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Thema: Deutsches Reich Infla Belege
Das Thema hat 11241 Beiträge:
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BD Am: 15.06.2026 20:02:37 Gelesen: 96884# 11217 @  
Guten Abend,

heute eine Postanweisung vom 19.12.1921 von Trebbin nach Wittenberg über 2000 Mark. Gesamtgebühr 4 Mark, siehe Rückseite.

Leider durch verlaufene Stempelfarbe nicht so schön, aber der Hermeswertstempel zu 50 pf. gut zu erkennen. Diese Ganzsache wurde im August angekündigt und war die letzte, alle Ganzsachen mit Wertstempel wurden ab Anfang 1923 nicht mehr gedruckt.

Beste Grüße Bernd




 
inflamicha Am: 15.06.2026 21:45:57 Gelesen: 96681# 11218 @  
Guten Abend,

eine Dienstpostkarte vom Eisenbahn-Maschinenamt Hannover/Bahnbetriebswerk Lehrte:



Die Karte vom 19.9.1923 (PP 17) ist an die Frankfurter Maschinenbau-AG vormals Pokorny & Wittekind adressiert. Die Freimachung erfolgte mit 2 mal D 89 und einer D 90 = 30.000 Mark portogerecht.

Gruß Michael
 
Caius11 Am: 16.06.2026 22:42:46 Gelesen: 92003# 11219 @  
Was tun, wenn im Mai 1923 eine Dienstpostkarte innerorts zu verschicken ist mit Porto 20 Mark und in der Schublade noch eine Ganzsache D2 mit 20 Pfennig liegt?

Hier eine Musterlösung der Gewerbeschule Ludwigsburg vom 16.5.1923 mit 11 zusätzlichen Marken: D25(2), D29, D67(3), D70(5)

Da passt dann gerade noch so der Dienststellenstempel auf die Vorderseite

Grüße, Matthias


 
inflamicha Am: 17.06.2026 22:02:43 Gelesen: 87077# 11220 @  
Guten Abend,

eine unterfrankierte Ganzsachenpostkarte (Frageteil der Ganzsache P 112) von Kudowa (Kreis Glatz) nach Breslau:



Der Wertstempel zu 7 1/2 Pfennig reichte am 10.2.1919 (PP 3) nicht mehr aus, für die Fernpostkarte waren mittlerweile 10 Pfg. fällig. Deshalb wurde die Karte mit 5 Pfg., dem Doppelten des Fehlbetrages, belastet. Das Nachporto konnte beim Empfänger leider nicht kassiert werden, da dieser weder im Fremdenheim in der Palmstraße noch in der Schillerstraße 3 (wohin er angeblich verzogen sein sollte) auffindbar war. Die Einnahmenachweisung in Breslau wurde deshalb um die 5 Pfg. entlastet und ein entsprechender Stempel abgeschlagen. Das Nachporto wurde nach Rücksendung der Karte beim Absender eingehoben.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 19.06.2026 18:38:13 Gelesen: 79727# 11221 @  
Hallo,

Fernbrief der 2. Gewichtsstufe (>20 bis 100 g)aus der PP 9:



Der Barmer Bank Verein Filiale Frankfurt am Main sandte den Brief am 3.11.1922 an die Zweigstelle in Düsseldorf. Die Post verlangte 8 Mark für Ihre Dienste.

Frankiert wurde mit 4 Einzelmarken der Mi 191 I. Die Marken weisen neben der Druckabart "Unterdruck scheinbar über der Markenfarbe" durch Farbübersättigung die Firmenlochung "BB" für Barmer Bank-Verein auf. Die oben und unten glatt geschnittene Zähnung verweist auf die Herkunft aus einer Markenrolle, die wahrscheinlich aus einem POKO- (Porto-Kontroll-Kasse) Briefmarken-Spender stammt.

Gruß Michael
 
BD Am: 19.06.2026 19:15:09 Gelesen: 79641# 11222 @  
Guten Abend,

Postanweisung über 54,75 Mark von Straßburg nach Straßburg-Neuhof vom 6.11.1918. Ungewöhnlich kein voller Zehner, sondern 25 Pf. frankiert. Die 5 hinten gab es immer nur bei Zahlkarten.

