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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 22.04.2021 22:14:27 Gelesen: 36431# 8934 @  
Guten Abend allerseits,

von mir heute diesen Sonntagsbeleg aus der Portoperiode 5:



Postkarte vom 27.2.1921 ab Berlin nach Brüssel. Da die 30 Pf. der Ganzsachenkarte nicht reichten, wurden die fehlenden 10 Pf. mit einer Mi. 141 zufrankiert.

Schöne Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 23.04.2021 21:58:21 Gelesen: 34360# 8935 @  
Guten Abend,

ich eröffne heute eine neue Rohrpost-Runde:



Der Rohrpostbrief an die Direktion des Schillertheaters in Charlottenburg 2 wurde am 24.4.1923 (PP 13) in Berlin SW 68 aufgegeben, leider ohne Absender. Die Rohrpostgebühr betrug 200 Mark, frankiert wurde mit einer Mi 248.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 23.04.2021 22:23:21 Gelesen: 34319# 8936 @  
Salut,

mit Rohrpostbelegen kann ich leider nicht dienen, nur mit Sonntagsbelegen:



Fernpostkarte vom 30.11.1919 (Portoperiode 4) ab Hamburg nach Frankfurt am Main. Das Porto betrug 15 Pfennig, ergo musste die Ganzsachenkarte P107 mit einer Marke zu 5 Pf. (Mi. 85 II) auffrankiert werden.

Schönen Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 24.04.2021 21:50:07 Gelesen: 31956# 8937 @  
Guten Abend,

hier eine weitere Postkarte, ebenfalls sonntags gelaufen, aber nun aus der Portoperiode 5:



Gelaufen am 30.5.1920 von Stralsund nach Franzburg (ca. 20 km von Stralsund entfernt). Die 15 Pf. der Ganzsachenkarte P116 I reichten mal wieder nicht für´s Porto, weshalb mit je 1 x Mi. 85 II und 86 II auffrankiert werden musste.

Habet einen schönen und sonnigen Sonntag
Mümmel
 
inflamicha Am: 24.04.2021 22:14:25 Gelesen: 31912# 8938 @  
Guten Abend,

na dann muss wohl noch eine Rohrpostkarte:



Eine Rohrpostganzsache RP 20, für die nötige Rohrpostgebühr in Höhe von 1,30 Mark auffrankiert, wurde am 18.11.1920 (PP 5) von Berlin SO 26 nach Berlin SW 29 befördert. Die Zusatzfrankatur besteht aus Mi 85 II und Mi 104 a.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 25.04.2021 21:17:53 Gelesen: 29896# 8939 @  
Guten Abend,

Behörden durften die Rohrpost selbstverständlich auch benutzen, machten aber eher selten davon Gebrauch. Hier ist so ein Beleg:



Die Intendanz der Staatsoper Berlin richtete den Rohrpostbrief am 27.4.1923 (PP 13) an die Feuilleton-Redaktion des bekannten SPD-Blattes "Vorwärts", genutzt wurde das Rohrpostnetz von Berlin W 56 nach SW 68. Für die 200 Mark Rohrpostgebühr wurden natürlich Dienstmarken verklebt, hier waren es die Mi D 72 (5) und D 73 (2).

Gruß Michael
 
muemmel Am: 25.04.2021 22:54:24 Gelesen: 29747# 8940 @  
Salve,

bevor der Sonntag entschwindet, schnell noch ein entsprechender Beleg:



Eine Ansichtskarte mit dem Stuttgarter Schloss vom 18.9.1921 (Portoperiode 6) nach Brugg in der Schweiz, portorichtig mit 80 Pfennig (Mi. 141 und 147) frankiert.

Schöne Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 26.04.2021 21:21:50 Gelesen: 27983# 8941 @  
Guten Abend,

heute ein Rohrpostbrief für das Fräulein Elisabeth:



Dieser ging am 8.3.1920 (PP 4) beim Rohrpostamt Berlin SW 47 auf die Reise, adressiert war der Brief nach Berlin-Schöneberg. Der schnelle Gruß an die Dame kostete den Absender 60 Pfennig, frankiert wurde mit einer Mi 92 II.

Gruß Michael
 
kauli Am: 27.04.2021 19:58:06 Gelesen: 25812# 8942 @  
Hallo zusammen,

heute mal eine etwas rätselhafte Postkarte aus der PP 2.

Gelaufen von Berlin-Südende nach Erfurt gestempelt am 25.4.1917, geschrieben am 24.5.1918. Und noch ein Datum neben dem Ausgabestempel vom 26.4.1918. Da soll einer durchsehen.

Viele Grüße
Dieter


 
muemmel Am: 27.04.2021 20:43:53 Gelesen: 25717# 8943 @  
@ kauli [#8942]

Guten Abend Dieter,

der Absender hat die Karte am 24.4.18 geschrieben, sich aber beim Monat vertan und statt IV eine V angegeben. Da hat der Postler sich gedacht "Wenn der Absender einen Monat zu spät angibt, mach ich das mit der Jahreszahl umgekehrt".

