerdings nicht, ob dies das tarifgerechte Porto war.

Ist ja alles auch relativ unbedeutend, wenn man dann urplötzlich folgendes bemerkt;

Es handelt sich hier weder um echte Marken noch um einen echten Einschreibezettel. Ein Witzbold (mit Know-How) hat all diese Marken auf das Kuvert kopiert und den Brief dann wohl so zum Postamt gebracht.

Interessant ist also letztendlich die Frage, ob die Stempel von Berlin Haselhorst echt sind (dort befindet sich übrigens die Zitadelle Spandau) und ob die beiden Stempel ZURÜCK Unzulässig in violetter Farbe echt sind.

Erstaunt hat mich auch das sehr frühe Stempeldatum vom 18. August 1853. Dies war also 1 Tag nachdem die beiden Briefmarken zum Volksaufstand herausgekommen sind. Ist es Betrug, Jux und Dollerei oder einfach nur Ganz-Mache?

Der Absender hat sich auf der Rückseite verewigt. Denke, was immer das auch ist, verjährt.

Liebe Grüße

10Parale


 
LK Am: 07.08.2017 12:16:55 Gelesen: 26128# 116 @  
@ 10Parale [#115]

Ein Witzbold (mit Know-How) hat all diese Marken auf das Kuvert kopiert und den Brief dann wohl so zum Postamt gebracht.

Hallo,

das ist eine komplette Kopie eines echten Propagandabriefes von Berlin - Hasselhorst (Westsektor) in die DDR.

1953 war eine Farbkopie noch gar nicht möglich. der erste Farbkopierer wurde erst 1973 von Canon auf dem Markt eingeführt.

Schön anzusehen, aber eher etwas für die Rundablage.

Beste Grüße
 
hopfen Am: 07.08.2017 12:17:52 Gelesen: 26128# 117 @  
@ 10Parale [#115]

"Als ich den hier eingescannten Beleg kaufen musste"

Könnte es sein, dass Sie eine Farb-Kopie gekauft haben ? Sicherlich an der Handschrift feststellbar!
 
Sachsendreier53 Am: 08.08.2017 13:41:40 Gelesen: 25980# 118 @  
@ hopfen [#108]

Danke Horst !

Stimmt, die MiNr.822-Berlin-West, 10(Pf) 150 Jahre Eisenbahn Berlin /Potsdam war auch wie die MiNr. 326-879 nur bis 31.12.1991 frankaturgültig.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 18.08.2017 11:53:13 Gelesen: 25187# 119 @  


Ungültige Frankatur DDR- MiNr.3359 50+15 (Pf), Ausg. vom 18.9.1990, Wiederaufbau der Neuen Synagoge Berlin auf Brief nach Bayreuth. Gestempelt wurde im BZ 04 am 4.3.2001. Die Frankaturgültigkeit der Marke endete am 31.12.1991.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Mondorff Am: 01.09.2017 15:50:49 Gelesen: 24577# 120 @  
Betrug zum Schaden der Post - hier in Luxemburg.

Zur "Frankatur" wurde die Sparmarke eines großen Einkaufszentrums verwendet.



Ob sich der Werbeeinsatz des Maschinenstempels deshalb (voller Grausen) auf den Kopf gedreht hat, wie mir jemand einreden wollte, glaube ich, weil kein Nachporto verlangt wurde, nicht.

Schönen Gruß
DiDi
 
Journalist Am: 04.09.2017 10:10:38 Gelesen: 24400# 121 @  
Hallo an alle,

den folgenden Brief könnte ich zwar auch bei der Rubrik "Nigeria" einstellen, aber inhaltlich passt er hier doch besser hin:



Mancher wird nun fragen, was hat der obige Brief den mit Nigeria zu tun ?

Das geht aus dem Inhalt des Briefes hervor, den ich hier zensiert abbilde, nicht das jemand tatsächlich auf die dumme Idee kommt den Inhalt zu glauben und dort anzurufen:




Dieser Brief und viele andere wurden nicht nur zum Betteln benutzt, um Leute zu betrügen, sondern gleichzeitig wurden verschiedene Länder (Postanstalten) betrogen bezüglich der Freimachung. Bekannter sind diese Briefe oft mit komplett gefälschten oder fingierten Briefmarken aus Nigeria.

Aber auch die Deutsche Post war eines der Opfer, wie der obige Brief zeigt - hier wurde ein fingierter Absenderfreistempel als Freimachung genutzt, um diesen Brief in die USA zu schicken. Dort wurde er glücklicherweise nicht geöffnet und ging zurück zum Absender. Da hier kein Absender erkennbar war, geht er laut Weltpostvertrag in der Regel immer an das Land zurück, aus dem die Freimachung stammt - hier Deutschland.

Also eine nicht alltäglich Fälschung zum Schaden der Post. Die obigen gezeigten Fälle sind aus Postsicht aber oft Bagatellfälle, die oft unerkannt durchrutschen. Wesentlich schlimmeren Schaden richten aber komplett gefälschte Briefmarken an. Hier gibt es auch seit der Euroeinführung etliche Briefmarken, die komplett gefälscht wurden, die aber noch nicht im Katalog stehen bzw. veröffentlicht wurden, es gibt hier also noch viel Forschungsbedarf. Gehen Sie hier doch einfach mal mit der UV-Lampe auf Spurensuche, oft ist auch die Zähnung nicht so gut, so dass man daran die gefälschten Marken erkennen kann. Wenn alles klappt, wird es dazu in naher Zukunft auch einen Artikel in der philatelie geben.