Eigentlich kostete die Anweisung auch nur 20 Pf. Gebühr, aber in der PP 3 vom 1.10.1918 bis 30.9.1919 wurde auch auf Postanweisungen eine Reichsabgabe fällig, bei Einführung dieser am 1.8.1916 waren PA noch verschont geblieben. Das besondere, die Reichsabgabe betrug für die PA bis 5 Mark und die PA bis 100 Mark nur 5 Pf, für höhere 10 Pf.

Beste Grüße Bernd




 
inflamicha Am: 21.06.2026 17:44:31 Gelesen: 69574# 11223 @  
Hallo,

heute ein seltenerer Sonderstempel:



Die Ansichtskarte nach Berlin-Dahlem mit dem Bild des Leipziger Volkshauses nach der Beschießung, Erstürmung und Einäscherung durch die Reichswehr am 19. März 1920 (im Zusammenhang mit der Niederschlagung der Märzrevolution 1920) wurde am 25.7.1922 (PP 8) abgeschickt. Die Entwertung der zur Freimachung in Höhe vonn 1,50 Mark verwendeten Mi 169 erfolgte mit dem Sonderstempel LEIPZIG 13 / 1. Deutsches Arbeiter- Turn- u. Sportfest (Filbrandt Nr. 190).

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 22.06.2026 21:56:47 Gelesen: 65365# 11224 @  
Guten Abend,

eine sauber gestempelte Postkarte von Freudenstadt im Schwarzwald nach Höfen an der Enz:



Frankiert wurde am 27.1.1923 (PP 12) portogerecht mit 5 Marken der Mi 205 = 25 Mark.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 26.06.2026 18:21:16 Gelesen: 55545# 11225 @  
Hallo,

eine Einzelfrankatur der Mi 282 I, hier auf Fernbrief aus der PP 16:



Der Brief der Firma Otto Oehme & Co. in Darmstadt wurde am 29.8.1923 nach Frankfurt am Main geschickt, 20.000 Mark verlangte die Post für ihre Dienste.

Gruß Michael
 
cilderich Am: 26.06.2026 20:36:34 Gelesen: 55338# 11226 @  


Servus,

hier hätte ich diesen Wertbrief in immerhin 23 Stück der nicht näher bestimmten 2,50 Mark in Zusatz von 50 Pfennig Germania.

Ich denke so etwas ist selten und zeigenswert, gerne erhielte ich Rückmeldung.

Beste Grüße cilderich
 
BD Am: 27.06.2026 20:52:28 Gelesen: 53166# 11227 @  
Hallo cilderich,

für mich ist der Brief absolut zeigenswert und er ist selten und traumhaft schön. Das sage ich als Ausnahmefall denn der Brief ist groß, das sammelt und interessiert kaum jemand. Wo sollten aber die 202 Gramm Gewicht auch herkommen.

Frankiert sind 58 Mark und beim ersten Blick auf den Brief fragt sich jeder Interessierte, wofür so viel. Das Problem ist, es fallen sofort die 10.000 Mark Wert ins Auge. Dabei sind sie nicht nur falsch (150.000 Mark wäre richtig bei 12.500 Franken) sondern ab dem 1.2.1920 bei Auslandswertbriefen nicht mehr anzugeben. Nur noch der Wert in (Gold)Franken.

Der Absender hatte beim Schreiben noch den alten Kurs bis Ende Januar 20 mit 1 Goldfranken = 80 Pfennig im Kopf, da waren 10.000 Mark die angegebenen 12.500 Franken Wert. Ab 1.2.1920 aber 1 Gf. = 8 Mark und vom 13.3. bis 30.6.1920 galt 1 GF. = 12 Mark. Rechnen wir mit den Franken, gilt die alte seit Jahrzenten - Regel des Weltpostvereins: Pro Land für 300 Franken Wertangabe = 5 Centimen Versicherungsgebühr, hier für 2 Länder (Schweiz und Deutschland) = 10 Centimen.

Somit: 12.500 Franken / 300 Franken = 42 * 0,10 GF. = 4,20 Franken Versicherungsgebühr da mit Markwährung verklebt 12-fach (1 GF. = 12 Mark) ergeben 50 Mark und 40 Pfennig Versicherungsgebühr. Dazu 80 Pfennig Einschreiben und 6,80 Mark Gebühr für die sehr seltenen 202 Gramm Gewicht als Auslandsbrief. Briefgebühr 80 Pf. für erste 20 Gramm und 10 mal 60 Pf.für weitere 20 Gramm. Gesamt 58 Mark wie frankiert.

