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Thema: Schweiz Dauerserie Tell Brustbild
Das Thema hat 59 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 19.06.2018 23:54:25 Gelesen: 8768# 35 @  
@ jahlert [#34]

Lieber Jürgen,

ich zeige hier anbei eine Tell-Brustbild mit den verschiedenen Rückseiten:

Faserpapier glatt
Faserpapier geriffelt



Ich denke, man kann die Riffelung erkennen (linke Marke).

Die Briefmarke von vorne:



glatt - geriffelt

Man sieht von vorne keinen Unterschied. Die geringen Farbunterschiede gibt es meines Wissens bei beiden Gummierungen (glatt und geriffelt).

Im September 1925 kam der Wert zu 25 Rappen an die Postschalter. Die Auflage war 15.6 Millionen Stück. Zumstein Nr. 175 (Michel Nr. 207x). Neun Jahre später, 1934, wurde diese Marke leicht verändert herausgegeben: die Gummierung wurde geriffelt. Meines Wissens wurde dies gemacht, damit sich die Marken weniger rollen. Die Auflage war 2.0 Millionen (Zumstein 175z, Michel 207z).

Heinz
 
jahlert Am: 20.06.2018 12:04:08 Gelesen: 8744# 36 @  
@ Heinz 7 [#35]

Lieber Heinz,

ich kann die Riffelung bei der linken Marke gut erkennen!

Wie erkennen die Prüf-Experten die z-Marken auf Belegen?

Gehören auch die entsprechenden Kehrdrucke und die zusammenhängenden Wertstufen zu diesem Thema?

Mit Gruß nach Basel, Jürgen
 
Heinz 7 Am: 20.06.2018 21:32:42 Gelesen: 8725# 37 @  
@ jahlert [#36]

Lieber Jürgen,

meines Wissens kann man eine z-Marke nur erkennen, wenn sie vom Brief abgelöst wird. Aber vielleicht weiss ein Prüf-Experte mehr?

Ich finde, dass auch die Kehrdruck-Paare und zusammenhängenden Werte zum Thema gehören, wenn mindestens eine Marke ein Tell-Brustbild ist. Wir haben zwar schon im Thema "Schweiz Markenheftchen und ihre Herstellung" schon ein paar solcher Spezialitäten gesehen, aber das kommt ja oft vor, dass eine Marke oder ein Beleg in verschiedene Themen "hineinpasst".

Man kann das Thema auch erweitern und z.B. besondere Stempel auf diesen Marken zeigen.



Anbei eine Tell-Marke mit dem Bahnpoststempel "UNTERÄGERI 9. JUNI 1928". Diese Marke wurde vor allem wegen ihrem Stempel vom Sammler geschätzt.

Schöne Grüsse
Heinz
 
jahlert Am: 21.06.2018 00:23:26 Gelesen: 8711# 38 @  
@ Heinz 7 [#37]

Lieber Heinz,

hier ist der Kehrdruck K8:



Viele Grüße, Jürgen
 
Heinz 7 Am: 24.06.2018 16:49:09 Gelesen: 8517# 39 @  
@ Heinz 7 [#28]

Die Zumstein Nummer 155 habe ich noch nicht gezeigt, es ist die 25 Rappen-Marke orangerot.



Die Wertstufe von 25 Rappen wurde vermeintlich nicht so oft benötigt, trotzdem war die Auflage dieser Marke recht hoch: ZSt. 155 = 24'000'000. Dazu kommt, dass auf die Nummer 159 dieselbe Nominale hatte (25 Rp. karmin; Auflage 22'000'000) und auch die Nummer 175 (15'600'000), die wir bereits in Beitrag 35 kennenlernten. Zählen wir dann noch die Auflage der Marke mit geriffelter Gummierung hinzu (175 z = 2'000'000), so erreichen wir die stolze Zahl von über 65 Millionen Marken à 25 Rappen innerhalb von 13 Jahren (1921-1934).

Abgelöst wurden diese Marken durch 25-Rappen-Marken der Landschaftsbilder im Buchdruck (1934) und im Stichtiefdruck (1936). Da bestand also offenbar doch ein grosser postalischer Bedarf.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 08.08.2018 22:44:03 Gelesen: 7540# 40 @  
@ Heinz 7 [#28] (siehe Tabelle)

Seit November 2017 besprechen wir hier die Briefmarken-Ausgabe Tellbrustbild.

1924 kamen weitere Werte zur Ausgabe. Der 20 Rappen-Wert wurde nun in der Farbe orangerot herausgegeben (ursprünglich rotlila), siehe [#32].



