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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 8578 Beiträge:
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inflamicha Am: 19.10.2020 21:09:47 Gelesen: 15549# 8554 @  
Guten Abend,

eine Drucksache kann ich auch beisteuern:



Diese stammt vom 31.8.1916 (PP 2). Im Gegensatz zu Briefen und Postkarten waren Drucksachen von der Reichsabgabe befreit, das Porto für eine Drucksache bis 50 Gramm blieb unverändert bei 3 Pfennig. Verwendet wurde eine Privatganzsache der Firma M.J. Emden Söhne in Hamburg, durch die Ausführung als Fensterumschlag bleibt der Zielort leider im Dunkeln. Den Ganzsachenumschlag gibt es in mehreren Typen, der vorliegende ist im Strahlendorff/Mette unter PU 25 B 29/08 (graugrün, 156:124 mm, mit Fenster, "Ecken" des Fensters stark gerundet) registriert.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 19.10.2020 22:50:34 Gelesen: 15454# 8555 @  
Servus,

ich hätte da noch einen netten Sonntagsbeleg:



Ein Herr Linder von der Zeche König Ludwig in Recklinghausen wurde beim Langenscheidt-Verlag wegen eines kostenfreien Probebriefes nach. Die Postkarte ging am 5.8.1923 (Portoperiode 15) auf den Weg nach Berlin-Schöneberg. Zu der Zeit betrug das Porto für eine Fernpostkarte bereits stolze 400 Mark, das hier mit 5 x MiNr. 244 und 1 x MiNr. 248 erbracht worden ist.

Schönen Gruß
Mümmel
 
JoshSGD Am: 20.10.2020 09:28:33 Gelesen: 14832# 8556 @  
Hallo,

heute eine Drucksache bis 25g, gelaufen am 16.12.1922 (PP 11: 15.12.1922 - 14.1.1923) von Triberg nach Schopfheim und mit 5 Mark portorichtig frankiert, EF Mi.Nr. 174a.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15071)
 
muemmel Am: 20.10.2020 20:10:16 Gelesen: 14176# 8557 @  
Guten Abend,

ein Sonntagsbeleg am Dienstag, geht das?

Ja, geht!



Ab Berlin am 12.3.22 (Portoperiode 7) nach Göttingen, portorichtig mit 2 x MiNr. 167 frankiert.

Schönen Gruß und gesund bleiben
Mümmel
 
HWS-NRW Am: 20.10.2020 23:23:16 Gelesen: 13963# 8558 @  
@ muemmel [#8557]

Hallo Mümmel, das geht immer!

Ist einfach toll, was Ihr so präsentiert.

Bleibt Alle gesund!
Werner
 
JoshSGD Am: 21.10.2020 21:13:39 Gelesen: 12350# 8559 @  
Guten Abend,

von mir heute aus der PP4 (1.10.1919 - 5.5.1920) eine von Magdeburg nach Charlottenburg gelaufene Fernpostkarte, portorichtig frankiert mit 15 Pfennig, MiF Mi.Nr. 85 II und 107.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15095)
 
inflamicha Am: 21.10.2020 21:33:54 Gelesen: 12326# 8560 @  
Guten Abend,

meine heutige Postkarte ist auch nach Charlottenburg adressiert. Obwohl es sich nur um eine Ortspostkarte handelt war diese doch etwas teurer:



Die Karte wurde am 17.9.1923 (PP 17) in Berlin SW 19 aufgegeben. Für die nötigen 15.000 Mark wurde scheinbar alles Verfügbare zusammengekratzt: Wir sehen 5mal Mi 247, 14mal Mi 250, 9mal Mi 268 b und eine Mi 278 X. Also richtig frankiert.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 22.10.2020 20:33:28 Gelesen: 10846# 8561 @  
Hallo in die Runde,

heute einen Fernpostkarte nach Vienenburg, gelaufen am 1.9.19 (PP 3: 1.10.1918 - 30.9.1919) und mit 10 Pfennig portorichtig frankiert, EF Mi. Nr. 86 IIa.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15097)
 
muemmel Am: 22.10.2020 22:59:51 Gelesen: 10710# 8562 @  
Salut,

zu später Stunde hätte ich noch einen Sonntagsbeleg anzubieten:



Die Buchdruckerei Eugen Kranzbühler in Worms schickte am 15.10.22 (Portoperiode 9) diesen Brief nach Frankenthal in der Pfalz. Frankiert wurde prtorichtig mit 2 Marken der Mi. 225.

