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Thema: Schweden: Bedarfspost
Das Thema hat 43 Beiträge:
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DL8AAM Am: 07.05.2020 14:28:41 Gelesen: 7930# 19 @  
@ 10Parale [#14]

Ich habe noch die spärliche Rückseite fotografiert, ob jemand dazu noch Aussagen machen kann, wäre vielleicht prima.

Was Du da hast, ist ein Ausschnitt einer sogenannten QSL-Karte eines unbekannten Funkamateurs ("HAM Radio") von Bermuda (aus Paget) an die schwedische Amateurfunkstelle [B]SMWF[/B. Diese war in den 1920er Jahren international "recht bekannt", zumindest finden sich Artikel über Testsendungen dieser Station in britischen Fachmagazinen dieser Zeit, siehe u.a.

https://www.americanradiohistory.com/UK/Wireless-World/20s/Wireless-World-1925-05.pdf (Seite 428, rechts unten)

Beste Grüße
73, DL8AAM ;-)

...-.-
 
schwede591 Am: 07.05.2020 20:04:31 Gelesen: 7900# 20 @  


Meine Informationen zum Einschreibebrief vom 19.03.1954 nach Bad Dürrheim:

a) Zur Einführung: mit Beginn des zweiten WK wurde die Postbehandlung in Schweden speziell bei Einschreibebriefen in das Ausland drastisch verändert. Ziel war es, keine Wertgegenstände oder Kapital aus Schweden abfließen zu lassen.

Daher beschloss die schwedische Postverwaltung auf Veranlassung des schwedischen Staates in einem Rundschreiben vom 25. Februar 1940 das Recht zur Abwicklung von Währungskontrollen auch bei bestimmten Postexpeditionen oder Poststationen zuzulassen. Nur dort konnten dann Einschreibebriefe eingereicht werden.

Damit übernahm die schwedische Post quasi Zollaufgaben.

Die Einschreibebriefe mussten offen eingereicht werden, damit vom autorisierten Postbeamten sichergestellt wurde, dass sich keine Wertdokumente, Geld oder andere in Papier verbriefte Vermögenswerte im Umschlag befanden, sondern nur schriftliche Mitteilungen.

Die Sendung wurde in Anwesenheit des Absenders geschlossen und das Währungskontroll-Etikett auf der Adressseite angebracht, nämlich „Valutakontroll Postverket“. Diese Zettel auf Einschreibe-Briefen wurden nach meiner Kenntnis ca. bis 1952/53 benutzt.

b) Ab ca. 1953/54 wurde bei den Einschreiben in das Ausland der Zettel „Utförsel medgiven“ (= Ausfuhr/Versand erlaubt) eingeführt und auf den Brief geklebt. Dies ist im Grunde die Fortführung der Zollkontrolle durch die Post.

Die Einreichung erfolgte analog wie unter a). Der Gültigkeitszeitraum, so mir bekannt, und aufgrund der mir bekannten bzw. vorliegenden E-Briefe einigermaßen bestimmbar, geht von 1954 bis ca. 1957/58, danach sind die Devisenkontrollen eingestellt worden, da sich die wirtschaftliche Lage in Schweden wieder deutlich verbessert hatte und der Abfluss von Devisen dem schwedischen Staat nicht mehr in dem Maße geschadet hätte, wie zu Kriegszeiten.

Wie ich finde, ein spannendes Kapitel der schwedischen Bedarfspost und Postgeschichte!
 
Manne Am: 07.05.2020 20:52:06 Gelesen: 7887# 21 @  
@ schwede591 [#20]

Vielen Dank für die Info zu dem Währungskontroll-Etikett.

Zeige heute ein Fenster-Kuvert aus Stockholm vom 22.03.1968.



Gruß
Manne
 
Christoph 1 Am: 07.05.2020 22:03:16 Gelesen: 7871# 22 @  
Hallo,

ich kann hier einen ganz netten Bedarfsbrief von Älvdalen (heute 1863 Einwohner, also eher ein kleines Nest) an die Deutsche Bundesbahndirektion in Frankfurt zeigen. Per Einschreiben gelaufen Februar 1961:



Es ist nicht nur ein Einschreibebrief, sondern er wurde auch "per Nachnahme" versendet (Postförskott). Es sollten 112,20 Kronen eingezogen werden. Nach meiner im www gefundenen Umrechnungstabelle waren das etwa 20 DM.

