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Thema: Literatur für Ganzsachensammler
Das Thema hat 32 Beiträge:
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Detlev0405 Am: 27.04.2018 18:33:36 Gelesen: 3297# 8 @  
Wer sich mit den Ganzsachen der Tschechoslowakei beschäftigen möchte, ist mit diesem Katalog bestens bedient. Er ist 1988 in Prag erschienen.



Bis 1984 werden dort auf 120 Din A 4 Seiten alle Arten von Ganzsachen abgehandelt. Bestechend sind die vielen Untertypen einzelner Ausgaben, die für jeden hohen Informationswert haben.

Briefe, Karten, Bildpostkarten, Künstlerkarten, Aerogramme, Telegrammformulare mit eingedrucktem Wertzeichen, Formulare für den innerbetrieblichen Postdienst und vieles mehr werden dort lückenlos aufgeführt. Auch wenn der Katalog nur in tschechischer Sprache verfügbar ist, wird einem geübten Sammler die Orientierung durch die Vielzahl der Abbildungen sehr leicht gemacht. Für etwa 10 € ist ein sehr gut erhaltenes Exemplar hier auf dem antiquarischen Markt erhältlich.

Gruß
Detlev
 
Cantus Am: 04.05.2018 11:01:48 Gelesen: 3189# 9 @  
@ sentawau [#7]

Ich habe bei mir mal nachgeschaut, aber den ersten Ur-Ascher aus der Zeit um 1923 habe ich nur von den Ländern, die ich gesammelt habe, das Deutsche Rech gehörte nicht dazu. Es gab aber Vorläufer davon, die von Herrn Lindenberg speziell zu den einzelnen Altdeutschen Staaten herausgegeben worden waren. Drei solcher Beispiele kann ich euch zeigen.



Die Briefumschläge von Baden



Die Briefumschläge von Bayern



Die Briefumschläge von Braunschweig

Viele Grüße
Ingo
 
sentawau Am: 05.05.2018 12:27:52 Gelesen: 3131# 10 @  
@ Cantus [#9]

Die drei abgebildeten Hefte stammen aus Lindenbergs Handbuch „Die Briefumschläge der deutschen Staaten“, das seit 1892 in Lieferungen erschien. Die letzte Lieferung betraf Preußen. Sie erschien, obwohl das Vorwort von 1943 datiert, gedruckt erst 1948 zur Debria und ist von Franz Kalckhoff verfasst. Das Gesamtwerk wurde 1987 von Peter Feuser nachgedruckt.



Vom Lindenberg-Handbuch abgesehen, datiert mein ältester Ganzsachenkatalog von 1914. Es handelt sich um den separat als zweiten Band erschienenen Ganzsachenteil des „Illustrierten Postwertzeichen-Katalogs der Gebrüder Senf“. Zu seiner Zeit war er das Standardwerk. Verfasser war Carl Lindenberg, der von einer eigens gebildeten Katalogkommission des 1901 gegründeten Berliner Ganzsachensammlervereins (BGSV) unterstützt wurde. Mit von der Partie waren schon damals Siegfried Ascher und Franz Kalkhoff.

Ich muss an dieser Stelle nochmals erwähnen, dass alle vor 1945 gedruckten Kataloge auf stark säurehaltigen Papier gedruckt sind, dass beim unvorsichtigen Blättern bricht oder zerbröselt. Überdies sind die Bände mit Metallklammern geheftet, die rosten und das Neubinden stark verteuern. Deshalb sind sie in guter Erhaltung alle sehr selten.

Nach dem Ersten Weltkrieg erschienen die Senf-Kataloge nur noch ohne Ganzsachenteil. Der BGSV nahm die Katalogherausgabe deshalb selber in die Hand. In Robert Noske, Borna bei Leipzig, hatte man einen Verleger gefunden, der ein begeisterter Ganzsachenphilatelist war und den schwierigen Katalogsatz und -druck übernahm. Eigentlich war sein Verlag auf den Druck von Dissertationen spezialisiert.



Zunächst erschien, bearbeitet von Sigfried Ascher, ein als Fortführung des letzten Senf-Katalogs erschienener Band für die Jahre 1913 bis 1920. Er wird antiquarisch nur noch selten angeboten. 1925 und 1928 wurden dann die in Lieferungen ausgegebenen beiden Bände des Weltganzsachenkatalogs, bekannt als „Großer Ascher“, fertig gestellt. Davon gibt es Nachdrucke, am besten benutzbar die gebundene Ausgabe von 2004 (auch als CD).

So viel für heute. Demnächst mehr. Zum Wochenende grüßt
Sentawau.
 
sentawau Am: 08.05.2018 12:01:20 Gelesen: 3048# 11 @  
Hier die angekündigte Fortsetzung.

Ich muss sie mit einer Entschuldigung für einen Fehler beginnen: die DEBRIA in Leipzig fand nicht 1948, sondern 1950 statt.