Viele Grüße Jürgen
 
Nachtreter Am: 04.09.2017 12:16:55 Gelesen: 24372# 122 @  
@ Journalist [#121]

Interessante Portostufe. :-)

Viele Grüße aus dem wilden Süden,

Nachtreter
 
bignell Am: 04.09.2017 19:00:08 Gelesen: 24296# 123 @  
@ Journalist [#121]

"DEUTSHE POST" - wie süß.

Lg, harald
 
Sachsendreier53 Am: 10.09.2018 08:30:29 Gelesen: 7121# 124 @  


Ausgeschnittenes "Postwertzeichen" aus der Postwerbung vom Juni 2003 auf Standardbrief, anstandslos gestempelt im BZ 04 am 30.06.2003. Die echte Briefmarke daneben: MiNr.2311, 40 Jahre Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Ausgabe vom 16.1.2003.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Erdinger Am: 10.09.2018 12:37:07 Gelesen: 7060# 125 @  
@ Sachsendreier53 [#124]

Liebe Freunde,

es geht auch anders herum - hier war jemand übereifrig. Der Versender hat mir diesen Scan gemailt, um eine Versandverzögerung anschaulich zu begründen.

Bei der Post in Dresden hat man einen Ganzsachenumschlag nicht als solchen erkannt. Der Versender beschwerte sich, mittlerweile ist die Sendung ganz regulär und mit zusätzlicher Gültigkeitskennzeichnung bei mir eingetroffen.



Moderne Postgeschichte!

Viele Grüße aus Erding!
 
StefanM Am: 10.09.2018 13:06:56 Gelesen: 7042# 126 @  
@ Erdinger [#125]

Sehr schön, so wurde aus der einfachen Sonderganzsache ein interessanter Beleg. :)
 
Sachsendreier53 Am: 27.09.2018 08:20:57 Gelesen: 6055# 127 @  
Ungültige Marke Bund MiNr. 279 10 (Pf), Ausg. vom 16.11.1957, 500 Jahre Landtag Württemberg, auf Brief nach Bayreuth, gestempelt im BZ 04 am 14.2.2002. Die 10 (Pf) Marke besaß eine Frankaturgültigkeit bis zum 31.12.1959.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 08.02.2019 09:13:43 Gelesen: 854# 128 @  
Eilsendung nach 40882 Ratingen mit Konkurrenz - Entwurf, ausgeschnitten 100+50(Pf), Für die Jugend, 100.Todestag von Heinrich Hoffmann (1809-1894), Motiv: Der böse Friederich", gestempelt in 04668 GRIMMA 1 / k / 15.8.1995.




Die echte, angenommene Sondermarke zum 100.Todestag von H.Hoffmann erschien am 14.4.1994

mit Sammlergruß,
Claus
 
Henry Am: 08.02.2019 10:26:49 Gelesen: 816# 129 @  
@ Sachsendreier53 [#128]

Hier liegt kein Betrug zum Schaden der Post vor, da das erforderliche Porto mit gültigen Marken abgedeckt wurde. Der Ausschnitt des Konkurrenzentwurfs ist zusätzlich und für die DPAG nicht relevant. Es könnte sich also höchstens noch um eine Verletzung des Urheberrechts handeln, aber selbst das bezweifle ich in diesem Fall. Das wäre aber auch eine ganz andere Schiene.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
alemannia Am: 08.02.2019 12:57:25 Gelesen: 784# 130 @  
Hallo zusammen,

die Postgebühr betrug 9,00 DM für Eilzustellung zzg. 1,00 DM für Standartbrief bis 20 Gramm.

Als Kompaktbrief der 2. Gewichtsstufe (20-50 Gramm) wären allerdings zzgl. 2,00 DM Porto zu zahlen gewesen.

Gruß

Guntram
 
Henry Am: 08.02.2019 18:44:56 Gelesen: 701# 131 @  
@ alemannia [#130]

Hallo Guntram,

du beziehst dich auch auf den Beitrag 128? Dann liegst du mit deiner Antwort nicht richtig. Die Entwurfsmarke zeigt das Stempeldatum 15.8.95. Lt. MICHEL Gebührenübersicht betrug die Gebühr für Eilzustellung 6-22 Uhr 7,00 €. Für den Brief in der 3. Gewichtsstufe fallen 3,00 € Porto an. Macht die frankierten 10 €. Wäre der Brief einer niedrigeren Gewichtsklasse zuzuordnen, wäre er sogar überfrankiert gewesen. Wenn der Brief allerdings in der Zeit von 22-06 Uhr zugestellt hätte werden sollen (Porto 10 €) und der 1. Gewichtsklasse entsprochen hätte (Gebühr 1), dann läge tatsächlich ein Betrugsfall vor. Ich sehe dafür allerdings keinen Anhaltspunkt. Falls du nicht [#128] gemeint haben solltest, hätte ein Hinweis auf den angedachten Beitrag mich von diesem Post abgehalten.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
alemannia Am: 08.02.2019 19:13:13 Gelesen: 682# 132 @  
Hallo Henry,

laut meinem Michel-Postgebühren-Handbuch betrug ab 1.9.1994 die Gebühr für Eilzustelung zwischen 6-22 Uhr = 9,00 DM (Nicht €).

Der Euro wurde erst zum 1.1.2002 als Zahlungsmittel eingeführt.

Gruß

Guntram
 
Henry Am: 09.02.2019 14:38:32 Gelesen: 547# 133 @  
@ alemannia [#132]

Hallo Guntram,

ich bitte um Entschuldigung, du hast völlig recht. Ich muss mir doch wieder angewöhnen, auch die kleinen Ziffern im MICHEL zu beachten. Und natürlich waren es zu dem Zeitpunkt noch DM-Beträge. Das ändert allerdings nichts an der Aussage in [#129].

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 

Das Thema hat 133 Beiträge:
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