Kann es sein, dass der rückseitig aufgebrachte Aufkleber etwas mit der Nachnahme zu tun hat? Ist der Brief mit 2,10 Kr portorichtig frankiert?

Viele Grüße
Christoph
 
Ichschonwieder Am: 19.07.2020 19:40:23 Gelesen: 7519# 23 @  
Hallo,

heute eine sparsame Karte, nur 71mm x 110mm, von Schweden nach Estland.

Wenn ich die Zahlen im Stempel richtig interpretiere ist die Karte am 19.12.1939, in HOLMSUND gestempelt.

22.03.1939 Mi.Nr. 2561 König Gustav V



VG Klaus Peter
 
Cantus Am: 20.07.2020 01:57:57 Gelesen: 7501# 24 @  
Auch moderne Postkarten können reizvoll sein. Karte vom 22.4.1999, gelaufen von Eksjö nach Tschechien. Als Frankatur dienten Mi. 1925A (2) und 2094.



Viele Grüße
Ingo
 
Ichschonwieder Am: 26.10.2020 18:49:16 Gelesen: 6865# 25 @  
Ernst Josephson lebte vom 16.04.1851 bis 22.11.1906 und war ein berühmter schwedischer Maler.

1977 Mi. Nr. 832 Gemälde von Ernst Josephson


 
Ichschonwieder Am: 09.03.2021 09:29:42 Gelesen: 5850# 26 @  
Urlaubsgrüße aus Stockholm vom 06.06.2013 - 04.03.10 Mi. Nr. 2751 Königin Silivia 2010



VG Klaus Peter
 
Michael Mallien Am: 11.03.2021 20:15:54 Gelesen: 5822# 27 @  
Aus aktuellem Posteingang stammt dieser Brief im etwas größeren Format als A5. Der Stempel aus der Kleinstadt Nässjö datiert auf den 8.3.2021.

Die Frankatur setzt sich zusammen aus einer nennwertlosen Marke BREV und einer Marke zu 24 Kronen.



Die Marken passen auch gut in andere Themen, nämlich Eisenbahn, Amphibien oder Europa, aber ich belasse es mal mit diesem Thema hier.



Viele Grüße
Michael
 
Ichschonwieder Am: 03.04.2021 18:16:32 Gelesen: 5574# 28 @  
Urlaubsgrüße vom Clubschiff CS "AIDA cara", frankiert mit Marken aus Schweden

24.01.2002 Mi. Nr. 2274 Osprey (Pandion haliaetus) - Fischadler im Flug


 
dithmarsia43 Am: 03.04.2021 18:56:58 Gelesen: 5567# 29 @  
@ Ichschonwieder [#28]

Hallo,

eine Ansichtskarte aus dem Jahre 1902, abgestempelt am 31. VII. 02 in Göteborg und nach Berlin gelaufen über die Fährlinie Trelleborg - Sassnitz am 1.8.02. Ankunftsstempel Berlin Postamt 57 am 2.8.02.

Beste Grüße

Uwe


 
ChristianSperber Am: 07.04.2021 23:37:55 Gelesen: 5466# 30 @  
Luftpostbrief 1934 nach Calcutta Britisch-Indien



Gelaufen von Landskrona 5.7.1934 nach Calcutta 14.7.1934

Die Frankatur beträgt 105 Öre, davon 25 Öre Auslandsbriefporto für den Land- und Seeweg nach {1]. Demnach müsste der Luftpostzuschlag 40 Öre je 5 g betragen haben (vorderseitige Gewichtsangabe 10 g).

In [1] werden die Luftpostgebühren nicht erwähnt. Gibt es hierzu einen Literatur-Tip?

Viele Grüße

Christian

[1] Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten: Die Postgebühren Skandinaviens. 1999.
 