Auf den „Großen Ascher“ von 1928 folgte 1930/1932 der Deutschland-Spezialkatalog von Siegfried Ascher und Theodor Junker, über den ich bereits in [#7] berichtet habe. 1938 brachte der BGSV dann noch als Kurzfassung den „Weltganzsachenkatalog“ auf 880 Seiten heraus. Er baute auf dem Großen Ganzsachenkatalog auf und war für Sammler bestimmt, die keinen Wert auf Besonderheiten und Abarten legten. Bearbeiter waren Walter Beckhaus, Otto Krause, Albert Maaß und sicherlich auch Siegfried Ascher, dessen Name aber nirgends erscheint, denn er war ja Jude. Immerhin hat er in der Vereinszeitschrift noch, wenn auch zuletzt anonym, bis 1938 publiziert. 1939 konnte er sich in letzter Minute nach Palästina retten.

Schließlich ist noch der „Weltkatalog der Bild-Ganzsachen“ zu nennen. Er erschien zur Jahresmitte 1933 im Verlag Horodisch & Marx in Berlin-Wilmersdorf und war auf Veranlassung des BGSV und des Wiener Ganzsachensammler-Vereins von Theodor Junker bearbeitet.

Dieser Katalog wirft Fragen zur Vereinsgeschichte des BGSV auf. Warum erschien er nicht im „Hausverlag“ des BGSV in Borna bei Noske? Horodisch & Marx war ein bedeutender und bekannter jüdischer Verlag. Ich empfehle, die Biografie Abraham Horodischs (emigriert 1933) in der Wikipedia nachzulesen. Im Januar 1933 war Hitler an die Macht gehievt worden. In den Straßen Berlins grölte der braune Mob antisemitische Hassgesänge. Trotzdem brachte der BGSV, ein typischer Honoratiorenklub von stramm konservativer Gesinnung, noch 1933 eine Veröffentlichung bei einem jüdischen Berliner Verlag heraus! Der Verfasser Theodor Junker war im Majorsrang verabschiedeter kaiserlicher Offizier, der es reaktiviert als Kommandant eines Kriegsgefangenenlagers noch bis zum Oberst brachte.

Meine Darstellung beruht auf der Interpretation einer Postkarte, die in der „Ganzsache“ 86. 2012, S. 134 veröffentlicht ist.

Junkers Bildganzsachenkatalog ist extrem selten und fehlt auch in meiner Sammlung. Ich vermute, dass der geächtete jüdische Verlag schuld ist. Die Idee zu einem solchen Spezialkatalog wurde erst wieder 1985 und nochmals 2008 in der Reihe der Michel Kataloge wieder aufgegriffen. Bearbeiter war Gerhard Weileder vom Münchener Ganzsachensammlerverein. Sie sind für Spezialisten ersetzt durch die drei Handbücher, die Michael Bokisch seit 2010 für die Gebiete Österreich, Deutsches Reich und Deutschland nach 1945 herausbrachte (Abbildungen bei Google. Die Deutsche Post gibt seit 1999 keine herkömmlichen Bildpostkarten mehr heraus.
 
Olilux Am: 08.05.2018 20:30:12 Gelesen: 2993# 12 @  
Folgend auch ein früher Ganzsachen Katalog von 1889 aus Frankreich, herausgegeben von der damals sehr renommierten "Société Française de Timbrologie".

Dies ist der mir älteste bekannte Katalog, der ausschliesslich Ganzsachen beinhaltet.



freundliche Grüsse

Olivier
 
mausbach1 Am: 09.05.2018 08:07:56 Gelesen: 2955# 13 @  
Das größte Land der Welt wurde noch nicht erwähnt - nämlich die VR China.

Hier gibt es ein Werk von Wolfgang Textor, welches von der FG China-Philatelie 1999 in 3. neu bearbeiteter und erweiterter Auflage (400 Exemplare) mir vorliegt: Die Ganzsachen der Volksrepublik China.
 
sentawau Am: 15.05.2018 18:26:19 Gelesen: 2829# 14 @  
[#11]

Fast hätte ich einen wichtigen Ganzsachen-Spezialkatalog bei meiner Aufzählung vergessen: Im 5. Jahr des Zweiten Weltkrieg erschien 1943 als Band 2 des Handbuchs der Deutschen Privat-Postwertzeichen (Bd.1.1939) noch der Ganzsachenkatalog, eingeleitet mit einer Widmung an den Reichspostminister W. Ohnesorge. Der Katalog leistete auf 527 Seiten Pionierarbeit. Verfasser war der Deutschrusse Carl Schmidt, zur Zarenzeit Stararchitekt in St. Petersburg (er baute dort u. a. für den Hofjuwelier Faubergé). Nach seiner Flucht vor der Revolution ließ es sich in Deutschland nieder und wurde als Philatelist bekannt. Er war Besitzer einer bedeutenden Semstwo-Sammlung, die er dem Reichspostmuseum schenkte, und Inhaber der Lindenbergmedaille.

Von Schmidts Katalog haben nur wenige Exemplare den Krieg überlebt, er ist aber als Nachdruck (Peter Feuser) verfügbar.