Beste Grüße Bernd


 
cilderich Am: 28.06.2026 00:26:43 Gelesen: 52967# 11228 @  
@ BD [#11227]

Servus Bernd,

ich danke Dir vielmals für die hervorragende und absolut erhellende Antwort. Super.

Beste Grüße cilderich
 
Gernesammler Am: 30.06.2026 19:52:21 Gelesen: 36116# 11229 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 2.11.1923 aus der Portoperiode 22 (1.11.1923-5.11.1923) von Emil Schwehr, Inh.Carl Reinholdt in Freiburg/Breisgau, spediert an die Firma Zahnradfabrik Friedrichshafen AG, Friedrichshafen am Bodensee.

Für das Franko nahm man 15x die Mi.Nr.314 zu je 1 Million, 7x die Mi.Nr.317 zu je 5 Millionen und 1x die Mi.Nr.321 zu 50 Millionen, diese gesamt 100 Millionen waren die Gebühr für den einfachen Brief bis 20 Gramm im Fernverkehr.

Gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel von Freiburg *(Breisgau)1 w.

Gruß Rainer


 
inflamicha Am: 30.06.2026 20:47:34 Gelesen: 35993# 11230 @  
Guten Abend,

von mir gibt es einen Dienstbrief aus dem Württembergischen:



Vom Schultheißenamt Spiegelberg wurde der Brief am 11.06.1923 (PP 13) an die Oberamtspflege in Backnang gesandt. Für die 100 Mark Portoerfordernis wurde ein senkrechtes Paar der Mi 165 verklebt, diese Dienstmarken wurden für die württembergischen Gemeindebehörden ausgegeben.

Der Briefumschlag wurde bereits das zweite mal verwendet, Sparsamkeit war das Gebot der Stunde:



Gruß Michael
 
inflamicha Am: 03.07.2026 17:48:32 Gelesen: 28468# 11231 @  
Hallo,

eine 3mal "aufgewertete" Ganzsachenpostkarte nach Großröhrsdorf:



Die Post war gehalten, ausreichend frankierte Ganzsachen am Schalter vorzuhalten. Die hier verwendete P 147 F mit Postreiter-Wertstempel zu 75 Pfg. wurde zunächst auf 1,50 M., dann auf 3 M. und schließlich auf 40 M. Postkartenporto auffrankiert, wobei der letzte Schritt wahrscheinlich vom Absender und nicht von der Post vorgenommen wurde- schließlich sollte der Leipziger Absenderstempel an die richtige Stelle der Karte. Am 4.4.1923 (PP 13) kostete die Fernpostkarte 40 Mark, auffrankiert wurde mit Mi 185, 189, 225, 226 und 231 b.

Gruß Michael
 
Totalo-Flauti Am: 05.07.2026 12:39:44 Gelesen: 24309# 11232 @  
Liebe Sammlerfreunde,

unten möchte ich Euch eine Auslandsdrucksache mit Nachnahme aus der Portoperiode 06.05.1920 bis 31.03.1921 zeigen. Es handelt sich leider nicht um den kompletten Brief. Es ist nur die Briefvorderseite vorhanden. Der Leipziger Verlag J.Ferda sandte den Brief am 23.12.1920 an die Amtsersparniskasse in Frauenbunnen bei Bern in der Schweiz. Auf der Briefvorderseite wurde ein Aufkleber zur Ausfuhrbewilligung für Bücher, Kunstblätter und Drucksachen angebracht. Hier wurden ein Gewicht von 300 Gramm und ein Wert von 80 Mark angegeben. Weiterhin wurde auf dem Brief 1x MiNr.141. 1x MiNr.146 II und 1x MiNr.149a II zu 1,40 Mark verklebt. Gemäß der Angabe auf dem Brief erfolgte die Zahlung des eingezogenen Geldes per Zahlkarte auf ein Postscheckkonto.

