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Thema: Die Sperati Fälschungen
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:35:46 Gelesen: 1897# 1 @  
Eine hundert Prozent falsche Marke, die aber trotzdem beliebt ist und eifrig gesammelt wird:



Die Marke sieht (vom Druckbild) sehr echt aus, ist aber eine Ganzfälschung von Meisterfälscher Jean Sperati, hier ale Einzelabdruck auf kleinem Bogen. Die Originalbogen beinhalteten 32 Marken in 4 Reihen.

Dieser Fälscher war sehr eitel und bezeichnete seine Erzeugnisse als Kunstwerke. Dreist drehte er den Spiess um und verbot die Nachahmung seiner "Kunstwerke". Dabei war ER ja der Fälscher.

Nun, diese Sperati-Fälschungen sind heute selber Sammel-Objekte! Zur Zeit wird in Grossbritannien eine zum Verkauf angeboten. GB£ 300 Startpreis scheint mir aber etwas viel. Solche Exemplare findet man gelegentlich auch etwas günstiger.

Philatelistische Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:43:03 Gelesen: 1896# 2 @  
@ Heinz 7 [#1]

Noch gefährlicher als die Fälschungen der ersten Ausgabe waren aber die Sperati-Fälschungen der 2. Ausgabe; hier ein Exemplar der 5 Parale-Zeitungsmarke



Dieses Druckerzeugnis (Ganzfälschung) ist in dieser Form klar als Nachahmung erkennbar, weil auch diese Marke wurde von der Post nur in 32er-Bogen hergestellt. Marken mit so breiten Rändern gibt es nicht. Hier muss man ja von einem "Kleinbogen mit Einzelmarke" sprechen.

Würde aber ein Besitzer diese "Marke" eng ausschneiden, hätte er eine gefährliche Nachahmung der Michel Nr. 5 in den Händen. Das Papier stimmt zwar nicht, aber das wissen viele Sammler nicht.

Auch dieses Sperati-Produkt wird zur Zeit in England zum Verkauf angeboten.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 13:50:39 Gelesen: 1893# 3 @  
@ Heinz 7 [#1]
@ Heinz 7 [#2]

Anbei ein Bild der Handpresse, die Meisterfälscher Sperati benutzte.

Ausgestellt war dieses schöne Ding an der Weltausstellung 2015 in London (Mai 2015).



Die britischen Philatelisten brachten den Kerl zur Strecke, vor allem Robson Lowe. Sperati wurde gerichtlich verurteilt. Die Zusammenarbeit mit führenden anderen Philatelisten klappte sehr gut damals, vor über 60 Jahren.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 14:15:20 Gelesen: 1884# 4 @  
@ Heinz 7 [#3]

Na, das ist ja allerhand!



Auch die 80 Parale-Marke (der 2. Ausgabe, Michel Nr. 7) wird angeboten, in der Farbe rot! Es gibt diesen Druck auch in schwarz. Sperati fälschte meines Wissens "nur" diese 3 Marken der ersten vier Ausgaben von Rumänien (Michel Nrn. 1-13)

Nr. 4: 108 Parale / 1. Ausgabe
Nr. 5: 5 Parale / 2. Ausgabe
Nr. 7: 80 Parale / 2. Ausgabe

Von der 3. und 4. Ausgabe Rumäniens gibt es meines Wissens keine Sperati-Fälschungen.

Fälschungen der Michel Nr. 31 habe ich im Thema "Rumänien: Marken echt oder falsch?" gezeigt (siehe dort, Beitrag 108).

In diesem Thema sollten wir nur Fälschungen der Ausgaben 1858 (Michel Nr. 1-7) besprechen (Fürstentum Moldau).

Heinz

[Beiträge [#1] bis [#4] redaktionell kopiert aus dem Thema "Rumänien Fürstentum Moldau: Marken echt oder falsch ?"]
 
Heinz 7 Am: 13.02.2018 14:17:12 Gelesen: 1748# 5 @  
@ Heinz 7 [#4]

Richard hat aus meinen Beiträgen zu Fälschungen von Rumänien ein neues Thema eröffnet. Dieses ist in der Tat sehr spannend, und es lohnt sich, zum Leben des Meisterfälschers Jean de Sperati einige Informationen bekannt zu geben.

