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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 8412 Beiträge:
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890christof Am: 20.06.2020 11:49:39 Gelesen: 10449# 8388 @  
Hallo zusammen,

und der nächste merkwürdige Beleg aus der PP 26.

Es handelt sich um einen Eil-Wertbrief von Bad Schandau nach Dresden vom 29.11.1923 über 5 Bio. Mark (35 g = 2. Gewichtsstufe).

Wenn ich richtig rechne, müsste das SOLL-Porto 452 (113) Mrd. Mark betragen:

Beförderungsgebühr 112 Mrd. Mark, Einschreibegebühr 80 Mrd. Mark, Eil-Zustellgebühr 160 Mrd. Mark und Versicherungsgebühr (2 % aus 5 Bio. Mark) 100 Mrd. Mark. Frankiert ist der Beleg aber mit insgesamt 5 x MiNr. 329 A P, d.h. mit 400 (100) Mrd. Mark. Demgemäß ist er mit 52 (13) Mrd. Mark unterfrankiert. Kann das so sein?



Eventuell kann jemand den Fehlbetrag erläutern. Ich kann keine Stellen mit abgefallenen Marken erkennen.

Danke und Viele Grüße

Christof
 
inflamicha Am: 20.06.2020 14:28:50 Gelesen: 10423# 8389 @  
@ 890christof [#8388]

Hallo Christof,

ich kann keinen Fehler in Deiner Berechnung entdecken, alles richtig. Es handelt sich also wieder einmal um einen irrtümlich falsch frankierten Beleg. Die armen Postler waren wirklich nicht zu beneiden, wenn sie mit solchen Summen hantieren mussten. Dazu vielleicht noch bei einer langen Warteschlange vorm Schalter.

Gruß Michael
 
kauli Am: 21.06.2020 11:27:43 Gelesen: 10302# 8390 @  
Hallo zusammen,

mal wieder ein nicht so häufiger Beleg mit Mischfankatur Dienst, Freimarken. Und Doppelverwendung, die Rückseite wurde zur Vorderseite gemacht. Gelaufen von Iburg nach Osnabrück vom 12.6.23 aus der PP 13.

Porto stimmt für Briefe bis 100 g 120.- M



Viele Grüße
Dieter
 
JoshSGD Am: 22.06.2020 08:38:26 Gelesen: 10209# 8391 @  
Hallo,

von mir heute die nachfolgende Fernpostkarte, die am 23.7.22 von Esslingen nach Suhl lief. Portogerechte Frankatur von 1,50 Mark, EF Mi.Nr. 114a. Die Marke trägt ein Perfin der absendenden Firma, "Paul F. Dick".



Gruß
Josh

(Datenbank # 15104)
 
kauli Am: 23.06.2020 11:15:48 Gelesen: 10164# 8392 @  
Hallo zusammen,

bei der AK ist mir nicht klar, wie sich das Porto mit der französischen Marke erklärt. Gelaufen von Strassburg nach Dieppe vom 6.2.19. Dann wahrscheinlich weitergeleitet nach Paris. Die Marke kann das Porto für die Weiterleitung sein. Der linke violette Stempel ist auf jeden Fall ein französischer Zensurstempel. Bin auch nicht so richtig schlau geworden wie es sich damals mit dem Elsass verhielt. Denke, dass jemand das weiss.



Viele Grüße Dieter
 
philast Am: 23.06.2020 16:26:55 Gelesen: 10120# 8393 @  
@ kauli [#8392]

Hallo,

meiner Meinung nach hat die Frankatur eher einen 'Souvenircharakter', es ist ein FM (= Franchise Militaire) vermerkt, was auf einen Soldaten hindeutet der in Strassbourg seinen Dienst getan hat. Das würde bedeuten, dass der Beleg eigentlich gebührenfrei und keine Frankatur nötig war (ansonsten 10ct für eine Postkarte, ob es eine Ermäßigung gab, wenn weniger als 5 Worte verwendet wurden, mit Drucksachen Porto ist mir bei Frankreich nicht bekannt). Der Zensurstempel ist meiner Meinung nach von Strassbourg (jedenfalls meine ich 'Controle Postal Str....' entziffern zu können.

Der Empfängerort DIEPPE lag übrigens an der Küste zwischen Le Havre und Calais. Anscheinend gab es dort auch eine (wohl eher kleinere) Postzensurstelle, wo der Empfänger stationiert war.

Ein paar hübsche Belege nebst einigen Informationen zum Thema Elsass sind auch an dieser Adresse verfügbar [1].

Grüsse
philast

[1] http://www.manfredkaiser.de/elsass_18-19.html
 
kauli Am: 24.06.2020 15:28:39 Gelesen: 9987# 8394 @  
@ philast [#8393]

Denke auch das Deine Vermutung richtig ist. Die Seite ist hervorragend, habe ich mir gleich gespeichert. Zum Thema Elsass, aber auch zu anderen Themen sehr interessant.