Guts Nächtle und xund bleiben
Mümmel
 
muemmel Am: 23.10.2020 19:34:58 Gelesen: 9411# 8563 @  
Ein fröhliches Hallo in die Runde,

heute gibt es eine Einzelfrankatur der MiNr. 282 auf Fernbrief:



Das Teil sieht nicht wirklich toll aus, aber wenn es sich um einen Sonntagsbeleg handelt, nimmt man das halt in Kauf. Vielleicht findet sich ja irgendwann noch ein schöneres Teil. Gelaufen am 26.8.23 (Portoperiode 16) von Pritzwalk nach Bützow.

Schönen Gruß
Mümmel
 
Frankenjogger Am: 23.10.2020 21:11:51 Gelesen: 9283# 8564 @  
Hallo Mümmel,

du bist also ein Sonntagssammler. :-)

Gibt es in der Inflazeit eigentlich auch eine Portoperiode, die keinen Sonntag hatte?

Die Tarifzeiträume waren ja teilweise sehr kurz. Ich bin jetzt zu faul nachzusehen.

Viele Grüße,
Klemens
 
muemmel Am: 23.10.2020 23:26:13 Gelesen: 9132# 8565 @  
@ Frankenjogger [#8564]

Moin Klemens,

das mit den Sonntagsbelegen hatte sich vor 2 oder 3 Jahren einfach so ergeben. Mein Augenmerk liegt aber hauptsächlich nach wie vor auf Belegen der Hyperinflation (Okt. bis Dez. 1923).

Was Deine Frage betrifft: Ja, es gibt genau eine Portoperiode ohne Sonntag.
Es handelt sich dabei um die Portoperiode 26 (26. bis 30.11.1923), die lediglich 5 Tage dauerte. Es gab zwar noch die nur 4 Tage währende Portoperiode 22 (1. bis 4.11.1923), aber da war der 4.11. ein Sonntag.

Schönen Gruß und guts Nächtle
Mümmel
 
JoshSGD Am: 24.10.2020 20:27:27 Gelesen: 8133# 8566 @  
Guten Abend,

heute eine einfache Postkarte im Fernverkehr, gelaufen von Benrath nach Düsseldorf am 19.10.1922 (PP 9: 1.10.1922 - 14.11.1922) und mit 3 Mark portorichtig frankiert, EF Mi.Nr. 225.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15096)
 
inflamicha Am: 25.10.2020 15:37:15 Gelesen: 7037# 8567 @  
Hallo,

von mir gibts heute einen Einschreibbrief aus Heidenau Nord:



Der R-Brief vom 12.10.1923 (PP 20) war an die Reichsbank in Köln adressiert, für Brief und Einschreibgebühr waren je 5 Millionen Mark zu entrichten. Frankiert wurde mit Mi 290 (20) und 306 (10) tarifgerecht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 25.10.2020 17:39:13 Gelesen: 6918# 8568 @  
Guten Abend,

aus der Frühzeit der Inflation hier eine Postkarte vom Sonntag, 8.6.1919 (Portoperiode 3) ab Hannover nach Radebeul:



Der Buchdrucker Gottlieb Braun bestellte einige Dinge, die ich nicht lesen kann, bei der Firma Kupsky & Dietze. Frankiert wurde mit einer aus Markengeber stammenden 10-Pf-Germaniamarke (MiNr. 86 II).

Schönen Gruß
Mümmel
 
JoshSGD Am: 26.10.2020 10:56:46 Gelesen: 5731# 8569 @  
Hallo,

weiter geht es mit einer Fernpostkarte vom 5.3.1920 (PP 4: 1.10.1919 - 5.5.1920), die von Hildesheim nach Alfeld lief und mit 15 Pfennig portorichtig frankiert ist, EF Mi.Nr. 108.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15092)
 
muemmel Am: 26.10.2020 16:58:23 Gelesen: 5361# 8570 @  
Guten Tag,

am heutigen Montag erhielt ich einen Brief, der am Montag, den 12.11.1923 (Portoperiode 24) von Braunschweig nach Zofingen im schweizerischen Kanton Aargau ging:



Zu der Zeit betrug das Porto für den einfachen Auslandsbrief 40 Milliarden und wurde hier mit 1 x Mi. 329 AP sowie 20 x Mi. 325 APa erbracht. Natürlich sind bei dem 20er-Block auf der Rückseite etliche primäre Feldmerkmale vorhanden.

