Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 11197 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 48 148 248 348 358 368 378 388 398 408 418 428 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447   448  oder alle Beiträge zeigen
 
inflamicha Am: 02.04.2026 22:12:03 Gelesen: 195933# 11173 @  
Guten Abend,

ein Brief mit Fensterumschlag:



Der Firmenumschlag der Kugelfabrik Fischer in Schweinfurt vom 29.8.1923 (PP 16) ist mit Mi 281 zu 20.000 Mark für einen Fernbrief der 1. Gewichststufe frankiert worden. Wohin es ging bleibt, wie bei den meisten Fensterumschlägen, im Dunklen. Etwas entschädigen kann die rückseitig als Verschlussmarke verwendete farbenfrohe Vignette zur Deutschen Automobilausstellung Berlin vom 28.9. bis zum 7. Oktober 1923.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.04.2026 21:21:22 Gelesen: 187828# 11174 @  
Guten Abend,

zum Ostersonntag ein Dezemberbrief mit zeittypischer Fehlfrankatur:



Der Brief von Pforzheim nach Frankfurt am Main wurde am 1.12.1923 (PP 27 a) zwischen 8 und 9 Uhr abends gestempelt. Der Brief war mit 10 Rentenpfennig oder 100 Milliarden Papiermark zu frankieren. Wirklich verklebt wurden mit Mi 325 APa (5) und 328 AP (2) nur 25 Mrd. Mark. Bis zum Vortag wurden die Marken noch zum vierfachen Nennwert verkauft und gerechnet. Dass dem nicht mehr so war, daran musste man sich erst einmal gewöhnen. Die Post hat die Unterfrankatur in diesem Falle toleriert.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 05.04.2026 22:07:29 Gelesen: 187737# 11175 @  
Moin,

einen recht ähnlichen Brief kann ich auch zeigen.

Gleicher Verwendungstag (auch Nachmittags) hier nur mit Mi.Nr. 334A und 2X 335A.

In diesem Fall von München nach Heimenkirch.

Das mal 4 rechnen war schon wieder vorbei, dem entsprechend um 75 Milliarden Papiermark oder 7,5 Rentenpfennig unterfrankiert und dennoch unbeanstandet befördert.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 06.04.2026 13:19:00 Gelesen: 184902# 11176 @  
@ Dulfen1 [#11175]

Hallo Ulf,

besonders am ersten Tag der neuen Tarife kommen solche Fehlfrankaturen öfter vor, danach war auch die Post konsequenter mit der Nachportoerhebung. Die Vierfachverwendung war jedenfalls passé. Viele dachten auch, der Umrechnungskurs wäre 1 Milliarde Papiermark = 1 Rentenpfennig, so wie dieser Absender:



Von der Pferdehandlung Hochstaedter & Baer in Mannheim-Feudenheim stammt diese Postkarte vom 4.12.1923 (PP 27 a) an die Konservenfabrik Holzhauer in Frankfurt-Niederrad am Main. Die verklebte Mi 335 APa deckte nur ein Fünftel der nötigen 50 Mrd. Mark (oder 5 Rentenpfennig) Freimachung ab. Entsprechend der Postvorschrift wurde das Eineinhalbfache des Fehlbetrages = 6 Rentenpfennig, aufgerundet auf volle 10 Rentenpfennig, nacherhoben.

Gruß Michael
 
Dulfen1 Am: 06.04.2026 21:58:57 Gelesen: 183179# 11177 @  
Hallo Michael,

in Verbindung mit der neuen Währung war es am Anfang anscheinend auch nicht einfach.

8 Rentenpfennig (Mi.Nr.:338/339) + 35 Milliarden (325A) Papiermark ergeben einfach keinen Sinn.

In diesem Fall zumindest nicht unterfrankiert (11,5 Rentenpfennig).

wieder der 4.12.1923, diesmal von Ueckermünde an das Finanzamt in Pasewalk.