Giovanni de Sperati wurde 1884 in Italien (Pisa) geboren, lebte aber die längste Zeit seines Lebens in Frankreich und nannte sich Jean. Er war Drucker und Graveur. Dass er daneben Meisterfälscher von Briefmarken war, wusste lange Zeit niemand (meines Wissens), denn er produzierte zwar emsig Fälschungen, die er auch verkaufte, aber dies geschah meines Wissens diskret.

1942 nahm dann das persönliche Unglück des Fälschers seinen Lauf; damals war Sperati schon 58 Jahre alt. Er versandte Fälschungen nach Portugal. Zu seinem Pech aber öffnete der Zoll die Sendung und die Behörden gingen davon aus, dass Sperati wertvolle Marken illegal exportieren wollte. Vergessen wir nicht: es war Kriegszeit!

Damit hatte Sperati ein Riesenproblem! Um seine Haut zu retten versicherte Sperati, die Sendung seien gar keine echten Marken, sondern Eigenproduktionen (Fälschungen) (und damit nahezu wertlos). Sperati sagte damit sogar die Wahrheit! Nur - man glaubte ihm nicht, und Experten sagten, die festgehaltenen "Marken" seien echt!

Nun musste der Fälscher beweisen, dass seine Fälschungen falsch waren! Eine absurde Situation, die Sperati Einiges abverlangte. Schliesslich gelang ihm der Beweis, aber Sperati war vom Regen in die Traufe gekommen, denn nun wurde er als Fälscher angeklagt und 1948 vom Gericht verurteilt. Sperati wurde zu einer Geldstrafe und zu Schadenersatz verurteilt (hohe Geldstrafen).

Beim Schuldspruch war Sperati 64-jährig, dies galt als hohes Alter, deswegen musste er nicht auch noch ins Gefängnis. Um seine Schulden zu bezahlen verkaufte er 1954 alle Fälschungen und alle Druckstöcke an die "British Philatelic Association", die mithalf, diese ungemein gefährlichen Fälschungen aus dem Verkehr zu ziehen. Die BPA schrieb eine wichtige Publikation zu den Erkenntnissen aus diesem Fälscher-Skandal. Drei Jahre später (1957) starb der Meisterfälscher. Seine Fälschungen sind aber bis heute "ein Thema", wenngleich die BPA und ihre fleissigen Helfer (u.a. Robson Lowe) den Hauptschaden (den "Super-GAU") hatten verhindern können.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.02.2018 19:00:15 Gelesen: 1692# 6 @  
@ Heinz 7 [#5]

Jean de Sperati hatte also turbulente letzte Jahre (1942-1957), nachdem er zuvor meines Wissens nicht aufgefallen war. Als seine Machenschaften aber ans Tageslicht kamen, zeigte Sperati auch seinen Charakter, und er nahm Stellung zu Fragen der Philatelie.



In dem 1946 erschienen Werk aus seiner Feder äusserte er sich zu diversen Aspekten der Philatelie. Wenig erstaunlich ist dabei, dass er sich sehr kritisch über Briefmarken-Experten äusserte. Es war ihm verständlicherweise ein Vergnügen gewesen, dass viele Experten seine Imitationen nicht von echten Marken unterscheiden konnten.

Es muss heute als grosse Leistung (mit Weitblick!) erkannt werden, dass die "British Philatelic Association" keine Mühen scheute, den Meisterfälscher unschädlich zu machen. Die BPA hat angeblich einen grossen Betrag investiert, um Sperati die ganzen Fälschungen, Druckstöckel und -maschinen abzukaufen. Ansonsten wäre der Schaden für die Philatelie natürlich riesig gewesen, denn nur indem man seine Werke auch bekanntmachte, konnte man das Vertrauen der Sammler wieder einigermassen herstellen. Einige Philatelisten haben hier hervorragende Leistungen erbracht.

Das Werk der "British Philatelic Association" ist natürlich ein ganz wichtiges Buch für die Philatelisten! Es wurde 2001 ergänzt durch einen Ergänzungsband, mit neuen, noch zusätzlichen Erkenntnissen (Herausgaber: Royal Philatelic Society, London. Autoren: Carl Walske & Robson Lowe).

Heinz
 
merkuria Am: 14.02.2018 15:23:32 Gelesen: 1596# 7 @  
Nach beinahe 100 Jahren seit Beginn der Fälschungsaktivitäten von Sperati werden diese Stücke noch immer gehandelt und gerne als kleine, wenn auch gefälschte Kunstwerke gesammelt. Sperati fertigte seine Stücke mit einer unnachahmlichen Präzision an, wie sie von kaum einem anderen Fälscher je erreicht wurde. Ich möchte dies hier am Beispiel dreier Schweizer Marken dokumentieren.