Das mit den Montagen ist natürlich reiner Zufall und dass der Brief am Ersttag der PP 24 auf die Reise gegangen war, ebenfalls, nimmt man aber gerne in Kauf. Viel interessanter ist in diesem Fall, dass der 12.11.23 ein neues Erstverwendungsdatum der 329 AP darstellt. Dies war dem Sammlerfreund sehr wohl bewusst was ihn aber nicht daran hinderte, mir den Beleg zu überlassen. Ganz herzlichen Dank dafür.

Schöne Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 27.10.2020 10:27:58 Gelesen: 4013# 8571 @  
Hallo,

nachdem Mümmel wieder was optisch und philatelistisch sehr ansprechendes präsentiert hat, zeige ich nur eine einfache Fernpostkarte, die von Helgoland nach Wien lief. Für die Portoperiode 8 (1.7. bis 30.9.1922) reichten am 1.9.1922 1,50 Mark für den portorichtigen Versand. Es galt nach Österreich der Inlandstarif. EF Mi.Nr. 189.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15088)
 
muemmel Am: 27.10.2020 21:00:31 Gelesen: 3214# 8572 @  
Salut,

nach meinem gestrigen Ausflug in die Hyperinflation heute nun ein Sonntagsbeleg aus der Zeit, in der Inflation gerade das Laufen lernte:



Herr Plötner aus Gera (Reuss) sandte eine Rechnung per Postkarte am 25.8.1918 (Portoperiode 2) nach Langenberg und frankierte diese richtig mit einer Marke der MiNr. 99.

Grüßle
Mümmel
 
JoshSGD Am: 28.10.2020 10:49:33 Gelesen: 2311# 8573 @  
Hallo in die Runde,

heute was dienstliches innerhalb Münchens. Die Postkarte lief am 15.6.1921 (PP 6: 1.4.1921 - 31.12.1921) und ist mit 15 Pfennig portorichtig frankiert, EF Mi.Nr. D36.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15068)
 
JoshSGD Am: 29.10.2020 10:46:11 Gelesen: 905# 8574 @  
Hallo,

vom 18.11.1921 (PP 6: 1.4.1921 - 31.12.1921) sehen wir eine von Freienwalde nach Düsseldorf gelaufene Fernpostkarte als Ganzsache P 141 I.



Gruß
Josh

(Datenbank # 15079)
 
JohannesM Am: 29.10.2020 17:31:01 Gelesen: 489# 8575 @  
muemmel Am: 29.10.2020 21:12:30 Gelesen: 294# 8576 @  
@ JohannesM [#8575]

Hallo Eckhard,

die Verwendung von Inflationsmarken war bis 31.12.1923 möglich. Ab 1.1.1924 waren sie zur Frankatur nicht mehr zugelassen. Aber es gab hier und da sogenannte Nchläufer bei denen es nicht aufgefallen ist oder die Postler alle vorhandenen Augen zugedrückt haben.

Grüßle
Mümmel
 
JohannesM Am: 29.10.2020 22:54:59 Gelesen: 130# 8577 @  
@ muemmel [#8576]

Hallo Mümmel,

das bei Mehrfachfrankaturen mal eine Marke durchrutscht ist ja nachvollziehbar, aber dieser Beleg ist ja nun besonders unauffällig.

Beste Grüße
Eckhard
 
muemmel Am: 29.10.2020 23:13:31 Gelesen: 90# 8578 @  
@ JohannesM [#8577]

Einspruch Euer Ehren.

Da der Brief ausschließlich mit Inflationsmarken in 2 Sorten frankiert wurde, hätten sowohl beim Absende- und spätesetens beim Zielpostamt alle Alarmglocken schrillen müssen. Offensichtlich wurden in diesem Fall sogar die Hühneraugen zugedrückt.


@ alle

Wo ich nun gerade beim Thema bin, hier noch ein Sonntagsbeleg:



Eine Fernpostkarte vom 14.9.1919 (Portoperiode 3) ab Pulsnitz nach Bad Elster. Die Frankatur besteht aus einer 10-Pf-Germaniamarke der Vorkriegszeit (MiNr. 86 II).

Schöne Grüße
Mümmel
 

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