Gruß Ulf
 
inflamicha Am: 08.04.2026 21:20:24 Gelesen: 176488# 11178 @  
Guten Abend,

Wertbrief mit illustrem Absender:



Der Brief vom 22.10.1921 (PP 6) hat den Deutschen Philatelisten-Verband in Gössnitz (Sachsen-Altenburg) als Absender, der von A. E. Glasewald geleitet wurde. Der Brief wog 216 g und hatte 1.000 Mark als Wertangabe. Der Brief nach Plauen im Vogtland ist mit 2mal Mi 154 I a tarifgerecht frankiert worden: 1,20 M. für den Fernbrief der III. Gewichtsstufe, 1 M. Behandlungsgebühr und eine weitere Mark für die Versicherung (1 M. pro angefangene 1.000 M. Wert). Laut Ankunftsstempel war der Brief am nächsten Morgen bereits am Zielort.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 13.04.2026 21:07:23 Gelesen: 160613# 11179 @  
Guten Abend,

ein Ortsbrief der 2. Gewichtsstufe aus der PP 13:



Der Brief aus Berlin W 9 an das Polizeiamt in Berlin-Zehlendorf wurde am 8.5.1923 auf den Weg gebracht. Die Post verlangte 60 Mark für Ihre Dienste. Der Absender frankierte seine Sendung mit je einer Mi 232 P und 241.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 14.04.2026 22:16:39 Gelesen: 157408# 11180 @  
Guten Abend,

heute eine Fernpostkarte aus Untertürkheim-Stuttgart:



Die Firmenkarte der Briefordner-Fabrik Hermann Herdegen nach Höfen an der Enz vom 17.1.1923 (PP 12) war mit 25 Mark zu frankieren. Der Absender verklebte die Mi-Nrn. 187 a, 207 W und 226 a. Alle Marken sind mit der Firmenlochung "H H" versehen.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 15.04.2026 21:36:53 Gelesen: 154735# 11181 @  
Guten Abend,

eine Ganzsachenpostkarte P 141 I nach Berlin-Hohenschönhausen:



Die Fernpostkarte aus Wildau (Kreis Teltow) vom 26.6.1922 (PP 7) musste mit 1,25 Mark freigemacht werden, wofür der Ganzsachenwertstempel im Postreiter-Muster zu 40 Pfg. nicht mehr ausreichte. Der Absender musste also nachkleben und verwendete dafür die Mi-Nrn. 144 II (2) und 161. Möglicherweise hat er die Karte auch schon so am Postschalter erworben. Die Postbeamten waren gehalten, bereits für die neuen Portoerfordernisse nachfrankierte Ganzsachen für das Publikum vorzuhalten.

Gruß Michael
 
evwezel Am: 18.04.2026 18:31:31 Gelesen: 136322# 11182 @  
Liebe Sammelfreunde,

ich zeige Euch heute einen Ortsbrief, der am 25. August 1923 in Dresden verschickt wurde. Der Brief wurde portogerecht mit 8000M frankiert (PP16):

2 x 3000 (Mi 254)
2 x 1000 (Mi 252)



Als ich diesen Brief vor einigen Monaten kaufte, behauptete der Briefmarkenhändler, dass es sich hier um den Briefmarken Mi 254d handelt. Ich bin mir aber nicht so sicher. Kann man das überhaupt als Laie feststellen? Der Scan ist leider nicht ganz farbecht.

Viele Grüße

Emiel
 
philast Am: 19.04.2026 19:52:16 Gelesen: 129243# 11183 @  
@ evwezel [#11182]

Hallo,

"Als ich diesen Brief vor einigen Monaten kaufte, behauptete der Briefmarkenhändler, dass es sich hier um den Briefmarken Mi 254d handelt."

Schöne Behauptung. Würde ich nicht akzeptieren. Die Abgrenzung einer 254d ist recht knapp und es ist wahrscheinlicher, dass man das Prüfstück bestenfalls als "dkl. a" zurückerhält. Wenn der Händler so überzeugt ist, dass es eine 254d ist kann er es gerne prüfen lassen und dann auch einen höheren Preis verlangen. In diesem Fall ist das Risiko sein Geschäft.

"Ich bin mir aber nicht so sicher. Kann man das überhaupt als Laie feststellen?"

Man kann sich mittels geprüften Vergleichsstücken der erfolgreichen Farbunterscheidung annähern. Man achte auch bei farbgeprüften Infla Marken dass die Farbe "kompentent" geprüft ist, problematisch ist E.Peschl oder (Gott bewahre ;-)) Prüfstelle Basel. Je teurer eine Farbvariante ist umso schwieriger wird es.

"Der Scan ist leider nicht ganz farbecht."

Nach dem Scan zu urteilen liegt keine 254d vor.