Von 1979 bis 1997 erschienen mit Hans Meier zu Eissen als Verfasser vier Bände des großartigen, aber leider unvollendet gebliebenen Handbuchs und Katalogs „Die deutschen Privatpostanstalten“ (abgebildet sind die Bände 1 und 4). Dieses Katalogvorhaben überstieg auf Dauer die Arbeitskraft eines Einzelnen und für Borek, der es zunächst verlegte, wurde es unrentabel. Deshalb erschien es schließlich ab Band 2 im Selbstverlag.



Meier zu Eissens Handbuch wurde seit 2003 ersetzt durch den mehrbändigen „Ganzsachenkatalog der deutschen Privatpost 1873 – 1914“ von Horst Müller, das von der Arbeitsgemeinschaft Privatpost-Merkur herausgegeben wurde.
 
Cantus Am: 16.05.2018 03:07:00 Gelesen: 2771# 15 @  
@ sentawau [#14]

Unabhängig von ihrem Erscheinungsdatum sind für mich die Bände 1 bis 4 von Meier zu Eissen eine Gesamteinheit, die man nicht trennen sollte. Ich zeige daher die beiden Bände, die du weggelassen hast, Band 2 und Band 3.



Horst Müller ist der Verfasser eines weiteren Werkes zu Ganzsachen der deutschen Privatpost für den Teil Düren bis Lübeck; dieses Buch erschien im Jahr 2006.



Viele Grüße
Ingo
 
sentawau Am: 17.05.2018 17:20:28 Gelesen: 2700# 16 @  
@ Cantus [#15]

Danke für die Abbildungen!

Soeben ist in der Serie „Neuer Ganzsachen-Katalog“ (NGK) des Berliner Ganzsachensammler-Vereins ein weiterer Band erschienen.



Die Verzeichnung der deutschen Ganzsachen mit privaten Zudrucken vor 1945 war bislang Joachim Strahlendorff zu verdanken, der 2009 eine gedruckte Auflage seines Katalogs – er verzeichnete die Jahre 1919 bis 1945 – herausbrachte und die Pionierarbeit leistete. Der BGSV hat sich nunmehr für eine Neuauflage die Erfassung der Zeit von 1870 bis 1945 zum Ziel gesetzt. Davon ist als erster Teil die Neubearbeitung der Jahre 1933 bis 1945, dazu der Dienstpostkarten und eines Teiles der Nebengebiete erschienen. Bearbeiter ist Hartmut Hampe. Fast 60 Karten sind seit 2009 hinzugekommen, alle Karten sind nunmehr abgebildet und zwar in Farbe! Der Preis ist mit 24,- (22,- für Mitglieder) plus Versand niedrig angesetzt.

Der Neue Ganzsachen-Katalog begann 1956 zu erscheinen und brachte es auf 13 (nicht 11!) Lieferungen. Sein Ziel war zunächst, den Sammlern nach den Kriegsverlusten wieder einen umfassenden Katalog an die Hand zu geben. Bearbeiter war anfangs der durch seinen „Weltganzsachenkatalog“ bekannte Walter Beckhaus. Nach dessen Tod führte Fritz Beyer das Unternehmen weiter, bis etwa 1975 die Druckkosten die Fortführung unmöglich machten. Die erschienenen Teile betrafen die Staaten Europas von Albanien bis Österreich. Die Lieferungen 2 – 6 (1956 – 1959) bildeten den ersten Deutschland – Ganzsachenkatalog der Nachkriegszeit. Hier lernte ich einst als Schüler, dass man Ganzsachen wie Briefmarken sammeln kann.

Als die Computertechnik es möglich machte, am häuslichen Schreibtisch druckfertige Manuskripte zu erstellen und bezahlbar vervielfältigen zu lassen, nahm der BGSV die Katalogarbeit wieder auf. Seit 2002 erschienen weitere Bände des NGK, nunmehr jedoch nicht mehr als Lieferungswerk, sondern in abgeschlossenen Bänden. Es erschienen Kataloge für Erdteile (Afrika, Karibik), für Aerogramme und für deutsche Sondergebiete (Privatganzsachen, Ganzsachen mit Zudruck). Zum Teil wurden davon bereits Neuauflagen notwendig.

Die nachfolgende Abbildung bietet eine Übersicht über das Katalogwerk.



Ein erholsames Pfingstfest wünscht Sentawau
 
Cantus Am: 18.05.2018 03:24:01 Gelesen: 2652# 17 @  
@ sentawau [#16]

Hallo,

den von dir vorgestellten neuen Katalog habe ich noch nicht, das ist aber nachvollziehbar, denn ich sammle das Gebiet nicht und wohne auch nicht mehr in Berlin, werde mir den Band aber dennoch von Norbert oder Linus zuschicken lassen.