ChristianSperber Am: 24.04.2021 09:16:04 Gelesen: 5150# 31 @  
Destination Britisch-Indien

Hier ein weiterer Luftpostbrief, von Stockholm 20.09.1934 nach Calcutta.



Das Porto in Höhe von 1.45 Kr interpretiere ich wie folgt (siehe auch meinen vorherigen Beitrag):

Auslandsbrief 25 Öre
Luftpostzuschlag je 5g: 40 Öre (dreifach)

Den violetten Stempel links unten lese ich so:

Poststelle/Registratur des Königlichen Außenministeriums mit Paraphe und Absendedatum in roter Schrift

Unter den Marken ist ein roter Stempel "LUIT...", den ich nicht einordnen kann.

Rückseitige Durchgangsstempel:

Bahnpost Berlin - Sassnitz Hafen Zug 14 21.9.34
Berlin C 21.9.1934
München Kufstein Bahnpost Zug 69 22.9.34

Aus den Ankunftstempeln von Calcutta 29.9.34 lässt sich der weitere Weg mit Imperial Airways rekonstruieren [1], wobei der Brief auf seinem Weg von Brindisi (Italien) nach Calcutta von drei Flugzeugen transportiert worden ist (IE 287):

Brindisi - Alexandria mit Sylvanus (24.9.34)
Alexandria - Karachi mit Horsa (an 27.9.34)
Karachi - Calcutta mit Aurora

Gruß
Christian

[1] Proud: Intercontinental Airmails Vol. II Asia and Australasia
 
Manne Am: 24.04.2021 10:13:26 Gelesen: 5144# 32 @  
Hallo,

aus Stockholm ein Luftpost-Brief vom 07.04.1968 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
Ichschonwieder Am: 27.04.2021 12:55:35 Gelesen: 5053# 33 @  
Skansen ist ein Freilichtmuseum in Stockholm. Auf diesem Brief sind 3 Marken mit Motiven aus diesem Park mit Freilichtmuseum.

15.05.1991 Mi. Nr. 1671 Zoo im Zentrum des Parks mit Bären und Ziegen
15.05.1991 Mi. Nr. 1668 Kirche von Seglora im Park
15.05.1991 Mi. Nr. 1670 Hochzeit im Skansen Park



Klaus Peter
 
saintex Am: 27.04.2021 13:41:28 Gelesen: 5046# 34 @  
@ ChristianSperber [#30]

Hallo Christian,

ab 01.06.1934 betrug der Luftpostzuschlag für Luftpostsendungen von Schweden nach Brit. Indien für Briefe tatsächlich 0.4o kr. je 5 gr.[1]

MfG Wolfgang

Verwendete Quelle:

[1] Postmuseum (Herausg.), Flygporton 1920-1992, Stockholm 1993, zusammengestellt von Karin Svahn, Seite 12
 
ChristianSperber Am: 27.04.2021 23:40:49 Gelesen: 5010# 35 @  
@ saintex [#34]

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für den Literaturhinweis.

Ich habe die Publikation als pdf auf der Seite der Swedish Postal History Society (SSPD) zum Herunterladen gefunden [1]

Gruß

Christian

[1] http://sspd.se/flygporton-1920-1992/
 
Ichschonwieder Am: 11.05.2021 17:44:29 Gelesen: 4793# 36 @  
Von Schweden in die Republik Komi

In der Serie Kunst zeigt die Schwedische Post hier eine Skulptur von Takashi Naraha.

Takashi Naraha war ein japanische Bildhauer, der am 25.05. 1930 in Japan geboren wurde, aber seit 1975 vorwiegend in Schweden lebte wo er auch 2019 verstarb. Ihm hatte es besonders eine Gesteinsart in Schweden angetan, aus der er seine Skulpturen fertigte.

23.03.2002 Mi. Nr. 2291 Skulpturen von Takashi Naraha



VG Klaus Peter
 
Briefuhu Am: 24.05.2021 10:14:25 Gelesen: 4591# 37 @  
Hier ein Brief aus Schweden vom 28.07.2008 von Lund nach Seevetal. Mit blauen Aufkleber Prioritaire 1:a-klassbrev.