Diese Marke hat die Zumstein Nr. 158 (Michel Nr. 166 x). Die Auflage war satte 90 Millionen Stück.

Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 17.09.2018 22:43:16 Gelesen: 6924# 41 @  
@ Heinz 7 [#39]

Gesprochen habe ich schon über den 25-Rappen Wert in karmin, aber gezeigt habe ich erst den Wert in orangerot. Nun möchte ich die Zumstein Nr. 159 (karmin) gerne zeigen.



Wie erwähnt hatte diese Marke eine Auflage von 22 Millionen Stück, sie wurde im Oktober 1922 herausgegeben. Sie ist nicht selten, und jeder Freund dieser klassisch-schönen Briefmarke kann sie auch heute problemlos kaufen. Früher kannte jeder Schweizer diese nun 95 Jahre alte Marke; heute freuen sich die Menschen wieder, wenn sie eine so schöne Marke sehen. Graphisch ist das ein Meisterstück, finde ich.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.10.2018 22:13:51 Gelesen: 6492# 42 @  
@ Heinz 7 [#28]

Die Marke Tell 10 Rappen grün habe ich bereits gezeigt.

Die Marke wurde auch für Markenheftchen verwendet. Für die Fabrikation der MH fertigte die Schweizer Post praktische Markenheftchenbogen an. Darauf sind auch Kehrdruckpaare zu finden. Dies aber nur auf unzerteilten MH-Bogen. Wenn der Bogen aufgeteilt wurde, wurden die Kehrdruckpaare auseinander-getrennt.

Hier zeige ich ein schönes Kehrdurck-Paar; Zumstein Nr. K 18.



Die Sammler liebten solche Paare immer schon und darum finden wir auch heute noch in vielen gepflegten Sammlungen auch eine Sektion Kehrdruck-Paare. In den Vordruck-Alben waren dafür auch eigene Seiten hergestellt worden. Einzelne dieser Kehrdruck-Paare sind recht teuer. K 18 hingegen nicht.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.11.2018 23:47:24 Gelesen: 5775# 43 @  
@ Heinz 7 [#28]

Von der obigen Tabelle habe ich die ersten 12 Marken ungebraucht schon gezeigt. Nun folgt die 30 Rappen-Marke von 1924 (Zumstein 160, Michel 169x). Diese Make gibt es mit glattem Papier und geriffelt.



Auf Brief haben wir die Marke auch schon gesehen; Beiträge [#1] und [#5].

Geriffelt wird diese Marke recht hoch bewertet: CHF 300 (SBK 2018). Glattes Papier: CHF 50.

Gute Nacht!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 21.11.2018 23:27:30 Gelesen: 5621# 44 @  
@ Heinz 7 [#43]

Als Ergänzung zum Thema "Tell"

Es gibt auch ein Briefmarken-Motiv, welches "den ganzen Tell" zeigt, also den ganzen Mann, mit seiner Armbrust. Meines Wissens ist diese Marke eine Nachbildung eines Bildes, das von Ferdinand Hodler gemalt wurde.

Die Zumstein Nr. 244 wurde am 15. Januar 1941, also mitten im Krieg, herausgegeben. Sie hatte die Nominale von 60 Rappen. Die Marke wurde in einer grossen Auflage gedruckt (114 Millionen Stück), das ist für ein kleines Land, wie die Schweiz es war/ist, doch eine grosse Menge.



Der 60 Rp.-Wert war die zweite Marke eines langen Satzes von 9 Werten "Historische Bilder". Die Marken sind meines Wissens heute noch frankaturgültig. Aber kaum jemand wird diese Marke, die ungestempelt erheblich teurer ist als gestempelt, heute noch zur Frankatur einsetzen.

Die hier gezeigte Marke hat einen Aufdruck. Diesen erläutere ich in einem weiteren Beitrag.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.12.2018 22:09:40 Gelesen: 5491# 45 @  
@ Heinz 7 [#43]

Bis jetzt habe ich nur eigene Stücke gezeigt, aber leider habe ich das nachfolgende Los bei einer Auktion in Zürich nicht kaufen können, trotz hohem Gebot.



Der 20 Rappen-Wert Tell karminrot wurde auch für Kehrdruckbogen hergestellt. Marke 1-2-3 stand normal, 4-5-6 aber kopfstehend, was ich andernorts ausführlich erklärt habe (siehe Thema Markenheftchen). Aus diesen Markenheftchenbogen, die aus nur 90 (statt 100) Marken pro Bogen bestanden, liessen sich 15 Markenheftchen-Blätter à 6 Marken herstellen.