Zu deinen sehr schönen Ausführungen möchte ich noch ergänzen, dass weitere Ausgaben bzw. Neuauflagen des jetzt erschienenen Bandes "DR mit Zudrucken 1933 bis 1945" nur dann realisiert werden können, wenn Abbildungen von Neufunden dem BGSV zur Verfügung gestellt werden, und zwar sowohl von Mitgliedern des BGSV als auch von sonstigen Sammlern. Dieses Sammeln von bisher unbekannten Informationen und entsprechenden Ganzsachen erstreckt sich bei deutschen Ganzsachen jedoch nicht nur auf diesen Zeitraum von 1933 - 1945, sondern der BGSV und damit die Autoren der verschiedenen Bände freuen sich über die Zuleitung jedes entsprechenden Neufundes. Ich zum Beispiel konzentriere mich dabei auf den Zeitraum DR bis 1918, da ich aus der Zeit danach fast nichts Passendes besitze.

Der von dir erwähnte Band "Zudrucke auf amtlichen Postkarten-Ganzsachen Deutsches Reich und Nebengebiete 1919 bis 1945" bietet eine Vielzahl wohl weitestgehend unbekannter Zudrucke und ist insgesamt ein spannendes Nachschlagewerk zu einem Ganzsachenbereich, der üblicherweise stiefmütterlich behandelt wird, weil Michel solche Ganzsachen weder erfasst noch beschreibt. Ich zeige nachstehend die Titelseite des Werkes und das Inhaltsverzeichnis.



An dem Band für die Zeit davor wird noch gearbeitet.

Für den Zeitraum nach dem 2.Weltkrieg gibt es bereits mehrere Werke, die sich den Zudrucken auf amtlichen Ganzsachen-Postkarten widmen. Den Band für die Zeit der alliierten Besetzung besitze ich noch nicht, aber ich kann auf die Zudrucke von Berlin (West) hinweisen.



Darüber hinaus gibt es bereits seit einigen Jahren ein zweibändiges Werk zu den Zudrucken auf den amtlichen Ganzsachen-Postkarten der DDR. Dabei nehmen die Zudrucke der Pflanzenschutzämter der DDR einen recht breiten Raum ein, allerdings fehlt da noch diverses Bildmaterial, denn solche Karten sind am Markt kaum zu finden.





Viele Grüße
Ingo
 
sentawau Am: 22.05.2018 16:20:09 Gelesen: 2556# 18 @  
@ Cantus [#17]

Bislang war noch kaum von der Verzeichnung der Privatganzsachen die Rede. Das will ich noch nachholen. Privatganzsachen hatte schon Ascher in seinen Katalogen in Kurzform mit verzeichnet. Nach dem Krieg war es zunächst Hans Meier zu Eissen, der sich in seinem Katalogwerk um die Erfassung der privaten Umschläge und Postkarten bemühte. Außerdem erschienen für die Privatganzsachen vor und nach 1945 Michelkataloge in mehreren Auflagen, bearbeitet von Hanspeter Frech bzw. Alfred Schürgers, die allerdings einer Gewohnheit des Schwaneberger Verlags gemäß in den Katalogen nicht genannt werden. Zwei dieser Kataloge hat Cantus [#2] bereits abgebildet. Diese Michelkataloge sind inzwischen wegen vieler Neufunde und geänderter Nummerierungen überholt.

Als nach 1994 der Schwaneberger Verlag das Interesse verlor, setzten engagierte Sammler aus dem Kreis des BGSV und MGSV die Katalogarbeit fort.

1. Für die Zeit nach 1945 übernahm für den verstorbenen Alfred Schürgers zunächst Karl-Heinz Göpfert und nach dessen Tod Norbert Sehler die Fortführung. Dieses Werk liegt inzwischen in 4 Bänden abgeschlossen in der Reihe des Berliner Neuen Ganzsachen Katalogs (NGK) vor. Ich bilde den zuletzt erschienenen Band ab.



2. Alle Privatganzsachen – ausgenommen die Privatpostkarten – sind seit Hans Meier zu Eissen erstmals wieder durch Joachim Strahlendorff und Peter Mette verzeichnet worden. Ihr Katalog erschien 2005 ebenfalls innerhalb des NGK, siehe Abbildung.

3. Die Privatpostkarten der Reichspostzeit, dazu die von Bayern, Württemberg, den Kolonien und der Nebengebiete hat Hanspeter Frech in einem handbuchartigen Katalog verzeichnet, der zuletzt (und vermutlich auch letztmalig) von ihm in 4. Auflage im Selbstverlag veröffentlicht wurde. Durch die Mítarbeit von Peter Mette und Thomas Werner erreichte das dreibändige Werk eine solche Vollständigkeit, dass eine weitere Auflage nicht mehr zu erwarten ist. Es wird auf Dauer das Standardwerk bleiben!



4. Hans Frech ist nicht nur wegen seines Katalogs, sondern auch als Verfasser weiterer Standardwerke für den Ganzsachensammler zu nennen. Sie sind alle auf eigenes Risiko im Selbstverlag erschienen.

[I]

- "Philatelistisch-Historisches Ganzsachen-Handbuch des Dritten Reiches anhand amtlicher Ganzsachenkarten und ihrer Verwendung inklusive Luftpost". 2014. 656 S.

- "Die Correspondenzkarten und Postkartenformulare der ehemaligen Postvereinsländer und des deutschen Kaiserreiches". 2. Aufl. 2015. 672 S.