Frankiert mit einem Markenheftchen von Weihnachten 1977 mit 10 mal 1,1 Kronen also 11 Kronen. Inwieweit portogerecht kann ich nicht beurteilen.



Schönen Gruß
Sepp
 
becker04 Am: 25.05.2021 14:04:43 Gelesen: 4547# 38 @  
Hallo,

passend zum Thema kann ich zwei Ganzsachen zeigen, beide nach Elberfeld aus Stockholm vom 4.6.1907 und aus Husqvarna (Jönköping) vom 21.5.1906.





Viele Grüße
Klaus
 
Bendix Gruenlich Am: 31.10.2021 20:30:01 Gelesen: 3058# 39 @  
Ich sammle eigentlich keine Belege (das Platzproblem). Folgendes fiel mir in die Hände, und ich fand das so ansprechend, dass ich das zeigen möchte.

Es handelt sich um ein Einschreiben aus Schweden von der Atlas Häftes AB (die sind, meine ich, auch oft auf Briefmarkenmessen in Deutschland vertreten), einem Briefmarkenhändler mit Schwerpunkt auf die in Schweden gebräuchlichen Heftchen für Sondermarken, nach Deutschland.

Das Einschreiben datiert vom 21.11.2017 und trägt einen Eingangsvermerk des Empfängers vom 23.11.2017. Kostenpunkt der Sendung SEK 150,00 – also etwa EUR 15,00 (wie immer ist in Skandinavien alles mindestens doppelt so teuer wie in Deutschland, als deutscher Eingeborener hält man da staunend den Atem an).

Dieser Brief wurde phantastisch frankiert mit SEK 60,00 auf der Vorderseite aus einem Markenheftchen aus 2011. Auf der Rückseite ist ein Heftchenblatt aus dem Jahr 1996 mit einer Nominale von SEK 50,00 und eine wunderschöne Marke SEK 40,00 aus einem Block aus dem Jahr 2003, der der heiligen Brigitta gewidmet ist, verklebt.

Die Entwertung ist von einer keine Wünsche offenlassenden Klarheit. So wünscht man sich eingehende Post.



Das Heftchenblatt auf der Rückseite zeigt die königliche Familie. Der Zufall will es, dass ich in 1996 in Schweden auf Reisen war und ich erinnere mich sehr gut, dass auch dieses Markenheftchen seinerzeit im Verkauf war. Ich nehme so etwas gerne als Souvenir mit, aber DEM 10,00 waren mir damals einfach zu viel. Jetzt habe ich es doch noch bekommen, da freue ich mich.
 
Ichschonwieder Am: 01.02.2022 11:55:40 Gelesen: 2339# 40 @  
Brief aus Schweden in die Republik Komi vom 01.09.2000, mit Ankunftstempel vom 13.09.2000.

03.10.1998 Mi. Nr. 2081 König Sigismund III (1566-1632)



VG Klaus Peter
 
ostsee63 Am: 11.02.2022 13:15:55 Gelesen: 2171# 41 @  
Ein philatelistischer Bedarfsbrief aus 2021. Ich musste den Block zum 100. Geburtstag von C. Slania natürlich auch unbedingt auf einem Brief haben. Der Absender hat gleich noch zwei Ausgaben als Zusatzfrankatur genutzt, die der Graveur Czesław Słania geschaffen hat.



Beste Grüße aus dem Norden
 
Manne Am: 11.02.2022 14:52:28 Gelesen: 2161# 42 @  
Hallo,

aus Stockholm ein Brief vom 08.05.1944, Empfänger war die Fa. Schmid-Schlenker, damals noch in Schwenningen.



Gruß
Manne
 
Franz88 Am: 17.05.2022 21:18:16 Gelesen: 1072# 43 @  
Hallo Sammlerfreunde,

aus Stockholm ein Auslandsbrief nach Österreich. Die Frankatur besteht aus einer nennwertlosen Marke und zwei Marken zu je 6 Kronen.

Liebe Grüße
Franz


 

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