Das Los 9123 der Auktion zeigt eine spektakuläre Abart auf einem Zehnerblock: "grosse farblose Stelle infolge fremden Papierteil auf dem Druckbogen". Besonders aufsehen-erregend ist nun, dass sogar das (bedruckte) fremde Papierteilchen erhalten geblieben ist!

Eine sensationelle Abart! Das Stück war ein Glazstück der Sammlung von Hans Zweifel.

Bei einem Startpreis von CHF 400 wurde das Stück erst bei CHF 1400 zugeschlagen (plus 21 %).

Heinz
 
10Parale Am: 12.01.2019 19:44:56 Gelesen: 4806# 46 @  
Hier ein Dreierstreifen mit dem Brustbild von Tell (die rechte Marke gehört dazu, wurde aber irgendwie mittig perforiert!) der 10 Rappen (hellgrün? dunkelgrün? - ware mal interessant, die Farbunterschiede an Hand von 2 verschiedenen Exemplaren zu sehen).

Der Herr Gutspächter in Brombach stand kurz vor seiner Verlobung mit Fräulein Brant und im Kuvert finden sich die Zeilen eines Gratulanten.

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 13.01.2019 04:50:10 Gelesen: 4790# 47 @  
@ 10Parale [#46]

Hallo Parale,

ich bin erfreut, dass wieder mal ein Beitrag zu Schweizer Marken aus dem Tiefschlaf erweckt wurde. Deinem Wunsch, beide 10-er Tell Brustbild nebeneinander zu stellen, kann entsprochen werden.



10 Rappen grün, Ausgabe 1921 und 10 Rappen blaugrün, Ausgabe 1928

Die gleiche, auch berechtigte Frage stellt sich doch auch bei der 25 Rappen Marke.



25 Rappen orangerot, Ausgabe 1921 und 25 Rappen karminrot, Ausgabe 1922

Allen einen schönen Sonntag wünscht

SH-Sammler
Hanspeter
 
merkuria Am: 13.01.2019 18:25:53 Gelesen: 4745# 48 @  
@ Heinz 7 [#44]

Diese Marken werden ab und zu noch heute gerne von Philatelisten verwendet!

https://www.philaseiten.de/beitrag/185507

Gerade wenn die Gummierung fehlerhaft ist, bleibt diese Marke ungebraucht praktisch unverkäuflich!

Gruss
Jacques
 
Heinz 7 Am: 05.02.2019 23:45:04 Gelesen: 4303# 49 @  
@ Heinz 7 [#28]

Die 10 Rappen-Marke Tell haben wir bereits in den Farben rot und hellgrün gesehen. 1928 kam der 10 Rappen-Wert nochmals heraus, diesmal in der Farbe blaugrün.



Die Auflage betrug stolze 437'000'000 Stück. Für ein kleines Land wie die Schweiz 1928 ist diese Auflage beachtlich.

Eine sehr schöne Marke, finde ich!
Heinz
 
Cantus Am: 06.02.2019 03:27:14 Gelesen: 4295# 50 @  
@ Heinz 7 [#49]

Hallo Heinz,

bei der Schönheit dieser Marke stimme ich dir zu, nur habe ich gerade keine passende Frankatur zur Hand. Bei meinen privaten Ganzsachenumschlägen der Schweiz bevorzuge ich allerdings Umschläge mit dem Wertstempel Tellkopf, unsere Wahrnehmung ist dabei wohl ähmlich.

Hier zeige ich heute eine Postkarte der Bally-Schuhfabrien, die am 22.4.1929 von Schönenwert nach Bad Kreuznach gelaufen ist. Frankiert war sie mit der Marke zu 20 Cts. in rot, ich habe aber die Abbildung der Marke stark verdunkelt, um die darin befindliche Firmenlochung besser hervorheben zu können.





Viele Grüße
Ingo
 
SH-Sammler Am: 10.05.2019 16:07:31 Gelesen: 3111# 51 @  
@ Heinz 7 [#49]

Hallo Heinz,

seit dem letzten Beitrag ist schon viel Wasser den Rhein hinunter geflossen.

Zeit also, wieder etwas von Vater Tell zu zeigen.

Von den roten und den grünen 10 Rappen Marken haben wir je schon einige in Grossaufnahme gesehen. Heute zeige ich die 10 Rappen Marken in dunkelvoiletter Farbe. Sie ist in Beitrag [#8] auf Beleg schon zu sehen, allerdings etwas klein.