Nein, im Ernst handelt es sich um eine Fehleinstellung der Jahreszahl. Letztendlich hat vermutlich der Empfänger den 26.4.18 als einzig korrektes Datum für den Eingang der Karte vermerkt.

Schönen Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 27.04.2021 21:43:14 Gelesen: 25623# 8944 @  
Guten Abend,

an einen Oberregierungsrat in Berlin W 50 ist mein heutiger Beleg adressiert:



Aufgegeben wurde der Rohrpostbrief am 3.12.1919 (PP 4) in Berlin-Schöneberg 1. Der verwendete Rohrpostumschlag RU 8 wurde für die nötigen 60 Pfennig mit einer Mi 88 II auffrankiert.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 28.04.2021 20:43:28 Gelesen: 23347# 8945 @  
Guten Abend,

ein ähnliches Bild bei diesem Beleg:



Diesmal ging es am 30.12.1919 (PP 4) von Berlin C 2 nach Berlin-Steglitz. Sonst wie oben - RU 8 mit Mi-Nr. 88 II.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 29.04.2021 20:30:05 Gelesen: 20515# 8946 @  
Guten abend,

aus der Portoperiode 6 wäre da ein Brief, der an einem Sonntag unterwegs war:



Geschrieben an Fräulein Marianne Helfer, die vermutlich eine Anstellung im Rittergut Haddenhausen hatte. Das notwendige Porto von 60 Pfg. wurde mit Marken der Mi. 159 (2) und 163 verklebt.

Haddenhausen ist heute Stadtteil von Minden in Westfalen.

Seid gegrüßt
Mümmel
 
inflamicha Am: 30.04.2021 21:49:26 Gelesen: 17710# 8947 @  
Guten Abend,

der Dritte im Bunde:



Diesmal etwas anders frankiert, aber auch aus der PP 4 und zur Gebühr von 60 Pfennig. Von Berlin NW 52 ging es an den Magistrat Abteilung Brotversorgung in Berlin C 2. Die Zusatzfrankatur des RU 8 besteht hier aus Mi 85 II und 87 II.

Gruß Michael
 
Totalo-Flauti Am: 01.05.2021 10:03:00 Gelesen: 16501# 8948 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein Nachnahmebrief per Einschreiben vom 28.06.1920 (Portoperiode 5 vom 06.05.1920-31.03.1921) aus Leipzig nach Dresden. Der Fernbrief kostete 40 Pfennig. Dazu kamen für das Einschreiben und die Nachnahme jeweils 50 Pfennige dazu. Nach Adam Riese kostete der Brief also 1,40 Mark. Dargestellt wurde die Frankatur mit einer Mi.101 und Mi.116. Nach der Notiz auf der Rückseite wurde der Adressat zweimal nicht angetroffen. Der Briefumschlag wurde auch zweimal verwendet. Die Marke aus der "Erstverwendung" wurde leider abgelöst.

Ich hätte eine Frage zur Terminologie für die Datenbank. Ist die Gebühr für die Nachnahme eine Vorzeigegebühr oder eine sonstige Gebühr? Ich dachte, eine Nachnahmegebühr ist für den Einzug des Geldes beim Adressaten und für die Weiterleitung des Geldes an den Absender?

Nächste Frage wäre noch, woran man den dünnen bzw. normalen Aufdruck auf der Mi.116 erkennt? Ich habe im Spezial und auf der Infla-Schablone nichts gefunden.

Vielen Dank schonmal für die Hilfe.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
inflamicha Am: 01.05.2021 11:46:54 Gelesen: 16340# 8949 @  
Hallo Michael,

die Nachnahmesendung wird dem Empfänger vor Ort "vorgezeigt", er kann dann entscheiden, ob er diese annimmt und den geforderten Betrag begleicht oder aber die Annahme verweigert und die Sendung zurückgehen lässt. In diesem Falle fließt ja kein Geld, die Vorzeigegebühr wird aber trotzdem fällig. Beim Sonderfall "wiederholtes Vorzeigen" ("Frist verlangt") wird die Vorzeigegebühr erneut fällig. Auch hier kann der Empfänger die Annahme verweigern, wieder fließt kein Geld.

Hier meine Mi 116 I und II aus der Sammlung:



Oben der normale, unten der dünne Aufdruck. Wenn man sich den Aufdruck genauer anschaut erkennt man den dünnen, nicht richtig deckenden Farbauftrag. Das liegt entweder an zu wenig Farbe oder zu geringem Anpressdruck. Unterschiedliche Drucktypen sind jedenfalls nicht die Ursache. Genaugenommen also eine Druckzufälligkeit. Deine Marke ist die normale Type I.

Noch ein Tip am Rande: Auch die Mehrzahl von Pfennig lautet währungstechnisch Pfennig. Pfennige sind einzelne Pfennigstücke.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 01.05.2021 11:49:51 Gelesen: 16337# 8950 @  
@ Totalo-Flauti [#8948]

Moin Michael,

Ich hätte eine Frage zur Terminologie für die Datenbank. Ist die Gebühr für die Nachnahme eine Vorzeigegebühr oder eine sonstige Gebühr?