Und schließlich die Monographie einer Postkarte:

"Die eigene Ganzsachen-Postkarte: 'Nur für Marine-Schiffsposten“. 2014. 176 S.

Die United Postal Stationary Society der USA ehrte Hanspeter Frech zweimal, 2010 und 2015, mit der Verleihung der Lewandowski-Medaille. Er ist außerdem Inhaber der Kalckhoff- und der Koboldmedaille.
 
Cantus Am: 23.05.2018 16:48:08 Gelesen: 2502# 19 @  
@ sentawau [#10]

Wir sind zwar jetzt schon in den modernen Ausgaben zu fast jeder Art von deutscher Ganzsache angekommen, ich möchte aber dennoch nochmals zurück in die 1920er Jahre und zu Dr.Ascher. Es erschien damals der Weltganzsachenkatalog von Dr.Ascher in nacheinander erschienenen Einzelbänden, von denen ich einige besitze, die ich mir vor rund 25 Jahren entsprechend meiner damaligen Sammelgebiete zugelegt habe. Der Vorteil dieser Ausgaben im Gegensatz zu späteren Nachdrucken besteht in der sehr sauberen Abbildung der jeweiligen Wertstempel, während das bei Nachdrucken doch sehr ungenau wird. Außerdem, wenn man an bestimmten Details zu irgendwelchen Ganzsachen aus aller Welt interessiert ist, wird man bei diesen Ausgaben auf jeden Fall auch zu solchen Einzelheiten fündig, die man bei späteren Katalogen vergeblich sucht.

Ich bilde in der Folge vier solcher Einzelbände ab.

Zunächst Band III aus dem Jahr 1924, der die Teile Fernando Poo bis zu den Postkarten von Helgoland enthält.



Es folgt Band V aus dem Jahr 1926, der die Ganzsachen von Mocambique (Kartenbriefe) bis zu Österreich (Amtliche Umschläge mit auf Privatbestellung zugedruckten Wertstempeln) enthält.



Als Nächstes zeige ich Band VI aus dem Jahr 1926, der bei mir dringend einer neuen Bindung bedarf, so oft hatte ich ihn schon in der Hand. Er enthält den Abschnitt Österreich (Streifbänder) bis Réunion (Geldanweisungskarten).



Als Letztes folgt Band VII, wiederum aus dem Jahr 1926, der die Teile Rhodesia bis Senegal enthält.



Wenn man die Gelegenheit bekommt, solche Einzelbände zu erwerben, so sollte man unbedingt die Chance nutzen, denn diese Einzelbände sind nur sehr selten im Angebot und insbesondere zu den außereuropäischen Staaten gibt es bis zu den 1920er Jahren überwiegend kein vergleichbares Katalogangebot.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 23.05.2018 17:00:31 Gelesen: 2500# 20 @  
Bei der ARGE Norddeutscer Postbezirk ist vor einigen Jahren ein Spezialkatalog erschienen, der sich ausschließlich den Ganzsachen-Umschlägen der Invaliden-Stiftungen in außerordentlicher Ausführlichkeit widmet. Obwohl in Berlin aufgewachsen, habe ich bisher noch nie so einen Umschlag zu Gesicht bekommen und war deshalb sehr erstaunt, wie viel Material zu diesem Spezialthema zusammengetragen worden ist.



Viele Grüße
Ingo
 
Fips002 Am: 24.05.2018 12:37:51 Gelesen: 2451# 21 @  
Von mir das Handbuch für Postkarten-Sammler von Louis Senf, Ausgabe 1890. Enthalten sind alle bis 1890 erschienen Postkarten und Kartenbriefe von Ägypten bis Württemberg mit Abbildungen und Preisnotierungen.



Gruß Dieter
 
sentawau Am: 28.05.2018 14:11:08 Gelesen: 2328# 22 @  
@ Cantus #19

Die schönen Jugendstil-Umschläge der einzelnen Lieferungen des Großen Ascher habe ich zuvor noch nie gesehen. Danke!

Ich muss noch Einiges nachtragen.

Zunächst müssen die Bemühungen des Halleschen Ganzsachensammler-Vereins erwähnt werden, der unter der Leitung von Franz Stransky in der DDR durch die Veröffentlichung von „Arbeitsmaterialien“ Kataloge für Teilgebiete schaffte. Stransky war auch der Bearbeiter des Kapitels „Ganzsachen“ im „DDR-Universalkatalog“ von 1986.

Telegramme sind zwar keine Ganzsachen, trotzdem werden sie zu Recht häufig mit gesammelt. Für sie schuf Hans Meier zu Eissen einen Katalog, den ich gern im Bild gezeigt hätte. Mein Exemplar ist aber leider in meiner Bibliothek so versteckt, dass ich es momentan nicht finden kann. Deshalb muss ich mich mit dem Titel begnügen: Hans Meier zu Eissen, Die Deutsche Telegraphie. Stationen ihrer Geschichte. 2 Teile, Reprint Münster 1984/2000. 257 S.