Grüße
philast
 
evwezel Am: 19.04.2026 21:38:37 Gelesen: 128982# 11184 @  
@ philast [#11183]

Hallo Philast,

vielen Dank für Deine Antwort!

Liebe Grüße

Emiel
 
inflamicha Am: 25.04.2026 22:42:53 Gelesen: 88381# 11185 @  
Guten Abend,

eine Fernpostkarte aus der PP 11:



Die Postkarte aus Lörrach nach Höfen an der Enz vom 10.1.1923 ist mit Mi 192 und 228 W (2) = 15 Mark portogerecht frankiert worden.

Die Marken sind mit der Firmenlochung K B C für Koechlin Baumgartner & Cie. Aktiengesellschaft versehen.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 26.04.2026 21:37:52 Gelesen: 84683# 11186 @  
Guten Abend,

eine Drucksache in die Tschechoslowakei:



Die nur an der offenen Briefklappe erkennbare Drucksache nach Schönlinde vom 8.9.1923 (PP 17) war im Gegensatz zu Briefen und Postkarten, für die ein günstigeres Sonderporto galt, zum normalen Auslandstarif in Höhe von 40.000 Mark für je 50 g Gewicht freizumachen. Der Absender verwendete hierfür einen senkrechten Fünferstreifen der Mi 278 X, der in Leipzig-Stötteritz entwertet wurde.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 29.04.2026 20:43:29 Gelesen: 78089# 11187 @  
Guten Abend,

Am 1.11.1922 wurden die Germaniamarken ungültig. Besonders im Monat November findet man noch häufig Germaniaverwendungen, manchmal wurden diese nicht beanstandet bzw. sind durchgerutscht. Hier hatte der Absender nicht so viel Glück:



Die Ortspostkarte von Leipzig-Neuschönefeld nach Leipzig-Gohlis stammt vom 23.11.1923 (PP 10) und kostete 3 Mark. Die verwendete Ganzsache P 146 I wurde (wahrscheinlich postseitig) 2mal auffrankiert- zunächst mit einer Mi 197 auf ein 1,50 M.-Porto und anschließend mit einer Mi 189 auf das 3 M.-Porto. Die Postbeamten waren gehalten, auffrankierte Ganzsachen am Schalter für die Abgabe an ihre Kunden vorzuhalten, die den erhöhten Portostufen entsprachen. Wahrscheinlich lag die Karte nach dem Kauf noch einige Wochen beim Kunden, bevor sie abgeschickt wurde. Der Absender machte sich wohl keine Gedanken um die inzwischen ungültige Germaniamarke. Für die nun fehlenden 75 Pfennig erhob die Post Nachporto in Höhe des doppelten Fehlbetrages = 150 Pfg., kenntlich an der handschriftlichen blauen Ziffer. Die ungültige Marke wurde nicht gestempelt, sondern blau eingerahmt.

Gruß Michael
 
Caius11 Am: 01.05.2026 19:29:22 Gelesen: 70592# 11188 @  
Guten Abend,

hier eine Germania-Ganzsache P113F, verschickt am 4. Februar 1920 von Königstein(Taunus) nach Essen. Für die Fernpostkarte in PP4 mussten 5 Pf ergänzt werden (Mi. 85)

Interessant ist, dass der Zusatz "mit Antwortkarte" durchbalkt ist. Hat jemand auch solche Ganzsachen, die aus Restbeständen von Frage/Antortkarten drucktechnisch zu normalen Postkarten gemacht wurden?

Viele Grüße, Matthias


 
inflamicha Am: 01.05.2026 23:32:28 Gelesen: 69902# 11189 @  
@ Caius11 [#11188]

Hallo Matthias,

drucktechnisch ist da nichts. Der Zusatz "mit Antwortpostkarte" ist sauber mit Tinte durchgestrichen. Entweder von der Post, die die Doppelkarten zwecks Aufbrauchs oder aus Mangel an Einzelkarten getrennt und so verkauft hat oder aber vom Absender, der nur eine Einzelkarte versenden wollte - im letzteren Falle allerdings mit andersfarbiger Tinte. Ich kann das allerdings nur anhand Deines Bildes einschätzen.