Die Postanweisungsgebühr von 60 Pfennig und die Vorzeigegebühr von 10 Pfennig für die Nachnahme wurden wohl vom eingezogenen Betrag über 84,00 Mark von der Post einbehalten. Auf der Briefvorderseite sind mit der Frankatur die notwendige Einschreibegebühr zu 80 Pfennig und die Auslandsdrucksache bis 150 Gramm mit 60 Pfennig dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
philast Am: 05.07.2026 18:08:43 Gelesen: 23728# 11233 @  
Hallo,

heute kann ich 2 Briefbelege mit frankierter Postlagergebühr zeigen:



Der erste Beleg vom 22.2.1921 von Kitzingen (Main) zunächst nach Kulmbach, dort nachgesandt nach Hof an das dortige Postlager am Bahnhof, Ankunftsstempel Hof 23.2..

Porto 40 Pf Brief erste Gewichtsstufe und 10 Pf für die Postlagergebühr in der Portperiode 5. Dargestellt als EF 50 Pf Bayernabschied mit Aufdruck Deutsches Reich. Eine eher seltene Variante wie man diese EF darstellen kann.



Der zweite Beleg vom 10.10.1921 von München nach Dinslaken ohne weitere Vermerke oder Stempel.

Porto 60 Pf Brief erste Gewichtsstufe und 10 Pf für die Postlagergebühr in der Portperiode 6. Dargestellt als MiF 10 Pf + 60 Pf Bayernabschied mit Aufdruck Deutsches Reich.

Grüße
philast
 
Totalo-Flauti Am: 06.07.2026 07:30:37 Gelesen: 22657# 11234 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich kann Euch einen Briefausschnitt einer Inlandsdrucksache der fünften Gewichtsstufe mit Nachnahme aus der Portoperiode 01.10.1919 bis 05.05.1920 zeigen. Sie lief am 03.04.1920 von Leipzig-Thonberg nach Kühnhaide bei Zwönitz im Erzgebirge. Der Nachnahmebetrag wurde hier auf das Postscheckkontos des Absenders eingezahlt. Durch die Überweisung wurde die Postanweisungsgebühr von 40 Pfennig (bis 100 Mark) vom Nachnahmebetrag von der Post einbehalten. Auf der Drucksache wurde 1x eine Mi.Nr. 87 II und 1x eine MiNr. 103 verwendet. Mit den verwendeten Marken wurden das Porto für die Inlandsdrucksache bis 500 Gramm mit 30 Pfennig und die Vorzeigegebühr mit 25 Pfennig dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
inflamicha Am: 10.07.2026 21:22:33 Gelesen: 13773# 11235 @  
Guten Abend,

ein Einschreibbrief nach Gössnitz (Sachsen-Altenburg):



Der Brief aus München an den bekannten Philatelisten A. E. Glasewald vom 18.1.1921 (PP 5) kostete den Absender 90 Pfennig, 40 für den Fernbrief und 50 für das Einschreiben. Frankiert wurde mit den Mi-Nrn. 128 und 141.

Gruß Michael
 
BD Am: 12.07.2026 21:21:46 Gelesen: 9076# 11236 @  
Mit großer Freude konnte ich diese 2 Karten erwerben.

Ende März 1922 kündigte die Reichspost an, die vorhandenen Postreiter- Postkarten mit 40 Pf. Werteindruck (P 141) mit einem Zudruck von 35 Pf ( P152) oder 85 Pf. (P153) zu versehen um den rasanten Gebührenerhöhungen zu folgen. Schon in der Ankündigung stand eindeutig , nur zum Inlandsverkehr zugelassen. Der Zudruck enthielt keine Landesbezeichnung, somit für Auslandssendungen ungültig.

Es gibt bestimmt Sendungen die unbeanstandet blieben, aber die Schweiz verstand da keinen Spass.



Karte vom Pforzheim nach Zürich vom 13.8.1922, die Ganzsache P153 wurde auf die erforderliche Gebühr von 3,50 Mark unter Einberechnung von 1,25 Mark der Drucksache auffrankiert.

Die Karte überstand die Grenzpostanstalt, aber in Zürich wurden 25 centimen Nachporto vermerkt und die Nachportomarke genau auf die beanstandete Stelle verklebt und das Geld eingezogen..



Die 2. Karte wurde am 7.12.1922 von Berlin nach Zürich versendet. Die Gebühr für eine Auslandskarte betrug in der PP 10 schon 24 Mark, die wurden unter Einbeziehung der Ganzsache auch frankiert.

Da kein Absender erkennbar, notierte Berlin das T für unterfrankiert, das deutsche Grenzpostamt schrieb die blaue 25 und markierte den Ort des Vergehens und Zürich verklebte die Nachportomarke und zog das Geld beim Empfänger ein.