Der „World Postal Stationary Catalog“ von Higgins & Gage erschien ab 1977 in zweiter Auflage mit 19 sections (Lieferungen), die durch Price Supplements aktualisiert wurden. Mein letztes Supplement datiert von 1984, vermutlich gibt es weitere. Ich bilde eine Lieferung als Beispiel ab. Obwohl längst veraltet, ist der H&G derzeit immer noch der aktuellste Weltganzsachenkatalog und wird besonders in den angelsächsischen Ländern viel benutzt. Die Firma Gärtner hat möglicherweise Exemplare auf Lager.



Hinzuweisen ist unbedingt noch auf die United Postal Stationary Society (http://www.upss.org ) in den USA. Der Verein hat zahlreiche Kataloge nicht nur zur US-Philatelie, sondern auch zu überseeischen Staaten verlegt.

So viel für heute. Es grüßt
Sentawau.
 
Cantus Am: 02.06.2018 11:27:00 Gelesen: 2102# 23 @  
@ sentawau [#18]

Hallo,

deine Darstellung bedarf in Teilen einer Ergänzung bzw. auch Berichtigung. Die Aussage

2. Alle Privatganzsachen – ausgenommen die Privatpostkarten – sind seit Hans Meier zu Eissen erstmals wieder durch Joachim Strahlendorff und Peter Mette verzeichnet worden.

ist in der Form falsch, denn sie bezieht sich nur auf die Ganzsachen vor dem Endes des 2. Weltkriegs, während die Privatganzsachen der Nachkriegszeit in anderer Form erfasst und beschrieben worden sind. Das größte Lob gehört dabei Herrn Göpfert, der im Jahr 2002 drei wegweisende Kataloge herausbrachte. Das darin beschriebene Material stammte wohl sämtlich aus seinen Sammlungen, sodass auch heute noch immer wieder Neufunde dort noch nicht erwähnter Ganzsachen zu den beschriebenen Themen möglich sind.







Dazu erschienen als Neuauflage mit Eränzungen in der Reihe des NGK der bereits von dir gezeigte Katalog zu den privaten Faltbriefen, Streifbändern und Postkarten der Bundesrepublik Deutschland sowie in einem weiteren Band die Ausgaben der privaten Ganzsachenumschläge des Bundes, beide Bände jedoch nur für den Zeitraum bis zum Jahr 1986. Für die Zeit von 1987 bis heute (Bundesrepublik) sowie für den gesamten Zeitraum 1950 bis heute für die Teilbereiche Berlin (West) und DDR gibt es jedoch noch keine Neuausgaben, dafür muss man noch auf die Kataloge von Herrn Göpfert zugreifen.

Ich zeige hier noch die Neuausgabe für die Privatumschläge vom Bund sowie einen kleinen Auszug vom Inhaltsverzeichnis, das so ganz anders gestaltet ist als sonst üblich. Es ist nach den jeweiligen Wertstempeln sortiert, die sich jeweils in der rechten oberen Ecke befinden. In der Abfolge erscheint dann der jeweilige Wertstempel immer als kleines x, andere Wertstempelarten oder andere Wertstempelstufen sind dann zeilenweise entsprechend codiert aufgeführt. Mit etwas Übung findet man so auch ausgefallenere Wertstempelkombinationen, von deren Art es vielleicht nur einen einzigen Umschlag gibt.



Die weiterhin noch fehlenden Ergänzungsbände sind zwar in Arbeit, dies bedeutet aber viel Mühe für einige wenige und der Nutzerkreis ist leider auch recht klein geworden. Da es sich aber um abgeschlossene Sammelgebiete handelt (es gibt heute keine neuen Privatganzsachen mehr) ist zu hoffen, dass irgendwann doch noch die Neuauflagen erscheinen, die dann sicher als dauerhaftes Standardwerk nur noch gelegentlicher Ergänzungen bedürfen, die im Mitteilungsblatt des Berliner Ganzsachensammlervereins veröffentlicht werden können..

Viele Grüße
Ingo
 
sentawau Am: 09.06.2018 16:57:55 Gelesen: 1925# 24 @  
[#11]

In meinem zitierten früheren Beitrag hatte ich Bildpostkartenkataloge genannt. Soeben kommt mir die Werbung für einen weiteren derartigen Katalog auf den Tisch: Michael Bockisch, Die Bildpostkarten Osteuropas. 2 Bände, Preis 129 € inkl. Porto. Bezug beim Verfasser [1]. Damit hat Michael Bockisch sein großes Vorhaben, sämtliche Bildpostkarten Europas zu verzeichnen, abgeschlossen. Ich bilde eine Seite des Waschzettels ab.



[1] post@bpk-kataloge.de
 
sentawau Am: 30.06.2018 12:01:03 Gelesen: 1514# 25 @  
Ein zumindest in Westdeutschland wenig bekannter Katalog, wichtig auch für Ganzsachensammler, ist der einst von dem rührigen Arbeitskreis Luftpost der DDR herausgebrachte „Katalog und Handbuch der deutschen Luftpost 1919 – 1932, der 1986 mit seiner 14. Lieferung vollständig erschienen war. Dieses großartige, einst hochprämierte Handbuch wurde von Günter Otto verfasst. Mit viel Glück ist es noch antiquarisch zu erwerben.