Das ist die Vorzeigegebühr.

Was den normalen vom dünnen Aufdruck bei der 116 unterscheidet, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch der INFLA-Band 63 bzgl. Plattenfehler der Inflationsmarken schweigt sich in der Sache aus.

Sonnige Grüße nach Helmstedt
Mümmel
 
inflamicha Am: 01.05.2021 23:30:43 Gelesen: 15124# 8951 @  
Guten Abend,

zu später Stunde wird es noch mal dienstlich:



Vom Reichsarbeitsministerium kam dieser Rohrpostbrief vom 3.11.1921 (PP 6). Abgangspostamt ist Berlin NW 40, über Berlin C 25 ging es nach Berlin C 2- Laufzeit eine Stunde. Für die 2,25 Mark Porto wurden je eine D 30 und D 31 verklebt. Bei der Unterbringung des recht großen Umschlages im Rohrpostbehälter war man nicht zimperlich, was man dem Brief auch ansieht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 02.05.2021 11:55:51 Gelesen: 13510# 8952 @  
Guten Tag,

da heute Sonntag ist, hier ein passender Beleg dazu:



Eine Fernpostkarte vom 20.2.1921 (Portoperiode 5) aus Hagen nach Weißenburg, frankiert mit einer Mi. 144 II.

Sonntägliche und sonnige Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 02.05.2021 22:15:17 Gelesen: 12339# 8953 @  
Guten Abend,

dieser Rohrpostbrief war montags unterwegs:



Adressiert ins Hotel Adlon, Unter den Linden 1 nahe des Rohrpostamtes Berlin W 8 wurde dieser Brief am 8.10.1923 (PP 19) in Berlin N 58 aufgegeben. Die Gebühren waren bereits auf 5,6 Millionen Mark gestiegen. Frankiert wurde mit je 2 Exemplaren der Mi 302 und 309 APa.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 04.05.2021 22:41:19 Gelesen: 7434# 8954 @  
Guten Abend,

immer nur Sonntagsbelege sind auf Dauer auch langweilig. Daher heute mal was anderes einfach so nebenher, nämlich eine bar bezahlte Nachnahme-Drucksache:



Die Lindenbergersche Buchdruckerei in Leonberg forderte für das "Leonberger Tagblatt" per 18.9.23 von der Gemeindepflege in Frielzheim eine Nachzahlung in Höhe von 3.028.000 Mark, die mit 3,1 Millionen Mark auch beglichen wurde.

Das Drucksachenporto betrug in der Portoperiode 17 immerhin 15.000 Mark und für die Vorzeigegebühr kamen 37.000 Mark hinzu. Eigentlich musste der vereinnahmte Betrag vermerkt werden, was der Herr Postbeamte nicht getan hatte. Auch ein Namenszeichen des Herrn sucht man hier vergebens.

Schöne Grüße und gut´s Nächtle
Mümmel
 
inflamicha Am: 05.05.2021 09:25:01 Gelesen: 6294# 8955 @  
@ muemmel [#8954]

Morgen Harald,

Zielort ist die Gemeinde Friolzheim, nur mal so. ;-)

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 05.05.2021 21:47:12 Gelesen: 4772# 8956 @  
Guten Abend,

heute geht es weiter mit dem hier:



Mittlerweile haben wir die Portoperiode 21, der Rohrpostbrief bis 20 g Gewicht kostete 28 Millionen Mark. Auf dem Brief von Berlin N 106, weitergeleitet über das Rohrpostamt N 58 nach Charlottenburg 2 und aufgegeben am 27.10.1923 kleben je 4 Exemplare der Mi 309 APa und 317 AP. Diese ergeben auf den Pfennig genau die erforderlichen 28 Mio Mark.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 06.05.2021 20:12:34 Gelesen: 2634# 8957 @  
Guten Abend,

hier eine Postkarte, aus der hervorgeht, dass Herr Ewert aus Jarmen finanzielle Probleme hatte.



Gelaufen am 30.8.23 nach Nürnberg und mit 1 x MiNr. 278 X frankiert.

Schönen Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 07.05.2021 21:09:30 Gelesen: 218# 8958 @  
Salut,

heute zeige ich etwas Schwergewichtiges:



Eingeschriebener Fernbrief der 3. Gewichtstufe (>100-250g) vom 25.8.23 (Portoperiode 16) von Gammertingen nach Konstanz. Das Porto betrug 30.000 Mark und die R-Gebühr schlug mit 20.000 Mark zu Buche, die hier auch tarifrichtig verklebt wurden.

Ziemlich mitgenommen sieht der Brief zwar aus, aber Inlandsbriefe ab der 3. Gewichtstufe muss man überhaupt erst einmal finden. Und eingeschrieben sind sie noch seltener. Außerdem zeigt der Beleg sehr schön den Aufbrauch kleiner Wertstufen.

Ein hübsches Wochenende wünscht
Mümmel
 

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