Von mir gibt es heute einen Wertbrief mit Eilzustellung aus der PP 27 b:



Der Brief von Zwickau nach Leipzig mit 138 g Gewicht und einer Wertangabe von 100 Billionen Papiermark (= 100 Rentenmark) wurde am 7.12.1923 aufgegeben. Der Fernbrief der 3. Gewichtsstufe kostete 20 Pfg., die Eilzustellung 30 Pfg. und die Versicherung 50 Pfg. (pro angefangene 100 Billionen Mark), eine Behandlungsgebühr wurde in der PP 27 nicht mehr erhoben. Frankiert wurde die Sendung tarifgerecht mit 5 Werten zu 20 Rentenpfennig (Mi 341 P).

Gruß Michael
 
BD Am: 02.05.2026 15:10:43 Gelesen: 67268# 11190 @  
Hallo,

Wertbrief vom 28.11.1923 in der PP 26 der 2 ten Gewichtsstufe mit 84 Billionen Mark Wertangabe und Ortzustellung per Eilbote.

Transportgebühr über 21 bis 100 gramm = 112 Milliarden Mark
Einschreibung = 80 Milliarden Mark
Eilbote Ortszustellung = 160 Milliarden Mark
Versicherungsgebühr für 84 Billionen Wert = 1 Billion 680 Milliarden Mark
Gesamtgebühr = 2 Billionen 32 Milliarden Mark

Frankiert mit 25 Marken der 20 Miliarden; 1 Marke zu 5 Milliarden und 2 Marken zu 2 Milliarden Mark. Gesamt 509 Milliarden welche durch die Vierfachaufwertung der Marken in der PP 26 den Wert von 2 Billionen 36 Milliarden Mark hatten. Somit um 1 Milliarde Mark in Briefmarken = 4 Milliarden Wert überfrankiert.

Beste Grüße Bernd


 
BD Am: 03.05.2026 19:24:57 Gelesen: 63101# 11191 @  
Guten Abend,

aus der PP 26 noch ein Ausnahmebeleg. Warenprobe, Einschreiben; Rückschein und Orts-Eilbotenbestellung vom 27.11.1923 von Berlin nach Kiel.

Frankiert mit 5 Marken der Marke zu 20 Milliarden = 100 Milliarden Mark. Durch die Vierfachaufwertung ergab das die erforderliche Gebühr von 400 Milliarden Mark.

Warenprobe ab 101 gramm = 80 Milliarden Mark
Einschreiben= 80 Milliarden Mark
Rückschein = 80 Milliarden Mark
Eilbote Ort= 160 Milliarden Mark

Beste Grüße Bernd


 
inflamicha Am: 07.05.2026 22:31:09 Gelesen: 40465# 11192 @  
@ BD [#11190]
@ BD [#11191]

Guten Abend!

Wieder 2 seltene Belege, besonders letzteren muss man erst einmal finden. Danke für´s Zeigen.

Von mir ein "kleineres Brötchen":



Der Fernbrief vom Gräflich Henckel von Donnersmarck´schen Rentamt Kaulwitz (Kreis Namslau) an die Gasmotorenfabrik Deutz in Breslau vom 9.10.1923 (PP 19) war mit 2 Millionen Mark freizumachen. Der Absender hätte diese Forderung sicherlich gerne mit einer einzigen Marke erfüllt, aber die Postämter wurden oft nur unzureichend mit den passenden Marken beliefert. Kleinere Wertstufen waren, wenn überhaupt, schon eher zu bekommen. Hier verwendete der Absender 20 Exemplare der Mi 290 zu 100.000 Mark.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 09.05.2026 14:00:41 Gelesen: 21350# 11193 @  
Hallo,

auch bei meinem heutigen Beleg vom 2.9.1923 (PP 17) mangelte es wohl an zu den höheren Portostufen passenden Marken:



Der Brief der Rheinstahl Handelsgesellschaft mbH Frankfurt am Main ist mit 30.000 Mark für einen Ortsbrief frankiert. Die entsprechenden Marken wurden am 1.9.23 (Mi 284) bzw. erst am 5.9.23 (Mi 285) ausgegeben. Der Absender verklebte rückseitig einen 15er-Block der Mi 253. In der 3. senkrechten Reihe zeigt der 4. Wert von oben den Plattenfehler V "2 der linken unteren Wertziffer 2000 geschlossen" von Feld 43 einer Teilauflage, aufgrund der relativ geringen Bewertung im Infla-Handbuch der Plattenfehler (Bd.79/1) wohl einer der häufigeren Sorte.