 
Michael Mallien Am: 30.06.2018 13:36:53 Gelesen: 1505# 26 @  
Aus den Reihen des BGSV stammt auch ein Spezialkatalog zu Luftpostfaltbriefen / Aerogrammen aus Westberlin 1948 - 1991. In dem 200-seitigen Werk wird auf sehr viele denkbare Aspekte dieser Versendungsarten eingegangen u.a. eben auch auf die ersten Luftpostfaltbriefe Berlins, die Ganzsachen LF 1 bis LF 6.



Viele Grüße
Michael
 
zockerpeppi Am: 30.06.2018 16:50:16 Gelesen: 1466# 27 @  
Gefunden auf einem Flohmarkt: Die Postkarten von Luxemburg von François Kaufmann aus dem Jahre 1987.



Auf 296 Seiten stellt der Verfasser alle Postkarten Luxemburgs ab 1870 bis 1986 vor. Das Buch enthält auch die deutschen Postkarten während der Besetzung 2 Weltkrieg.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
Cantus Am: 05.07.2018 12:06:33 Gelesen: 1338# 28 @  
@ zockerpeppi [#27]

Hallo Lulu,

ein super Fund, denn auch wenn ich das Gebiet nicht sammle, da hätte ich auch zugegriffen, solche Spezialliteratur ist rar.

Ich möchte euch heute einen anderen besonderen Spezialkatalog vorstellen, der zwei Zielgruppen hat. Zum Einen sind das Sammler deutscher Privatganzsachen, begonnen bei den allerersten Ausgaben des Deutschen Reiches, zum Anderen Sammler der Themenrichtung Musik. Hans-Otto Vornekahl, der Autor dieses äußerst umfangreichen Werkes, hat ein Spezialwerk geschaffen, für das es in Bezug auf Deutschland nichts Vergleichbares gibt. Jeder einzelnen deutschen Privatganzsache, die irgendwie einen Bezug zur Musik hat, hat er eine ganze Seite mit farbiger Abbildung und ausführlicher Beschreibung gewidmet.

Das Ganze ist in Form eines Lose-Blatt-Werkes angelegt, sodass man sich bei Bedarf die einzelnen Blätter herausnehmen kann und nicht die Bindung überanspruchen muss. Wegen des Gesamtumfangs musste der Katalog auf zwei Bände verteilt werden, die jedoch immer noch einen so gewaltigen Umfang haben, dass es mir nicht möglich war, die Deckelseite auf den Scanner zu legen. Ich bin daher auf die innere Titelseite und die Seite mit dem Impressum ausgewichen.

Ich hatte das Werk direkt nach seinem Erscheinen direkt von Herrn Vornekahl erworben, ob das heute noch der korrekte Beschaffungsweg ist, kann ich nicht sagen.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 05.07.2018 21:22:25 Gelesen: 1293# 29 @  
Ein weiterer Katalog:

les entiers postaux de Belgique von der Société Belge de l'entier postal aus dem Jahre 1990



Für meine Zwecke bestens geeignet auch wenn es im Augenblick noch nicht zum Einsatz kam.

Lulu
 
JoeDDR Am: 13.07.2018 10:21:24 Gelesen: 1143# 30 @  
Von der Fachgruppe Ganzsachen unserer Arbeitsgemeinschaft DDR-Spezial wurde Anfang dieses Jahres ein neuer Katalog zu den Amtliche Ganzsachen der DDR mit privaten Zudrucken (sogen. C-Ganzsachen) herausgebracht.



Seit dem Erscheinen des verdienstvoll zusammengestellten Kataloges von Ralf Scheffel im Jahr 2006 ist eine große Anzahl von C-Ganzsachen, besonders aus der Zeit um 1989/1990 neu entdeckt worden, die von Firmen, Privatpersonen und Institutionen herausgegeben wurden. Zudem sind von vielen bisher bekannten Ganzsachen neue Varianten katalogisiert.

Neben den GA-Karten, den GA-Umschlägen sind ebenfalls Aerogramme sowie speziell die Pflanzenschutzmeldekarten erfasst. Die komplett farbigen Abbildungen ermöglichen eine genaue Bestimmung dieser Ganzsachen.

Praktisch ist die Unterbringung im Ringbinder, so dass in Zukunft weitere Neuentdeckungen problemlos eingefügt werden können.