Nachstehend 3 Viererblocks mit den Nominalwerten 10 Rappen, 20 Rappen und 30 Rappen, alle mit glattem, sämischem Faserpapier.



Tell Brustbild 10 Rappen, Kat.-Nr. 184, Mi.204x



Tell Brustbild 20 Rappen, Kat.-Nr. 174, Mi 206x
Tell Brustbild 30 Rappen, Kat.-Nr. 160, Mi 169x

SH-Sammler
Hanspeter
 
Heinz 7 Am: 29.07.2019 23:40:19 Gelesen: 2145# 52 @  
@ SH-Sammler [#51]

Hallo Hanspeter,

Das Thema Tell beschäftigt die Philaseiten-Sammler weniger, als andere Ausgaben. Darum anbei ein weiterer Beitrag von mir:

45 der 70 Rappen der Gesamtfrankatur wurden hier mit zwei Marken der Ausgabe "Tell-Brustbild" freigemacht, die übrigen 25 Rappen mit Tellknaben und Ausgabe "Helvetia mit Schwert"/Aufbrauchsausgabe.



Ein Einschreibe-Brief von Schaffhausen nach Madagascar war 1925 sicherlich ungewöhnlich. Hübsch ist auch die schöne Werbevignette auf der Rückseite des Briefes, die für die philatelistische Ausstellung in Paris Werbung machte. Und - wertvoll für uns Philatelisten - ist auch der Ankunftsstempel "TAMATAVE / MADA...". Er zeigt uns, dass der Beleg echt gelaufen ist.

Heinz
 
10Parale Am: 24.08.2019 20:47:55 Gelesen: 1701# 53 @  
@ Heinz 7 [#42]

Dieses postfrische (ohne Falz, mit Gummi) Kehrdruckpaar fand ich heute in einem seltsamen Briefumschlag, dürfte doch die K18 sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
Gernesammler Am: 28.08.2019 11:02:58 Gelesen: 1655# 54 @  
@ 10Parale [#53]

Hallo 10Parale,

es ist das Kehrdruckpaar Zumstein K18 Nr.153 als Einzelmarke im Zumstein.

Gruß Rainer
 
JohannesM Am: 25.09.2019 20:52:03 Gelesen: 1254# 55 @  
Von mir eine Buntfrankatur der Tellmarken, ob das Porto stimmt weiss ich nicht, da nicht mein Sammelgebiet.



Beste Grüße
Eckhard
 
SH-Sammler Am: 26.09.2019 06:48:19 Gelesen: 1237# 56 @  
@ JohannesM [#55]

Hallo Eckhard

Die Brieftaxe von 80 Rappen ist korrekt. Sie setzt sich zusammen aus dem normalen Briefporto von 20 Rappen und dem Express Zuschlag von 60 Rappen für Briefe im Fernverkehr.

Fernverkehr bedeutete eine Distanz in gerader Linie ab Aufgabe bis Empfänger von 10 km und mehr. Dies im Unterschied zum Lokalrayon mit reduzierter Brieftaxe. Die Regelung Lokalrayon / Fernverkehr wurde bis Ende 1972 beibehalten.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
JohannesM Am: 26.09.2019 11:25:46 Gelesen: 1218# 57 @  
@ SH-Sammler [#56]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für deine Info.

Beste Grüße
Eckhard
 
Cantus Am: 26.09.2019 11:32:11 Gelesen: 1216# 58 @  
Abonnementsforderungen, aber auch lediglich Quittungen für Vereinsbeiträge oder Druckwerke wurden früher gerne per Postkarte verschickt, zum Teil als Ganzsache, häufig aber mit Briefmarkenfrankaturen. Es gibt in diesem Rahmen viele reizvolle Belege, so wie sie hier schon in den Beiträgen [#7], [#12] und [#26] gezeigt worden sind. Ich zeige ein weiteres Exemplar, gelaufen am 13.10.1923 von Thun nach Frutigen, freigemacht mit 20 Rappen.





Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 31.10.2019 22:50:25 Gelesen: 639# 59 @  
@ Heinz 7 [#28]

Die vielen Tellbrustbilder haben 1928 einen weiteren Wert in abgeänderter Farbe gesehen. Zuerst waren die 15 Rappen violett (1914), 14 Jahre später kam der Wert in der Farbe braunrot heraus



Mit einer Auflage von 14 Millionen Stück ist die Marke nicht selten. Wenn ihr Gummi aber geriffelt ist, so hat die Marke postfrisch doch einen ziemlich hohen Katalogwert.

Heinz
 

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