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Thema: (?) (10502) Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 26.08.2014 21:03:05 Gelesen: 4119198# 3230 @  
Guten Abend,

Belege mit Dienstmarken sind bei mir recht rar, daher heute ein Fernbrief mit einer bunten Frankatur:



Ein Fernbrief der 2. Gewichtstufe (bis 100g) von Brandenburg (Havel) an die Deutsche Bank in Berlin vom 7.11.23 eingeschrieben und per Eilboten. Das Porto betrug 1,4 Milliarden Mark, die Einschreibgebühr 1 Milliarde und die Eilzustellgebühr 2 Milliarden. Mit 4,4 Milliarden Mark also tarifrichtig frankiert.

Solche Dinge erfüllen mein kleines Herz mit großer Freude. Normale Fernbriefe der 2. Gewichtstufe kann noch recht häufig finden, aber solche mit Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Eilzustellung sind dann doch schon deutlich weniger häufig. Und wenn dann noch beide Zusatzleistungen vereint sind, um so schöner.

Kühle und regnerische Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 26.08.2014 21:15:53 Gelesen: 4119190# 3231 @  
Guten Abend,

beim heutigen Beleg mit gleicher Ausgangssituation wie gestern wurde wieder einmal zu viel des Guten getan:



Ortsbrief der 2. Gewichtsstufe (60 Pf.) innerhalb Dortmunds vom 27.04.1921 mit Zustellungsurkunde (Zustellgebühr 50 Pf.) und Rücksendung der Urkunde zur e i n f a c h e n Briefgebühr (40 Pf. !). Zusammen wären also 1,50 M ausreichend gewesen, frankiert sind 1,70 Mark. Wahrscheinlich hat man versehentlich das selbe Rücksende-Briefporto wie für die Hinsendung des schwereren Briefes gerechnet.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 27.08.2014 21:24:39 Gelesen: 4118492# 3232 @  
Servus,

aus der Sammlung von diva hier eine Drucksache mit einer Einzelfrankatur der MiNr. 141:



Ein Vermerk "Drucksache" fehlt zwar, aber es kann sich aufgrund des Portos von 10 Pf. nur um eine solche handeln.

Da der Maschinenstempel mit dem Werbeeinsatz der ANUGA die Marke beim ersten Durchlauf nicht getroffen hatte, wurde der Umschlag um 90° gedreht und erneut in die Stempelmaschine gegeben. Im zweiten Anlauf hat es denn mit der Entwertung funktioniert.

Fast sommerliche Grüße
Harald
 
muemmel Am: 28.08.2014 18:42:00 Gelesen: 4117460# 3233 @  
Guten Abend,

heute flatterte mir dieser Beleg ins Haus:



Eine Drucksache bis 50g vom 19.11.23 (Letzttag der Portoperiode 24) von Donauwörth nach Prag, tarifrichtig frankiert mit acht Marken der 325 BP.

Schönen Gruß
Harald
 
wuerttemberger Am: 28.08.2014 19:10:26 Gelesen: 4117442# 3234 @  
@ inflamicha [#3229]

Zweite Gewichtsstufen sind in manchen Portoperioden gar nicht so leicht zu bekommen.

40 Pf. einfache Briefgebühr für die Rücksendung der vom Empfänger unterschriebenen Urkunde zusammen

Der Empfänger hatte mit der zurücklaufenden Urkunde gar nichts zu tun. Der Postbeamte hatte alle nötigen Angaben zu machen und die Urkunde zu unterzeichnen.

Gruß

wuerttemberger
 
Baldersbrynd Am: 30.08.2014 09:33:31 Gelesen: 4116267# 3235 @  
Hier ein Ortsbrief in Hamburg gesendet am 18.2.1921.

Der Ortsporto war geendet am 20.4.1920 bis 20.3.1921, so das betrag war von 6.5.1920 bis 20.3.1921 wie Fernporto.

40 Pf. Postfreistempel in schwarz, verwendet von 20.12.1920 bis 31.7.1921. Ab 1.8.1921 bis 30.6.1922 in rot.

Viele Grüße
Jørgen


 
inflamicha Am: 30.08.2014 16:57:04 Gelesen: 4116076# 3236 @  
Hallo,

mein heutiger Dienstbrief wurde von der deutschen Reichsbahn-Hauptkasse in Essen am 6.1.1923 (PP 11) an die Gewerkschaft Dorstfeld gesandt.



Das erforderliche Porto für den Brief bis 20 g Gewicht betrug 25 Mark, der Brief wurde somit portogerecht frankiert.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 30.08.2014 22:16:00 Gelesen: 4115960# 3237 @  
Guten Abend,

Belege mit Dienstmarken sind bei mir leider nur wenige vorhanden, dafür aber heute einen Fernbrief mit ganz vielen Marken:



Fernbrief der 2. Gewichtstufe mit Eilzustellung, gelaufen am 27.11.23 (Vierfachperiode 26.–30.11.1923) von Essen nach Berlin. Das Porto betrug 112 Milliarden Mark, die Eilzustellgebühr 160 Milliarden Mark. Frankiert wurde mit 40 Marken der 322 AP und 13 Marken der 327 AW, damit 4 Milliarden überfrankiert, aber die 1,5% spielten wirklich keine Rolle mehr.