550 Seiten, etwa 2390 Farbabbildungen, Format A5 im 4-Loch-Ringbinder

Preis: 35,00 € zzgl. 7 € Versandkosten (aufgrund des Gewichts ist nur ein Paketversand möglich)

Der Katalog kann bezogen werden über

Hans-Heinrich Krug
Torgauer Straße 76
04916 Herzberg
Tel. 03535-2480172
eMail: Krug-Senior@DDR-Spezial.de
 
Cantus Am: 29.09.2018 00:16:02 Gelesen: 269# 31 @  
Nachdem wir uns bisher überwiegend mit Literatur zu deutschen Ganzsachen beschäftigt haben und dabei auch den Weltganzsachenkatalog des Dr. Ascher angesprochen haben, möchte ich nun euer Augenmerk auf die Ganzsachenliteratur lenken, die Sammelgebiete jenseits der deutschen Grenzen betreffen. Obwohl ich mich seit etwa einem Jahr fast täglich auch mit deutschen Ganzsachen beschäftige, würde mich das aber doch auf Dauer langweilen, wäre da nicht auch der tägliche Wechsel zu diversen anderen ausländischen Ganzsachensammelgebieten.

Als ich im Jahr 1984 beschlossen hatte, zunächst ergänzend zum Briefmarkensammeln auch noch Ganzsachen zusammenzutragen, hatte ich mich ganz bewusst ausschließlich für nichtdeutsche Sammelgebiete entschieden. Damals gab ich in der DBZ eine Suchanzeige auf, mit der ich Ganzsachen der Länder Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Malta, Gibraltar und Schweden suchte - und von allen Seiten prasselte es Angebote. Das war der Anfang und um damit insgesamt klarzukommen, bedurfte es natürlich auch begleitender Ganzsachenkataloge. Dafür boten sich zunächst die Michel-Europa-Ganzsachenkataloge an. Meine ersten entsprechenden Kataloge kann ich nicht mehr zeigen, denn die sind durch tägliche Handhabung inzwischen so zerfeddert, dass sie von mir ausrangiert wurden, aber es gibt ja inzwischen verschiedene Nachfolgeausgaben, von denen ich die wichtigsten vorstellen will.

In den 1980er Jahren gab es nur einen einzigen Ganzsachenkatalog für ganz Europa (ohne Deutschland), aber wie auch bei den Briefmarken wuchs das Gesamtvolumen der erschienenen Ganzsachen im Laufe der Zeit dermaßen an, dass eine Aufteilung in mehrere Kataloge notwendig wurde. Dabei wurden im Laufe der Zeit immer wieder neue Wege beschritten.

So gab es zunächsst die Aufteilung in zwei Kataloge für West- und Osteuropa. Später dann, vermutlich den Vorlieben der Sammler folgend, gab es die Aufteilung in europäische Ganzsachen bis 1960 und in weiteren Werken in die Zeit von 1960 bis in die Gegenwart, wobei der neuere Teil zusätzlich in West- und Osteuropa aufgeteilt wurde. Anschließend ist man bei Michel zusätzlich dazu übergegangen, in Briefmarken-Spezialkatalogen für einzelne Länder im hinteren Teil des Werkes einen zusätzlichen Abschnitt für die amtlichen Ganzsachen des jeweilige Landes einzufügen. Mal sehen, wie sich das zukünftig noch entwickeln wird.

Die Michel-Ganzsachen-Kataloge erscheinen nicht jedes Jahr, sondern immer mal wieder. Nachdem es schon über Jahre einen Katalog für ganz Europa gab, erschien aufgrund der Ausgabenflut in einzelnen osteuropäischen Staaten, aber auch wegen der Neugründung verschiedener Staaten, ausgelöst durch politische Umwälzungen diverser Art, im Jahr 2004 erstmals ein Ganzsachenkatalog nur für Osteuropa.



Vier Jahre später erschien am 12 September 2008 der Ganzsachenkatalog für die Ganzsachen von ganz Europa, aber nur für den Zeitraum von Beginn an bis zum Jahr 1960. Dieser Katalog ist heute noch erhältlich, eine Neuauflage ist noch nicht erschienen.





Am 3 Dezember 2010 erschien dann der Ganzsachenkatalog für die Ganzsachen von nur Westeuropa für die Zeit ab 1960. Enthalten sind die Länder Albanien, Andorra, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Estland, Finnland mit Alandinseln, Frankreich, Gibraltar, Großbritannien mit Alderney, Guernsey, Insel Man und Jersey, Irland, Island, Italien, Jugoslawien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Makedonien, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Tschechoslowakei, Ungarn, UNO Genf, UNO Wien, Vatikanstaat.

Auch dieser Katalog ist wie auch der noch nachfolgende noch erhältlich und hat ebenfalls noch keine Neuauflage erfahren.



Am 7 Juni 2013 erschien schließlich auch noch der Ergänzungsband für die Länder Osteuropas für die Zeit ab 1960. Hier sind die Länder Bulgarien, Griechenland, Moldawien, Polen, Rumänien, Russland, Sowjetunion, Türkei, Türkisch-Zypern, Ukraine, Weißrussland und Zypern enthalten.

Weitere Ganzsachenkataloge zu einzelnen Ländern werden demnächst vorgestellt.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 30.09.2018 00:52:45 Gelesen: 227# 32 @  
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Wie ich gerade bemerkt habe, habe ich die Abbildung des Kataloges für Westeuropa ab 1960 vergessen. Hier ist also noch seine Abbildung.



Viele Grüße
Ingo
 

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