Und was unter der Rubrik "was es nicht alles gibt" eine hoffnungslos überfrankierte Ortspostkarte.

Innerhalb Berlins vom 5.6.20 aus der PP 5. Gereicht hätten 30 Pfg. Da wae wohl jemand auf den Sempel BERLIN NW NATIONALVERSAMMLUNG scharf, der nicht so häufig anzutreffen ist.



Viele Grüße
Dieter
 
JoshSGD Am: 25.06.2020 11:33:59 Gelesen: 9870# 8395 @  
Hallo in die Runde,

von mir heute ein Fernbrief bis 20g. Dieser lief am 19.10.1923 (Letzttag PP 20; 10.10.1923 - 19.10.1923) von Michelstadt nach Gießen und ist mit 10.000 Mark überfrankiert. Bei 5 Mio Mark Soll-Porto eine vernachlässigbare Abweichung. MiF Mi.Nr. 285, 288 I, 308 A a und 312 A.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15103)
 
JoshSGD Am: 26.06.2020 08:49:31 Gelesen: 9755# 8396 @  
Hallo,

von mir kommt heute die folgende Drucksache im Fernverkehr bis 25 g. Diese lief am 2.10.1923 (PP 19; 1.10. - 9.10.19223) von Frankfurt nach Gießen und ist mit 400.000 Mark portorichtig frankiert, MiF Mi.Nr. 275a, 290 und 295.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15089)
 
JoshSGD Am: 29.06.2020 14:09:03 Gelesen: 9011# 8397 @  
Hallo,

von mir heute die nachfolgende, von Großfelda nach Gießen gelaufene, Fernpostkarte vom 13.10.1923 (PP 9: 1.10.1922 - 14.11.1922). Portorichtige Frankatur von 2 Millionen Mark, MiF Mi.Nr. Mi.Nr. 290 und 308 A a.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15091)
 
kauli Am: 29.06.2020 15:57:10 Gelesen: 8996# 8398 @  
Hallo zusammen,

eine Paketkarte für drei Pakete von Berlin nach Zürich vom 28.10.1913 aus der PP 1, frankiert mit 2,40 M.



Viele Grüße
Dieter
 
JoshSGD Am: 30.06.2020 09:51:28 Gelesen: 8902# 8399 @  
Hallo,

die nachfolgende Postkarte lief am 17.4.1923 (PP 13: 1.3.1923 - 30.6.1923) von Ludwigshafen nach Rosenheim und ist mit 40,25 Mark minimal überfrankiert, MiF Mi.Nr. 199a, 224a, 225 und 239 auf P 142. Da der Empfänger in Rosenheim nicht anzutreffen war, wurde diese nachgesandt. Leider kann ich diesen Ort aber nicht entziffern.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15093)
 
jmh67 Am: 30.06.2020 13:03:24 Gelesen: 8702# 8400 @  
@ JoshSGD [#8399]

Die Karte ging weiter nach Hohenschwangau.
 
JoshSGD Am: 01.07.2020 09:47:50 Gelesen: 8240# 8401 @  
@ jmh67 [#8400]

Vielen Dank für die Auflösung!

Von mir heute ein einfacher Fernbrief bis 20 g, welcher am 4.9.1293 von Butzbach nach Gießen lief und mit 75.000 Mark portorichtig frankiert ist, MiF Mi.Nr. 279a und 280.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15073)
 
JoshSGD Am: 02.07.2020 10:17:04 Gelesen: 7678# 8402 @  
Hallo in die Runde,

von mir heute ein einfacher Fernbrief von Hammerunterwiesenthal nach Freiberg, gelaufen am 6.12.1920 (PP5; 6.5.1920 - 31.3.1921) und mit 40 Pfennig portorichtig freigemacht, EF Mi.Nr. 145 II.



Der Beleg erzählt aber noch so einiges. Wir befinden uns im tiefsten Erzgebirge und in Hammerunterwiesenthal kurz vor dem Fichtelberg mit 1214,9 m ü. NHN. Der Beleg selbst trägt einen Bahnpoststempel "Cranzahl - Oberwiesenthal", ist also mit der Eisenbahn dieser Strecke befördert worden. Hammerunterwiesenthal, mittlerweile Teil der Stadt Oberwiesenthal, hat einen Bahnhof an dieser Strecke. Diese Bahn fuhr und fährt noch heute als Schmalspurbahn auf 750 mm Spurweite und wurde 1897 feierlich eröffnet, hauptsächlich für den Gütertransport. Die Zahlen des Personenverkehrs schnellten dann allerdings innerhalb kürzester Zeit in die Höhe, so dass bereits kurz nach Eröffnung die Bahnstrecke für selbigen benutzt wurde. Heute kann man mit historischem Wagenmaterial diese Strecke mit der "Fichtelbergbahn" fahren. Im Bahnhof Cranzahl gibt es zudem ein kleines Freiluftmuseum über die Güterbeförderung, auch historisches Wagenmaterial ist ausgestellt.