Schweiz, Kanton Zürich 4 Rp mit senkrechtem Linienunterdruck gestempelt, rechts ein Originalstück



Schweiz, Kanton Zürich 4 Rp mit waagerechtem Linienunterdruck gestempelt.

Die beiden Kanton Zürich-Fälschungen wurden an der 6. Hamburg Auktion Galleries (vormals Schwanke) vom Dezember 2017 unter Los Nr. 1855 und 1857 zu je 180 € + Aufgeld verkauft.



Schweiz, Kanton Genf 1863, Doppelgenf gestempelt

Diese Doppelgenf-Fälschung fand an der gleichen Auktion unter Los Nr. 1863 für 300 € + Aufgeld einen Käufer.

Auch vor den Kopfstehern aus Guatemala wurde nicht Halt gemacht:



Guatemala 1881, 2c Quetzal mit kopfstehendem Mittelstück

Diese gefälschte Druckprobe (Die Proof) wurde an der 980. Robert A. Siegel Auktion vom Dezember 2009 in New York unter der Los Nr. 3364 angeboten und für 350 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinz 7 Am: 14.02.2018 17:05:53 Gelesen: 1558# 8 @  
@ merkuria [#7]

Jacques ist mir zuvorgekommen; ich habe ebenfalls eine "Zürich 4" gesucht aus der "Werkstatt Sperati".

Man sieht hier wunderbar, wie sich Sperati auch an die schwierigsten Marken heranwagte! Die 4-Rappen-Marke von 1843 aus Zürich ist mit ihren senkrechten und waagrechten roten Unterdrucklinien wirklich eine extrem hohe Hürde für jeden Fälscher, aber Sperati liess sich durch solche Aufgaben nicht abschrecken, sondern meisterte diese Aufgaben mit Bravour. Auch seine Stempelfälschungen sind verblüffend.

Zu den Preisen, die oben genannt werden: Euro 180, Euro 300 und US$ 350 (Zuschlag - excl. Aufgeld) ist anzumerken, dass dies in etwa die Standardpreise sind für Sperati-Fälschungen. Sie liegen i.d.R. zwischen CHF 150 und CHF 400.

Fleissige Philatelisten konnten dann doch kleinste Unstimmigkeiten feststellen, welche die Sperati-Ganzfälschungen von den echten Marken unterschieden. Sie sind den Prüfern bekannt. Darum sind heute die Sperati-Fälschungen heute zumeist kein Problem mehr. Hans Hunziker aus der Schweiz war meines Wissens auch ein Prüfer, der viel geleistet hat, um die Sperati-Fälschungen zu entlarven.

Nicht alle Sperati-Fälschungen erhielten aber den BPA-Stempel oder wurden von Sperati signiert (als "Kunstwerk").

Heinz
 
marc123 Am: 08.04.2018 23:10:08 Gelesen: 1212# 9 @  
Am 5. Dezember 1974 fand bei Stanley Gibbons eine Spezialauktion von Sperati "die" proofs statt. Hier wurden in 445 Losen "die" proofs aus aller Welt angeboten. Das Vorwort von L. N. und M. Williams ist besonders Interessant, hier ein Auszug:

"...One of Sperati's special prides was the production of "die" proofs. They were not die proofs in the generally accepted sense of the term, because Sperati did not use dies in the production of his forgeries; but they were like die proofs in appearence,.... Each one was signed below the design by the forger himself...."



Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 08.04.2018 23:20:15 Gelesen: 1209# 10 @  
Sperati fälschte zwei Werte von Luxemburg. Die 2 centimes und die 37,5 centimes (Michel Nr. 4 u. 10).

Es existieren "die" proofs der 2 centimes in schwarzer Farbe (Farbe der Originalmarke) und der 37,5 centimes in grün (Farbe der Originalmarke) und schwarz.



"die" proof 37,5 centimes schwarz, von Sperati unterschrieben und mit Aufdruck "REPRODUCTION INTERDITE". Es existieren aber auch "die" proofs ohne Unterschrift bzw. Aufdruck.

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 10.04.2018 19:15:30 Gelesen: 1055# 11 @  
Zwei Sperati Fälschungen der 37,5 centimes. Abgestempelt anhand des französischen Stempeltyps (TYPE PETIT FRANCAIS) von Luxemburg und Remich. Von Remich ist nur dieses Datum bekannt, von Luxemburg sind es fünf verschiedene. Auf den Rückseiten befinden sich die B.P.A Stempel "SPERATI REPRODUCTION". Diese Stücke werden teurer gehandelt als die Originalmarken.





Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 13.04.2018 21:18:06 Gelesen: 939# 12 @  




Dreierstreifen der 7,5 grün, Sperati Fälschung. Daneben ein echtes Paar. Rückseitig tragen die gefälschten Marken keinen B.P.A. Stempel "SPERATI REPRODUCTION".



Im Buch, The work of Jean De Sperati vom B.P.A. von 1955 befinden sich auf der Seite 166 und der Tafel 112 die Erkennungsmerkmale der Fälschungen. Auch der Stempel vom 8 Dezember 1861 von Luxemburg, der sich auf den Fälschungen befindet, ist hier abgebildet. Was noch auffällt: Alle drei Marken haben die gleichen Klischee Merkmale, wobei diese bei den Originalen immer unterschiedlich sind.

Beste Grüße
Marc
 
marc123 Am: 13.04.2018 22:27:39 Gelesen: 918# 13 @  


Eine Frage die mir Kopfzerbrechen bereitet. Ich habe Schwarzweiß Fotos von Sperati Fälschungen. Die meisten haben auf der Rückseite den B.P.A. Stempel. Der Stempel von Remich und der von Luxemburg vom 8. Dezember 61 sind auf anderem Papier. Die Fotos erinnern an die im vorherigen Beitrag abgebildeten Tafel. Für die Herstellung der Tafel wurden sehr wahrscheinlich solche Fotos benutz.



Ein Sammlerfreund besitzt auch solche Fotos. Er besitzt wie ich den Stempel von Remich und den von Luxemburg vom 30 August 61, sowie die ungebrauchte 37,5. Weiter die beiden Datumstempel die mir fehlen. Erstaunlich sind die drei gestempelten Marken die nicht auf der Tafel vorkommen.

Würden keine Stücke doppelt existieren, hätte ich gedacht, dass dies die Originale sind die für die Tafel verwendet wurden. Trifft dies noch immer zu, könnte man vielleicht denken, dass eine Tafel die ursprünglich gedacht war, verworfen wurde.

Sind es Originale Fotographien von Sperati, er kante sich ja bekanntlich gut mit der Fotographie aus. Oder wurden solche vom B.P.A. hergestellt?

Weiß jemand hier im Forum mehr hierzu?

Besitzt oder kennt noch jemand solche Fotos? Diese müssten ja auch von anderen Ländern existieren?

Schöne Grüße
Marc
 
Heinz 7 Am: 13.04.2018 23:26:49 Gelesen: 903# 14 @  
@ marc123 [#13]

Hallo Marc,

ja, Sperati fälschte auch Stempel. Beispiel:

Los 12012 neue Schlegel-Auktion (Berlin)



Beschreibung:

1858/62, Speratifälschungen, kleiner Posten von 4 Falschstempeln die von Sperati bei seinen Reproduktionen verwendet wurden, jeder einzeln als Speratifälschung gekennzeichnet, einwandfrei

Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.04.2018 23:32:53 Gelesen: 901# 15 @  
@ Heinz 7 [#14]

Bei Schlegel kommen viele Sperati-Lose zur Auktion, Interessant ist auch der Katalog mit Erläuterungen zum Wirken des Meisterfälschers (inkl. Fotos).



"Los 12121 Schweiz Kantone Genf

Michel 1 Sperati

Beschreibung

1843, 5+5 C. schwarz auf lebhaftgrünlicholiv, sog. Doppelgenf, hsl. sign. Sperati-Einzelabzug, rückseitig als Speratifälschung gekennzeichnet, nach Handbuch Type A, einwandfrei"

Freundliche Grüsse

Heinz
 
marc123 Am: 28.04.2018 10:46:17 Gelesen: 719# 16 @  
@ Heinz 7 [#14]

Lieber Heinz,

danke für den Hinweis. Ich habe beim Auktionshaus Schlegel Scans von diesem Los, Vorder- und Rückseite angefragt. Weiter habe ich nachgefragt, ob es sich um Fotopapier handelt. Hier bekam ich die Antwort dass es sich "offenbar um Fotopapier" handelt. Ich habe die Erlaubnis sie hier einzustellen.





Auf den Rückseiten sind auch hier die B.P.A. Stempel angebracht (Siehe Beitrag 13).