Hübsche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 30.08.2014 22:36:20 Gelesen: 4115954# 3238 @  
Hallo Harald,

ich habe es Dir schon auf den Inflaseiten berichtigt: Der Brief ist portogerecht, da nur 30 und nicht 40 Stück a´ 100 Mio draufkleben.

Da musste wohl nochmal drüber. ;-)

Gruß Michael
 
erron Am: 31.08.2014 16:16:08 Gelesen: 4115604# 3239 @  
Weiter geht es wieder mit Dienstmarken.

Einzelfrankatur der Nr 45 mit einem Nachnahmebrief mit einer Zahlungsaufforderung von 75 Pfg.

Das Porto für diesen Ortsbrief betrug in der PP 6 90 Pfg, die im Falle einer Einlösung die Staatskasse übernahm. Summa summarum somit ein Minus von 15 Pfg für die bayerische Staatskasse.



Ortsbrief bis 20 Gramm (40 Pfg) mit Zusatzleistung Nachnahme (50 Pfg) ergibt das erforderliche Porto von 90 Pfg.

mfg

erron
 
inflamicha Am: 31.08.2014 21:31:07 Gelesen: 4115500# 3240 @  
Guten Abend,

vom Finanzamt Dortmund kommt mein heutiger Beleg: Ortsbrief bis 20 g vom 19.7.1922 (PP 8), Porto 1 Mark. Frankiert wurde mit je einer Marke zu 40 und 60 Pf., eine Einzelfrankatur der D 30 oder gar D 22 wäre natürlich schöner gewesen. ;-)



Gruß Michael
 
erron Am: 31.08.2014 22:53:36 Gelesen: 4115465# 3241 @  
Paketkarten, frankiert mit einer Einzelfrankatur der Dienstmarke Nr 49 findet man nicht oft.

Möglich war diese Verwendungsart nur in der PP 5 (6.5.20-31.3.21) als Paket bis 10 kg und Entfernung bis 75 KM.

Theoretisch bestand noch die Möglichkeit in der PP 4 als Verwendungsart Paket bis 10 kg und Entfernung über 75 KM,aber bis zum heutigen Tage ist noch keine Paketkarte in dieser PP 4 mit der Dienstmarke Nr 49 bekannt.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit dieser Dienstmarke Nr 49 war nur noch der Versand als Ortsbrief bis 20 Gramm und Zusatzleistung Nachnahme in der PP 8 vom 1.7.22-30.9.22.



Paketkarte bis 10 kg Gewicht und Entfernung bis 75 KM, Stempelabschlag vom 2 OKT 20 von Egglfing am Inn nach Würding am Inn.

Erforderlicher Portobetrag: 2,50 Mark.

mfg

erron
 
erron Am: 01.09.2014 12:43:34 Gelesen: 4115215# 3242 @  
@ erron [#3241]

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit dieser Dienstmarke Nr 49 war nur noch der Versand als Ortsbrief bis 20 Gramm und Zusatzleistung Nachnahme in der PP 8 vom 1.7.22-30.9.22.

die ich euch nicht vorenthalten möchte.



EF mit der Dienst Nr 49 als Ortsbrief vom 21 Juli 1922 mit Zusatzleistung Nachnahme mit einer Forderung von 7 Mark und 75 Pfennig.

Abgestempelt mit dem oft anzutreffenden Stempelabschlag von München Justizpalast.

Der Beleg wurde nach 1940 mit der damals obligatorischen Dreimannprüfung von den Altmeistern der Inflationsphilatelie: Grimm, Zirkenbach und Kobold geprüft.

mfg

erron
 
muemmel Am: 01.09.2014 20:09:21 Gelesen: 4115072# 3243 @  
@ erron [#3241]
@ erron [#3242]

Guten Abend Bruno,

ich hoffe gar sehr, dass Du die Belege auch in die Datenbank gestellt hast. :-)

@ alle

Zur Abwechslung mal wieder ein Beleg mit Freimarken:



Hierbei handelt es sich um einen eingeschriebenen Ortsbrief vom 24.11.23. Abgesehen davon, dass eingeschriebene Ortsbriefe nicht sonderlich häufig zu finden sind, ist auch der Kleinschriftstempel von Charlottenburg * 2 p nicht allzu häufig.

Frankatur: 2 x 327 BP, 1 x 329 AP. Porto 10 Milliarden, Einschreibgebühr 20 Milliarden.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 01.09.2014 20:53:17 Gelesen: 4115046# 3244 @  
Guten Abend,

heute ein Fernbrief bis 20 g Gewicht mit Zustellungsurkunde von einem Gerichtsvollzieher des Amtsgerichts Leipzig nach Dortmund:



Am 10.5.1921 (PP 6) aufgegeben erforderte der Brief insgesamt 1,70 M aus 60 Pf. Porto, 50 Pf. Zustellgebühr und 60 Pf. einfacher Briefgebühr für die Rücksendung der Urkunde.