Gruß
Josh

(Datenbank # 15074)
 
inflamicha Am: 03.07.2020 22:02:32 Gelesen: 6910# 8403 @  
Guten Abend,

von mir heute ein Fernbrief von Cottbus nach Brandenburg:



Der Brief vom 8.6.1923 (PP 13) erforderte 100 Mark Porto. Frankiert wurde mit Mi 205, 238, 2mal 242 in 2 Farbtönen und 244 a portogerecht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 03.07.2020 22:44:52 Gelesen: 6886# 8404 @  
Guten Abend,

nach längerer Abstinenz stelle ich hier mal wieder einen Sonntagsbeleg vor:



Es handelt sich um eine Fernpostkarte vom 19.2.1922 aus Penig nach Treunebrietzen, portorichtig mit 1,25 Mark frankiert (1 x Mi. 140 und 2 x Mi. 165).

Grüßle
Mümmel
 
inflamicha Am: 04.07.2020 23:40:29 Gelesen: 6323# 8405 @  
Guten Abend,

ein Brief vom Ärzteverband Niedersachsen in Hannover nach Osnabrück:



Der Brief wurde am 30.8.1923 (PP 16) aufgegeben, für das Porto wurden 20.000 Mark fällig. Der Brief wurde mit Mi 261 (3) und 273 (5) portogerecht frankiert.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.07.2020 22:10:25 Gelesen: 5828# 8406 @  
Guten Abend,

ein Einschreibbrief des Bankgeschäftes Hermann Johannsen in Weimar:



Der R-Brief nach Berlin vom 10.3.1923 (PP 13) erforderte 100 Mark Porto und 80 Mark Einschreibgebühr, für die zusammen 180 Mark wurde mit 9mal Mi 230 P frankiert. Der Ankunftsstempel auf der Rückseite ist nur schwach erkennbar.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 05.07.2020 22:59:11 Gelesen: 5809# 8407 @  
Guten Abend,

passend zum Sonntag ein weiterer Sonntagsbeleg:



Ortsbrief vom 7.1.1917, der in Berlin unterwegs war. Für das Porto wurden 8 Pfennig verklebt weil vermutlich gerade keine Marke zu 2½ vorhanden war.

Schönen Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 06.07.2020 21:04:06 Gelesen: 5096# 8408 @  
Salve,

auch am Montag gibt es einen Sonntagsbeleg:



Einfacher Fernbrief vom 21.5.1922 aus Löwen in Schlesien nach Plauen. Das Porto von 2 Mark wurde mit je 1 x Mi. 104 und 116 verklebt.

Es grüßt
der Mümmel
 
inflamicha Am: 07.07.2020 21:40:27 Gelesen: 3927# 8409 @  
Guten Abend,

eine Paketkarte aus Halle:



Am 30.6.1922 (Letzttag der PP 7) wurde ein Paket mit 12 kg Gewicht nach Nürnberg geschickt, die Entfernung betrug mehr als 75 km. Für die nötigen 30 Mark wurde ein Dreierstreifen der Mi 175 verklebt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 08.07.2020 23:01:37 Gelesen: 2761# 8410 @  
Guten Abend,

hier ein Sonntagsbeleg vom 7.10.1923 aus dem oberbayerischen Ort Berg. Dies ist die mir bisher einzig bekannte Versandart "Geschäftspapiere" einer Behörde. Offensichtlich hatte man dafür in der Gegend sogar größeren Bedarf, da man sogar Umschläge entsprechend drucken ließ.



Frankiert wurde tarifrichtig mit 8 Marken der MiNr. D93.

Grüßle
Mümmel
 
muemmel Am: 10.07.2020 20:11:29 Gelesen: 1045# 8411 @  
Salut,

heute gibt es einen Sonntagsbeleg aus der Portoperiode 3:



Fernpostkarte vom 4.5.1919 ab Osnabrück nach Freiburg im Breisgau. Verwendet wurde hier eine mit MiNr. 98 auffrankierte Ganzsachenkarte P112 A.

Einen schönen Start ins Wochenende wünscht
Mümmel
 
inflamicha Am: 10.07.2020 21:26:23 Gelesen: 1012# 8412 @  
Guten Abend,

von mir gibt es heute einen Einschreibbrief nach Basel:



Der Brief aus Mahlsdorf bei Berlin wog mehr als 20 g, wie uns die Frankatur verrät: Bis 20 g waren 300 Mark, bis 40 g 450 Mark zu berappen, dazu kam die Einschreibgebühr in Höhe von 80 Mark. Die verklebten Marken (Mi 208 P, 220 und 221) ergeben die nötigen 530 Mark. Wie alle Einschreibsendungen musste auch dieser Brief durch die Devisenkontrolle, in diesem Falle über die zuständige Stelle in Freiburg/Breisgau.

Gruß Michael
 

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