Im Buch, The work of Jean De Sperati vom B.P.A. von 1955 finden wir auf der Tafel 122 die vier Stempel wieder. Interessant ist hier der Strich "Federzug?" auf dem ersten Stempel, der genau wie der im Buch verläuft. Ich glaube aber dass dieser nicht nachträglich angebracht, sondern mit fotografiert wurde.

Weiter stelle ich mir die Frage, wozu diese Fotos dienten und wer sie hergestellt hat. (Sperati oder B.P.A.). Ich sehe im Moment zwei Möglichkeiten:

1) Sie wurden vom B.P.A. für das Buch hergestellt.
2) Sie wurden von Sperati angefertigt und für das Buch verwendet. Dagegen spricht aber eher ihre Seltenheit. Im Spezialkatalog vom Auktionshaus Schlegel habe ich nach Durchsicht keine weiteren "Fotos" gefunden.

Beste Grüße
Marc
 
doktorstamp Am: 28.04.2018 22:00:28 Gelesen: 660# 17 @  
Die Fotos wurden von Sperati selbst gemacht. Lediglich sind sie im Laufe der Zeit vervielfältigt. Meist wenn man sie erwischt, sind sie in Markengrösse geschnitten.

mfG

Nigel
 
marc123 Am: 29.04.2018 21:17:51 Gelesen: 583# 18 @  
@ doktorstamp [#17]

Hallo Nigel,

vielen Dank für den Hinweis. Kannst Du mir sagen, wo man das nachschlagen kann? Es stimmt, die meisten haben Markengröße. Die 2 Centimes aus Beitrag 13, linke Abbildung oben, ist allerdings wesentlich grösser, die anderen Marken haben Markengröße.

Beste Grüße
Marc
 
Mondorff Am: 29.04.2018 22:13:00 Gelesen: 567# 19 @  
@ marc123 [#16]

Respect Marc

- mit der Hoffnung zu einem (natürlich immer nur vorläufigen) Resultat zu kommen. Auch bei archäologischen Schichtgrabungen wird anfangs selten das Ganze erkennbar.

Ich helfe - soweit es mir ermöglicht wird.

Dieter Basien

Wie und bis wann ist eine normales Anmeldung zur J.d.T. in Tétange 2018 noch möglich?
Mittels besondere Anmeldeformulare?
Wenn ja, bitte ich mir davon zwei zu zusenden.

Herzlichen Gruß

Dieter Basien
 
Heinz 7 Am: 30.04.2018 15:35:12 Gelesen: 483# 20 @  
@ marc123 [#9]

Es freut mich sehr, dass Du diesen Katalog von Stanley Gibbons hier zeigst. In diesen Jahren (1974) war dieses Tradititionshaus noch ein führendes Auktionshaus, das sehr schöne und wichtige Auktionen veranstalten konnte. Später geriet das alteingesessene Haus in Probleme und meines Wissens haben sie heute seit längerem keine wirklich wichtigen Auktionen mehr.

Auch diese Spezialauktion über die Spearti-Fälschungen war ein wichtiger Verkauf, wenngleich der Umsatz für einen solchen single-sale natürlich nicht grossartig war (nicht grossartig sein konnte).

445 Lose sind viel für eine einzige Sammlung, aber für einen ganzen Auktionskatalog wiederum recht wenig, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass diese Fälschungen ja nicht wahnsinnig teuer sind. Umso mehr ist es schön, dass einige Philatelie-Häuser bereit waren (und sind), solche Kataloge den Sammlern vorzulegen. Die Informationen, die wir daraus ziehen können, sind sehr wertvoll.

Ich stelle anbei eine weitere Sperati-Fälschung vor, die ich zwar im Thema "Rumänien: Marken echt oder falsch ?" schon gezeigt habe, die aber unter diesem schönen Thema sicher nochmals eine extra-Erwähnung verdient:



Die Michel Nr. 31 (50 Bani der 8. Ausgabe) wurde von Sperati meisterhaft gefälscht. Im Thema "Rumänien: Marken echt oder falsch ?" habe ich ein echtes Stück neben das Sperati-"Kunstwerk" gestellt (siehe Beitrag 108).

Die BPA hat auch diese Fälschung gekennzeichnet mit ihrem Stempel, sodass eine Verwechslung mit einem echten Stück nicht mehr vorkommen kann.



Übrigens:

Eine ungebrauchte Rumänien Mi. 31 ist auch nicht teurer als eine Sperati-Fälschung!

Heinz
 
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