Gruß Michael
 
baerandre Am: 01.09.2014 21:01:17 Gelesen: 4115042# 3245 @  
Hallo zusammen,

habe auch mal nen Beleg ergattert, der hier reinpassen könnte:

5*329 1*341

Wie ich das sehe, ist er Portorichtig frankiert und es dürfte die letzte Portostufe sein: 100 Mrd für Brief bis 20g und 20 Pf für die Einschreibegebühr, aber dazu möchte ich gerne die Meinung der Fachleute höhren.



Gruß

Andre
 
inflamicha Am: 01.09.2014 21:27:51 Gelesen: 4115026# 3246 @  
@ baerandre [#3245]

Hallo Andre,

das siehst Du genau richtig (mit letzte Portostufe meinst Du wahrscheinlich letzte Portoperiode). Die 100 Mrd. entsprachen ganzen 10 Rentenpfennig und stellen das Briefporto dar. Die 20 Pf.-Marke deckt die Einschreibgebühr ab und diente wohl gleichzeitig als Briefverschlussmarke.

Gruß Michael
 
baerandre Am: 01.09.2014 21:30:15 Gelesen: 4115023# 3247 @  
Einen hab ich noch für heute, da müssen die Fachleute aber selber rauskriegen welche Portoperiode und ob Portorichtig.



Bis bald
 
baerandre Am: 01.09.2014 21:47:09 Gelesen: 4115013# 3248 @  
Habe noch einen, frisch gescannt.



So, jetzt ist aber wirklich genug für heute :-))
 
muemmel Am: 01.09.2014 23:04:14 Gelesen: 4114981# 3249 @  
@ baerandre [#3247]

Moin André,

Glückwunsch zu dem Beleg mit Teil-Barfrankatur. Porto 10 Milliarden, R-Gebühr 10 Milliarden, Eilzustellgebühr 20 Milliarden. Frankiert wurden mit Marken 32 Milliarden und die fehlenden 8 Milliarden dann mit Darmstädter Notgeld bar bezahlt.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 01.09.2014 23:12:28 Gelesen: 4114978# 3250 @  
@ baerandre [#3248]

Hallo André,

auch zu diesem R-Brief kann man nur gratulieren. Für die Vielfachverwendung der 321 BP mit 40 Marken muss man schon sehr viel Geduld aufbringen. Der Brief ist mit 1 Milliarde Porto und 1 Milliarde R-Gebühr tarifrichtig frankiert.

Herbstliche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 02.09.2014 13:35:51 Gelesen: 4114711# 3251 @  
@ muemmel [#3249]

Hallo Harald,

nach [#3237] / [#3238] jetzt das noch, ich schätze Brille oder Batterien des Taschenrechners erneuern könnte helfen. ;-) Da ist keine Teilbarfrankatur ! Der Brief ist ohnehin schon mit dem Doppelten des Nötigen frankiert: 40 Mrd. Soll, 16 X 5 Mrd. = 80 Mrd. Ist. Die blaue Notiz "Notgeld bar" stammt von der Empfängerbank und bezieht sich lediglich sich auf den Inhalt der Sendung !

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 02.09.2014 14:02:58 Gelesen: 4114690# 3252 @  
Hallo,

heute ein Beleg aus der PP 16 (24.8. - 31.8.23). Dieser lief am Letzttag der PP, 31.8.23, von Stuttgart nach Halle und ist portorichtig frankiert mit 20 Tausend Mark, EF Mi.Nr. 281.

Empfänger war Herr Runge in Halle, ein Philou, der auch einige der Belege produzierte, welche die "Marken" der lokalen Notausgaben von Halle tragen, aber sofort verboten worden sind. Dieser Beleg hier ist aber reine Bedarfspost.



Gruß
Josh
 
muemmel Am: 02.09.2014 18:51:30 Gelesen: 4114608# 3253 @  
Hallo Michael,

werde sofort die Brille putzen und morgen neue Batterien für den Taschenrechner besorgen. :-)

Weiß der Henker, Geier, Teufel oder sonst wer, was ich da für einen Bockmist gebaut habe.

Grüßle
Harald
 
dr.vision Am: 02.09.2014 19:31:44 Gelesen: 4114591# 3254 @  
@ baerandre [#3245]

Hallo Andre und alle Spezialisten,

erst einmal Glückwunsch zu diesen tollen Belegen.

Kann es sein, dass sich auf der zweiten Marke von rechts ein PP23 (Seitenrand neben linken unteren Posthorn verdickt) zeigt? Oder muss ich auch meine Brille putzen, wie der Meister?



Allen noch einen schönen Abend von der sonnigen Ostsee.
Ralf
 

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