Beste Grüße Bernd
 
Caius11 Am: 15.07.2026 22:09:34 Gelesen: 3323# 11237 @  
@ BD [#11236]

Sehr schöne Nachporto-Belege in die Schweiz!

Von mir heute eine Postkarte innerorts aus Rendsburg vom 8.9.1923. Das Porto von 15000 Mark wurde bar entrichtet.

Zusätzlich zum Stempel "Gebühr bezahlt" gibt es hier noch den Postmeisterstempel H.Nickels, der die eigenhändige Unterschrift ersetzt



viele Grüße, Matthias
 
Totalo-Flauti Am: 16.07.2026 18:51:07 Gelesen: 1614# 11238 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich möchte Euch folgenden Inlandsbrief per Einschreiben und Nachnahme der ersten Gewichtsstufe zeigen. Der Brief von der Theaterkasse des Leipziger Meßamts für Mustermessen wurde am 12.02.1920 in Leipzig aufgegeben und am 13.12.1920 in Annaberg Erzgebirge zugestellt. Die Nachnahme in Höhe von 32,85 Mark wurde per Postüberweisung an das Meßamt ausgezahlt. Die entsprechende Postanweisungsgebühr von 40 Pfennig (bis 50 Mark) wurde von der Post vom Nachnahmebetrag einbehalten. Der einfache Brief kostete in der Portoperiode 01.10.1919 bis 05.05.1920 20 Pfennig, die Einschreibegebühr kostete 30 Pfennig und die Vorzeigegebühr weitere 25 Pfennig. Das dafür notwendige Porto in Höhe von 75 Pfennig wurde mit einer MiNr. 92II und einer MiNr. 100 dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
inflamicha Am: 16.07.2026 20:23:45 Gelesen: 1465# 11239 @  
Guten Abend,

von mir gibt es einen Dienstbrief vom Militärversorgungsgericht Dresden-Neustadt 6:



Der Brief ist an das Versorgungsamt in Königsberg adressiert und startete am 8.4.1921 (PP 6). In der ersten Gewichtsstufe bis 20 g waren 60 Pfennig zu entrichten. Frankiert wurde mit den Dienstmarken D 24 und D 29.

Gruß Michael
 
Totalo-Flauti Am: 17.07.2026 17:29:52 Gelesen: 150# 11240 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine Inlandspaketkarte der ersten Gewichtsstufe bis 5 kg und bis 75 km von Leipzig nach Schönbrunn bei Lengenfeld im Vogtland möchte ich hier zeigen.

Der Selbstbucher, die akademische Buchhandlung R.M.Lippold, gab das Paket per Nachnahme für 78,75 Mark auf dem Leipziger Postamt 8 am 19.06.1921 auf. Die Postanweisungsgebühr von 100 Pfennig (bis 250,00 Mark) wurde vom Nachnahmebetrag von der Post einbehalten. Der Rest wurde an die Buchhandlung per Überweisung auf das Postscheckkonto überwiesen. Das Porto für das Paket kostete 300 Pfennig und die Vorzeigegebühr 100 Pfennig. Die notwendigen 4,00 Mark wurden mit einer MiNr. 143 dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
inflamicha Am: 17.07.2026 18:12:48 Gelesen: 106# 11241 @  
Hallo,

Viererblocks aus der Bogenecke findet man eher selten auf Beleg, auf Wertbriefen sind sie nicht einmal zulässig:



Der Orts-Wertbrief vom 9.4.1920 (PP 4) hatte 16 g Gewicht und eine Wertangabe von 50 Mark. Erforderlich für die Freimachung waren 85 Pfennig aus 15 Pfg. Ortsbriefgebühr, 30 Pfg. Behandlungsgebühr und 40 Pfg. Versicherung (wurden pro 1.000 M. Wertangabe berechnet). Der Absender schenkte der Post also 35 Pfg., da die Bogenecke 1,20 M. Portowert hat. Laut Vorschrift waren die Marken einzeln aufzukleben, um unbemerkte Inhaltsentnahmen auf dem Postweg zu vermeiden. Der Zustellversuch verlief negativ, der Briefträger vermerkte rückseitig "Nicht angetroffen, Nachricht hinterlassen!!"

Gruß Michael
 

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