Gruß Michael
 
BD Am: 09.05.2026 19:33:10 Gelesen: 19930# 11194 @  
Guten Abend,

Auslandsbrief bis 20 Gramm von Berlin nach Straßburg vom 19.10.1920. Ein Auslandsbrief erforderte 80 Pfennig Gebühr, frankiert sind nur 40 Pfennig. Es fehlte der Absender, der Brief hätte zur Auffrankierung diesen vorgelegt werden müssen. Da dies nicht möglich war stempelte man T als Hinweis, die Nachtaxierung erfolgte immer im Grenzpostamt. Hier mit Blauer 80 ,das doppelte des Fehlbetrages. Straßburg verklebte eine Nachgebührmarke von 20 centimen und versuchte zuzustellen. Das scheiterte, Straßburg entwertete die Marke und stempelte entlastet: die Marke war weg und man hatte kein Geld eingenommen. Der Einzugsbetrag von 20 Centimen wurde in den Büchern gestrichen. der Brief ging zurück nach Berlin, nur Wohin? Er wurde amtlich geöffnet, der Versender Holland und Co in SW erhielt ihn nach Zahlung der ursprünglichen 80 Pf. Nachgebühr ausgehändigt.

Unterfrankierte Auslandsbriefe waren ein Problem, Anfang 1922 war es zuviel und die Reichpost belehrte mit ungewöhnlicher Schärfe die eigenen Postämter. Vielleicht für Spezielle Sammler interessant!

Beste Grüße Bernd




 
philast Am: 10.05.2026 14:40:33 Gelesen: 15781# 11195 @  
@ BD [#11194]

Hallo,

schöner Beleg.

In gewisser Weise passt dazu die Postkarte, die ich vorgestern erwerben konnte.

Diese ist von am 28.5.22 von Flensburg ins dänische Grenaa (wenn ich das richtig gelesen habe, die Ortsbezeichnung davor konnte ich nicht lesen) gesendet worden.

Freigemacht ist die Postkarte mit 1,25 Mk das Auslandsporto wären eigentlich 2,40 Mk gewesen, womit die Postkarte deutlich unterfrankiert ist, aber offensichtlich hat es keiner gemerkt.

1,25 Mk Porto wäre nur korrekt gewesen wenn der Zielort max. 30 km von Flensburg entfernt gewesen wäre. Grenaa liegt allerdings 200 km von Flensburg entfernt. Aber wie schon gesagt bin ich nicht ganz sicher, ob ich den Zielort richtig gelesen habe.



Eine weitere Neuerwerbung ist der folgende Wertbrief vom 24.12.1923 von Lörrach nach Altbach bei Stuttgart über den Betrag von 5.000.000.000.000 Mk also 5 Rentenmark.

Portogerecht freigemacht mit 20Pf für den Brief und 50 Pf für Versicherungs-/Einschreibgebühr, zusammen 70 Pf.



Grüße
philast
 
Caius11 Am: 12.05.2026 22:21:22 Gelesen: 7115# 11196 @  
Guten Abend,

ich habe hier einen dienstlichen Beleg vom Finanzamt Preußisch Holland (16.12.1922) nach Mühlhausen im gleichen Kreis (Ankunftsstempel 17.12.1922).

Das Porto von 45 Mark setzt sich zusammen aus 20 Mark für das Einschreiben und 25 Mark für den Brief mit Gewicht 184g. Ich gehe von einer Drucksache aus (geöffneter Umschlag) - einen erweiterten Ortsverkehr im Kreis Preußisch Holland gibt es eher nicht.

Viele Grüße, Matthias


 
inflamicha Am: 13.05.2026 10:03:01 Gelesen: 5662# 11197 @  
@ Caius11 [#11196]

Hallo Matthias,

hier handelt es sich um einen ganz normalen eingeschriebenen Fernbrief der 1. Gewichtsstufe, der Umschlag wurde ja offensichtlich nicht offen aufgeliefert. Die handschriftliche "184" ist keine Gewichtsangabe (wurde zur Inflazeit in der Regel nur bei Wertbriefen gemacht, da dies in der Dienstanweisung vorgeschrieben war), sondern eine sog. Manualnummer. Die bezieht sich auf das Einschreiben, welches unter der Nummer 184 im Postannahmebuch eingetragen wurde.

Gruß Michael
 

Das Thema hat 11197 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 48 148 248 348 358 368 378 388 398 408 418 428 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447   448  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.